Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst

Vor ein paar Tagen blät­terte ich mal wie­der in einem Jamie Oliver Kochbuch (Zu Gast bei Jamie) und mein Blick blieb bei einem Tomatensalat mit Blutwurst hängen.

Normalerweise esse ich keine Blutwurst, weil meine Frau sie nicht mag und weil ich nie von alleine auf die Idee kom­men würde, mir ein­fach mal so Blutwurst in die Pfanne zu hauen. Blutwurst ran­giert bei mir, je nach Tagesform, zwi­schen „Hat was“ und „geh weg“. Aber die Kombination mit einem süß-sauren Tomatensalat hat mich irgend­wie ange­macht, also auf gings.

Die Kombination zwischen süß-sauren Tomaten und herzhafter Blutwurst passte super!

Zutaten für 1 Portion • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • ca. 80–100 g Blutwurst
  • 2 El Mehl
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 2 EL Butter
  • 2 hand­voll kleine, bunte Tomaten
  • 3 El Worcestersauce
  • 2 EL brau­ner Zucker
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 2–3 Thymianzweige

Die wichtigsten Zutaten für ein schnelles Gericht

Zubereitung Tomatensalat

Die Tomaten waschen, hal­bie­ren, den Strunk ent­fer­nen und die Tomaten in eine Schüssel geben.

2 EL brau­nen Zucker, 3 EL Worcestersauce und 2 EL Apfelessig in einen klei­nen Topf geben. Den Topf auf mitt­lere Hitze stel­len und die Flüssigkeit ein paar Minuten ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine siru­par­tige Konsistenz bekommt. In der Zwischenzeit die Thymianblätter abzupfen.

Ist die Flüssigkeit aus­rei­chend ein­ge­kocht, den Sirup in die Schüssel zu den Tomaten geben. 2 EL gutes Olivenöl über die Tomaten geben, die Thymianblätter dazu­ge­ben und alles vor­sich­tig mit­ein­an­der vermischen.

Zubereitung Blutwurst

Im Originalrezept von Jamie wird die Blutwurst nicht paniert. Ich wollte aber unbe­dingt mal aus­pro­bie­ren wie Blutwurst paniert schmeckt und hatte hier jetzt die Gelegenheit dazu.

Die Blutwurst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schnei­den und nach­ein­an­der in Mehl, dem ver­quirl­tem Ei und Semmelbrösel wäl­zen, dabei über­schüs­sige Brösel leicht abklopfen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze stel­len, die Butter in die Pfanne geben und die Blutwurst von bei­den Seiten gold­braun braten.

Mir hat der Tomatensalat mit panierter Blutwurst wirklich richtig gut geschmeckt.

Mein Resümee:

Ich finds geil. Wirklich. Die süß-sauren Tomaten pas­sen ein­fa­che super zu der herz­haf­ten Blutwurst, die mir paniert bes­ser schmeckt als unpa­niert. Den Tomatensalat mache ich aber auch ohne Blutwurst dem­nächst wie­der, das steht schon fest. Ich finde es ein­fach groß­ar­tig, was man mit einer leckere Vinaigrette aus sim­plen Tomaten raus­ho­len kann.

Wie sagt ihr zum Thema Blutwurst? Total „bäääh“ oder „Ich will mehr!“?

Rote Bete-Tomaten-Salat

Immer wenn ich ein biss­chen Zeit finde, schaue ich mich auf ande­ren Blogs um und suche dort nach inter­es­san­ten Gerichten und Anregungen. Meine Liste mit Gerichten, die ich irgend­wann mal nach­ko­chen möchte, ist wirk­lich ellen­lang. Es gibt so viele fan­tas­ti­sche Blogs da drau­ßen mit rich­ti­gen tol­len Hobbyköchen, die immer wie­der neue Ideen haben.

Vor ein paar Tagen war ich wie­der unter­wegs und fand auf dem tol­len Blog „grain de sel — salz­korn“ einen Tomaten-Salat mit Roter Bete (das Rezept stammt ursprüng­lich von der Küchenschabe). Rote Bete hatte ich bis­her noch nie geges­sen und ein Grund end­lich selbst zu kochen war ja neue Lebensmittel ken­nen­zu­ler­nen. Jetzt war also die Zeit für Rote Bete gekom­men und den Rote Bete-Tomaten-Salat musste ich unbe­dingt ausprobieren.

Ein wirklich leckerer Rote Bete-Tomaten-Salat!

