Geröstetes Gemüse vom Blech mit Salsiccia

Letz­tens lun­gerte ich auf dem Sofa rum und da fiel mir die Jubiläumsausgabe der Lecker (10 Jahre Lecker) in die Hände. Beim Durchblättern der Zeitschrift blieb mein Blick am gerös­te­ten Gemüse vom Blech hän­gen. Ich hatte ein paar Wochen zuvor Ofengemüse mit Hühnchen zube­rei­tet und fand das rich­tig lecker. Das Gericht in der Lecker ent­hielt Kürbis, den ich gerade eh im Haus hatte und jun­gen Knoblauch, den ich sehr liebe.

Ich glotzte noch eine Weile aufs Bild und mein Magen fing an zu knur­ren. Es ist wohl keine so gute Idee, hung­rig in Kochzeitschriften zu blät­tern. Am nächs­ten Tag habe ich schnell den jun­gen Knoblauch ein­ge­kauft und gleich noch ein paar fri­sche Salsiccias mit­ge­hen las­sen.

Frische Salsiccia, ein Traum

Der Anblick die­ser super­le­cke­ren ita­lie­ni­schen Würstchen war zu ver­füh­re­risch, als das ich sie hätte lie­gen las­sen kön­nen. Außerdem schme­cken im Ofen gegarte Salsiccias eh fast noch bes­ser als in der Pfanne gebra­tene, es war also quasi Fügung.

Zubereitung • Geröstetes Gemüse vom Blech mit Salsiccia •

Den Kürbis (falls nötig schä­len) zer­tei­len, ent­ker­nen und in Spalten bzw. Stücke schnei­den. Die Kartoffeln schä­len (bei jun­gen Kartoffeln kannst du auch die Schale dran las­sen) und eben­falls in Stücke schnei­den. Kartoffeln und Kürbis soll­ten ähn­li­che Garzeiten haben, also beim Schneiden ähn­li­che Größen / Dicken wäh­len. Den jun­gen Knoblauch längst zer­tei­len, die Zwiebeln und Möhren (schä­len) in Spalten schneiden.

Den Ofen auf 175°C vor­hei­zen. Das Olivenöl auf ein tie­fes Backblech ver­tei­len. Hier nicht spar­sam sein, der Boden sollte mit Olivenöl bedeckt sein. Das Gemüse inklu­sive Tomaten auf das Backblech geben und die Kräuter (vor­her ein­mal grob hacken) über das Gemüse ver­tei­len. Alle Zutaten gründ­lich mit­ein­an­der ver­mi­schen und dar­auf ach­ten, das alles gut mit dem Olivenöl benetzt ist. Notfalls noch Olivenöl nach­le­gen. Das Gemüse kräf­tig mit gro­bem Salz und frisch gemah­le­nen Pfeffer würzen.

Das Gemüse komtm mit den Salsiccias auf ein Backblech

Die Salsiccias 2–3 Mal ein­ste­chen und auf dem Gemüse ver­tei­len. Das Backblech in den Ofen geben und ca. 45 Minuten lang backen. Hier musst du ab und zu mal eine Garprobe beim Gemüse machen, rein­ste­chen und schauen, ob die Kartoffeln und der Kürbis schon weich sind. Das kann, je nach Größe, auch ein biss­chen län­ger als 45 Minuten dau­ern. Die Salsiccias soll­test du auch min­des­tens ein­mal wen­den, damit sie von allen Seiten ein biss­chen Farbe annehmen.

Beim oder vor dem Servieren kann man den jun­gen Knoblauch aus der Schale drü­cken und bekommt eine leckere „Paste“. Das gibt wirk­lich noch mal einen Extra-Kick :rocka:

Das Ofengemüse vom Blech mit den Salsiccias schmeckt fantastisch!

Fazit: Das ist defi­ni­tiv gei­les Zeug. Das Gemüse bekommt ein gran­dio­ses Aroma durch das Garen im Ofen. Die fruch­ti­gen Tomaten pas­sen super dazu. Die Salsiccia gibt eine wahn­sin­nig leckere Würze. Das hier ist voll mein Ding.

