Hähnchen mit kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln & Kardamomreis {nach Ottolenghi}

Heute habe ich ein rich­tig schö­nes Hähnchengericht für euch und die­ses Mal eines, bei dem man mit einer Pfanne oder einem Topf aus­kommt und der Aufwand herr­lich klein gehal­ten wird. Das Ergebnis, wel­ches spä­ter auf dem Teller lan­det, über­zeugt trotz gerin­gen Aufwands abso­lut mit tol­lem Geschmack. Hähnchen, Reis, Korinthen, ein paar Gewürze und Kräuter und lecker kara­mel­li­sierte Zwiebeln. Das muss ja schmecken!

Das Gericht ist (mal) wie­der von Yotam Ottolenghi aus sei­nem Buch „Jerusalem“, wel­ches ich mir vor eini­ger Zeit gegönnt habe. Ich mag das Buch sehr und stelle euch in nächs­ter Zeit sicher noch einige Rezept aus die­sem Buch vor. Der Einsatz vie­ler (für uns eher exo­ti­scher) Gewürze und Kräuter macht ein­fach Spaß.

Hähnchen mit Kardamomreis nach Ottolenghi

Zubereitung • Hähnchen mit kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln & Kardamomreis •

Die Zwiebeln in 2 EL Olivenöl bei maxi­mal mitt­le­rer Hitze in einer Deckelpfanne lang­sam braun bra­ten, das dau­ert sicher­lich seine 15 Minuten. Dabei gele­gent­lich umrüh­ren. Die Zwiebel in eine Schüssel fül­len und bei­seite stel­len und die Pfanne mit Küchenpapier auswischen.

Die Hähnchenkeulen in einer gro­ßen Schüssel mit Salz und einer guten Menge frisch gemah­le­nen Pfeffer wür­zen. Die rest­li­chen 2 EL Olivenöl sowie Kardamom, Gewürznelken und Zimtstangen hin­zu­fü­gen und alles gut mit­ein­an­der vermengen.

Die Pfanne wie­der erhit­zen und das Fleisch zusam­men mit den Gewürzen in die Pfanne geben und auf jeder Seite ca. 5 Minuten anbra­ten. Die Hähnchenkeulen anschlie­ßend aus der Pfanne neh­men und bei­seite legen. Das Fett bis auf 1 TL abschüt­ten. Den Reis und die geschmor­ten Zwiebeln in die Pfanne geben und mit 1 TL Salz und reich­lich Pfeffer wür­zen. Die Korinthen hin­zu­fü­gen, alles gut durch­mi­schen und die Hähnchenkeulen auf den Reis drücken.

500 ml kochen­des Wasser angie­ßen, den Deckel auf die Pfanne legen und das Huhn samt Reis ca. 30 Minuten bei sehr gerin­ger Hitze köcheln las­sen. Nach 30 Minuten die Pfanne vom Herd neh­men, den Deckel abneh­men und die Pfanne sofort mit einem Geschirrtuch bede­cken und den Deckel wie­der auf­le­gen. 10 Minuten war­ten, die Hähnchen raus­neh­men (ich habe sie noch­mal schnell scharf in der Pfanne nach­ge­bra­ten, damit die Haut knusp­ri­ger wird!) und die gehack­ten Kräuter zum Reis geben. Mit einer Gabel die Kräuter unter­rüh­ren und den Reis zusam­men mit dem Hähnchen ser­vie­ren. Wer mag, kann auch noch Joghurt dazu servieren.

Ein sehr leckeres und aromatisches Gericht.

Fazit: Wirklich rich­tig lecker. Süß durch die Zwiebeln und die Korinthen, wun­der­bar aro­ma­tisch durch die Gewürze. Lediglich ein paar Nüsse haben mir per­sön­lich noch gefehlt, Cashews oder Walnüsse zum Beispiel oder Pistazien. Aber ansons­ten ist das ein sehr lecke­res Gericht, das mit Sicherheit wie­der gekocht wird.

