Steinbeißer im Schinkenmantel auf Gurken-Melonen-Salat

Falls du hin und wie­der mei­nen Blog besuchst, ist es dir sicher schon auf­ge­fal­len und es lässt sich auch wirk­lich nur schwer ver­heim­li­chen, ich bin ein gro­ßer Fleischliebhaber. Fleisch ist tat­säch­lich mein Gemüse, was sicher­lich auch mit der Art und Weise zu tun hat, wie meine Mutter mich als Kind bekochte.

Fleisch war bei ihr Grundnahrungsmittel Nummer 1 und kam mehr­fach die Woche auf den Tisch. Was lei­der viel zu sel­ten den Weg auf mei­nen Teller fand, war fri­scher Fisch! Nun ist es im Ruhrgebiet auch nicht immer selbst­ver­ständ­lich über­all fri­schen Fisch zu bekom­men und vor 20–30 Jahren war das bestimmt noch schwieriger.

Ein leckeres Steinbeißerfilet mit Gurken-Melonen-Salat

Steinbeißer auf Gurken-Melonen-Salat

Fisch gab es in mei­ner Kindheit daher immer als Fischstäbchen, panierte Fischfrikadelle (bei­des natür­lich TK vom Seemann mit dem Bart) oder als Räucherfisch (die berühmte Makrele!).

Meinen ers­ten (fang)frischen Fisch habe ich erst mit um die 30 Lenzen im Urlaub auf den kana­ri­schen Inseln geges­sen. Bestellt hatte ich ihn nur, weil der Kellner einem Gast am Nebentisch eine Frage beant­wor­tete und mir dabei einen Teller mit einem gegrill­ten Fisch quasi direkt unter die Nase hielt. Das duf­te­tet und sah unheim­lich lecker aus, also warum nicht!

Seit die­sem Tag liebe ich fri­schen Fisch und ins­be­son­dere im Urlaub kommt (fast) mehr Fisch als Fleisch auf den Teller.

Leider mag meine Frau nur Fischstäbchen (Anm. der Autors: gewisse Ähn­lich­kei­ten mit Personen aus mei­ner Vergangenheit sind rein zufäl­lig und nicht beab­sich­tigt. Ich schwöre!) und einen guten Fischhändler in der unmit­tel­ba­ren Umgebung gibt es lei­der auch nicht.

Und so kommt fri­scher Fisch immer noch zu sel­ten auf mei­nen Teller, aber ab und zu fahre ich mal in das Frischeparadies nach Essen (Dort gibt es Lebensmittel in tol­ler Qualität!) und dann wird immer ein lecke­rer Fisch gekauft. Dieses Mal war es Steinbeißerfilet! Mein ers­ter Steinbeißer über­haupt und als Beilage zum Fisch habe ich mir etwas vom gro­ßen Lafer (Ja!!!!!!! Lecker!!!!!!) aus­ge­sucht, einen Gurken-Melonen-Salat.

Bei der Zubereitung des Gerichtes habe ich mich exakt (mehr oder weni­ger) an das vor­han­dene Rezept gehal­ten und ledig­lich die besagte Honigmelone anstelle der Wassermelonen ver­wen­det sowie natür­lich den Steinbeißer anstelle des Seeteufels.

Anstatt Vulcanoschinken habe ich Parmaschinken ver­wen­det und Kalaharisalz, Fischpfeffer und wei­ßer Malaba-Bio-Pfeffer waren zufäl­li­ger­weise auch nicht im Haus :zwinker: Ein gutes Meersalz und ein guter Pfeffer (ich schwöre auf Tellicherry Pfeffer!) haben es auch getan.

Ich fasse das Rezept daher hier nur stich­punkt­ar­tig zusam­men und ver­weise euch auf das Originalrezept von Johann Lafer und sei­nen Seeteufel auf Wassermelonen-Gurken-Salat.

Der Fisch im Schinkenmantel

Falls euer Kontingent an Mausklicks für heute bereits erschöpft sein sollte, kommt hier die kurze Zusammenfassung des Rezeptes.

  1. Das Steinbeißerfilet mit Salz und Pfeffer wür­zen und in den Schinkenmantel ein­rol­len. Von allen Seiten kurz anbra­ten und dann für ca. 10 Minuten in den auf 120 Grad vor­ge­heiz­ten Ofen schieben.
  2. Für das Dressing die Schalottenwürfen in Olivenöl anschwit­zen, mit wei­ßem Balsamico ablö­schen und den Honig unterrühren.
  3. Die Gurkenscheiben und Melonenstücke zusam­men mit dem gehack­ten Basilikum in eine Schüssel geben und mit dem Dressing sowie dem Olivenöl ver­mi­schen. Mit Salz und Pfeffer nach­wür­zen und den Salat auf einen Teller anrichten.

Mein Fazit: Der Steinbeißer ist ein tol­ler Fisch, sehr mild im Geschmack und mit ein biss­chen Glück kam er auch per­fekt aus dem Ofen und war but­ter­zart und super­saf­tig. Ich bin begeis­tert! Der Gurken-Melonen-Salat hat mich dage­gen nicht umge­hauen. Er war lecker, hat gut zum Fisch gepasst, aber mir fehlte ein wenig der Kick.

