Gemüsenudeln mit schnel­ler Bolognese

Als lei­den­schaft­li­cher Hobbykoch bin ich immer auf der Suche nach inter­es­san­ten Rezepten, die ich Nachkochen und euch vor­stel­len kann. Manchmal artet das echt in Arbeit aus und die Kochbücher und Zeitschriften sta­peln sich auf dem Tisch in der gesam­ten Wohnung.

Manchmal gestal­tet sich die Rezeptsuche aber auch völ­lig kom­pli­ziert und ich finde am frü­hen Morgen ganz klare Anweisung von Miss Moneypenny auf mei­nem Tisch.

Befehl vom Chef

Message erhal­ten, wird erle­digt Chef!

Zubereitung • Schnelle Bolognese •

Für die Bolo 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und 150 g Möhren fein wür­feln und die Kräuter fein hacken. Einen gro­ßen Topf auf­set­zen, sehr heiß wer­den las­sen, 1–2 EL Butterschmalz hin­ein­ge­ben und das Hackfleisch darin gold­braun anbra­ten. Das gewür­felte Gemüse sowie 1 EL Tomatenmark hin­zu­ge­ben und ca. 2 Minuten bra­ten, danach sal­zen und pfeffern.

Die 2 Dosen Tomaten, die gehack­ten Kräuter, 1 TL Chilliflocken, 1 TL Honig sowie 2–3 EL Balsamico in den Topf geben und die Sauce mit geschlos­se­nem Deckel bei klei­ner Hitze ca. 20 Minuten köcheln las­sen. In die­ser Zeit die Gemüsenudeln zubereiten.

Zubereitung • Gemüsenudeln •

1 EL Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett gold­braun rös­ten und kurz abküh­len las­sen. 4 Stiele glatte Petersilie hacken und 25 g Parmesan rei­ben. Die Petersilie und den Parmesan unter die Sonnenblumenkerne geben und gut vermischen.

Für die Gemüsenudeln die Möhren und die Zucchini am Besten mit einem Spiralschneider in Nudelform schnei­den. Ich nehme dafür mei­nen Lurch, mit dem das mitt­ler­weile echt flott von der Hand geht.

Die Spaghetti in einem gro­ßen Topf, in reich­lich Salzwasser, nach Packungsanweisung garen und ca. 3–4 Minuten vor Ende der Garzeit die Gemüsenudeln mit in den Topf geben. Sobald die Spaghetti gar sind, die Nudeln abgie­ßen und zusam­men mit der Bolognese anrich­ten. Die Sonnenblumen-Käse-Mischung über die Bolognese geben.

Schnelle Bolognese mit Gemüsenudeln

Fazit: Für eine schnelle Bolognese gar nicht mal so schlecht. Natürlich nicht ver­gleich­bar mit einer lang­sam und über Stunden gekoch­ten Bolo, aber das ist ja eh klar. Aber wenn man mal flott eine Bolgonese aus der Hüfte schie­ßen muss, dann ist die­ses Rezept schon nicht ver­kehrt. Schmeckt! Die Mischung aus Gemüsenudeln und „ech­ten“ Nudeln brau­che ich dage­gen eher nicht. Entweder nur Gemüsenudeln oder „echte“ Nudeln bitte.

Das Wichtigste zum Schluss: mei­ner ver­bes­ser­ten Hälfte hat es gut geschmeckt. Agent 00 Doppel 0 hat somit seine Mission erfolg­reich erle­digt. :eyebrows:

Wie stehst du zum Thema „schnelle“ Bolo? Ist das ok oder muss für dich eine Bolognesesauce lang­sam und über Stunden gekö­chelt wer­den, damit du sie magst?

