Penne mit Erbsen und Mascarpone

Wenn es bei mir schnell gehen muss, greife ich mitt­ler­weile sehr oft zur Pasta. Da hat man inner­halb weni­ger Minuten etwas Leckeres auf dem Teller und meis­tens auch noch Zutaten im Haus, die eh weg müs­sen und sich Prima in der Pasta ver­wer­ten lassen.

So gesche­hen bei der Pasta mit Erbsen und Mascarpone, die ich nach einem Rezept von Tim Mälzer gekocht habe, aus sei­nem Buch Tim Mälzer — Born to Cook.

Penne mit Erbsen und Mascarpone Sauce

Zunächst wer­den die Zwiebeln und der Speck in feine Streifen geschnit­ten und der Knoblauch fein gewür­felt. Dann kann man schon die Nudeln auf­set­zen und in Salzwasser kochen.

Während die Nudeln kochen schwitzt man die Zwiebeln in etwas Olivenöl an, gibt den Speck und den Knoblauch dazu und lässt das ganze etwa 3–4 Minuten bra­ten.  Jetzt kom­men die TK-Erbsen, der Mascarpone (Ersatzweise geht auch Sahne) und 3 EL Nudelwasser in die Pfanne und dür­fen dort 1–2 Minuten mit­kö­cheln. Danach wird mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft gewürzt.

Mittlerweile soll­ten die Nudeln gar sein, also abgie­ßen und in die Pfanne zur Sauce geben. 2–3 Mal durch­schwen­ken und dann kann man auch schon ser­vie­ren. Wer mag, macht noch ein biss­chen geschnit­te­nen Basilikum drü­ber. Ein wirk­lich schnel­les Gericht, das echt gut schmeckt.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 250 g Penne
  • 70 g Speck
  • 125 g TK-Erbsen
  • 70 g Mascarpone
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Bei Bedarf 1 Handvoll Basilikumblätter

Rigatoni mit Rinderfiletstreifen und Rotwein-Pflaumensauce

Im Moment ver­su­che ich so oft es geht neue Gerichte zu kochen, um mög­lichst viele, neue Erfahrungen beim Kochen zu sam­meln. Selten kommt ein Gericht ein zwei­tes Mal auf den Tisch, außer es ging beim ers­ten Versuch total in die Hose.

Manchmal schmeckt ein Gericht aber auch so gut, dass meine Frau es unbe­dingt noch ein­mal essen möchte. Dann nervt über­re­det sie mich bis ich nach­gebe und es wie­der koche.

So gesche­hen bei den Rigatoni mit Rinderfiletstreifen in einer Rotwein-Pflaumensauce, die ich zum ers­ten Mal als Lamm-Pasta in der Zeitschrift Deli (Ausgabe 1/2012) ent­deckte und nach­ge­kochte. Für das heu­tige Rezept habe ich ein­fach anstelle des Lamms Rinderfilet genom­men, der Rest blieb gleich.

Rigatoni mit Rinderfiletstreifen und Rotweinsauce

Auch wenn ich mitt­ler­weile ein biss­chen flot­ter mit dem Messer unter­wegs bin, nehme ich mir immer noch vorab in Ruhe die Zeit, um alle Zutaten vor­zu­be­rei­ten. In die­sem Fall habe ich erst die Zwiebeln in Streifen und den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten sowie den Rosmarin fein gehackt.

Danach habe ich die getrock­ne­ten Pflaumen gevier­telt und das Rinderfilet in Streifen geschnitten.

Die Rinderfiletstreifen wer­den jetzt in einer sehr hei­ßen Pfanne mit ein biss­chen Rapsöl kurz (ca. 1 Min pro Seite) auf jeder Seite scharf ange­bra­ten. Danach bei­seite gestellt und warm gehal­ten (Ofen 50 Grad).

In die Pfanne mit dem Bratensatz kommt ein biss­chen Olivenölund darin wer­den die Zwiebeln, der Knoblauch und das Rosmarin kurz (ca. 2–3 Minuten) gebra­ten. Das Ganze wird mit ein biss­chen Zucker bestreut und darf leicht kara­me­li­sie­ren. Jetzt wird der Rotwein zuge­gos­sen und auf die Hälfte der Flüssigkeit eingekocht.