Rezept Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 90 Minuten

  • 4 Hähnchenkeulen oder 4 Hähnchenteile
  • 300 g Basmatireis
  • 2 mit­tel­große Zwiebeln, fein gehackt
  • 25 g Korinthen
  • 10 Kardamomkapseln
  • 4 Gewürznelken
  • 2 lange Zimtstangen, halbiert
  • 1 TL gehackte Petersilie
  • 1 TL gehack­ter Dill
  • 1 TL gehack­ter Koriander
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Reissalat mit knusp­ri­gem Schweinebauch {nach Jamie Oliver}

Es ist schon eine Weile her das ich etwas von mei­nem Lieblingskoch Jamie Oliver gekocht habe. Mittlerweile habe ich doch schon ein statt­li­che Sammlung an Kochbüchern und ver­su­che mög­lichst alle Bücher mal zu nut­zen. Aber Jamie ist immer noch mein Favorit, weil er mich als Erster für das Kochen begeis­tert hat.

Heute gibt es einen Reissalat mit knusp­ri­gem Schweinebauch aus dem Jamie Oliver Buch „Zu Gast bei Jamie“. Ich bin ja gro­ßer Schweinebauchfan und wenn er dann noch süß­lich kara­mel­li­siert wird, so wie in die­sem Rezept, dann könnte das mal wie­der genau mein Ding sein.

Ein fruchtiger Reissalat mit knusprigem Schweinebauch

Zubereitung • Reissalat mit knusp­ri­gem Schweinebauch •

Den Backofen auf 200°C vor­hei­zen und schon mal den Basmatireis nach Packungsanweisung kochen. Den Schweinebauch erst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben und dann in 1,5 cm dicke Streifen schnei­den. Du kannst natür­lich auch direkt den Schweinebauch in Scheiben kau­fen, dann bist schon mal klü­ger als ich! Als nächs­tes die Äpfel vier­teln, das Kerngehäuse ver­wen­den und die Äpfel in Stücke schnei­den, die ähn­lich groß sind wie die Schweinebauchstücken. Wenn sie ein biss­chen grö­ßer wer­den ist das auch kein Problem, sie ver­ko­chen ohne­hin stark.

Da ich immer ganz gerne schon alle Zutaten parat habe, bevor ich mich an das Kochen mache, hacke ich die Walnüsse noch grob durch, zupfe die Thymianblätter von den Stielen, hacke die Petersilie fein durch und schnei­den die Frühlingszwiebeln in Ringe. Noch schnell die Orange aus­pres­sen und dann kann die Pfanne ange­heizt werden.

Das Fleisch wird erst angebraten und kommt danach in den Ofen

Die Pfanne (die Größte die du hast!) auf­set­zen, gut vor­hei­zen und den Schweinebauch zusam­men mit den Lorbeerblättern und dem Rosmarin hin­ein­ge­ben und den Bauch schön knusp­rig aus­bra­ten. Sobald das gesche­hen ist, die Kräuter aus der Pfanne neh­men, einen gro­ßen Teil vom aus­ge­tre­te­nen Fett abgie­ßen und das Fleisch sal­zen und pfeffern.

Die Apfelstücke zusam­men mit den Walnüssen, Honig, Thymian und dem Orangesanft zum Fleisch in die Pfanne geben. Ein biss­chen Olivenöl dar­über geben und alles gut mit­ein­an­der ver­mi­schen. Die Pfanne für etwa 20 Minuten in den vor­ge­heiz­ten Backofen geben und bräu­nen las­sen, zwi­schen­durch mal Umrühren, damit nichts anbrennt.

Den Reis ist eine Schüssel geben, die Pfanne aus dem Ofen neh­men und den Inhalt eben­falls in die Schüssel zum Reis geben. Die Pfanne auf den Herd stel­len und den Bratensatz mit dem Essig losko­chen und in die Schüssel gie­ßen. Die Petersilie und die Frühlingszwiebeln hin­zu­fü­gen und alles gut mit­ein­an­der ver­men­gen. Mit einer guten Prise Piment d’Espelette (Alternativ Chilliflocken oder auch Paprikapulver) wür­zen und mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Warm oder kalt ser­vie­ren, es geht beides.

