Zwiebelsuppe nach Jamie Oliver

Vor ein paar Monaten hatte ich für meine Frau eine Zwiebelsuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver gekocht. Gefunden hatte ich das Rezept in sei­nem Buch „Jamie Oliver — Essen ist fer­tig“ auf Seite 160.

Laut Jamie ist diese Zwiebelsuppe die Beste aller Zwiebelsuppen und mein Frau war begeis­tert von ihr. Ich habe ihr damals ver­spro­chen, die Zwiebelsuppe bald wie­der zu kochen und sie freute sich schon tie­risch darauf.

Die laut Jamie Oliver Beste aller Zwiebelsuppen.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde und 15 Minuten

  • 1 kg Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 hand­voll Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 1/4 l Gemüsebrühe
  • 1 Baguette
  • 100 g Gruyere-Käse
  • 1 EL Butter
  • Olivenöl
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Bei einer Zwiebelsuppe besteht die Vorbereitung natür­lich in ers­ter Linie aus Zwiebeln schnei­den oder bes­ser, hobeln. Meinen Gemüsehobel benutze ich so gut wie nie, aber in die­sem Fall macht er sich dann doch mal bezahlt.

1 kg Zwiebeln müssen für die Zwiebelsuppe geschält und fein gschnitten bzw. gehobelt werden.

Nachdem man also die 1 kg Zwiebeln geschält und fein geho­belt hat, muss man nur noch die Blättchen von den Thymianzweigen abzup­fen (Das ist mir immer zu auf­wen­dig, ich würde gerne bereits abge­zupfte Blättchen kau­fen kön­nen, ich fau­ler Sack. :rolleyes: ), den Knoblauch schä­len und in feine Scheiben schneiden.

Wer kei­nen bereits gerie­be­nen Gruyere-Käse bekommt, muss ihn jetzt natür­lich noch rei­ben. Das war es dann aber auch schon an Vorbereitung und es kann ans Kochen gehen.

Zubereitung der Zwiebelsuppe

Einen gro­ßen Topf auf den Herd stel­len und erhit­zen (etwas weni­ger als mitt­lere Hitze). Ist der Topf heiß, das Olivenöl zusam­men mit der Butter, den Zwiebeln, dem Thymian, dem Knoblauch und dem Lorbeerblatt in den Topf geben. Die Zwiebeln jetzt ca. 15 Minuten zuge­deckt andüns­ten, ohne das sie Farbe anneh­men. Zwischendurch umrüh­ren, damit die Zwiebeln nicht am Boden ansetzen.

Nach 15 Minuten den Deckel abneh­men, die Hitze hoch­dre­hen und die Zwiebeln jetzt unter rüh­ren gold­gelb bra­ten. Ich war da zu Beginn ein biss­chen vor­sich­tig mit der Hitze, was nicht nötig war. Man kann schon zu Anfang ordent­lich Power geben und dann die Hitze schritt­weise redu­zie­ren, dann dau­ert es auch nicht so lange bis die Zwiebeln anfan­gen Farbe zu bekommen.

Die Suppe bekommt ein kräftiges und leicht süßliches Aroma durch das goldgelbe Anbraten der Zwiebeln.

Sobald die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, die Hitze wie­der redu­zie­ren und die Brühe angie­ßen. Den Backofen schon mal auf 200 °C vor­hei­zen und der­weil die Suppe 20 Minuten köcheln las­sen, dann mit Salz und schwar­zem Pfeffer wür­zen und abschmecken.

Die abge­schmeckte Suppe in 4 ofen­feste Suppenschalen fül­len, das Baguette in die Suppe geben (In Scheiben oder zer­rupfte Stücke, wie man mag.) und mit ein paar Spritzern Olivenöl beträu­feln. Jetzt noch den Käse dar­über geben und dann rein in den Backofen. Alles über­ba­cken las­sen, bis der Käse gold­gelb zer­lau­fen ist.

Die vielleicht beste Zwiebelsuppe der Welt.

Mein Resümee:

Ein paar Mal habe ich es schon geschrie­ben; Suppen haben es bei mir schwer. Das gilt auch für diese Zwiebelsuppe, die zwar rich­tig schön wür­zig und aro­ma­tisch schmeckt, aber eben eine Suppe bleibt. Ich esse sie, aber ich möchte nicht darin baden.

Wie erwähnt liebt meine Frau Suppen und fand die Zwiebelsuppe damals schon toll. Sie war auch die­ses Mal wie­der abso­lut hin– und weg und fand die Suppe ein­fach nur groß­ar­tig. Herzhaft, leicht süß, mit tol­ler Thymiannote und dazu das knusp­rige Baguette und der wür­zige, über­ba­ckene Käse. Sie würde darin baden (Und Schluck für Schluck das Badewasser schlür­fen.), da hat Jamie dann wohl wirk­lich nicht zu viel versprochen!