In der Zwischenzeit wer­den die Nudeln auf­ge­setzt und nach Packungsangabe al dente gegart. Kurz vor Ende der Garzeit 200 ml Nudelwasser abschöp­fen und bei­seite stel­len.

Sobald die Nudeln fer­tig sind, abgie­ßen und die 200 ml Nudelwasser in die Pfanne mit dem redu­zier­ten Rotwein geben. Die Pflaumen dazu­ge­ben, alles kurz auf­ko­chen las­sen, Temperatur redu­zie­ren (es sollte jetzt nicht mehr kochen) und die eis­kalte Butter ein­rüh­ren, um die Sauce zu bin­den. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zimt abschme­cken und die Nudeln sowie das Rinderfilet untermischen.

Leckere Rigatoni mit Rinderfiletstreifen

Das ist ein wirk­lich sehr lecke­res Pastagericht, bei dem mir beson­ders die Pflaumennote in der Sauce super schmeckt. Ich alter Fruchttiger.

Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30–40 Minuten

  • 320 g Rigatoni
  • 500 g Rinderfilet
  • 100 g getrock­nete Pflaumen
  • 2 Zwiebeln
  • 1–2 Zweige Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL kalte Butter
  • 1–2 Prisen Zimt

Pasta mit süßer Tomatensauce und geba­cke­nem Ricotta

Wenn es mal schnell gehen muss, dann gibt es wirk­lich nichts Besseres als ein gutes Pastagericht. In ein paar Minuten hat man ohne gro­ßen Aufwand ein lecke­res Essen auf dem Teller und ist danach satt und glücklich.

Das heu­tige Pastagericht ist mal wie­der nach einem Rezept von Jamie Oliver und ging wirk­lich ratz­fatz. Der bei die­sem Gericht ser­vierte geba­cke­nen Ricotta schmeckt wirk­lich toll.

Süße Tomatensauce und gebackener Ricotta machen dieses Gericht aus

Zubereitung • Pasta mit süßer Tomatensauce •

Ganz zu Beginn erle­dige ich wie immer die Schnibbelarbeit und hacke die Zwiebel, Knoblauch und die Chilischote. Dann noch schnell die Basilikumblätter hacken, den Parmesan rei­ben und dann kann auch schon der Ofen vor­ge­heizt wer­den, auf 200° C.

Der Ricotta kommt in die ofen­feste Pfanne / Form / Backblech und wird dann mit Olivenöl, Oregano, der Chilischotte sowie Salz und Pfeffer ein­ge­pin­selt. Jetzt rein in den Ofen und dort ca. 20 Minuten backen.

Der gewürzte Ricotta wird nun gebacken

In der Zwischenzeit einen klei­nen Topf für die Sauce auf­set­zen (mitt­lere Hitze), heiß wer­den las­sen und dort die Butter sowie einen Schuss Olivenöl hin­ein­ge­ben. Darin wer­den die Zwiebeln weich und der Knoblauch ange­düns­tet (Knoblauch daher erst 2–3 Minuten nach den Zwiebeln in den Topf geben, damit er nicht ver­brennt.). Die Dosentomaten dazu geben und das Ganze auf klei­ner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Nach 15 Minuten die Hitze redu­zie­ren (Es sollte nun nicht mehr wei­ter kochen.), die Tomaten mit einem Löffel zer­drü­cken, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Balsamico-Essig abschme­cken und die Sauce auf kleins­ter Hitze noch ein biss­chen zie­hen lassen.

Die Nudeln in kräf­tig gesal­ze­nem Wasser al Dente kochen und ein biss­chen vom Kochwasser aufheben.

Die fertige Pasta mit süßer Tomatensauce und gebackenem Ricotta

Jetzt ist es auch schon fast soweit. Nur noch die Nudeln mit der Tomatensauce ver­mi­schen (falls sie anein­an­der kle­ben, etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen), den Basilikum und den Parmesan dar­un­ter mischen und ggf. noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Die Nudeln anrich­ten, den Ricotta aus dem Ofen holen und über die Nudeln bröckeln.