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 50–60 Minuten

Für die Gemüsenudeln:

  • 300 g Möhren
  • 400 g Zucchini
  • 150 g Spaghetti (laut Rezept Vollkornnudeln, aber die mag ich nicht)
  • 25 g Parmesan
  • 4 Stiele glatte Petersilie
  • 1 EL Sonneblumenkerne

Für die schnelle Bolognese:

  • 500 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 2 Dosen gehackte Tomaten (ins­ge­samt 800 g)
  • 150 g Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1–2 EL Butterschmalz
  • 2 EL gehackte Kräuter (Oregano, Majoran etc.)
  • 1 TL Chilliflocken
  • 1 TL Honig
  • 2–3 EL Balsamico
  • Salz und Pfeffer

Jägerschnitzel Ostdeutsch mit Nudeln und Tomatensauce

Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets und als mir meine Frau eines Tages den Vorschlag machte, ein Gericht ihrer Oma zu kochen und zwar Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensauce, war ich sofort dabei. Geil. Jägerschnitzel. Da stehe ich drauf. Hier im Pott gibt es das Jägerschnitzel mit einer Pilzsauce, die direkt über das Schnitzel gege­ben wird. Blöd für die Panade, zuge­ge­ben, aber an alten Traditionen rüt­telt man nicht.

Ein biss­chen wun­derte ich mich über die Beilage Nudeln mit Tomatensauce. Zu einem Jägerschnitzel? Merkwürdig. Da gehö­ren ordent­lich Pommes zu und Tomatensauce zusam­men mit der Jägersauce, die beim Jägerschnitzel ja unver­zicht­bar ist? Noch merk­wür­di­ger. Aber gut, wenn es die Oma damals in der DDR so gemacht hat, bit­te­schön. Omas sind die Besten und da wol­len wir mal nicht so klein­geis­tig sein und der Herr kann ja auch ein Schnitzelchen mehr neh­men, wenn ihm die Nudeln nicht anste­hen.  :eyebrows:

DDR Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensauce

Voller Vorfreude saß ich spä­ter am Tisch und freute mich auf das Jägerschnitzel. Was ich dann auf dem Teller sah, irri­tierte mich aber doch eini­ger­ma­ßen. Wo war denn die Jägersauce? Ich sah die Nudeln, ich sah die Tomatensauce und ich sah runde! Schnitzel? Keine Jägersauce und runde Schnitzel?! Und warum grinste meine Frau eigent­lich die ganze Zeit so komisch? Egal. Schnitzel   :rocka:

Ich schnitt, ich biss, ich kaute und ich stutzte. Watt is datt den für nen Schnitzel? Ich glaube mein Schwein pfeift! Das war kein Schnitzel, das war Jagdwurst! Panierte Jagdwurst! Als ich das begriff, habe ich sicher selbst geguckt wie ein Schnitzel und meine Frau hat sich der­weil mal schön kaputt gelacht. Panierte Jagdwurst als Jägerschnitzel, Leute! Aber hey, das schmeckt. Echt jetzt. Das ist total lecker! Verrückt.

Zwischendurch gibt es nun immer mal wie­der das DDR Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensauce. Klassisch eigent­lich mit Spirelli Nudeln, aber lei­der habe ich die­ses Mal keine Spirellis bekom­men. Aber das Rezept ist trotz­dem toll  :smile:

Zubereitung • Jägerschnitzel ost­deutsch mit Nudeln u. Tomatensauce •

Für die Tomatensauce wer­den fein gehackte Zwiebeln und fein gehack­ter Knoblauch ange­schwitzt und dann mit pürier­ten Tomaten auf­ge­gos­sen. Die Sauce darf nun min­des­tens 15 Minuten köcheln und kann dann mit Salz, Pfeffer und Zucker abge­schmeckt werden.

Panierte Jagdwurst mit Tomatensauce

Die Jagdwurst wird in fin­ger­di­cke Scheiben geschnit­ten, dann durch Ei gezo­gen und mit Semmelbröseln paniert. Über­schüs­sige Brösel leicht abklop­fen und 2 EL Butterschmalz in eine Pfanne geben. Die Jagdwurst bei mitt­le­rer hitze gold­braun bra­ten (in der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung kochen), auf Küchenkrepp ent­fet­ten und zusam­men mit den Nudeln und der Tomatensauce ser­vie­ren. Fertsch.

Was soll ich sagen, nach­dem der erste Schock über­wun­den war, hat mir das ost­deut­sche Jägerschnitzel sehr gut geschmeckt. Meine Frau liebt es und ich liebe es, wenn meine Frau etwas liebt. Schon des­halb darf das ost­deut­sche Jägerschnitzel jeder­zeit auf mei­nem Teller landen.