Reissalat mit Schweinebauch nach Jamie Oliver

Fazit: Nicht schlecht! Aber, das Gericht hat mich lei­der nicht aus den Socke gehauen. Ich kann gar nicht so genau sagen, warum nicht. Vielleicht war es mir zu süß und geschmack­lich auch ein biss­chen zu flach. Ohne das Piment d’Espelette, das im ursprüng­li­chen Rezept nicht ent­hal­ten war, war es sogar ein biss­chen lang­wei­lig. Meine Frau fand es wie­derum ganz gut, manch­mal ist es eben doch Geschmackssache.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 700 g Schweinebauch
  • 300 g Vollkornreis oder Basmaitreis
  • 3 säu­er­li­che Äpfel
  • 50 g Walnusskerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 fri­sche Lorbeerblätter
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 EL fri­sche Thymianblätter
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 EL Honig
  • 2–3 EL Apfelessig
  • Saft von 1 Orange
  • Salz und Pfeffer
  • 1 gute Prise Piment d’Espelette

Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt

Gerade ist ja Kürbiszeit und da ich Kürbis zuvor noch nie geges­sen und geschweige denn selbst ver­ar­bei­tet hatte, durfte letzte Woche ein Hokkaido Kürbis mit nach Hause. Das war ein spon­ta­ner Einkauf und ich musste erst­mal ein Rezept suchen, wel­ches kom­pa­ti­bel zu dem war, was an Zutaten in den Schränken steckte.

Gefunden habe ich dann im Buch „Kerners Kohbuch“ ein Rezept von Lea Linster; Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt. Ich bin kein Sekt-Fan und so eine kleine Pulle stand hier schon seit Monaten rum, die musste end­lich mal weg. Die rest­li­chen Zutaten waren auch vor­han­den und Risotto liebe ich wirk­lich abgöt­tisch. Also ran an den Reis!

Einige Zutaten für den cremigen Kürbis Risotto

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Das Originalrezept ist für 4 Personen aus­ge­legt, ich habe die Mengen ent­spre­chend ange­passt und zusätz­lich die Menge für den Parmesan (1 TL für 300 g Reis) erhöht. Das war mit sonst ein biss­chen zu wenig.

  • 150 g Arborio Risotto-Reis
  • 1/2 Hokkaido Kürbis
  • 1 kleine Schalotte, fein gewürfelt
  • ca. 30–40 g Butter
  • 700 ml Geflügelfond
  • 50 ml Sekt
  • 2 EL frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 1 TL Sahne
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zuerst habe ich die Schalotte geschält und in feine Würfel geschnit­ten. Danach mei­nen ers­ten Hokkaido geschält (Wobei ich gele­sen habe, dass man bei die­sem Kürbis auch die Schale essen kann. War aber im Rezept nicht ange­ge­ben.), die Kerne mit einem Löffel ent­fernt und die Fäden aus­ge­kratzt. Schnell in kleine Würfel geschnit­ten und das war es dann auch schon an Vorbereitung. So mag ich das.

Dann eine Pfanne auf­set­zen (mitt­lere Hitze), heiß wer­den las­sen, 1 EL Butter und 2 EL Olivenöl hin­ein­ge­ben und die Schalotte gla­sig anschwit­zen. Den Reis hin­zu­ge­ben, mit etwas Salz wür­zen und unter stän­di­gem Rühren eben­falls gla­sig anschwit­zen (dau­ert 2–3 Minuten).

Im Rezept spült Frau Linster den Reis zuvor unter flie­ßen­dem Wasser ab und lässt ihn gut abtrop­fen. Das habe ich noch nie gemacht und auch in die­sem Fall dar­auf ver­zich­tet. Bisher schien mir das ein­fach nicht nötig zu sein.

Weiter mit dem Risotto. Ist der Reis gla­sig ange­schwitzt, wird er mit dem Sekt abge­löscht. Den Sekt voll­stän­dig ver­ko­chen las­sen und die zuvor erhitze Brühe nach und nach hin­zu­ge­ben. Ich mache das Kelle pro Kelle und rühre zwi­schen­durch den Risotto immer mal wie­der um, bis die Flüssigkeit auf­ge­nom­men wurde. Dann kommt die nächste Kelle hin­ein. Ich rühre aller­dings nicht per­ma­nent, son­dern immer vor dem Aufschütten 2–3 mal.

Laut Rezept soll der Risotto nun ca. 18 Minuten bei schwa­cher Hitze köcheln. Ich mag Risotto am liebs­ten, wenn der Biss nur noch gaaaaaaanz leicht zu spü­ren ist und brau­che etwas län­ger als die ange­ge­be­nen 18 Minuten.

Während der Risotto köchelt, eine Pfanne auf­set­zen und den Kürbis in einem EL Butter anschwit­zen. Kräftig mit Salz und Pfeffer wür­zen, nach dem Anschwitzen vom Herd neh­men und nach ca. 12 Minuten (oder 5–6 Minuten bevor der Risotto gar ist) zum Risotto geben.