Fazit: Als Ricotta Fan kommt mir das Gericht gerade Recht und geba­cken schmeckt er noch mal so gut. Dazu eine rich­tig süße Tomatensauce, das passt. Süß, cre­mig und dazu noch kin­der­leicht zuzu­be­rei­ten. Diese Pasta kommt auf den fes­ten Speiseplan.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 MinutenQuelle: Jamie Oliver — Essen ist fer­tig / Seite 201)

Zutaten geba­cke­ner Ricotta:

  • 250 g Ricotta
  • 1/2 getrock­nete Chilischote, fein gehackt oder zerkrümelt
  • 1 TL getrock­ne­ter Oregano
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zutaten Tomatensauce:

  • 250 g Macaroni (Jamie nimmt Pappardelle)
  • 1 Dose Eiertomaten (San Marzano)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1–2 EL Butter
  • 1–2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Zucker (nach Bedarf mehr, abhän­gig von der Süße der Dosentomaten)
  • 1 Hand voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 1/2 Hand voll Basilikumblätter, gehackt oder gezupft

Spaghetti cacio e Pepe

Früher, als ich noch bei Muttern lebte, wur­den regel­mä­ßig zwei Nudelgerichte auf­ge­tischt: Spaghetti Bolognese oder eine Lasagne (fer­tig, aus der Tiefkühle). Darüber hin­aus gab es Nudeln nur als Beilage, zum Beispiel zu Gulasch oder Braten. Eigenständige Pasta Gerichte gab es nicht und das führte bei mir dazu, dass ich Nudeln total lang­wei­lig und öde fand.

Spaghetti cacio e Pepe

Spaghetti cacio e Pepe — Spaghetti mit Käse und Peffer — ein­fach, aber unheim­lich lecker!

Nachdem ich zu Hause aus­zog, habe ich jah­re­lang keine Nudeln mehr geges­sen, sie ver­schwan­den ein­fach still und leise von mei­nem Speiseplan. Erst als ich meine jet­zige Frau ken­nen­lernte, kamen sie wie­der auf den Tisch. Sie liebt Nudeln näm­lich über alles und könnte sie wirk­lich jeden Tag essen.

Zu Beginn stand ich noch ein biss­chen auf Kriegsfuß mit der Frau Nudel, erst als ich merkte das Nudeln mehr sind als nur eine Beilage und das man unzäh­lige ver­schie­dene Gerichte dar­aus machen konnte, wurde Liebe dar­aus. Heute esse ich Pasta für mein Leben gerne — und sie kommt regel­mä­ßig auf den Tisch.

Spaghetti, Pecorino romano und Tellicherry Pfeffer

Schnell, unkom­pli­ziert und rich­tig lecker, so könnte man Spaghetti cacio e Pepe beschrei­ben. Und das Tolle an die­sem Gericht ist, es braucht kaum Zutaten. Spaghetti, Pfeffer, Pecorino romano — fer­tig. Bei so weni­gen Zutaten soll­ten diese natür­lich auch hoch­wer­tig sein und beson­ders der Pfeffer und noch mehr der Pecorino soll­ten rich­tig gut sein. Ich habe mich für Tellicherry Pfeffer ent­schie­den und den Pecorino romano bei Gustini.de gekauft. Den kannte ich schon und er ist wirk­lich sehr gut.

Weil das Gericht wirk­lich güns­tig ist (rech­net man es auf 2 Personen run­ter und bedenkt, dass man die Zutaten für wei­tere Gerichte ver­wen­den kann.), habe ich gleich mal auf dicke Hose gemacht und eine beson­ders „teure“ Spaghetti-Sorte gekauft. 4,49 € für 500 g; mal schauen, ob man wirk­lich einen Unterschied bemerkt.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 21)

  • 200 g Spaghetti
  • Pecorino romano, gerie­ben, ca. 2 handvoll
  • Pfeffer

Preise der Zutaten:

  • Spaghetti Rustichella d Abruzzo 500 g = 4,49 €
  • Pecorino Romano 250 g = 6,95 €
  • Dose Tellicherry Pfeffer = 4,99 €
  • ins­ge­samt = 16,43 €

Mit dem Pfeffer reicht man sicher ein paar Monate, der Pecorino wird nicht mal zu einem Drittel ver­braucht und von den Spaghettis kann man gut und gerne min­des­tens 2 mal essen. Da liegt man dann am Ende bei ca. 2–3 Euro pro Person für die Spaghetti mit Käse und Pfeffer und das bei die­sem lecke­ren Ergebnis.