Hast du schon mal das DDR Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensauce geges­sen und warst du beim ers­ten Mal ähn­lich über­rascht wie ich? Oder gibt es Gerichte die du völ­lig anders erwar­tet hast, als sie dir dann ser­viert wurden?

Rigatoni mit Rinderfiletstreifen und Rotwein-Pflaumensauce

Im Moment ver­su­che ich so oft es geht neue Gerichte zu kochen, um mög­lichst viele, neue Erfahrungen beim Kochen zu sam­meln. Selten kommt ein Gericht ein zwei­tes Mal auf den Tisch, außer es ging beim ers­ten Versuch total in die Hose.

Manchmal schmeckt ein Gericht aber auch so gut, dass meine Frau es unbe­dingt noch ein­mal essen möchte. Dann nervt über­re­det sie mich bis ich nach­gebe und es wie­der koche.

So gesche­hen bei den Rigatoni mit Rinderfiletstreifen in einer Rotwein-Pflaumensauce, die ich zum ers­ten Mal als Lamm-Pasta in der Zeitschrift Deli (Ausgabe 1/2012) ent­deckte und nach­ge­kochte. Für das heu­tige Rezept habe ich ein­fach anstelle des Lamms Rinderfilet genom­men, der Rest blieb gleich.

Rigatoni mit Rinderfiletstreifen und Rotweinsauce

Auch wenn ich mitt­ler­weile ein biss­chen flot­ter mit dem Messer unter­wegs bin, nehme ich mir immer noch vorab in Ruhe die Zeit, um alle Zutaten vor­zu­be­rei­ten. In die­sem Fall habe ich erst die Zwiebeln in Streifen und den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten sowie den Rosmarin fein gehackt.

Danach habe ich die getrock­ne­ten Pflaumen gevier­telt und das Rinderfilet in Streifen geschnitten.

Die Rinderfiletstreifen wer­den jetzt in einer sehr hei­ßen Pfanne mit ein biss­chen Rapsöl kurz (ca. 1 Min pro Seite) auf jeder Seite scharf ange­bra­ten. Danach bei­seite gestellt und warm gehal­ten (Ofen 50 Grad).

In die Pfanne mit dem Bratensatz kommt ein biss­chen Olivenölund darin wer­den die Zwiebeln, der Knoblauch und das Rosmarin kurz (ca. 2–3 Minuten) gebra­ten. Das Ganze wird mit ein biss­chen Zucker bestreut und darf leicht kara­me­li­sie­ren. Jetzt wird der Rotwein zuge­gos­sen und auf die Hälfte der Flüssigkeit eingekocht.

In der Zwischenzeit wer­den die Nudeln auf­ge­setzt und nach Packungsangabe al dente gegart. Kurz vor Ende der Garzeit 200 ml Nudelwasser abschöp­fen und bei­seite stel­len.

Sobald die Nudeln fer­tig sind, abgie­ßen und die 200 ml Nudelwasser in die Pfanne mit dem redu­zier­ten Rotwein geben. Die Pflaumen dazu­ge­ben, alles kurz auf­ko­chen las­sen, Temperatur redu­zie­ren (es sollte jetzt nicht mehr kochen) und die eis­kalte Butter ein­rüh­ren, um die Sauce zu bin­den. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zimt abschme­cken und die Nudeln sowie das Rinderfilet untermischen.

Leckere Rigatoni mit Rinderfiletstreifen

Das ist ein wirk­lich sehr lecke­res Pastagericht, bei dem mir beson­ders die Pflaumennote in der Sauce super schmeckt. Ich alter Fruchttiger.

Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30–40 Minuten

  • 320 g Rigatoni
  • 500 g Rinderfilet
  • 100 g getrock­nete Pflaumen
  • 2 Zwiebeln
  • 1–2 Zweige Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL kalte Butter
  • 1–2 Prisen Zimt

Bucatini all’ ama­tri­ciana oder so, mit Salsiccia. Geboren aus dem Chaos.

