Möhrensuppe mit Aprikosen und Pinienkernen

Wenn man so wenig Kocherfahrung hat wie ich es habe, dann notiert man sich im Laufe der Zeit eine Menge Gerichte, die man gerne nach­ko­chen würde. Meine Nachkochliste ist mitt­ler­weile bestimmt schon so lang wie das Vorstrafenregister von Bushido.

Auf der Liste stand auch eine Möhrensuppe nach einem Rezept von Tim Mälzer und vor ein paar Tagen kam ich end­lich dazu die Suppe zu kochen. 2 mal gleich, weil der erste Versuch nicht so rich­tig über­zeugte, was daran lag, dass die ver­wen­dete Gemüsebrühe sehr kräf­tig war und den Geschmack der Möhren ziem­lich über­deckte. Beim zwei­ten Versuch war ich dann ein wenig spar­sa­mer mit dem Brühepulver.

Möhrensuppe mit Aprikosen und Pinienkerne!

Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

  • 500 g Möhren
  • 60 g Schalotten
  • 8 getrock­nete Aprikosen
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1–2 EL Zitronensaft
  • einige Petersilienblätter
  • 800 ml Gemüsebrühe*
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

* Die von mir ver­wen­dete Bio-Gemüsebrühe war ordent­lich wür­zig und sal­zig und die Dosierung für 800 ml war letzt­lich zu hoch. Das killte den Möhrengeschmack und des­halb gab es Versuch Nummer 2 und eine weni­ger hohe Dosierung der Brühe (bei wei­ter­hin 800 ml Flüssigkeit). Beim Nachkochen also bes­ser mal die Brühe pro­bie­ren, das kann ja gene­rell nicht scha­den. :rolleyes:

Vorbereitung der Zutaten

Das wird ein schnel­les Süppchen und des­halb ist auch die Vorbereitung über­schau­bar. Zuerst die Möhren schä­len und in grobe Scheiben schnei­den (ca. 1,5 cm dick). Nun die Schalotten schä­len und fein wür­feln. Als nächs­tes die Aprikosen in feine Streifen schnei­den und die Petersilienblätter (5–6 Stück, sie sind nur Deko) grob hacken.

Die Aprikosen werden in der Suppe püriert.

Zubereitung der Suppe

Einen Topf auf­set­zen, den Herd auf mitt­lere Hitze ein­stel­len und die Butter sowie das Olivenöl in den Topf geben. Die Möhren und Schalotten hin­zu­ge­ben und bei­des kurz (3–4 Min) anschwit­zen. Die Zwiebeln sol­len dabei keine Farbe bekommen.

Die Gemüsebrühe in den Topf geben und die Möhren bei geschlos­se­nem Deckel in ca. 15 Min weich kochen. In der Zwischenzeit die Pinienkerne gold­braun rösten.

Wenn die Möhren weich sind, den Topf vom Herd neh­men, die Aprikosen (bis auf ein paar Streifen zur Deko) in den Topf geben und die Suppe nun mit einem Pürierstab fein pürie­ren. Den Zitronensaft hin­zu­ge­ben und die Suppe nach eige­nen Geschmack sal­zen und pfeffern.

Mein Resümee

Mir hat die Suppe geschmeckt, beim zwei­ten Versuch noch bes­ser als beim Ersten. Da kam der Möhrengeschmack etwas bes­ser zur Geltung und auch die fruch­tige Süße der Aprikose. Trotzdem hat die Suppe durch die kräf­tige Gemüsebrühe immer noch einen sehr wür­zi­gen Geschmack. Ich mag das.

Meine Frau war von bei­den Versuchen eher weni­ger ange­tan. „Komischer, unde­fi­nier­ba­rer Geschmack“ — waren ihre Worte. So eine detail­lierte Analyse hilft! :biggrin: Vielleicht fehlte ihr ein­fach die übli­che Zuckersüße, die bei man­chen Möhrensuppen durch das Karamellisieren der Zwiebeln erreicht wird. Mit Fruchtgeschmack hat die Holde es auch ein­fach nicht so.

Mögt ihr eure Möhrensuppe eher klas­sisch süß oder darf sie ruhig auch mal wür­zi­ger sein? Habt ihr schon mal eine Möhrensuppe mit Fruchtbeigabe gekocht oder gehört das für euch nicht in eine Möhrensuppe?