Anmerkung zu den Zutaten: Ich kann hier schlecht genaue Angaben machen. Das ist so ein typi­sches Essen, wo man Pi mal Auge die Zutaten ver­wen­det und sich nach sei­nem per­sön­li­chen Vorlieben rich­tet. Der eine mag mehr Kartoffeln als Kürbis, der nächste will ein biss­chen mehr Tomaten oder Knoblauch. Deswegen sind das heute mal nur grobe Richtwerte. Hau ein­fach so viel von allem drauf, wie du magst.

Rezept Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 75 Minuten

  • 1 klei­ner bis mit­tel­gro­ßer Kürbis (Hokkaido oder Butternut)
  • 5–6 Kartoffeln
  • 3–4 Möhren
  • 2–3 Zwiebeln
  • 16 Kirschtomaten oder 4 große Tomaten
  • 2–3 junge Knoblauchknollen
  • 3 Stiele Rosmarin und Thymian
  • ca. 80–100 ml Olivenöl
  • 4 Salsiccia mit Fenchel
  • Salz und Pfeffer

Bavette mit Fleischsugo und Radicchio {nach Cornelia Poletto}

Gute Pasta Rezepte kann man ja nie genug haben und des­halb gibt es heute mal wie­der eine leckere Pasta im Blog. Wenn es so etwas wie eine männ­li­che Pasta gibt, dann auf jeden Fall diese hier, mit ordent­lich flei­schi­gem Geschmack durch leckerste Salsiccia und einer her­ben Bitternote, durch den Radicchio. Ich mag es sehr.

Das Rezept für die Bavette mit Fleischsugo und Radicchio stammt von Cornelia Poletto, aus ihrem Buch „Mein neuer Grundkurs für Einsteiger“. Sie ver­wen­det ursprüng­lich Bucatini Nudeln, die ich lei­der nicht bekom­men habe. Dem Geschmack tat das aber kei­nen Abbruch! Was nicht aus­ge­tauscht wer­den kann ist die Salsiccia, die dem Gericht diese unver­wech­sel­bare flei­schige Note gibt. Ich habe eine Salsiccia mit Fenchel ver­wen­det, die ich sehr liebe :wub:

Bavette mit Fleischsugo und Radicchio

Zubereitung • Bavette mit Fleischsugo und Radicchio •

Den Fenchel, Koriander und Pfeffer in einem Mörser fein zer­sto­ßen, die Zwiebeln in feine Würfeln und den Radicchio in feine Streifen schnei­den. Das Wurstbrät der Salsiccia aus der Pelle drü­cken und in kleine Stücke zup­fen / schneiden.

Das Wurstbrät in einer tie­fen Pfanne in etwas Olivenöl und bei mitt­le­rer Hitze anbra­ten. Die Zwiebelwürfel und die Gewürzmischung hin­zu­fü­gen und 3 Minuten mit­bra­ten. Den Wein und die Brühe angie­ßen, den Rosmarinzweig hin­zu­ge­ben und alles offen und bei klei­ner Hitze ca. 15 Minuten köcheln las­sen, dann mit Salz und Pfeffer und Balsamico abschmecken.

In der Zwischenzeit die Bavette nach Packungsanweisung kochen und nach Ende der Garzeit mit der Pastakralle in das fer­tige Sugo geben. Die Radicchiostreifen hin­zu­fü­gen und alles ein­mal gut durch­men­gen. Mit frisch gerie­be­nem Parmesan servieren.

Sehr fleischig würzig und mit leichter Bitternote, eine tolle Pasta.

Fazit: Ich liebe Salsiccia, alleine dadurch gewinnt diese Pasta bei mir. Ich mag aber auch sehr gerne den leicht bit­te­ren Einschlag des Radicchio, in Kombination mit dem kräf­ti­gen, flei­schi­gen Sugo. Diese Pasta koche ich immer wie­der gerne :smile:

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

  • 500 g grobe Salsiccia/span>
  • 100 g Radicchio
  • 400 g Bavette (Nudeln)
  • 2 hand­voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200 ml Rotwein
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Korianderkörner
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 Spritzer Balsamico
  • 2 EL Olivenöl
  • 5 EL kalte Butter
  • Salz und Pfeffer

zaran­gollo — geschmorte Zucchini mit Zwiebeln und Oregano

Vor ein paar Tagen hatte ich auf mei­ner Facebook Seite ein Foto von einem klei­nen Snack hoch­ge­la­den. Es gab leckere Salsiccia und als Beilage zaran­gollo. Zarangollo ist ein Gericht aus Spanien und besteht aus geschmor­ter Zucchini mit Zwiebeln und Oregano.