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: grain de sel — salz­korn)

  • 3–4 Rote Bete
  • 3 Schalotten, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 6 Scheiben Bauchspeck, in Streifen geschnitten
  • 6–8 Coktailtomaten
  • 3 EL Balsamico-Essig
  • Saft einer hal­ben Zitrone
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL fein­ge­schnit­tene Petersilie

Zubereitung:

In Sachen Zubereitung bin ich jetzt mal so frei und zitiere Micha von grain de sel, sie hat das Rezept ja bereits per­fekt beschrieben.

Rote Bete weich kochen oder in Alufolie im Backofen bei 225°C garen (dau­ert je nach Größe und Alter 45–90 Minuten), schä­len und in nicht zu dünne Scheiben schnei­den. In einem Topf etwas Öl erhit­zen und den Speck darin drei Minuten knusp­rig bra­ten. Schalotten und Knoblauch hin­zu­fü­gen und bra­ten, bis sie weich wer­den und zu kara­mel­li­sie­ren begin­nen, unge­fähr fünf Minuten. Salzen und pfeffern.

Den Topf vom Herd neh­men. Essig, Zitronensaft, Tomaten und Olivenöl hin­ein­ge­ben, solange die Schalottenmischung noch warm ist. Die noch lau­war­men roten Rüben unter­mi­schen und das Gemüse eine halbe Stunde zie­hen las­sen. Dann die Petersilie dazugeben.

Ich stehe drauf - Rote Bete-Tomaten-Salat

Mein Resümee:

Gottseidank habe ich das Rezept nach­ge­kocht (Danke Micha!), denn jetzt weiß ich: Ich mag Rote Bete. Und rich­tig gerne sogar.

Beim Garen der Bete im Ofen war ich noch skep­tisch, weil sie einen so erdi­gen Geruch ver­strömte. Dann habe ich pro­biert und war über­rascht davon, wie süß die Rote Bete schmeckte. Lecker! Dazu die kna­cki­gen, süßen Kirchtomaten, der aro­ma­ri­sche Speck — das ist echt mein Ding. Ick freu mir.

Asia-Salat mit Melone

Auch wenn der Sommer mal wie­der kein rich­ti­ger Sommer ist, ein paar warme Tage gab es schon. Da darf dann gerne etwas erfri­schen­des auf dem Tisch lan­den und das Jamie Oliver Rezept für einen (Wasser)Melonen-Salat auf asia­ti­sche Art musste ich unbe­dingt ausprobieren.

Der Asia-Salat mit Gantaloupe Melone nach Jamie Oliver Rezept

Zutaten für ca. 5–6 Portionen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe Juli / August 2012 auf Seite 23)

Zutaten für den Salat

  • 1 Gantaloupe Melone
  • 1 Bund Radieschen
  • 1/2 Bund fri­sche Minze
  • 20 g Sesamsamen
  • Limettenspalten zum Servieren

Im Originalrezept ver­wen­det Jamie eine klas­si­sche Wassermelone mit rotem Fruchtfleisch.

Zutaten für das asia­ti­sche Dressing

  • 1 dau­men­gro­ßes Stück Ingwer
  • 1–2 rote Chillischoten
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • Saft von 2 Limetten

Zubereitung:

Wie immer wird erst­mal das Messer gezückt und alles wird pas­send zuge­schnit­ten. Das Fruchtfleisch der Melone in ca. 1 cm große Stücke schnei­den, die Radieschen in fei­nen Scheiben schnip­peln, die Minze hacken, den Knoblauch fein hacken, den Ingwer schä­len und rei­ben, die Chillischoten hal­bie­ren und ent­ker­nen. Nun noch den Saft der 2 Limetten aus­pres­sen und wer mag, kann auch jetzt schon die Limettenspalten vorbereiten.

Als nächs­tes eine kleine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe vor­hei­zen und die Sesamsamen ohne Fett ein paar Minuten rös­ten, bis sie eine gol­de­nen Farbe ange­nom­men haben.

Jetzt wird das Dressing zube­rei­tet und das geht wirk­lich zackig. Wie immer nehme ich für die Zubereitung von Dressings ein sau­be­res Glas mit Schraubverschluss und fülle die Zutaten dort hin­ein. Im Einzelnen gebe ich den gerie­be­nen Ingwer, den gehack­ten Knoblauch, die hal­bier­ten Chillis sowie den Limettensaft, die Sojasauce und das Sesamöl ins Glas.

