Rigatoni mit Rinderfiletstreifen und Rotwein-Pflaumensauce

Im Moment ver­su­che ich so oft es geht neue Gerichte zu kochen, um mög­lichst viele, neue Erfahrungen beim Kochen zu sam­meln. Selten kommt ein Gericht ein zwei­tes Mal auf den Tisch, außer es ging beim ers­ten Versuch total in die Hose.

Manchmal schmeckt ein Gericht aber auch so gut, dass meine Frau es unbe­dingt noch ein­mal essen möchte. Dann nervt über­re­det sie mich bis ich nach­gebe und es wie­der koche.

So gesche­hen bei den Rigatoni mit Rinderfiletstreifen in einer Rotwein-Pflaumensauce, die ich zum ers­ten Mal als Lamm-Pasta in der Zeitschrift Deli (Ausgabe 1/2012) ent­deckte und nach­ge­kochte. Für das heu­tige Rezept habe ich ein­fach anstelle des Lamms Rinderfilet genom­men, der Rest blieb gleich.

Rigatoni mit Rinderfiletstreifen und Rotweinsauce

Auch wenn ich mitt­ler­weile ein biss­chen flot­ter mit dem Messer unter­wegs bin, nehme ich mir immer noch vorab in Ruhe die Zeit, um alle Zutaten vor­zu­be­rei­ten. In die­sem Fall habe ich erst die Zwiebeln in Streifen und den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten sowie den Rosmarin fein gehackt.

Danach habe ich die getrock­ne­ten Pflaumen gevier­telt und das Rinderfilet in Streifen geschnitten.

Die Rinderfiletstreifen wer­den jetzt in einer sehr hei­ßen Pfanne mit ein biss­chen Rapsöl kurz (ca. 1 Min pro Seite) auf jeder Seite scharf ange­bra­ten. Danach bei­seite gestellt und warm gehal­ten (Ofen 50 Grad).

In die Pfanne mit dem Bratensatz kommt ein biss­chen Olivenölund darin wer­den die Zwiebeln, der Knoblauch und das Rosmarin kurz (ca. 2–3 Minuten) gebra­ten. Das Ganze wird mit ein biss­chen Zucker bestreut und darf leicht kara­me­li­sie­ren. Jetzt wird der Rotwein zuge­gos­sen und auf die Hälfte der Flüssigkeit eingekocht.

In der Zwischenzeit wer­den die Nudeln auf­ge­setzt und nach Packungsangabe al dente gegart. Kurz vor Ende der Garzeit 200 ml Nudelwasser abschöp­fen und bei­seite stel­len.

Sobald die Nudeln fer­tig sind, abgie­ßen und die 200 ml Nudelwasser in die Pfanne mit dem redu­zier­ten Rotwein geben. Die Pflaumen dazu­ge­ben, alles kurz auf­ko­chen las­sen, Temperatur redu­zie­ren (es sollte jetzt nicht mehr kochen) und die eis­kalte Butter ein­rüh­ren, um die Sauce zu bin­den. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zimt abschme­cken und die Nudeln sowie das Rinderfilet untermischen.

Leckere Rigatoni mit Rinderfiletstreifen

Das ist ein wirk­lich sehr lecke­res Pastagericht, bei dem mir beson­ders die Pflaumennote in der Sauce super schmeckt. Ich alter Fruchttiger.

Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30–40 Minuten

  • 320 g Rigatoni
  • 500 g Rinderfilet
  • 100 g getrock­nete Pflaumen
  • 2 Zwiebeln
  • 1–2 Zweige Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL kalte Butter
  • 1–2 Prisen Zimt

Lammfilet mit Knoblauch-Kartoffeln und Möhrengemüse

Vor ein paar Wochen habe ich eine Kochsendung gese­hen (Leider habe ich den Titel schon wie­der ver­ges­sen.), in wel­cher Kartoffeln in einer Knoblauchmandelcreme zube­rei­tet wur­den. Das fand ich so inter­es­sant, dass ich mir das Rezept schnell in Stichwörtern auf­schrieb und die Kartoffeln bei nächs­ter Gelegenheit aus­pro­bie­ren wollte.

In der Sendung gab es rotes Fleisch und eine dunkle Sauce zu den Kartoffeln. Ich habe mich für ein Lammfilet mit einer Rotwein-Butter-Sauce und einem Möhrengemüse als Beilage ent­schie­den. Die Rotwein-Butter-Sauce sowie das Möhrengemüse sind nach einem Rezept von A. Schuhbeck aus sei­nem Buch „Meine baye­ri­sche Küche“.

Lammfilet mit Rotwein-Butter-Sauce an Knoblauch-Kartoffeln mit Möhrengemüse

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Zutaten für das Lammfilet

  • 2 Lammfilets
  • 1 jun­ger Knoblauch
  • 2 Rosmarin Zweige
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Rotwein-Butter-Sauce

  • 100 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 100 ml Portwein
  • 1 EL Puderzucker
  • 100 g sehr kalte Butter
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für das Möhrengemüse

  • 250 g Möhren
  • 40 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Petersilienblätter, gehackt
  • 1 Scheibe fri­scher Ingwer
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Knoblauch-Kartoffeln

  • 250 g Kartoffeln
  • eine Handvoll Mandeln ohne Schale
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Petersilienblätter, gehackt
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Zunächst die Möhren schä­len und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schnei­den. Die Scheibe Ingwer (Ruhig mit Schale.) schnei­den. Die Kartoffeln schä­len und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Die Knoblauchzehen schä­len und den Knoblauch in dünne Scheiben schnei­den. Die Petersilie hacken und zum Schluss den jun­gen Knoblauch ein­mal in der Mitte quer aufschneiden.