Eigentlich wollte ich die­ses sehr ein­fa­che Gericht nicht ver­blog­gen, aber weil die Reaktionen auf mei­ner Facebook Seite posi­tiv waren und weil mich das zaran­gollo geschmack­lich so über­zeu­gen konnte, kommt heute doch noch das Rezept in den Blog. Ich hoffe, ihr mögt es auch so gerne wie ich  :smile:

Geschmorrte Zucchini mit Zwiebeln und Oregano

Zubereitung • zaran­gollo — Zucchini mit Zwiebeln und Oregano •

Die Zwiebeln schä­len, hal­bie­ren und in feine Streifen sowie die Zucchini in dünne Scheiben schnei­den. Den Oregano hacken. In einer gro­ßen Pfanne die Zwiebeln bei klei­ner Hitze ganz sanft garen, bis sie gold­gelb und weich sind, dabei regel­mä­ßig umrüh­ren. Das kann locker 15–20 Minuten dauern.

Die Zucchini in die Pfanne geben, leicht sal­zen und zuge­deckt (deckel oder Alufolie) ca. 30 Minuten auf klei­ner Hitze sanft schmo­ren, dabei gele­gent­lich umrüh­ren. Nach ca. 30 Minuten mit dem gehack­ten Oregano bestreuen und noch ein­mal wei­tere 10 Minuten garen.

Eigentlich habe ich die­ses Gericht nur gekocht, weil die Zucchinis weg muss­ten. In mei­nem neuen Kochbuch von Claudia Roden, Spanien — das Kochbuch, fand ich das zaran­gollo Rezept und bin sehr froh dar­über. Es schmeckt wirk­lich rich­tig super, die Zucchini bekommt ein herr­li­ches Aroma durch das schmo­ren im eige­nen Saft. Toll.

Rezept Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 65 Minuten

  • 1 kg Zucchini
  • 2–3 Zwiebeln
  • 4–5 EL Olivenöl
  • 1 EL frisch gehack­ter Oregano
  • Salz

Risotto mit Salsiccia

Wenn man sich vor­nimmt das Kochen ein biss­chen zu ler­nen, dann fängt man nor­ma­ler­weise sicher­lich mit eher ein­fa­chen Dingen an. Pasta mit Tomatensauce zum Beispiel oder ein Kartoffelpüree mit Würstchen. Gerichte, die rela­tiv unkom­pli­ziert in der Zubereitung sind.

Bei mir war das ein wenig anders und eines mei­ner ers­ten selbst­ge­koch­ten Gerichte war ein Risotto. Ich erin­nere mich noch gut daran, dass ich damals eine TV-Sendung mit Jamie Oliver guckte, in der er gerade ein Risotto zube­rei­tete. Wie das so seine Art ist, ging ihm das kin­der­leicht von der Hand und es sah sogar so aus, als würde ihm das auch noch Spaß machen.

Risotto mit italienischer Salsiccia Wurst

Ich sah ihm zu und dachte mir, „Malte, das kannst du doch auch!“. Der steht da rum, rührt ab und zu den Reis um und ansons­ten harrt er der Dinge die da kom­men wer­den. Im Rumstehen und Warten war ich bereits geübt, meine Frau braucht ja gerne mal ein biss­chen län­ger im Bad und Reis umrüh­ren schien mir jetzt auch nicht son­der­lich anspruchs­voll zu sein. Außerdem hatte ich zuvor noch nie Risotto geges­sen und Jamie schien davon echt begeis­tert zu sein.

Ein paar Tage spä­ter rührte ich dann selbst den Kochlöffel und habe die Zwiebeln anbren­nen las­sen und das fer­tige Risotto war auch eher ein Milchreis. Aber — und das war mein Glück — das Risotto schmeckte trotz­dem echt toll. Vielleicht auch des­halb, weil ich es selbst zube­rei­tet hatte. Ich hatte sogar Spaß bei der Sache, auch wenn die­ses Schalotten wür­feln echt die Pest war. Aber das Essen schmeckte und mit die­sem „Erfolgserlebnis“ im Rücken wollte ich unbe­dingt wei­ter kochen und üben, üben, üben.