Manchmal wün­sche ich mir tat­säch­lich, ich hätte eine Glaskugel und könnte damit in die Zukunft schauen. Dann würde ich abends vor dem zu Bett gehen immer noch schnell die Kugel online brin­gen (die hat WLAN und Bluetooth) und schauen, was der nächste Tag an Über­ra­schun­gen bereit hält.

An beson­ders ner­vi­gen Tagen würde ich ein­fach lie­gen blei­ben und auf mei­ner Glaskugel ein paar Games zocken (die hat eine ein­ge­baute PS3)  oder ein paar Filme bzw. Serien gucken oder gleich den gan­zen Tag Sport schauen (habe auf der Kugel Sky abon­niert). Über das ein­ge­baute Glöckchen würde ich meine Frau anklin­geln, wann immer ich Hunger oder Durst bekäme. Ja, genau so würde das wohl laufen.

Leider hat noch nie­mand meine Glaskugel erfun­den und so bin ich heute mor­gen, wie an jedem ande­ren Morgen auch, fro­hen Mutes auf­ge­stan­den und habe mich ahnungs­los wie immer in den Tag gestürzt. Der fing auch rich­tig gut an, mit einer sehr posi­ti­ven Nachricht aus der Familie (Yes, you can!) So durfte es ruhig wei­ter gehen und weil ich von guten Nachrichten immer Appetit bekomme, fing ich prompt an über den Essensplan des Tages zu grübeln.

Baked Beans wollte ich mir auf jeden Fall zube­rei­ten, für ein def­ti­ges Abendbrot. Und was es zum Mittag geben sollte, wollte ich spon­tan ent­schei­den, wenn ich spä­ter auf dem Markt unter­wegs war. Kaum zu Ende gedacht, ent­schied sich der gute Tag spon­tan dazu nun doch lie­ber ein rich­tig Mieser zu wer­den und das Chaos über­nahm die Regie.

Irgendwann, als der Wahnsinn eine kurze Verschnaufpause machte, und der Magen schon knurrte, fie­len mir die Baked Beans wie­der ein. Komm Malte, die kannst du heute Abend gut gebrau­chen — Soulfood und so. Gute Absichten, gemischt mit kom­plet­ter gedank­li­cher Abwesenheit, lässt den Fehlerteufel jauch­zen und so schlich sich irgend­wie bei der Berechnung der Flüssigkeiten ein Fehler ein und aus den geba­cke­nen Bohnen wur­den abge­sof­fene Bohnen.

Abgesoffene Baked Beans, nicht die beste Variante.

Nach 3 Stunden im Ofen tauch­ten die Bohnen immer noch in einem Meer aus Flüssigkeit ab.

Gerochen haben sie echt toll, die klei­nen Mistviecher. Aber auf eine Bohnensuppe hatte ich dann doch keine Lust. Gibt es zum Abendbrot eben eine Schnitte, da kann ich dann auch mal stur sein.

Mittlerweile war es spä­ter Nachmittag und der Hunger zerrte genauso an den Nerven wie der Rest die­ses Scheißtages. Der Markt war längst geschlos­sen und so blieb mir nichts ande­res übrig, als in den Kühlschrank zu schauen und irgend­et­was aus den vor­han­de­nen Zutaten zu kochen.

Allerdings koche ich wirk­lich nie spon­tan und ohne Plan und Rezept schon mal über­haupt nicht — das kann ich näm­lich garnicht.

Beim Blick in den Kühlschrank lach­ten mich noch 3 Salsiccias an und eine leckere Salsiccia liebe ich abgöt­tisch. Bisher habe ich sie jedoch fast nur als Zugabe für Risotto verwendet.

Salsiccia - hier mit entferntem Darm

Da ich die Salsiccia im Sugo kochen wollte, habe ich die Haut entfernt.

Viel mehr als ein paar Peperonis konnte ich im Kühlschrank jedoch nicht erbli­cken. Schnell noch in den Vorratsschrank geblickt und ein Päckchen Bucatini entdeckt.