Frische Tomatensuppe

Suppe hat es bei mir grund­sätz­lich schwer und frei­wil­lig würde sie nie auf mei­nem Speiseplan lan­den, auch nicht im käl­tes­ten Winter. Wenn es gar nicht anders geht, dann wähle ich eine Linsensuppe (mit ordent­lich Speck und Würstchen bitte) oder eine Erbsensuppe (mit ordent­lich Speck und Würstchen bitte).

Meine Frau dage­gen liebt Suppen und da ich meine Frau liebe, kommt ab und zu auch mal ein Süppchen auf den Tisch. Dieses Mal war es eine fri­sche Tomatensuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver. Das Rezept ist aus sei­nem neuen Buch „Zu Gast bei Jamie“, das mir rich­tig gut gefällt.

Frische Tomatensuppe nach Jamie Oliver Rezept

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Zu Gast bei Jamie / Seite 46)

  • 2 kg große, sehr reife Tomaten
  • 1 große Möhre
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und geviertel
  • Frisches Basilikum, ein paar Stängel und Blätter
  • 5–6 EL Sahne
  • Weißweinessig
  • Olivenöl Extra
  • Salz und Pfeffer

Das erste Problem fängt hier schon beim Einkauf an, denn ich bekomme in den Geschäften in mei­ner Umgebung keine rich­tig rei­fen Tomaten. In den meis­ten Fällen sind sie immer noch ein biss­chen hart und wenig aro­ma­tisch. Deswegen habe ich für Tomatensaucen oder in die­sem Fall auch für eine Suppe, immer ein paar Dosentomaten im Schrank stehen.

Das Rezept für die Tomatensuppe habe ich auf 2 Personen ange­passt und 500 gr fri­sche Tomaten ver­wen­det, sowie eine kleine Dose (400 ml) San Marzano Tomaten, die ich bei Gustini.de gekauft habe. Die sind dort gerade im Angebot und da durf­ten 5 Dosen die Reise zu mir antreten.

Zubereitung:

Wie gehabt, geschnib­belt wird zuerst, damit ich alle Zutaten fer­tig habe und nicht hek­tisch werde, weil ich mit­ten­drin plötz­lich noch etwas waschen / schä­len / schnei­den / föh­nen muss.  Bei der Tomatensuppe hieß das, erst die Tomaten grob klein schnei­den, Möhre schä­len und grob schnei­den, danach den Knoblauch schä­len und vier­teln. Jetzt noch die Basilikumblätter abzup­fen und ein paar Stiele hacken. Fertig ist die Vorbereitung.

Nun kom­men alle Zutaten in einem Mixer (wer kei­nen gro­ßen Mixer hat macht das in 2 Portionen) und wer­den ordent­lich durch­ge­mixt. Man kann das natür­lich auch ganz gut mit dem Pürierstab machen, was ich bevor­zuge. Dann brau­che ich den Mixer nicht sau­ber zu machen.

Alles gemixt? Dann einen Topf auf­set­zen, die pürierte Tomatenmasse in den Topf geben, kräf­tig mit Salz und Pfeffer wür­zen. Da ich lei­der keine rich­tig rei­fen Tomaten hatte (die sind deut­lich süßer als nicht so reife Tomaten), mache ich nun auch eine kräf­tige Portion Zucker in die Suppe. Die Suppe wird dann bei mitt­le­rer Hitze 20 Minuten offen gekö­chelt und dickt noch ein wenig ein. Zwischendurch mal umrühren.

Sie sieht lecker aus, die frische Tomatensuppe.

Nachdem die Suppe 20 Minuten gekö­chelt hat, kommt die Sahne dazu, die Suppe noch ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen und dann mit Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschme­cken. Zum Abschluss, wenn die Suppe im Teller gelan­det ist, noch ein paar Spritzer gutes Olivenöl drü­ber geben. Als Beilage gab es fri­sches Brot mit rich­tig knusp­ri­ger Kruste.

Mein Resümee:

Die schmeckt. Frisch, fruch­tig, toma­tig — ein biss­chen süß, ein biss­chen sauer — da kann man nicht meckern. Ich habe meine Portion auch mit Appetit geges­sen, ordent­lich Brot rein­ge­tunkt — alles prima. Aber es ist halt eine Suppe und die macht mich nicht rundum glück­lich und zufrie­den. Deshalb gab es danach auch noch Glasgower Kartoffel-Scones mit Rührei und Räucherlachs. Die Frau hat dafür dop­pelt bei der Suppe zuge­schla­gen und fand sie toll. Ziel erreicht, alle zufrieden.

Kochtechnisch gab es erneut keine Schwierigkeiten — er kann tat­säch­lich Zutaten klein schnei­den und mitt­ler­weile auch unfall­frei mixen bzw. pürie­ren. Guter Junge.