Deckel drauf und schüt­teln bis die Hüfte knirscht. Wer nicht über einen unwi­der­steh­lich ange­bo­re­nen Hüftschwung ver­fügt, kann natür­lich auch nur das Handgelenk bewe­gen — Hauptsache, die Zutaten ver­mi­schen sich gut miteinander.

Das Dressing ist nun fer­tig, jetzt noch schnell die Zutaten für den Salat (Melone und Radieschen) in eine Schüssel geben und mit dem Dressing über­gie­ßen. Die Minze hin­ein geben und vor­sich­tig, aber sorg­fäl­tig, die Zutaten mit dem Dressing vermischen.

Anrichten und ein biss­chen Sesamsamen über den Salat streuen.

Der Asia-Salat mit Melone hat wirklich einen sehr ungewöhnlichen Geschmack

Mein Resümee:

Ein ver­rück­ter Salat! Auf jeden Fall geschmack­lich der unge­wöhn­lichste Salat den ich bis­her geges­sen habe.

Zuerst schmeckt man eine inten­sive Säure durch den Limettensaft und der Sojasauce und genau in dem Moment wo man denkt „Hoppla, das ist aber sauer!“ kommt diese geile Süße der Melone, direkt gefolgt von der her­ben Schärfe der Radieschen und der fri­schen Schärfe der Chilli. Dazu wird es ein biss­chen rau­chig durch das Sesamöl und da ist rich­tig was los im Mund.

Das ist ein extrem coo­ler Salat, aber man muss ihn mögen. Ich stehe drauf, kann mir aber vor­stel­len das diese Geschmackskombi nicht jeder­manns Sache ist. Weil der Salat aber so ruck­zuck fer­tig ist, muss man den wenigs­tens ein­mal gemacht habe. Also ran! Oder steht ihr nicht so auf Experimente?

Saures Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und Gurkensalat

Dieses ätzende Regenwetter macht depres­siv und wenn nicht bald der Sommer kommt, mit vie­len hei­ßen Tagen am Stück, wan­dere ich aus und mache auf Mallorca ein Sonnenstudio auf.

Zuvor muss ich aller­dings noch das nötige Kleingeld ver­die­nen und da bleibt gerade wenig Zeit zum (kochen)bloggen. Jetzt muss es in der Küche beson­ders schnell gehen und da bie­ten sich Salate gerade zu an. Im Kochbuch von Christian Rach fand ich eine Art Kartoffelsalat (bezeich­net als sau­res Kartoffelgemüse), der mich neu­gie­rig machte. Soweit, sogut.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwürstchen und einem Gurkensalat

Der Salat sollte warm ser­viert wer­den und da wollte ich unbe­dingt noch einen kal­ten Salat als Beilage auf den Tisch brin­gen. Ebenfalls im Kochbuch von C. Rach ent­deckte ich einen Gurkensalat und Gurkensalat fand ich frü­her als Kind mal so rich­tig schreck­lich. Dieses saure, wäss­rige Essigzeugs, bääh. Schmeckt das Zeugs eigent­lich immer so oder geht das auch in Lecker? Lag die Abneigung viel­leicht auch an mir? Geschmäcker ändern sich ja auch im Laufe eines Lebens. Hilft nix, außer ein Selbstversuch. Und so gab es sau­res Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und einen Gurkensalat.

Zutaten Saures Kartoffelgemüse für 4 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 92)

  • 1 kg vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 4–6 gekochte Mettwürstchen
  • 1 l Rinderbrühe
  • 300 ml Sahne
  • 70 g Butter
  • 70 g Mehl
  • ca. 4 EL Weißweinessig
  • 1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Im Originalrezept ver­wen­det Rach Kochwürstchen und gibt als Alternative Wiener Würstchen an. Mein Metzger hat mich auf die Frage „Haben sie Kochwürstchen?“ ange­schaut, als hätte ich ihn gerade zu einem pri­va­ten FKK Urlaub ein­ge­la­den. Ersatzweise habe ich dann ein­fach gekochte Mettwürstchen genom­men, die sahen den Würstchen in Rachs Rezept ziem­lich ähnlich.

Zudem nimmt Rach ca. 6 EL Essig, was auch Sinn macht, wenn man das Gericht sau­res Kartoffelgemüse nennt. Ich habe am Ende nur 4 EL genom­men, das war sauer genug für mich.

Zubereitung:

Die Kartoffeln schä­len, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Kartoffelscheiben in einen Topf geben, mit Wasser bede­cken, leicht sal­zen und „leise“ (Das kommt von lang­sam, nicht stumm. Du darfst also ruhig laut­hals dabei sin­gen. Mache ich auch immer!) al dente kochen. So steht es im Rezept! Laut Rach sol­len die Kartoffeln nicht spru­delnd kochen.