Zubereitung:

Wie immer bereite ich alle Zutaten zuerst vor und in die­sem Fall reibe ich den Pecorino romano und stelle ihn beiseite.

Dann wer­den die Spaghetti in reich­lich Salzwasser gekocht und 2–3 Minuten vor Ende der Garzeit abge­gos­sen. Sie kom­men gleich noch in die Pfanne und garen dort wei­ter! Beim Abgießen auch ordent­lich Kochwasser zurück­be­hal­ten, das wird noch benötigt.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men und die Spaghetti mit einem gro­ßen Schuss Kochwasser in die Pfanne geben und köcheln las­sen. Etwas Olivenöl (habe ich genom­men) oder ein Stückchen Butter dazu­ge­ben und nun ordent­lich mit dem lecke­ren Pfeffer wür­zen. Richtig schön umrüh­ren, damit der Pfeffer sich gut verteilt.

Nun den Pecorino dazu geben und bei Bedarf noch etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen. Der Pecorino schmilzt in der Pfanne, ver­bin­den sich mit dem Wasser und gibt eine cre­mige Sauce. Immer wie­der die Pfanne rüt­teln, damit der Käse sich ver­teilt und mit dem Wasser mischt. Wer mag, kann jetzt noch­mal nach­pfef­fern — je nach Geschmack.

Sind die Spaghetti gar, raus aus der Pfanne, anrich­ten, noch ein biss­chen Pfeffer drü­ber und fer­tig. Salz habe ich nicht benö­tigt, weil der Pecorino eine wirk­lich tolle sal­zige Note hatte.

Spaghetti mit Käse und Pfeffer - easy und unheimlich lecker.

Mein Resümee:

So ein­fach, so wenig Zutaten und es schmeckt unglaub­lich lecker. Wir fan­den es so toll, dass wir es am über­nächs­ten Tag gleich noch­mal gekocht haben.

Ich kann es aber nur noch mal beto­nen, das Gericht steht und fällt ganz sicher mit der Qualität der Zutaten. Bisher habe ich z.B immer ganz nor­ma­len schwar­zen Pfeffer aus dem Supermarkt benutzt und der ist eigent­lich nur scharf und kratzt gerne mal im Hals. Der Tellicherry Pfeffer dage­gen hat ein wun­der­bar mil­des Aroma und deut­lich mehr Geschmack als Schärfe.

Falls ihr das Gericht mal nach­ko­chen möch­tet, nehmt unbe­dingt guten Pecorino romano. Er muss wür­zig und sal­zig sein, sonst schmeckt die Sauce am Ende sicher fad. Hier lie­ber einen Euro mehr aus­ge­ben, das macht sich bezahlt.

Die Spaghetti waren übri­gens sehr gut und man hat wirk­lich einen Unterschied bemerkt, das hat mich dann ja doch über­rascht. Sie waren etwas dicker als „gewöhn­li­che“ Spaghetti, was ich toll fand und sie waren wirk­lich super im Biss. Die Frau war auch begeis­tert und das soll schon was heißen.

Handwerklich gab es keine Probleme und alles hat geklappt wie es sollte. Ist aber auch ein leicht nach­zu­ko­chen­des Gericht und wenn man die Garzeit der Nudeln im Auge hat, kann da nix schief gehen.

Carbonara mit Salsiccia

Bei mei­nem letz­ten Online Einkauf bei Gustini.de wan­derte fri­sche, ita­lie­ni­sche Salsiccia (eine sehr wür­zige Wurst aus gro­bem Schweinehack) in den Einkaufskorb. Ich liebe Salsiccia, weil sie eine tolle Alternative zur fri­schen, deut­schen Bratwurst ist und weil sie so herr­lich wür­zig schmeckt.

Da es sie in den Geschäften in mei­ner Umgebung nicht zu kau­fen gibt, steht sie eher sel­ten auf dem Speiseplan und ich freue mich jedes mal um so mehr, wenn sie mal wie­der auf den Tisch kommt. Bisher hat meine Frau sie immer zube­rei­tet (meis­tens in einem tol­len Risotto); jetzt darf ich end­lich mal an die Wurst!