Ist der Reis soweit, den Topf vom Herd neh­men und die rest­li­che Butter in klei­nen Stücken hin­ein geben. Den Parmesan und die Sahne unter­he­ben und noch ein letz­tes Mal abschmecken.

Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt

Mein Resümee:

Ich mag Kürbis, das ist für mich mal die wich­tigste Erkenntnis. Selbst zu Kochen hat eben auch den Vorteil, end­lich mal neue Lebensmittel zu pro­bie­ren. Sonst wäre der Kürbis wohl auch wei­ter an mir vorbeigegangen.

Diesen Risotto mag ich auch, obwohl ich ein biss­chen skep­tisch war. Sekt im Risotto, na ich weiß nicht! Aber das schmeckt, sogar gut. Vom eigent­li­che Sekt schmeckt man am Ende nichts mehr, aber der Risotto bekommt eine feine Süße, die sehr gut zum Kürbis passt. Die typi­sche Säure, durch das Ablöschen mit Wein, fehlt hier natür­lich völ­lig, aber das macht die Sache nicht unbe­dingt schlechter.

Der Risotto ist sehr cre­mig und so mag ich ihn mit Abstand am liebs­ten. Für mich muss Risotto leben und sich auf dem Teller bewe­gen, dann ist er am Besten. Mir gefällt diese Variante wirk­lich gut und ich würde das Gericht genau so auch wie­der kochen.

Gebirgsreis von REWE

Vor ein paar Tagen ent­deckte ich im REWE Markt eine Reissorte aus der REWE-Reihe Feine Welt. Normalerweise finde ich Reis ja ziem­lich lang­wei­lig und des­halb pro­biere ich gerne auch mal unter­schied­li­che Sorten aus. Aus dem Grund durfte der Gebirsgreis dann auch mit, obwohl der Preis (ich meine es war etwas über 3,50 € für 500 g) schon recht ordent­lich war.

Der Gebirgsreis von REWE Feine WeltEs han­delt sich beim REWE Gebirgsreis um einen Langkornreis (PUSA 1121) vom Fuße des Himalaya, so steht es zumin­dest auf der Verpackung.

Dort erfahre ich dann noch, dass der Reis auf­grund sei­nes außer­ge­wöhn­lich lan­gen Korns von den Einheimischen der Region Dehradun in Indien auch als „Wunderreis“ bezeich­net wird.

Marketing kann REWE also schon mal und die Verpackung ist auch wirk­lich ziem­lich edel. Sieht alles nach einem Spitzenprodukt aus; mal gucken was vom Versprechen übrig bleibt, wenn der BH run­ter ist. Da wird ja bekann­ter­ma­ßen gerne mal getäuscht was das Zeug hält.

Zubereitung:

Die Zubereitung des Reis ist etwas auf­wen­di­ger, als man das vom „nor­ma­len“ Langkornreis kennt.

Laut Packungshinweis wird der Reis mit 1 Tasse Reis und 1,5 Tassen Wasser abge­mes­sen und dann unter flie­ßen­dem, lau­war­men Wasser ein­mal abge­spült, um evtl. Mehlstaub zu ent­fer­nen. Danach wird der Reis mit dem Wasser und einer Prise Salz 15 Minuten eingeweicht.

Der REWE Gebirgsreis in der Nahaufnahme

So sieht er aus, der Langkornreis PUSA 1121.

Nach dem Einweichen wird er bei geöff­ne­tem Topf und mit star­ker Hitze zum Kochen gebracht, dabei gele­gent­lich umge­rührt. Sobald das Wasser den Reis nicht mehr bedeckt soll ein Stückchen Butter oder Margarine (Na bestimmt nicht.) dazu­ge­ge­ben wer­den, der Topf geschlos­sen und der Reis bei mil­der Hitze ca. 15 Minuten gar quellen.

Da kann man schon mal 40–45 Minuten ein­pla­nen, bis der Reis auf den Tisch kommt. Erinnert mich so ein biss­chen an meine Frau und ihre zwei­stün­di­gen Schminkorgien im Bad, da muss das Ergebnis dann aber auch bitte rich­tig knal­len, wenn man das nicht unter ver­lo­rene Lebenszeit ein­ord­nen möchte.