Während die Kartoffeln kochen, die Butter in einem Topf schmel­zen, das Mehl hin­zu­fü­gen und bei mitt­le­rer Temperatur zu einer hel­len Mehlschwitze (Übri­gens die erste Mehlschwitze mei­nes Lebens, wie roman­tisch!) ver­ar­bei­ten (immer schön umrüh­ren). Nach und nach die kalte Rinderbrühe zur Mehlschwitze geben und dabei stän­dig rüh­ren (Schneebesen), damit keine Klümpchen entstehen.

Die Flüssigkeit auf etwa zwei Drittel ein­ko­chen las­sen, die Sahne hin­zu­fü­gen und die Sauce zum Kochen brin­gen. Mittlerweile soll­ten die Kartoffeln fer­tig sein, also abgie­ßen und zusam­men mit den Würstchen in die Flüssigkeit geben. Laut Rach nennt man diese Flüssigkeit übri­gens Veloute, zu deutsch Samtsauce. Wieder etwas gelernt.

Das Ganze 10 Minuten köcheln las­sen, dann die Wurst raus­neh­men und in Scheiben schnei­den. Das Kartoffelgemüse (eigent­lich sind es ja nur Kartoffeln, aber wenn der Rach das Kartoffelgemüse nennt, dann will ich nicht wider­spre­chen.) mit einem Schneebesen durch­rüh­ren und mit dem Essig schön säu­er­lich abschme­cken. Pfeffern, falls zu sauer ein biss­chen zuckern, evtl. noch etwas sal­zen, die Petersilie unter­rüh­ren, die Würstchen rein­mi­schen und anrichten.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwurst

Zutaten Gurkensalat für 2 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 215)

  • 1 Salatgurke
  • 50 g Vollmilchjoghurt
  • 50 g Creme Double
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1/2 bis 1 Bund Dill
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Dill habe ich bewusst zuvor noch nie geges­sen, des­halb war ich hier auch etwas vor­sich­tig und habe nur ein hal­bes Bund ver­wen­det. Da kann man aber auch gut ein gan­zes Bund rein­pfef­fern, was ich beim nächs­ten Gurkensalat auch machen werde.

Zubereitung:

Die Gurke waschen und mit einem Hobel in dünne Scheiben schnei­den. Die Scheiben in eine Schüssel geben, gut sal­zen und ca. 30 Minuten zie­hen las­sen. Rach sagt, die Gurke ver­liert dann das Wasser, wel­ches man spä­ter bequem abschüt­ten kann. Hat er Recht — hat funktioniert!

Kurz vor Ablauf der 30 Minuten kann man schon mal das Dressing für den Gurkensalat zube­rei­ten. Dazu in einer Schüssel den Joghurt, Creme Double, Weißweinessig, Olivenöl, eine Prise Zucker und eine ordent­li­che Prise Pfeffer ver­mi­schen. Den Dill waschen, fein hacken und hin­zu­ge­ben. Die Gurkenscheiben nun mit den Händen gut aus­drü­cken und die Flüssigkeit abgie­ßen. Gurken in die Schüssel zum Dressing geben, gut durch­mi­schen, abschme­cken (evtl. noch etwas Zucker und Salz hin­zu­ge­ben) und anrichten.

Der angerichtete Gurkensalat

Mein Resümee:

Dafür, dass ich hier ein fast vege­ta­ri­sches Gericht auf dem Teller habe (Die paar Mettwürstchen zäh­len ja kaum.), schmeckt das wirk­lich lecker. Bei dem sau­ren Kartoffelgemüse war ich recht skep­tisch, aber das war rich­tig gut.

Aber viel über­ra­schen­der war der Gurkensalat, der mir tat­säch­lich geschmeckt hat. Das Dressing mit dem Joghurt und dem Schmand war schön cre­mig, dazu sauer-süß abge­schmeckt und ins­ge­samt ein­fach sehr frisch im Geschmack. Guck an, aus­pro­bie­ren lohnt sich also! Und immer­hin ist das jetzt bestimmt schon der dritte oder vierte Salat der mir schmeckt, wo soll das nur hin­füh­ren? Irgendwann mie­tet meine Frau mir noch ein lau­schi­ges Plätzchen im Stall und führt mich täg­lich auf die Weide. :biggrin:

Warmer Rucola Salat

Mit Grünzeug kann man mich ja nor­ma­ler­weise jagen, was aber sicher auch daran liegt, dass es in mei­ner Kindheit eigent­lich nur immer einen Salat gab. Kopfsalat! Angemacht mit einem öli­gen Dressing oder auch mal mit Joghurt-Dressing. Aber wenn es Salat gab, dann Kopfsalat. Schnaaaaarch.