Zubereitung Knoblauch-Kartoffeln

In einer klei­nen Pfanne die Mandeln, ohne Öl, anrösten.

Einen Topf auf mitt­le­rer Hitze auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und 6 EL Olivenöl hin­ein­ge­ben. Die Knoblauchscheiben in den Topf geben, gold­gelb frit­tie­ren und her­aus­neh­men. Den Topf kurz vom Herd neh­men und das Öl im Topf lassen.

Der Knoblauch wird frittiert und dann im Mörser weiter verarbeitet.

Den Knoblauch, zusam­men mit den Mandeln und etwas Salz, in einen Mörser geben und bei­des zu einer dick­flüs­si­gen Paste zer­sto­ßen. Gegebenenfalls ein biss­chen Olivenöl in den Mörser geben, damit es wirk­lich eine Paste wird.

Den Topf mit dem aro­ma­ti­sier­ten Knoblauch-Öl wie­der auf den Herd stel­len (mitt­lere Hitze) die Kartoffelscheiben hin­ein­ge­ben und den Topf mit so viel Wasser auf­gie­ßen, dass die Kartoffelscheiben leicht bedeckt sind. Kurz auf­ko­chen las­sen, die Hitze redu­zie­ren, die Knoblauchmandelpaste hin­zu­ge­ben, alles ver­mi­schen und die Kartoffeln sanft gar­ko­chen lassen.

Sobald die Kartoffeln gar sind, mit Salz und Pfeffer wür­zen und die Petersilie untermischen.

Die Kartoffeln sind nicht perfekt gelungen, haben aber trotzdem ganz gut geschmeckt.

Zubereitung Möhrengemüse

Einen Topf auf mitt­lere Stufe auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und im Topf 1 EL Butter zer­las­sen. Ist die Butter zer­las­sen, die Möhren hin­ein­ge­ben und mit 1 EL Zucker bestreuen. Die Möhren nun ein wenig anschwit­zen, bis sie durch den Zucker anfan­gen zu glän­zen, dann mit 40 ml Gemüsebrühe angie­ßen und den Ingwer hin­ein­ge­ben. Die Hitze redu­zie­ren und die Möhren ca. 10 Minuten sanft garen las­sen (ohne Deckel), bis die Flüssigkeit fast ver­schwun­den ist.

Nach ca. 10 Minuten (Zwischendurch die Möhren mal pro­bie­ren, um zu über­prü­fen, ob sie schon weich genug sind.) den Ingwer ent­fer­nen und die rest­li­che Butter sowie die Petersilie unter­rüh­ren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Möhrengemüse war wirklich sehr lecker und ganz süß!

Zubereitung Rotwein-Butter-Sauce

In einen klei­nen Topf 1 EL Puderzucker sie­ben und den Zucker leicht kara­me­li­sie­ren las­sen. Mit dem Rotwein und dem Portwein auf­gie­ßen und köcheln las­sen, bis die Flüssigkeit sich um etwa ein Drittel redu­ziert hat. Die Hitze nun redu­zie­ren (Es sollte nicht mehr kochen!) und die sehr kalte Butter stück­chen­weise unter stän­di­gem Rühren ein­rüh­ren. Mit Salz und Pfeffer abschme­cken und sofort servieren!

Zubereitung Lammfilets

Die Lammfilets von bei­den Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe erhit­zen, heiß wer­den las­sen, 2 EL Olivenöl sowie den Knoblauch und den Rosmarin hin­ein­ge­ben. Kurz war­ten, bis das Öl durch die Kräuter ein biss­chen aro­ma­ti­siert wurde und dann die Lammfilets in die Pfanne geben und medium braten.

Das Lammfilet sollte innen noch leicht rosa sein!

Je nach Dicke der Filets kann das unter­schied­lich lange dau­ern. Ich prüfe den Garpunkt immer per Drucktest und habe mitt­ler­weile ein Gefühl dafür bekommen.

Lammfilet mit Kartoffeln in Knoblauchmandelcreme und Möhrengemüse

Mein Resümee:

Tja, das ist mal wie­der ein Gericht mit Licht und Schatten. Das Lamm hat ein­fach toll geschmeckt, war but­ter­zart und ich habe den Garpunkt sehr gut hinbekommen.

Die Sauce war geschmack­lich auch sehr gut, aber lei­der ist sie mir ein biss­chen abge­schis­sen, sprich die Butter hat sich wie­der von der Flüssigkeit getrennt und so wurde die Sauce ein biss­chen flo­ckig. Es hat die­ses Mal ein­fach ein biss­chen zu lange gedau­ert, bis alles auf dem Teller und foto­gra­fiert war. Die Sauce sollte man nach dem Einrühren der Butter sofort ser­vie­ren und nicht zu lange ste­hen lassen.

Das Möhrengemüse war wie­der sehr lecker und rich­tig schön süß.

Die Kartoffeln in der Knoblauchmandelcreme sind mir auch nicht per­fekt gelun­gen. Ich habe ein biss­chen zu viel Wasser ange­gos­sen und als die Kartoffeln gar waren, war noch zu viel Flüssigkeit im Topf. Deshalb wurde es keine rich­tige Creme, wie es eigent­lich sein sollte.

Da merke ich dann wie­der  das ich eben noch ein Kochanfänger bin und Probleme bekomme, wenn ich keine genauen Mengenangaben habe. Aber das muss ja eigent­lich auch so sein, Kochen muss man eben ler­nen und aus Erfahrung lernt man ja immer am Besten. Das Rezept habe ich natür­lich hier im Text schon ange­passt und wenn die Kartoffeln nur leicht vom Wasser bedeckt wer­den, sollte das auch klappen.