Mittlerweile habe ich schon so häu­fig Risotto zube­rei­tet, dass es eines der weni­gen Gerichte ist die ich ohne Rezept koche. Es schmeckt immer noch toll und beson­ders der Risotto mit Salsiccia wird von mir heiß und innig geliebt.

Die Salsicca, die am Ende unter den Risotto gemischt wird, kann wäh­rend der Risotto Zubereitung in einer Pfanne bei klei­ner Hitze lang­sam gebra­ten werden.

Für das / den Risotto beginne ich damit, die Schalotten– und Knoblauchwürfel in einer Mischung aus etwas Butter und Olivenöl leicht gla­sig anzu­schwit­zen. Danach gebe ich den Reis hinzu, schwitze ihn eben­falls ein wenig gla­sig an und lösche ihn mit dem Weißwein ab.

Der Weißwein darf nun ver­kö­cheln und sobald das gesche­hen ist, gebe ich 1–2 Kellen hei­ßen Rinderfond zum Reis (so viel Fond, bis der Reis leicht bedeckt ist) und rühre den Reis 2–3 Mal um. Der Fond sollte heiß sein, damit der Garprozess vom Reis nicht unter­bro­chen wird. Der Fond wird jetzt vom Reis auf­ge­nom­men und sobald er fast ver­kö­chelt ist, gebe ich wie­der 1–2 Kellen Fond zum Reis, rühre erneut 2–3 Mal um und lasse die Flüssigkeit fast voll­stän­dig vom Reis aufnehmen.

Dieses Spielchen wie­der­holt sich nun immer wie­der, bis der Reis gar ist. Das dau­ert zwi­schen 18 und 22 Minuten, je nach gewünsch­ter Konsistenz. Ich mag mei­nen Risotto am Liebsten, wenn er nur noch einen kaum merk­li­chen Biss hat.

Sobald der Reis gar ist, gebe ich eine gute Handvoll Parmesan sowie ein Stückchen Butter hin­ein und rühre bei­des in den Risotto ein. Dann wird die Wurst klein geschnit­ten und unter­ge­mischt, der Risotto abge­schmeckt und bei Bedarf ein biss­chen gesal­zen. Vorsichtig mit dem Salz sein, da die Brühe, der Parmesan und natür­lich auch die unter­ge­mischte Salsiccia schon ordent­lich Salz und Würze mit­bringt. Für das Foto habe ich noch ein biss­chen glatte, gehackte Petersilie über den Risotto gegeben.

Ich liebe mein Salsiccia-Risotto heiß und innig.

Das war es auch schon, viel mehr braucht mein Salsiccia-Risotto auch nicht. Die Salsiccia ist so wür­zig und domi­nant, dass ein „schlich­tes“ Risotto per­fekt dazu passt.

Es ist ein tol­les Gericht, das schnell zube­rei­tet ist und groß­ar­tig schmeckt. Und ein gutes Risotto mag doch eigent­lich jeder oder nicht? Was ist dein liebs­tes Risotto? Verrate es mir, damit ich es nach­ko­chen kann!

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

  • 200 g Risotto
  • 2 Schalotten, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • 1 hand­voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 1 Glas Weißwein
  • ca. 1 Liter Rinderfond
  • zum Braten, 1 EL Butter und 1 EL ÖL
  • 1 EL Butter
  • 3 Salsiccia

Bucatini all’ ama­tri­ciana oder so, mit Salsiccia. Geboren aus dem Chaos.

Manchmal wün­sche ich mir tat­säch­lich, ich hätte eine Glaskugel und könnte damit in die Zukunft schauen. Dann würde ich abends vor dem zu Bett gehen immer noch schnell die Kugel online brin­gen (die hat WLAN und Bluetooth) und schauen, was der nächste Tag an Über­ra­schun­gen bereit hält.

An beson­ders ner­vi­gen Tagen würde ich ein­fach lie­gen blei­ben und auf mei­ner Glaskugel ein paar Games zocken (die hat eine ein­ge­baute PS3)  oder ein paar Filme bzw. Serien gucken oder gleich den gan­zen Tag Sport schauen (habe auf der Kugel Sky abon­niert). Über das ein­ge­baute Glöckchen würde ich meine Frau anklin­geln, wann immer ich Hunger oder Durst bekäme. Ja, genau so würde das wohl laufen.