Hmmm, irgendwo hatte ich doch mal etwas von Bucatini all’amatriciana (Speck, Zwiebeln, Peperoni) oder so ähn­lich gele­sen, nur wo? Suchen kam nun wirk­lich nicht mehr in Frage und nach der gan­zen Rezepte-Nachkocherei sollte ich eigent­lich auch mal in der Lage sein, ein paar Nudeln mit lecke­rer Sauce aus dem Stand zu kochen. Anstelle des Specks würde ich halt ein­fach die Salsiccia nehmen.

Also ran an den Speck, bzw. die Salsiccia, der ich zuerst die Haut abge­zo­gen und sie danach gewür­felt habe. Dann habe ich eine Zwiebel sowie eine Knoblauchzehe geschält und fein gewür­felt sowie eine halbe Peperoni eben­falls fein gewür­felt. Zuvor habe ich die Kerne der Peperoni entfernt.

Einen Topf auf mitt­le­rer Hitze erhit­zen, einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben und darin nun die Zwiebel, den Knoblauch und die Peperoni kurz (1–2 Minuten) anschwit­zen. Als nächs­ten die Salsiccia in den Topf geben und kurz mit­bra­ten (2–3 Minuten). Sie riecht wirk­lich toll.

Jetzt aus­rei­chend pas­sierte Tomaten in den Topf geben, die Hitze redu­zie­ren und das Sugo min­des­tens 30 Minuten lang­sam kochen las­sen. Wer mag (ich mag), kann auch noch einen Stengel Basilkum dazu­ge­ben, den man vor dem Servieren aber wie­der raus­fischt. Nach der Kochzeit das Sugo mit Salz und Pfeffer (und bei Bedarf mit etwas Zucker) abschmecken.

Vor Ende der Kochzeit die Bucatini in reich­lich Salzwasser biss­fest kochen, abgie­ßen und in eine Sauteuse geben. Das fer­ti­gen Sugo dazu geben und mit den Nudeln ver­mi­schen (durch­schwen­ken) bis sich Sauce und Nudeln ver­bun­den haben. Mit etwas frisch gerie­be­nen Pecorino oder Parmesan servieren.

Bucatini all amatriciana mit Salsiccia

Meine Bucatini all’amatriciana mit Salsiccia sind sicher nicht die große Kochkunst, aber sie haben gut geschmeckt. Beim nächs­ten Mal würde ich etwas mehr Peperoni hin­ein geben (die Schärfe war prak­tisch nicht vor­han­den) und die Salsiccia nicht so fein wür­feln. Sie hat dadurch ein biss­chen an Geschmack ver­lo­ren, wie ich finde.

Der heu­tige Tag ist mal wie­der Beweis dafür, dass auch aus dem Chaos etwas Positives ent­ste­hen kann und in Zukunft werde ich deut­lich häu­fi­ger spon­tan und ohne Rezept kochen. Anscheinend habe ich in den letz­ten Monaten tat­säch­lich schon ein wenig Kochen gelernt, also auf zu neuen Ufern.

Ein Früh am Abend

Jetzt wird der Tag mit dem ein oder ande­ren Früh (Prost Björn!) begra­ben und mor­gen früh geht es fro­hen Mutes in einen neuen Tag.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten • Kochzeit ca. 30 Minuten

  • 240 g Bucatini
  • ca. 250 g Salsiccia
  • 1 1/2 bis 2 kleine Dosen pas­sierte Tomaten
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Peperoni, bei Bedarf mehr
  • frisch gerie­be­ner Pecorino oder Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Pasta mit süßer Tomatensauce und geba­cke­nem Ricotta

Wenn es mal schnell gehen muss, dann gibt es wirk­lich nichts Besseres als ein gutes Pastagericht. In ein paar Minuten hat man ohne gro­ßen Aufwand ein lecke­res Essen auf dem Teller und ist danach satt und glücklich.

Das Pastagericht heute, ist mal wie­der nach einem Rezept von Jamie Oliver und ging wirk­lich ratzfatz.