Ein pas­sen­des Rezept musste ich aber zuvor noch schnell fin­den und bin bei mei­nem liebs­ten Koch, Jamie Oliver, fün­dig gewor­den. Carbonara mit Salsiccia — das klang toll — ich könnte mich näm­lich in eine gute Carbonara rein­le­gen und nie wie­der auf­ste­hen. Meiner Frau geht es da ähn­lich, also ent­schie­den und ran an die Pfanne.

Die Zutaten für die Linguine Carbonara mit Salsiccia

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamieoliver.com)

  • 200 g Linguine
  • 250 g Salsiccia
  • 80 g Pancetta, gewür­felt
  • 3 große Eigelb
  • 80 g Sahne
  • 80 g Parmesan
  • abge­rie­bene Schale 1/2 unbeh. Zitrone
  • 1 Stängel glatte Petersilie, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • Olivenöl

Das Original Rezept von Jamie Oliver, für 4 Personen, fin­dest du hier.

Preise der wich­tigs­ten Zutaten:

  • Salsiccia fre­sca 250 g = 4,99 €
  • Pancetta 80 g = 1,79 €
  • Parm. Reggiano 200 g = 4,49 €
  • ins­ge­samt = 11,27 €

Die rest­li­chen Zutaten waren noch vorrätig.

Zubereitung:

Das Tolle an die­sem Gericht ist die kurze Kochzeit, es geht näm­lich ratz­fatz wenn man die Zutaten vor­be­rei­tet. Deshalb habe ich zunächst den Pancetta gewür­felt, den Parmesan gerie­ben, den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten und die Petersilie gehackt.

Danach habe ich die Eier getrennt und die Eigelbe zusam­men mit der Hälfte des Parmesan, der Sahne, der Petersilie und dem Abrieb der Zitrone ver­rührt. Dazu nehme ich neu­er­dings tat­säch­lich immer einen Schneebesen (Ha!) , das klappt dann doch am Besten. Ein Löffel, den ch zuvor immer benutzt habe, geht aber natür­lich auch, dau­ert nur länger.

Nachdem ich die Ei-Käse-Sahne Mischung fer­tig habe, schneide ich die Salsiccia längs auf und ent­ferne das Brät aus der Pelle. Eigentlich sollte es nun zu klei­nen Bällchen geformt wer­den, aber ich fand die Original Form auch mal ganz schön, habe es so gelas­sen und die Salsiccia nur noch schnell in klei­nen Stücke geschnitten.

Dann eine Pfanne erhit­zen (mitt­lere Hitze), sobald sie heiß ist das Olivenöl in die Pfanne geben und die Salsiccia darin von allen Seiten anbra­ten. Nun darf noch der Pancetta mit in die Pfanne, bis er gold­braun gewor­den ist.

Inzwischen einen Topf für die Linguine auf­stel­len und die Nudeln dann nach Packungsangabe al dente kochen. Sobald sie fer­tig sind abgie­ßen und dabei eine Kelle Kochwasser auf­be­wah­ren. Zurück in den Kochtopf mit den Nudeln und die Käse-Ei-Mischung drü­ber geben. Durch die Hitze der Nudeln und die Resthitze des Topfes wird das Eigelb in der Mischung gegart. Aber da die Hitze gering ist, wird das Eigelb nicht fest, son­dern wun­der­voll cremig.

Nun gebe ich die Nudeln mit einem Schwung in die Pfanne zu der Salsiccia und dem Pancetta und ver­mi­sche alles mit­ein­an­der. Hier kann es jetzt sein, dass die Nudeln ein biss­chen zu viel Sauce auf­neh­men, da hilft dann das auf­ge­fan­gene Kochwasser. Einfach soviel davon dazu geben, bis man die gewünschte Sämigkeit erreicht hat.

Linguine Carbonara mit Salsiccia nach Jamie Oliver Rezept

Alles auf einen vor­ge­wärm­ten Teller geben und den rest­li­chen Parmesan drü­ber streuen. Wer mag kann ein paar Tropfen Olivenöl über die Nudeln geben und dann sollte man sich sofort über den Teller hermachen.