Mein Resümee:

Hmmm. War ja klar, dass meine Frau mal wie­der aus der Reihe tan­zen muss. Die fin­det den Gebirgsreis von REWE näm­lich geschmack­lich nicht außer­ge­wöhn­lich oder beson­ders fein und aro­ma­tisch. Auf jeden Fall geschmack­lich gut, aber eben kein Knaller — meint sie.

Ich dage­gen, fand ihn schon rich­tig lecker. Die feine Körnung war super und er hat über­haupt nicht geklebt. Geschmacklich fand ich ihn auch sehr schön aro­ma­tisch und er hatte einen ange­neh­men Biss. Nicht mat­schig, aber auch nicht zu fest, so mag ich Reis am liebs­ten. Lecker.

Tja, natür­lich habe ich nor­ma­ler­weise immer Recht — da brau­chen wir nicht drü­ber zu reden. Wenn es aber um Aromen und Schmecken im all­ge­mei­nen geht, liegt meine Frau blö­der­weise meis­tens vorne. Meine Zunge unter­schei­det eigent­lich nur Steak und Bier, an guten Tagen. Also die ein­fa­che Lösung:

Den REWE Gebirgsreis kann man beden­ken­los kau­fen, weil er auf jeden Fall rich­tig gut schmeckt. Ob er so außer­ge­wöhn­lich ist das er den Aufwand und Preis recht­fer­tigt, muss im Einzelfall ent­schie­den werden.

Würziger Tofu mit Gebirgsreis

Nicht nur kochen ler­nen, son­dern auch die eigene Speisekarte erwei­tern und Neues aus­pro­bie­ren — so unge­fähr habe ich mir das gedacht. Und weil ich mei­nen Fleischkonsum ein biss­chen ein­schrän­ken möchte (das fällt wirk­lich schwer) bin ich im Moment dau­ernd auf der Suche nach vege­ta­ri­schen Alternativen.

Würziger Tofo mit Gebirgsreis

Vor ein paar Tagen bin ich dann auf ein Gericht mit Tofu gesto­ßen. Tofu, oh weh. Bisher kam das für mich nicht mal im Ansatz in Frage, aber jetzt wird ja alles anders. Und gut sah es aus, also warum nicht?

Gefunden habe ich das Rezept  bei Pi mal Butter unter dem Namen „scharf-würziger Tofu mit Basmatireis“ und Simone von Pi mal Butter war Feuer und Flamme für das Gericht.

Ich habe mir kurz das Rezept durch­ge­le­sen und gese­hen, dass es einen asia­tisch Touch hat. Sojasauce, Frühlingszwiebeln, Ingwer, alles Sachen die ich ohne­hin schon mag. Da kann ja eigent­lich auch nicht viel schief lau­fen oder?

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Pi mal Butter)

  • 800g fes­ter Tofu
  • Rapsöl
  • Mehl zum Wenden
  • 50g Butter
  • 2 bis 3 rote Zwiebeln klein gewürfelt
  • 2 bis 3 fri­sche Chilischoten in Ringe
  • 3–4 Knoblauchzehen gehackt
  • 3 EL gehack­ter Ingwer
  • 6 EL dunkle Sojasoße
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL schwar­zer grob gemah­len Pfeffer
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln in Ringe

Die Mengen habe ich auf 2 Personen abgeändert.

Preise der wich­tigs­ten Zutaten:

  • Bio Tofu Natur (2 x 200 g) = 1,79 €
  • Rote Zwiebeln = 0,99 €
  • Frühlingszwiebeln = 0,79 €
  • ins­ge­samt = 3,57 €

Die rest­li­chen Zutaten waren vorrätig.

Zubereitung:

Wie immer fange ich mit der gan­zen Schnippelei an, weil ich dafür am längs­ten brau­che und schnell hek­tisch werde, wenn ich on time Zutaten benö­tige und diese noch nicht vor­be­rei­tet habe. Deshalb habe ich zunächst die Zwiebeln geschält und gewür­felt, die Frühlingszwiebeln in Ringe geschnit­ten, den Knoblauch und den Ingwer geschält und gehackt sowie den Chilli in Streifen geschnitten.

Danach habe ich den Tofu aus­ge­packt und mit einem Küchentuch tro­cken getupft und dann gewür­felt. Nun Mehl in einen Teller geben und die Tofuwürfel darin wäl­zen. Das war es dann auch schon an Vorbereitung und es kann mit dem Reis wei­ter gehen.