Süße Tomatensauce und gebackener Ricotta machen dieses Gericht aus

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Oliver — Essen ist fer­tig / Seite 201)

Zutaten geba­cke­ner Ricotta

  • 250 g Ricotta
  • 1/2 getrock­nete Chilischote, fein gehackt oder zerkrümelt
  • 1 TL getrock­ne­ter Oregano
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zutaten Tomatensauce

  • 250 g Macaroni (Jamie nimmt Pappardelle)
  • 1 Dose Eiertomaten (San Marzano)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1–2 EL Butter
  • 1–2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Zucker (nach Bedarf mehr, abhän­gig von der Süße der Dosentomaten)
  • 1 Hand voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 1/2 Hand voll Basilikumblätter, gehackt oder gezupft

Zubereitung:

Ganz zu Beginn erle­dige ich wie immer die Schnibbelarbeit und hacke die Zwiebel, Knoblauch und die Chilischote. Dann noch schnell die Basilikumblätter hacken, den Parmesan rei­ben und dann kann auch schon der Ofen vor­ge­heizt wer­den, auf 200° C.

Der Ricotta kommt in die ofen­feste Pfanne / Form / Backblech und wird dann mit Olivenöl, Oregano, der Chilischotte sowie Salz und Pfeffer ein­ge­pin­selt. Jetzt rein in den Ofen und dort ca. 20 Minuten backen.

Der gewürzte Ricotta wird nun gebacken

In der Zwischenzeit einen klei­nen Topf für die Sauce auf­set­zen (mitt­lere Hitze), heiß wer­den las­sen und dort die Butter sowie einen Schuss Olivenöl hin­ein­ge­ben. Darin wer­den die Zwiebeln weich und der Knoblauch ange­düns­tet (Knoblauch daher erst 2–3 Minuten nach den Zwiebeln in den Topf geben, damit er nicht ver­brennt.). Die Dosentomaten dazu geben und das Ganze auf klei­ner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Nach 15 Minuten die Hitze redu­zie­ren (Es sollte nun nicht mehr wei­ter kochen.), die Tomaten mit einem Löffel zer­drü­cken, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Balsamico-Essig abschme­cken und die Sauce auf kleins­ter Hitze noch ein biss­chen zie­hen lassen.

Die Nudeln in kräf­tig gesal­ze­nem Wasser al Dente kochen und ein biss­chen vom Kochwasser aufheben.

Jetzt ist es auch schon fast soweit. Nur noch die Nudeln mit der Tomatensauce ver­mi­schen (falls sie anein­an­der kle­ben, etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen), den Basilikum und den Parmesan dar­un­ter mischen und ggf. noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Die Nudeln anrich­ten, den Ricotta aus dem Ofen holen und über die Nudeln bröckeln.

Die fertige Pasta mit süßer Tomatensauce und gebackenem Ricotta

Mein Resümee:

Als Ricotta Fan kommt mir das Gericht gerade Recht und geba­cken schmeckt er noch mal so gut. Dazu eine rich­tig süße Tomatensauce, das passt. Süß, cre­mig und dazu noch kin­der­leicht zuzu­be­rei­ten. Diese Pasta kommt auf den fes­ten Speiseplan.

Spaghetti cacio e Pepe

Früher, als ich noch bei Muttern lebte, wur­den regel­mä­ßig zwei Nudelgerichte auf­ge­tischt: Spaghetti Bolognese oder eine Lasagne (fer­tig, aus der Tiefkühle). Darüber hin­aus gab es Nudeln nur als Beilage, zum Beispiel zu Gulasch oder Braten. Eigenständige Pasta Gerichte gab es nicht und das führte bei mir dazu, dass ich Nudeln total lang­wei­lig und öde fand.

Spaghetti cacio e Pepe

Spaghetti cacio e Pepe — Spaghetti mit Käse und Peffer — ein­fach, aber unheim­lich lecker!

Nachdem ich zu Hause aus­zog, habe ich jah­re­lang keine Nudeln mehr geges­sen, sie ver­schwan­den ein­fach still und leise von mei­nem Speiseplan. Erst als ich meine jet­zige Frau ken­nen­lernte, kamen sie wie­der auf den Tisch. Sie liebt Nudeln näm­lich über alles und könnte sie wirk­lich jeden Tag essen.