Mein Resümee:

Lecker! Wirklich rich­tig lecker. Die Carbonara an sich ist schon toll und schmeckt wun­der­bar cre­mig. Bei der Zugabe des Zitronenabrieb war ich zuvor ein biss­chen besorgt, weil ich bei ande­ren Gerichten schon häu­fig  mit der Menge der Zitronenschale falsch lag und es mir dann doch zu zitro­nig schmeckte. Beim ers­ten Probieren schmeckte ich die Zitrone hier auch zu stark her­aus, komi­scher­weise ver­lor sich das jedoch schon nach der zwei­ten Gabel und es schmeckte dann wirk­lich sehr frisch.

Die Salsiccia hat dem Gericht dann noch mal einen beson­de­ren Kick gege­ben. Sie schmeckte herr­lich wür­zig und aro­ma­tisch mit einer lecke­ren Kräuternote, das passte per­fekt zu der Carbonara. Hiermit könnte man sich kugel­rund essen, so schnell, ein­fach und lecker wie das ist!

Handwerklich hat hier auch alles funk­tio­niert. Die Nudeln waren al dente (da habe ich ab und zu mal Schwierigkeiten), die Salsiccia war saf­tig, die Ei-Käse-Mischung ist nicht gestockt und blieb schön cremig.

Linguine mit Garnelen

Natürlich muss mein ers­tes ver­öf­fent­lich­tes Gericht nach einem Rezept von Jamie Oliver sein. Immerhin hat mich der gute Jamie über­haupt erst dazu ani­miert, end­lich selbst zum Kochlöffel zu grei­fen. Deshalb Ehre wem Ehre gebührt; Linguine mit Garnelen alla Jamie Oliver.

Bei die­sem Rezept gab es für mich gleich zwei Premieren; zum ers­ten Mal habe ich (Riesen)Garnelen selbst ver­ar­bei­tet (inklu­sive Entfernen der Schalen und des Darms) und dem­ent­spre­chend auch zum ers­ten Mal die Schalen der Garnelen mit ver­wen­det. Das Entfernen der Schalen und des Darms war rela­tiv unspek­ta­ku­lär (für mich, keine Ahnung wie es für die Garnele war), dafür war die Verwendung der Schale beim Zubereiten der Sauce schon etwas merk­wür­di­ger. Ich habe mich näm­lich gefragt, ob man die Schale tat­säch­lich so ver­ar­bei­ten kann das man sie in der fer­ti­gen Sauce nicht mehr bemerkt?

Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver - Foto 1

Wie auf dem Foto zu erken­nen, endete das Nachkochen schon mal nicht in einer Katastrophe und es kam tat­säch­lich etwas optisch Ansprechendes dabei her­aus. Ich war sogar ein biss­chen stolz auf mich, das Gericht eini­ger­ma­ßen gut gemeis­tert zu haben, auch wenn es letzt­lich nicht per­fekt wer­den sollte. Dazu dann aber spä­ter mehr, jetzt gibt es erst mal ein paar nackte Zahlen in Form von Zutaten und Preisen.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 95)

  • 200 g Linguine
  • 12 Garnelen mit Schale
  • Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 350 ml Fischfond
  • 50 ml Weißwein
  • 1 TL Kapern
  • 6 Anchovisfilets
  • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 mit­tel­große Zwiebel, in Würfel
  • 1 TL fri­sche Chilli, in Scheiben
  • 6 Kirschtomaten, geviertelt
  • 40 g Rauke / Rucola
  • 1 TL glatte Petersilie, fein gehackt

Notiz an mich — wie­der was gelernt: 15 Minuten habe ich im Supermarkt ver­zwei­felt nach einer Dose Anchovisfilets gesucht. Irgendwann habe ich es auf­ge­ge­ben und eine Verkäuferin gesucht. Normalerweise fra­gen wir Männer ja nicht, haben wir nicht nötig. Beim Autofahren fin­den wir instink­tiv immer den rich­ti­gen Weg und im Supermarkt immer das rich­tige Produkt, bei­des kann halt mal ein biss­chen dau­ern. Dieses Mal jedoch war ich ein biss­chen in Eile, also schnappte ich mir die Verkäuferin und ern­tete ein „Ham wa nicht, neh­men sie Sardellen, is dat selbe!“. Toll! Die hatte ich doch schon nach 15 Sekunden in der Hand und direkt wie­der bei­seite gelegt. Da stand nix von Anchovis!