Zwiebelsuppe nach Jamie Oliver

Vor ein paar Monaten hatte ich für meine Frau eine Zwiebelsuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver gekocht. Gefunden hatte ich das Rezept in sei­nem Buch „Jamie Oliver — Essen ist fer­tig“ auf Seite 160.

Laut Jamie ist diese Zwiebelsuppe die Beste aller Zwiebelsuppen und mein Frau war begeis­tert von ihr. Ich habe ihr damals ver­spro­chen, die Zwiebelsuppe bald wie­der zu kochen und sie freute sich schon tie­risch darauf.

Die laut Jamie Oliver Beste aller Zwiebelsuppen.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde und 15 Minuten

  • 1 kg Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 hand­voll Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 1/4 l Gemüsebrühe
  • 1 Baguette
  • 100 g Gruyere-Käse
  • 1 EL Butter
  • Olivenöl
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Bei einer Zwiebelsuppe besteht die Vorbereitung natür­lich in ers­ter Linie aus Zwiebeln schnei­den oder bes­ser, hobeln. Meinen Gemüsehobel benutze ich so gut wie nie, aber in die­sem Fall macht er sich dann doch mal bezahlt.

1 kg Zwiebeln müssen für die Zwiebelsuppe geschält und fein gschnitten bzw. gehobelt werden.

Nachdem man also die 1 kg Zwiebeln geschält und fein geho­belt hat, muss man nur noch die Blättchen von den Thymianzweigen abzup­fen (Das ist mir immer zu auf­wen­dig, ich würde gerne bereits abge­zupfte Blättchen kau­fen kön­nen, ich fau­ler Sack. :rolleyes: ), den Knoblauch schä­len und in feine Scheiben schneiden.

Wer kei­nen bereits gerie­be­nen Gruyere-Käse bekommt, muss ihn jetzt natür­lich noch rei­ben. Das war es dann aber auch schon an Vorbereitung und es kann ans Kochen gehen.

Zubereitung der Zwiebelsuppe

Einen gro­ßen Topf auf den Herd stel­len und erhit­zen (etwas weni­ger als mitt­lere Hitze). Ist der Topf heiß, das Olivenöl zusam­men mit der Butter, den Zwiebeln, dem Thymian, dem Knoblauch und dem Lorbeerblatt in den Topf geben. Die Zwiebeln jetzt ca. 15 Minuten zuge­deckt andüns­ten, ohne das sie Farbe anneh­men. Zwischendurch umrüh­ren, damit die Zwiebeln nicht am Boden ansetzen.

Nach 15 Minuten den Deckel abneh­men, die Hitze hoch­dre­hen und die Zwiebeln jetzt unter rüh­ren gold­gelb bra­ten. Ich war da zu Beginn ein biss­chen vor­sich­tig mit der Hitze, was nicht nötig war. Man kann schon zu Anfang ordent­lich Power geben und dann die Hitze schritt­weise redu­zie­ren, dann dau­ert es auch nicht so lange bis die Zwiebeln anfan­gen Farbe zu bekommen.

Die Suppe bekommt ein kräftiges und leicht süßliches Aroma durch das goldgelbe Anbraten der Zwiebeln.

Sobald die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, die Hitze wie­der redu­zie­ren und die Brühe angie­ßen. Den Backofen schon mal auf 200 °C vor­hei­zen und der­weil die Suppe 20 Minuten köcheln las­sen, dann mit Salz und schwar­zem Pfeffer wür­zen und abschmecken.

Die abge­schmeckte Suppe in 4 ofen­feste Suppenschalen fül­len, das Baguette in die Suppe geben (In Scheiben oder zer­rupfte Stücke, wie man mag.) und mit ein paar Spritzern Olivenöl beträu­feln. Jetzt noch den Käse dar­über geben und dann rein in den Backofen. Alles über­ba­cken las­sen, bis der Käse gold­gelb zer­lau­fen ist.

Die vielleicht beste Zwiebelsuppe der Welt.

Mein Resümee:

Ein paar Mal habe ich es schon geschrie­ben; Suppen haben es bei mir schwer. Das gilt auch für diese Zwiebelsuppe, die zwar rich­tig schön wür­zig und aro­ma­tisch schmeckt, aber eben eine Suppe bleibt. Ich esse sie, aber ich möchte nicht darin baden.

Wie erwähnt liebt meine Frau Suppen und fand die Zwiebelsuppe damals schon toll. Sie war auch die­ses Mal wie­der abso­lut hin– und weg und fand die Suppe ein­fach nur groß­ar­tig. Herzhaft, leicht süß, mit tol­ler Thymiannote und dazu das knusp­rige Baguette und der wür­zige, über­ba­ckene Käse. Sie würde darin baden (Und Schluck für Schluck das Badewasser schlür­fen.), da hat Jamie dann wohl wirk­lich nicht zu viel versprochen!