Leider hat noch nie­mand meine Glaskugel erfun­den und so bin ich heute mor­gen, wie an jedem ande­ren Morgen auch, fro­hen Mutes auf­ge­stan­den und habe mich ahnungs­los wie immer in den Tag gestürzt. Der fing auch rich­tig gut an, mit einer sehr posi­ti­ven Nachricht aus der Familie (Yes, you can!) So durfte es ruhig wei­ter gehen und weil ich von guten Nachrichten immer Appetit bekomme, fing ich prompt an über den Essensplan des Tages zu grübeln.

Baked Beans wollte ich mir auf jeden Fall zube­rei­ten, für ein def­ti­ges Abendbrot. Und was es zum Mittag geben sollte, wollte ich spon­tan ent­schei­den, wenn ich spä­ter auf dem Markt unter­wegs war. Kaum zu Ende gedacht, ent­schied sich der gute Tag spon­tan dazu nun doch lie­ber ein rich­tig Mieser zu wer­den und das Chaos über­nahm die Regie.

Irgendwann, als der Wahnsinn eine kurze Verschnaufpause machte, und der Magen schon knurrte, fie­len mir die Baked Beans wie­der ein. Komm Malte, die kannst du heute Abend gut gebrau­chen — Soulfood und so. Gute Absichten, gemischt mit kom­plet­ter gedank­li­cher Abwesenheit, lässt den Fehlerteufel jauch­zen und so schlich sich irgend­wie bei der Berechnung der Flüssigkeiten ein Fehler ein und aus den geba­cke­nen Bohnen wur­den abge­sof­fene Bohnen.

Abgesoffene Baked Beans, nicht die beste Variante.

Nach 3 Stunden im Ofen tauch­ten die Bohnen immer noch in einem Meer aus Flüssigkeit ab.

Gerochen haben sie echt toll, die klei­nen Mistviecher. Aber auf eine Bohnensuppe hatte ich dann doch keine Lust. Gibt es zum Abendbrot eben eine Schnitte, da kann ich dann auch mal stur sein.

Mittlerweile war es spä­ter Nachmittag und der Hunger zerrte genauso an den Nerven wie der Rest die­ses Scheißtages. Der Markt war längst geschlos­sen und so blieb mir nichts ande­res übrig, als in den Kühlschrank zu schauen und irgend­et­was aus den vor­han­de­nen Zutaten zu kochen.

Allerdings koche ich wirk­lich nie spon­tan und ohne Plan und Rezept schon mal über­haupt nicht — das kann ich näm­lich garnicht.

Beim Blick in den Kühlschrank lach­ten mich noch 3 Salsiccias an und eine leckere Salsiccia liebe ich abgöt­tisch. Bisher habe ich sie jedoch fast nur als Zugabe für Risotto verwendet.

Salsiccia - hier mit entferntem Darm

Da ich die Salsiccia im Sugo kochen wollte, habe ich die Haut entfernt.

Viel mehr als ein paar Peperonis konnte ich im Kühlschrank jedoch nicht erbli­cken. Schnell noch in den Vorratsschrank geblickt und ein Päckchen Bucatini entdeckt.

Hmmm, irgendwo hatte ich doch mal etwas von Bucatini all’amatriciana (Speck, Zwiebeln, Peperoni) oder so ähn­lich gele­sen, nur wo? Suchen kam nun wirk­lich nicht mehr in Frage und nach der gan­zen Rezepte-Nachkocherei sollte ich eigent­lich auch mal in der Lage sein, ein paar Nudeln mit lecke­rer Sauce aus dem Stand zu kochen. Anstelle des Specks würde ich halt ein­fach die Salsiccia nehmen.

Also ran an den Speck, bzw. die Salsiccia, der ich zuerst die Haut abge­zo­gen und sie danach gewür­felt habe. Dann habe ich eine Zwiebel sowie eine Knoblauchzehe geschält und fein gewür­felt sowie eine halbe Peperoni eben­falls fein gewür­felt. Zuvor habe ich die Kerne der Peperoni entfernt.

Einen Topf auf mitt­le­rer Hitze erhit­zen, einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben und darin nun die Zwiebel, den Knoblauch und die Peperoni kurz (1–2 Minuten) anschwit­zen. Als nächs­ten die Salsiccia in den Topf geben und kurz mit­bra­ten (2–3 Minuten). Sie riecht wirk­lich toll.