Preise der Zutaten:

  • Linguine de Cecco 500 g = 1,79 €
  • Kirschtomaten = 2,49 €
  • Fischfond (J. Lafer) = 2,49 €
  • Rauke / Rucola = 1,79 €
  • Petersilie = 0,99 €
  • Sardellen = 1,99 €
  • 5 (Riesen)Garnelen = 6,22 €
  • ins­ge­samt = 17,76 €

Die rest­li­chen Zutaten waren noch vor­rä­tig. Leider war es mir nicht mög­lich an einem Freitag Nachmittag fri­sche Garnelen mit Schale zu kau­fen, es gab nur TK Garnelen ohne Schale. Drei ver­schie­dene Supermärkte musste ich abfah­ren (2 Edeka-Märkte und ein Rewe-Markt), um dann beim EDEKA Paschmann in Mülheim wenigs­tens TG Riesengarnelen mit! Schale kau­fen zu kön­nen. Der Ruhrpott ist halt schon weit weg vom Meer.

Zutaten für Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver

Zubereitung:

Aus purer Neugierde habe ich mich zual­ler­erst um Kollege Riesengarnele gekümmert.

Frische Garnelen für Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver

Wie man sie schält und den Darm ent­fernt, hatte ich zuvor schon in diver­sen Kochsendungen gese­hen und das ging dann auch leicht und flott von der Hand. Ich muss geste­hen, so ein biss­chen komisch sehen diese Tierchen schon aus und sie wür­den bei mir optisch sicher nicht unter den attrak­tivs­ten Leckerbissen lan­den. Gegessen hatte ich sie aber schon zuvor, bei Schwiegermama und auch schon beim Lieblingsspanier und obwohl mich die Konsistenz ein biss­chen stört, mag ich den Geschmack.

Nachdem ich die Garnelen also erfolg­reich ihrer Klamotten ent­le­digte, habe ich den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten, die Zwiebel gewür­felt, die Chillischote in Scheiben geschnit­ten, die Kirschtomaten gevier­telt, die Petersilie gehackt und den Rucola gewa­schen. Nun noch schnell den Fischfond abge­mes­sen und dann ging es end­lich an die Pfanne.

Diese wurde auf nied­ri­ger Stufe erhitzt und die Hälfte des Knoblauchs, die Kapern und die Sardellen wur­den 2–3 Minuten mit einem Schuss Olivenöl darin angeröstet.

Parallel dazu habe ich einen Topf mit gesal­ze­nem Wasser auf­ge­setzt um die Linguine darin al dente zu kochen. Ich hatte im Rezept gele­sen das die Nudeln spä­ter zur Sauce in eine Pfanne gege­ben wer­den sol­len. Für sol­che Fälle, das liest man immer wie­der in Kochbüchern, wird emp­foh­len die Nudeln nicht ganz al dente zu garen, weil sie in der Pfanne noch nach­ga­ren. Also habe ich sie 2 Minuten frü­her aus dem Wasser genommen.

Die Nudeln koch­ten von alleine, also zurück zur Pfanne mit dem Knoblauch, Kapern und den Sardellen. Hier bekom­men jetzt die Garnelenschalen ihren gro­ßen Auftritt, wer­den hin­zu­ge­fügt und eben­falls 2–3 Minuten ange­bra­ten. Wie schnell sie herr­lich rot wer­den — toll! Jetzt wird mit dem Wein abge­löscht und so lange gekö­chelt bis die Hälfte der Flüssigkeit ver­kocht ist.

Hat sich die Flüssigkeit auf unge­fähr die Hälfte redu­ziert, kom­men die Zwiebeln und das Tomatenmark dazu. Nun so lange köcheln las­sen bis die Zwiebeln Farbe ange­nom­men haben und weich gewor­den sind. Dann ist es Zeit für den Fischfond, der dazu gegos­sen wird, kurz auf­ko­chen darf und dann 5 Minuten köcheln sollte. Fertig? Dann run­ter mit der Pfanne vom Herd.