Kartoffelsuppe mit Kürbis

Eigentlich bin ich ja kein Suppenfan und das wird sich in die­sem Leben wohl auch nicht mehr ändern. Es gibt aber 1–2 Suppen, die ich dann doch sehr gerne esse und dazu gehört eine leckere Kartoffelsuppe.

Beim Stöbern im aktu­el­len Heft „essen & trin­ken — für jeden Tag — Ausgabe 10/12″ ent­deckte ich ein Rezept für eine Kartoffelsuppe mit Süßkartoffeleinlage. Das fand ich ganz inter­es­sant und des­halb wollte ich die Suppe mal nachkochen.

Eine leckere Kartoffelsuppe mit Kürbis als Einlage

Blöderweise habe ich keine Süßkartoffel kau­fen kön­nen und habe kur­zer­hand, als Alternative, zu mei­nem neuen bes­ten Freund dem Hokaido Kürbis gegrif­fen. Das sollte eigent­lich auch passen.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

  • 800 g Kartoffeln
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1/2 Hokaido Kürbis
  • 5 Stiele fri­scher Majoran
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1,3 l Gemüsebrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • 4 EL Butter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskat, gemah­le­nen Chilliflocken

Zu Beginn die Gemüsezwiebel fein wür­feln sowie die Kartoffeln schä­len und wür­feln. Bei den Kartoffeln habe ich eher grob gewür­felt, weil die Suppe spä­ter ohne­hin püriert wird.

In einem Topf 2 EL Butter bei mitt­le­rer Hitze zer­las­sen und die Zwiebeln und Kartoffeln ca. 5 Min andüns­ten. Mit Salz und Pfeffer wür­zen und mit der Gemüsebrühe und der Schlagsahne auf­gie­ßen. 2 Majoranstiele sowie 2 Lorbeerblätter zuge­ben, alles kurz auf­ko­chen und dann zuge­deckt bei mitt­le­rer Hitze ca. 25 Minuten garen.

In der Zwischenzeit den Hokaido Kürbis schä­len (muss nicht sein, er kann auch mit Schale geges­sen wer­den) und in ca. 1 cm kleine Stücke wür­feln. Eine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe erhit­zen, 1 El Olivenöl und 2 EL Butter hin­ein­ge­ben und den Kürbis ca. 10–12 Minuten braten.

Die Blätter von 3 Stielen Majoran abzup­fen, fein hacken und zu dem garen Kürbis geben. Den Kürbis nun noch mit Salz, Pfeffer und 1 Messerspritze Chilliflocken würzen.

Jetzt kann es auch schon ans Eingemachte gehen. Aus der Suppe Lorbeer und Majoran ent­fer­nen und die Suppe mit einem Pürierstab sehr fein pürie­ren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschme­cken. In einem vor­ge­wärm­ten Teller anrich­ten und als Topping den gebra­te­nen Kürbis hineingeben.

Der Kürbis als Topping gibt der Kartoffelsuppe ein bisschen Pepp

Mein Resümee:

Ganz lecker das Süppchen. Schön kar­tof­fe­lig, sehr cre­mige Konsistenz und das Topping mit dem gebra­te­nen Hokaido Kürbis passte tat­säch­lich rich­tig gut. Ohne die­ses Topping wäre mir die Suppe auch ein biss­chen zu lang­wei­lig gewe­sen, weil sie eben schon sehr pur nach Kartoffeln schmeckt.

Ich habe übri­gens zum ers­ten Mal fri­schen Majoran ver­wen­det und fand die dezente Majoran-Note rich­tig gut. Getrockneter ist mir immer zu über­powert, da gefällt mir der fri­sche Majoran wesent­lich besser.

Könnt ihr zu einer lecke­ren Kartoffelsuppe auch nicht nein sagen oder geht ihr Suppen eher aus dem Weg? Oder liebt ihr Suppen heiß und innig, so wie meine Frau?

Frische Tomatensuppe

Suppe hat es bei mir grund­sätz­lich schwer und frei­wil­lig würde sie nie auf mei­nem Speiseplan lan­den, auch nicht im käl­tes­ten Winter. Wenn es gar nicht anders geht, dann wähle ich eine Linsensuppe (mit ordent­lich Speck und Würstchen bitte) oder eine Erbsensuppe (mit ordent­lich Speck und Würstchen bitte).