Jetzt aus­rei­chend pas­sierte Tomaten in den Topf geben, die Hitze redu­zie­ren und das Sugo min­des­tens 30 Minuten lang­sam kochen las­sen. Wer mag (ich mag), kann auch noch einen Stengel Basilkum dazu­ge­ben, den man vor dem Servieren aber wie­der raus­fischt. Nach der Kochzeit das Sugo mit Salz und Pfeffer (und bei Bedarf mit etwas Zucker) abschmecken.

Vor Ende der Kochzeit die Bucatini in reich­lich Salzwasser biss­fest kochen, abgie­ßen und in eine Sauteuse geben. Das fer­ti­gen Sugo dazu geben und mit den Nudeln ver­mi­schen (durch­schwen­ken) bis sich Sauce und Nudeln ver­bun­den haben. Mit etwas frisch gerie­be­nen Pecorino oder Parmesan servieren.

Bucatini all amatriciana mit Salsiccia

Meine Bucatini all’amatriciana mit Salsiccia sind sicher nicht die große Kochkunst, aber sie haben gut geschmeckt. Beim nächs­ten Mal würde ich etwas mehr Peperoni hin­ein geben (die Schärfe war prak­tisch nicht vor­han­den) und die Salsiccia nicht so fein wür­feln. Sie hat dadurch ein biss­chen an Geschmack ver­lo­ren, wie ich finde.

Der heu­tige Tag ist mal wie­der Beweis dafür, dass auch aus dem Chaos etwas Positives ent­ste­hen kann und in Zukunft werde ich deut­lich häu­fi­ger spon­tan und ohne Rezept kochen. Anscheinend habe ich in den letz­ten Monaten tat­säch­lich schon ein wenig Kochen gelernt, also auf zu neuen Ufern.

Ein Früh am Abend

Jetzt wird der Tag mit dem ein oder ande­ren Früh (Prost Björn!) begra­ben und mor­gen früh geht es fro­hen Mutes in einen neuen Tag.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten • Kochzeit ca. 30 Minuten

  • 240 g Bucatini
  • ca. 250 g Salsiccia
  • 1 1/2 bis 2 kleine Dosen pas­sierte Tomaten
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Peperoni, bei Bedarf mehr
  • frisch gerie­be­ner Pecorino oder Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Carbonara mit Salsiccia

Bei mei­nem letz­ten Online Einkauf bei Gustini.de wan­derte fri­sche, ita­lie­ni­sche Salsiccia (eine sehr wür­zige Wurst aus gro­bem Schweinehack) in den Einkaufskorb. Ich liebe Salsiccia, weil sie eine tolle Alternative zur fri­schen, deut­schen Bratwurst ist und weil sie so herr­lich wür­zig schmeckt.

Da es sie in den Geschäften in mei­ner Umgebung nicht zu kau­fen gibt, steht sie eher sel­ten auf dem Speiseplan und ich freue mich jedes mal um so mehr, wenn sie mal wie­der auf den Tisch kommt. Bisher hat meine Frau sie immer zube­rei­tet (meis­tens in einem tol­len Risotto); jetzt darf ich end­lich mal an die Wurst!

Ein pas­sen­des Rezept musste ich aber zuvor noch schnell fin­den und bin bei mei­nem liebs­ten Koch, Jamie Oliver, fün­dig gewor­den. Carbonara mit Salsiccia — das klang toll — ich könnte mich näm­lich in eine gute Carbonara rein­le­gen und nie wie­der auf­ste­hen. Meiner Frau geht es da ähn­lich, also ent­schie­den und ran an die Pfanne.

Die Zutaten für die Linguine Carbonara mit Salsiccia

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamieoliver.com)

  • 200 g Linguine
  • 250 g Salsiccia
  • 80 g Pancetta, gewür­felt
  • 3 große Eigelb
  • 80 g Sahne
  • 80 g Parmesan
  • abge­rie­bene Schale 1/2 unbeh. Zitrone
  • 1 Stängel glatte Petersilie, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • Olivenöl

Das Original Rezept von Jamie Oliver, für 4 Personen, fin­dest du hier.