Reis finde ich immer ein biss­chen lang­wei­lig und pro­biere da gerne mal unter­schied­li­che Sorten aus. Dieses Mal wurde es ein Langkornreis aus dem Himalaya Gebiet. Den habe ich vor ein paar Woche bei REWE ent­deckt (nannte sich Gebirgsreis) und mal mit­ge­nom­men. Evtl. schreibe ich die Tage mal einen kur­zen Produkttest dazu.

Reis kurz vor fer­tig? Dann Pfanne auf den Herd, einen TL Rapsöl hin­ein und den Tofu bei mitt­le­rer Hitze gold­braun bra­ten. Durch das vor­he­rige mehlie­ren bekommt der Tofu eine schöne Kruste und ist nicht mehr so mat­schig im Biss. Kruste ist ja grund­sätz­lich immer geil!

Wenn der Tofu fer­tig gebra­ten ist, raus aus der Pfanne auf ein Küchentuch mit ihm. Kurz die Pfanne mit einem Küchentuch sau­ber gewischt, Butter und einen TL Rapsöl hin­ein geben und nun die Zwiebeln, den Chili, den Knoblauch und den Ingwer bei mil­der Hitze weich düns­ten. Anders als im Rezept ange­ge­ben, werfe ich auch noch die Frühlingszwiebeln für ein paar Minuten mit in die Pfanne. Meine Frau mag näm­lich nichts was noch knurpst, da hat sie leichte Schlagseite.

Das fertige Gericht - würziger Tofu mit Gebirgsreis

Sind die Zutaten weich, kommt der Zucker, der Pfeffer und die Sojasauce hinzu und köchelt kurz ein (1–2 Minuten). Wird die Flüssigkeit zu dick (wie in mei­nem Fall gesche­hen), ein­fach etwas Wasser dazu geben. Jetzt den Tofu in die Pfanne geben, alles gut ver­mi­schen und dann sofort anrich­ten. Wenn der Tofu jetzt zu lange in der Pfanne bleibt, wird er wie­der weich und ver­liert die schöne Kruste, also nicht einschlafen.

Mein Resümee:

Ich bin da ganz ehr­lich, Tofu ging bis­her bei mir gar nicht. Alles was mit „Fleischersatz“ zu tun hatte, wurde kate­go­risch abge­lehnt. Finger weg von mei­nem Fleisch Freunde!

Es hat mich dem­ent­spre­chend ein biss­chen Über­win­dung gekos­tet, die­ses Gericht nach­zu­ko­chen. Aber ich esse viel zu viel Fleisch und muss mich folg­lich durch Alternativen kos­ten. Zudem macht es die Frau glück­lich und was macht man nicht alles für ein biss­chen Liebe. Ihr kennt das ja.

Beim Kochen war ich dann aber sehr gespannt auf den Geschmack des Tofu und nach­dem ich den Tofu gebra­ten hatte, musste ich natür­lich sofort mal kos­ten. Spontan würde ich auf den Rat hören den mir Björn auf mei­ner Facebook Seite gege­ben hat: „Hör auf damit“. Uuhhhh, das schmeckt echt nach nix. Wie ein Stück Pappe, aber immer­hin Bio-Pappe (war schließ­lich Bio Tofu Natur!). Da war ich leicht ernüch­tert und war froh, noch eine Fertigpizza in der Tiefkühle zu haben. Sicher ist sicher.

Das fer­tige Gericht hat mich dann aber doch über­rascht. Die Sauce ist wirk­lich fan­tas­tisch wür­zig und wer­tet den Tofu extrem auf. Der hat zwar immer noch kei­nen Eigengeschmack, aber jetzt stört das auch nicht mehr, weil alles nach der lecke­ren Sauce schmeckt. Das Essgefühl war gut, was sicher auch an der Kruste des Tofu lag. So geht das wirk­lich durch, ins­be­son­dere wenn man es als Alternative für ein fleisch­lo­ses Gericht sieht. Und es hat uns beide satt gemacht, was bei Gemüse nicht immer der Fall ist.

Der Reis war übri­gens wirk­lich gut, dazu dann aber spä­ter mehr.

Handwerklich hat heute alles bes­tens funk­tio­niert und ich habe nichts ver­saut. Zugegebenermaßen ist das aber auch keine Kunst, das Gericht ist wirk­lich so leicht zuzu­be­rei­ten, das könnte auch ein Schimpanse kochen.