Leicht trau­ma­ti­siert, schüt­telt es mich also eigent­lich immer beim Gedanken an Salat. :ohno: Irgendwann habe ich mich aber dazu durch­ge­run­gen den bes­ten aller Salate (laut Jamie Oliver) zu pro­bie­ren und der schmeckt. Sogar gut. Sogar so gut, dass ich ihn regel­mä­ßig zube­reite: Den war­men Rucola Salat.

Ein Salat wie ich ihn mag, warmer Rucola Salat.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Genial Kochen mit Jamie Oliver / Seite 100)

  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 große rote Zwiebel oder 2 Kleine
  • 30 g Pinienkerne
  • 2–4 Thymianzweige, nach Größe
  • 2 Hände voll Rucola
  • Balsamico, dun­kel
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Im Originalrezept von Jamie rös­tet er die Pinienkerne zusam­men mit den wei­te­ren Zutaten an. Ich mache das direkt zu Beginn, dann kann ich sicher stel­len das sie nicht anbren­nen. Also Pfanne auf den Herd, mitt­lere Hitze und Pinienkerne anrösten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schä­len, vier­teln und die Viertel noch ein­mal hal­bie­ren,  so dass man 8 Stücke erhält. Eine Pfanne auf­set­zen und den Bacon eben­falls bei mitt­le­rer Hitzeknusprig aus­bra­ten. Pinienkerne nicht ver­ges­sen, die soll­ten mitt­ler­weile fer­tig sein.

Sobald der Bacon knusp­rig ist, raus mit ihm aus der Pfanne und 2 EL Olivenöl hin­ein geben. Jetzt die Zwiebeln bei mitt­le­rer Hitze lang­sam bra­ten las­sen. Nach 3–4 Minuten die Thymianzweige hin­zu­fü­gen, sal­zen und die Zwiebeln noch so lange bra­ten bis sie braun werden.

Sind die Zwiebeln soweit, die Pinienkerne in die Pfanne geben, damit sie wie­der etwas Hitze anneh­men. Ich lege auch den Speck wie­der kurz in die Pfanne, damit er warm wird. 1 Minuten war­ten und den Pfanneninhalt in eine Schüssel geben.

Den Rucola in die Schüssel geben, ein paar Spritzer gutes Olivenöl dazu und dann mit ordent­lich Balsamico beträu­feln (Ruhig druff damit!). Alle Zutaten vor­sich­tig, aber sorg­fäl­tig, mit­ein­an­der ver­men­gen. Wer mag, kann jetzt noch ein biss­chen pfef­fern und evtl. noch etwas sal­zen. Vorher pro­bie­ren! Fertig, anrich­ten, nach Geschmack noch etwas Parmesan dar­über hobeln.

Süß-Sauer, nussig und mit Crunch - warmer Rucola Salat

Mein Resümee:

Das ist Salat wie ich ihn mag. Leicht nus­sig, durch den Rucola und die Pinienkerne. Sauer und zugleich süß, dazu knus­pert es ordent­lich durch den Bacon. Ruckzuck zube­rei­tet ist er auch noch, was will man mehr. Da hat der Jamie schon recht, wenn er vom Besten aller Salate spricht (was er natür­lich auch über 465 wei­tere Salate sagt :biggrin: ).

Italienischer Nudelsalat

Wenn ich an die Nudel– und Kartoffelsalate aus mei­ner Kindheit denke, dann waren das immer so rich­tige Majo-Bomben. Das fand ich damals auch ganz lecker, heute mag ich Salate mit leich­tem, fri­schem Dressing oder einer süß-sauren Vinaigrette deut­lich lieber.

Vielleicht auch ein Grund, warum ich den ita­lie­ni­schen Nudelsalat so geil finde. Der schmeckt herz­haft, saf­tig und frisch und ist mein abso­lu­ter Favorit unter den Nudelsalaten. Entdeckt habe ich das Basisrezept vor eini­ger Zeit beim Chefkoch, dort kommt noch etwas Pesto an den Salat.

Ein italienischer Nudelsalat mit tollen Zutaten!