Preise der wich­tigs­ten Zutaten:

  • Salsiccia fre­sca 250 g = 4,99 €
  • Pancetta 80 g = 1,79 €
  • Parm. Reggiano 200 g = 4,49 €
  • ins­ge­samt = 11,27 €

Die rest­li­chen Zutaten waren noch vorrätig.

Zubereitung:

Das Tolle an die­sem Gericht ist die kurze Kochzeit, es geht näm­lich ratz­fatz wenn man die Zutaten vor­be­rei­tet. Deshalb habe ich zunächst den Pancetta gewür­felt, den Parmesan gerie­ben, den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten und die Petersilie gehackt.

Danach habe ich die Eier getrennt und die Eigelbe zusam­men mit der Hälfte des Parmesan, der Sahne, der Petersilie und dem Abrieb der Zitrone ver­rührt. Dazu nehme ich neu­er­dings tat­säch­lich immer einen Schneebesen (Ha!) , das klappt dann doch am Besten. Ein Löffel, den ch zuvor immer benutzt habe, geht aber natür­lich auch, dau­ert nur länger.

Nachdem ich die Ei-Käse-Sahne Mischung fer­tig habe, schneide ich die Salsiccia längs auf und ent­ferne das Brät aus der Pelle. Eigentlich sollte es nun zu klei­nen Bällchen geformt wer­den, aber ich fand die Original Form auch mal ganz schön, habe es so gelas­sen und die Salsiccia nur noch schnell in klei­nen Stücke geschnitten.

Dann eine Pfanne erhit­zen (mitt­lere Hitze), sobald sie heiß ist das Olivenöl in die Pfanne geben und die Salsiccia darin von allen Seiten anbra­ten. Nun darf noch der Pancetta mit in die Pfanne, bis er gold­braun gewor­den ist.

Inzwischen einen Topf für die Linguine auf­stel­len und die Nudeln dann nach Packungsangabe al dente kochen. Sobald sie fer­tig sind abgie­ßen und dabei eine Kelle Kochwasser auf­be­wah­ren. Zurück in den Kochtopf mit den Nudeln und die Käse-Ei-Mischung drü­ber geben. Durch die Hitze der Nudeln und die Resthitze des Topfes wird das Eigelb in der Mischung gegart. Aber da die Hitze gering ist, wird das Eigelb nicht fest, son­dern wun­der­voll cremig.

Nun gebe ich die Nudeln mit einem Schwung in die Pfanne zu der Salsiccia und dem Pancetta und ver­mi­sche alles mit­ein­an­der. Hier kann es jetzt sein, dass die Nudeln ein biss­chen zu viel Sauce auf­neh­men, da hilft dann das auf­ge­fan­gene Kochwasser. Einfach soviel davon dazu geben, bis man die gewünschte Sämigkeit erreicht hat.

Linguine Carbonara mit Salsiccia nach Jamie Oliver Rezept

Alles auf einen vor­ge­wärm­ten Teller geben und den rest­li­chen Parmesan drü­ber streuen. Wer mag kann ein paar Tropfen Olivenöl über die Nudeln geben und dann sollte man sich sofort über den Teller hermachen.

Mein Resümee:

Lecker! Wirklich rich­tig lecker. Die Carbonara an sich ist schon toll und schmeckt wun­der­bar cre­mig. Bei der Zugabe des Zitronenabrieb war ich zuvor ein biss­chen besorgt, weil ich bei ande­ren Gerichten schon häu­fig  mit der Menge der Zitronenschale falsch lag und es mir dann doch zu zitro­nig schmeckte. Beim ers­ten Probieren schmeckte ich die Zitrone hier auch zu stark her­aus, komi­scher­weise ver­lor sich das jedoch schon nach der zwei­ten Gabel und es schmeckte dann wirk­lich sehr frisch.

Die Salsiccia hat dem Gericht dann noch mal einen beson­de­ren Kick gege­ben. Sie schmeckte herr­lich wür­zig und aro­ma­tisch mit einer lecke­ren Kräuternote, das passte per­fekt zu der Carbonara. Hiermit könnte man sich kugel­rund essen, so schnell, ein­fach und lecker wie das ist!

Handwerklich hat hier auch alles funk­tio­niert. Die Nudeln waren al dente (da habe ich ab und zu mal Schwierigkeiten), die Salsiccia war saf­tig, die Ei-Käse-Mischung ist nicht gestockt und blieb schön cremig.