Meine Frau dage­gen liebt Suppen und da ich meine Frau liebe, kommt ab und zu auch mal ein Süppchen auf den Tisch. Dieses Mal war es eine fri­sche Tomatensuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver. Das Rezept ist aus sei­nem neuen Buch „Zu Gast bei Jamie“, das mir rich­tig gut gefällt.

Frische Tomatensuppe nach Jamie Oliver Rezept

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Zu Gast bei Jamie / Seite 46)

  • 2 kg große, sehr reife Tomaten
  • 1 große Möhre
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und geviertel
  • Frisches Basilikum, ein paar Stängel und Blätter
  • 5–6 EL Sahne
  • Weißweinessig
  • Olivenöl Extra
  • Salz und Pfeffer

Das erste Problem fängt hier schon beim Einkauf an, denn ich bekomme in den Geschäften in mei­ner Umgebung keine rich­tig rei­fen Tomaten. In den meis­ten Fällen sind sie immer noch ein biss­chen hart und wenig aro­ma­tisch. Deswegen habe ich für Tomatensaucen oder in die­sem Fall auch für eine Suppe, immer ein paar Dosentomaten im Schrank stehen.

Das Rezept für die Tomatensuppe habe ich auf 2 Personen ange­passt und 500 gr fri­sche Tomaten ver­wen­det, sowie eine kleine Dose (400 ml) San Marzano Tomaten, die ich bei Gustini.de gekauft habe. Die sind dort gerade im Angebot und da durf­ten 5 Dosen die Reise zu mir antreten.

Zubereitung:

Wie gehabt, geschnib­belt wird zuerst, damit ich alle Zutaten fer­tig habe und nicht hek­tisch werde, weil ich mit­ten­drin plötz­lich noch etwas waschen / schä­len / schnei­den / föh­nen muss.  Bei der Tomatensuppe hieß das, erst die Tomaten grob klein schnei­den, Möhre schä­len und grob schnei­den, danach den Knoblauch schä­len und vier­teln. Jetzt noch die Basilikumblätter abzup­fen und ein paar Stiele hacken. Fertig ist die Vorbereitung.

Nun kom­men alle Zutaten in einem Mixer (wer kei­nen gro­ßen Mixer hat macht das in 2 Portionen) und wer­den ordent­lich durch­ge­mixt. Man kann das natür­lich auch ganz gut mit dem Pürierstab machen, was ich bevor­zuge. Dann brau­che ich den Mixer nicht sau­ber zu machen.

Alles gemixt? Dann einen Topf auf­set­zen, die pürierte Tomatenmasse in den Topf geben, kräf­tig mit Salz und Pfeffer wür­zen. Da ich lei­der keine rich­tig rei­fen Tomaten hatte (die sind deut­lich süßer als nicht so reife Tomaten), mache ich nun auch eine kräf­tige Portion Zucker in die Suppe. Die Suppe wird dann bei mitt­le­rer Hitze 20 Minuten offen gekö­chelt und dickt noch ein wenig ein. Zwischendurch mal umrühren.

Sie sieht lecker aus, die frische Tomatensuppe.

Nachdem die Suppe 20 Minuten gekö­chelt hat, kommt die Sahne dazu, die Suppe noch ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen und dann mit Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschme­cken. Zum Abschluss, wenn die Suppe im Teller gelan­det ist, noch ein paar Spritzer gutes Olivenöl drü­ber geben. Als Beilage gab es fri­sches Brot mit rich­tig knusp­ri­ger Kruste.

Mein Resümee:

Die schmeckt. Frisch, fruch­tig, toma­tig — ein biss­chen süß, ein biss­chen sauer — da kann man nicht meckern. Ich habe meine Portion auch mit Appetit geges­sen, ordent­lich Brot rein­ge­tunkt — alles prima. Aber es ist halt eine Suppe und die macht mich nicht rundum glück­lich und zufrie­den. Deshalb gab es danach auch noch Glasgower Kartoffel-Scones mit Rührei und Räucherlachs. Die Frau hat dafür dop­pelt bei der Suppe zuge­schla­gen und fand sie toll. Ziel erreicht, alle zufrieden.

Kochtechnisch gab es erneut keine Schwierigkeiten — er kann tat­säch­lich Zutaten klein schnei­den und mitt­ler­weile auch unfall­frei mixen bzw. pürie­ren. Guter Junge.