Hast du denn schon den Steinbeißer pro­biert und wie hat er dir geschmeckt? Oder stehst du am Ende gar nur auf Fischstäbchen, wie die Frauen in mei­nem Leben?

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

  • ca. 400 g Steinbeißerfilet
  • ca. 8 Scheiben Parmaschinken
  • ca. 1/2 Salatgurke
  • ca. 1/4 Honigmelone
  • 2 EL geschnit­te­ner Basilikum
  • 2 Schalotten
  • 2 EL Balsamico BIanco
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Heute gibt es mal wie­der ein Fischgericht mit mei­nem Lieblingsfisch Lachs. Ich liebe Lachs, weil er so unkom­pli­ziert zube­rei­tet wer­den kann und weil man ihn mit so vie­len unter­schied­li­chen Aromen kom­bi­nie­ren kann.

Dieses Mal wird er asia­tisch ange­haucht, mit Sojasauce und Honig, süß-sauer zube­rei­tet. Dazu gibt es einen Gurkensalat mit einem Erdnuss-Pesto und ver­bro­chen hat die­ses Rezept Tim Mälzer. Gefunden habe ich es in sei­nem Buch „Tim Mälzer — Born to Cook“.

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto nach Rezept von Tim Mälzer

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Zutaten Lachs

  • 2 Lachsfilet mit Haut, ca. 160–200 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Weißweinessig
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL flüs­si­ger Honig
  • Olivenöl oder Erdnussöl
  • Pfeffer, evtl. Salz

Zutaten Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

  • 1 Salatgurke
  • Zucker, evtl. Salz
  • 75 g gesal­zene Erdnüsse
  • 1 Chillischote
  • 1/2 Bund fri­scher Koriander
  • Weißweinessig
  • Olivenöl
  • evtl. Salz

Zubereitung Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Die Gurke schä­len, hal­bie­ren (oder im Ganzen las­sen) und mit einem Gemüsehobel fein hobeln. Mit etwas Zucker bestreuen (ich salze auch immer ein wenig) und die Gurkenscheiben kurz bei­seite stel­len und Wasser zie­hen lassen.

Das Erdnuss-Pesto passte super zum Gurkensalat

Inzwischen die Chillischote ent­ker­nen und fein hacken sowie den Koriander grob durch­ha­cken. Beides zusam­men mit den Erdnüssen in einen Mörser geben und zer­sto­ßen. 3–4 EL gutes Olivenöl und 1 EL Weißweinessig unter­rüh­ren, bis die gewünschte Konsistenz des Pesto erreicht wird. Evtl. mit Salz abschme­cken, sofern noch nicht genug Salz durch die Nüsse vor­han­den ist.

Die Gurkenscheiben kurz aus­drü­cken und / oder das Wasser abgie­ßen und die Gurken auf einem Teller anrich­ten. Das Erdnuss-Pesto ruhig groß­zü­gig über die Gurkenscheiben ver­tei­len, das passt echt super dazu.

Zubereitung gla­sier­ter Lachs

Die Knoblauchzehe schä­len und sehr fein hacken. Zusammen mit dem Honig, dem Essig und der Sojasauce in eine Schüssel geben und ver­rüh­ren. Die Sauce mit Pfeffer würzen.

Ein Pfanne auf etwas mehr als mitt­lere Hitze stel­len, heiß wer­den las­sen und 1–2 El Öl hin­ein geben. Den Lachs bei Bedarf leicht sal­zen (Hängt auch ein biss­chen davon ab, ob die zuvor ver­wen­dete Sojasauce sehr sal­zig ist oder nicht.) und dann auf der Hautseite scharf anbraten.

Solange bra­ten, bis die Haut rich­tig schön kross ist und dann den Lachs wen­den. Die Soja-Honig-Sauce über den Lachs gie­ßen (die kara­mel­li­siert jetzt in der Pfanne) und kurz wei­ter­bra­ten, bis der Lachs gar ist. Jetzt noch etwas von der kara­mel­li­sier­ten Sauce, die mitt­ler­weile siru­par­tig ein­ge­kocht ist, über die Haut geben und zusam­men mit dem Gurkensalat und Pesto servieren.

Der honigglasierte Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Mein Resümee:

Super. Stehe ich total drauf. Ich mag ein­fach den Geschmack von Lachs und diese Süß-Sauer-Komponente geht bei mir auch immer. Das schmeckt zusam­men ein­fach toll.

Nach Erdnüsse bin ich eben­falls fast schon süch­tig und des­we­gen kommt das Erdnuss-Pesto bei mir auch sofort gut an. Am bes­ten packt man sich die Gurkenscheiben, das Erdnuss-Pesto und den süß-saueren Lachs zusam­men auf eine Gabel, dann hat man ein rich­tig lecke­res Geschmackserlebnis im Mund.

Nachkochen, kann ich hier abso­lut emp­feh­len! Zumal es unkom­pli­ziert und rich­tig schnell geht. Und Lachs mag doch eigent­lich jeder oder nicht?