Der Inhalt der Pfanne soll nun in eine Küchenmaschine gege­ben und dort püriert werden.

Notiz an mich — wie­der was gelernt: Meine Küchenmaschine hat am Deckel zwei Löcher und so rich­tig flüs­sige Flüssigkeiten schie­ßen anschei­nend lie­ben gerne durch diese zwei Löcher hin­aus und fär­ben den Koch rot ein. Auch der Aufsatz mei­nes Pürierstabes ist wohl nicht wirk­lich geschlos­sen, wenn die Flüssigkeit rich­tig flüs­sig ist. Neben dem Koch wird auf die­sem Wege dann auch die Kochbeihilfe in Form der Ehefrau ordent­lich rot eingesaut.

Nachdem ich die Küche, mich selbst und meine Frau wie­der halb­wegs sau­ber hatte, wurde die Masse in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab püriert und danach durch ein Sieb gestri­chen. Tatata, die Garnelensauce ist voll­en­det und tat­säch­lich, sie ist sehr, sehr fein und kein Fitzelchen der Schale hat sich in ihr ver­irrt. Es geht — ich bin begeistert!

Nun wird es aber Zeit für die Garnelen. Flugs eine neue Pfanne auf­ge­setzt und dort den rest­li­chen Knoblauch und die Chilli anbra­ten. Die Garnelen in die Pfanne geben und eben­falls 1–2 Minuten bra­ten. Haben sie leicht Farbe ange­nom­men, kommt die Garnelensauce mit in die Pfanne und es darf köcheln. Nun die Tomaten, die Hälfte des Rucola und die Petersilie dazu geben und alles unterrühren.

Jetzt ist es fast geschafft und alles was noch fehlt sind die Linguine. Diese wer­den mit der Sauce ver­mengt und dann kann auch schon ange­rich­tet wer­den. Alles auf den Teller geben und den rest­li­chen Rucola obendrauf.

Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver - Foto 2

Sieht doch ganz appe­tit­lich aus, oder?

Mein Resümee:

Ich habe schon einige Rezepte nach­ge­kocht und vie­les war ganz gelun­gen, eini­ges ging dane­ben und man­ches war so über­haupt nicht mein Fall. Hier war ich sehr gespannt, hatte ich doch zuvor noch nie Schalen mit­ver­ar­bei­tet. Zudem hat Jamie in sei­nem Jamie Magazin in der Ausgabe März / April 2012 auf Seite 95, bei der Vorstellung des Gerichtes, ordent­lich auf den Putz gehauen:

Linguine mit Garnelen ist unser belieb­tes­tes Gericht. Die Gäste lecken sich die Finger danach ab.“

Was soll ich sagen? Linguine mit Garnelen alla Jamie Oliver haben mich wirk­lich aus den Schuhen gehauen und ich bin so kurz davor die­ses Gericht als die leckerste Pasta zu bezeich­nen, die ich bis­her essen durfte. Geschmacklich bin ich kom­plett begeis­tert, das Gericht hat eine sanfte Schärfe, ein abso­lut inten­si­ves Garnelenaroma (Dank der Schalen!), dazu die fruch­ti­gen Tomaten, der nus­sige Rucula — super! Ich liebe es. Schlicht und ein­fach Liebe.

Handwerklich ist mir das Gericht lei­der nicht per­fekt gelun­gen. Die Garnelen waren ein biss­chen zu gar, dadurch leicht fest und folg­lich ein wenig tro­cken. Zudem habe ich die Nudeln in der Garnelensauce auch noch zu lange köcheln las­sen (Ich wollte die Sauce noch ein biss­chen in der Pfanne redu­zie­ren, sie schien mir zu flüs­sig, was sie letzt­lich aber nicht war.), so dass die Nudeln nicht mehr ganz al dente waren. Übung macht eben den Meister ;-)

Ich freue mich schon dar­auf es beim nächs­ten Mal bes­ser zu machen und ein nächs­tes Mal wird es ganz sicher schon in naher Zukunft geben. Trotz der klei­nen hand­werk­li­chen Fehler schmeckt das Gericht wirk­lich sen­sa­tio­nell gut.