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Chefkoch — User kreinzu)

  • 250 g Fusilli oder Penne
  • 200 g Mozzarella
  • 150 g geräu­cher­ter Schinken oder Parma Schinken
  • 100 g getrock­nete Tomaten
  • 50 g Pinienkerne
  • 40 ml gutes Olivenöl
  • 3 EL Balsamico — dun­kel oder weiß
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Honig
  • Salz und Pfeffer
  • 1 hand­voll Rucola und 1 hand­voll Basilikum
  • Parmesan, nach Geschmack

Ob dunk­ler oder wei­ßer Balsamico ver­wen­det wird, ist auch ein biss­chen Geschmackssache. Normalerweise ver­wende ich immer dunk­len Balsamico, weil der meis­tens eine inten­si­vere Süße hat. In die­sem Fall habe ich aber eine Ausnahme gemacht, weil der weiße Balsamico auf einem Foto optisch bes­ser funk­tio­niert. Der Dunkle ver­färbt natür­lich ein wenig den Mozzarella und die wei­te­ren Zutaten.

Wer ganz ita­lie­nisch blei­ben möchte, der nimmt Parmaschinken. Persönlich bevor­zuge ich für die­ses Gericht geräu­cher­ten Schwarzwälder Schinken, der passt wirk­lich per­fekt dazu.

Zubereitung:

Das ist wie­der so ein herr­lich unkom­pli­zier­tes Gericht, wel­ches in 15–20 Minuten auf dem Tisch steht. Ich fange immer damit an, dass ich die Pinienkerne bei mitt­le­rer Hitze röste. Die ver­bren­nen wirk­lich sehr schnell und des­halb erle­dige ich das gleich zu Beginn und kann mich dann ganz der Schnibbelei zuwenden.

Zuvor setze ich aber noch einen Topf für die Nudeln auf und lasse sie in reich­lich Salzwasser al dente kochen.

Nun wird der Mozzarella und die getrock­ne­ten Tomaten in kleine Würfel geschnit­ten und in eine Schüssel gege­ben. Den Schinken zupfe ich in Stücke (nicht zu klein, man will ja noch etwas davon schme­cken) und gebe ihn eben­falls in die Schüssel. Die Pinienkerne kön­nen auch schon mit hin­ein. Nun wird das Basilikum fein in kleine Streifen geschnit­ten und der Rucola gewa­schen und geschleu­dert, bei­des wird erst am Ende unter den Salat gemischt.

Jetzt fehlt noch die Vinaigrette und die ist eben­falls ruck­zuck erle­digt. Ich nehme dafür immer ein klei­nes Glas mit Schraubverschluss und gebe dort das Olivenöl hin­ein. Nun füge ich den Senf und den Honig hinzu und ver­rühre die Zutaten. Nun den Balsamico hin­zu­ge­ben und mit Salz und Pfeffer wür­zen. Das Glas schlie­ßen und es ordent­lich schüt­teln, so als ob man sich einen Drink mixt. Dadurch ver­bin­den sich die Zutaten sehr gut.

Mittlerweile dürf­ten die Nudeln fer­tig sein, also abgie­ßen und für 3–4 Minuten abküh­len las­sen, bevor sie in die Schüssel gege­ben wer­den. Wenn die Nudeln noch zu heiß sind, brin­gen sie den Mozzarella zum Schmelzen. Nicht wei­ter tra­gisch, schmeckt genauso lecker, aber ich mag es lie­ber wenn er noch ein biss­chen Form hat.

Nudeln in die Schüssel geben und mit den Zutaten in der Schüssel grob ver­mi­schen. Jetzt die Vinaigrette dar­über geben und alles gut ver­men­gen. Zum Schluss den Rucola und das Basilikum unter­he­ben, anrich­ten und wer mag, frisch gerie­be­nen oder geho­bel­ten Parmesan dar­über geben.

Der italienische Nudelsalat ist einfach richtig lecker.

Mein Resümee:

Das ist eines die­ser Gerichte, die süch­tig machen kön­nen. Den Salat könnte ich wirk­lich zu jeder Zeit essen, er trifft zu 100% mei­nen Geschmack. Er passt auch super als Beilage zum Grillen und weil er so schnell zube­rei­tet ist, kann man damit sei­nen Gästen ruck­zuck etwas Leckeres auf den Teller brin­gen. Die Zutaten sollte man also immer im Haus haben, auch wenn abends mal der kleine Hunger kommt. Oder mor­gens oder am Mittag.