Zu Beginn stand ich noch ein biss­chen auf Kriegsfuß mit der Frau Nudel, erst als ich merkte das Nudeln mehr sind als nur eine Beilage und das man unzäh­lige ver­schie­dene Gerichte dar­aus machen konnte, wurde Liebe dar­aus. Heute esse ich Pasta für mein Leben gerne — und sie kommt regel­mä­ßig auf den Tisch.

Spaghetti, Pecorino romano und Tellicherry Pfeffer

Schnell, unkom­pli­ziert und rich­tig lecker, so könnte man Spaghetti cacio e Pepe beschrei­ben. Und das Tolle an die­sem Gericht ist, es braucht kaum Zutaten. Spaghetti, Pfeffer, Pecorino romano — fer­tig. Bei so weni­gen Zutaten soll­ten diese natür­lich auch hoch­wer­tig sein und beson­ders der Pfeffer und noch mehr der Pecorino soll­ten rich­tig gut sein. Ich habe mich für Tellicherry Pfeffer ent­schie­den und den Pecorino romano bei Gustini.de gekauft. Den kannte ich schon und er ist wirk­lich sehr gut.

Weil das Gericht wirk­lich güns­tig ist (rech­net man es auf 2 Personen run­ter und bedenkt, dass man die Zutaten für wei­tere Gerichte ver­wen­den kann.), habe ich gleich mal auf dicke Hose gemacht und eine beson­ders „teure“ Spaghetti-Sorte gekauft. 4,49 € für 500 g; mal schauen, ob man wirk­lich einen Unterschied bemerkt.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 21)

  • 200 g Spaghetti
  • Pecorino romano, gerie­ben, ca. 2 handvoll
  • Pfeffer

Preise der Zutaten:

  • Spaghetti Rustichella d Abruzzo 500 g = 4,49 €
  • Pecorino Romano 250 g = 6,95 €
  • Dose Tellicherry Pfeffer = 4,99 €
  • ins­ge­samt = 16,43 €

Mit dem Pfeffer reicht man sicher ein paar Monate, der Pecorino wird nicht mal zu einem Drittel ver­braucht und von den Spaghettis kann man gut und gerne min­des­tens 2 mal essen. Da liegt man dann am Ende bei ca. 2–3 Euro pro Person für die Spaghetti mit Käse und Pfeffer und das bei die­sem lecke­ren Ergebnis.

Zubereitung:

Wie immer bereite ich alle Zutaten zuerst vor und in die­sem Fall reibe ich den Pecorino romano und stelle ihn beiseite.

Dann wer­den die Spaghetti in reich­lich Salzwasser gekocht und 2–3 Minuten vor Ende der Garzeit abge­gos­sen. Sie kom­men gleich noch in die Pfanne und garen dort wei­ter! Beim Abgießen auch ordent­lich Kochwasser zurück­be­hal­ten, das wird noch benötigt.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men und die Spaghetti mit einem gro­ßen Schuss Kochwasser in die Pfanne geben und köcheln las­sen. Etwas Olivenöl (habe ich genom­men) oder ein Stückchen Butter dazu­ge­ben und nun ordent­lich mit dem lecke­ren Pfeffer wür­zen. Richtig schön umrüh­ren, damit der Pfeffer sich gut verteilt.

Nun den Pecorino dazu geben und bei Bedarf noch etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen. Der Pecorino schmilzt in der Pfanne, ver­bin­den sich mit dem Wasser und gibt eine cre­mige Sauce. Immer wie­der die Pfanne rüt­teln, damit der Käse sich ver­teilt und mit dem Wasser mischt. Wer mag, kann jetzt noch­mal nach­pfef­fern — je nach Geschmack.

Sind die Spaghetti gar, raus aus der Pfanne, anrich­ten, noch ein biss­chen Pfeffer drü­ber und fer­tig. Salz habe ich nicht benö­tigt, weil der Pecorino eine wirk­lich tolle sal­zige Note hatte.

Spaghetti mit Käse und Pfeffer - easy und unheimlich lecker.

Mein Resümee:

So ein­fach, so wenig Zutaten und es schmeckt unglaub­lich lecker. Wir fan­den es so toll, dass wir es am über­nächs­ten Tag gleich noch­mal gekocht haben.

Ich kann es aber nur noch mal beto­nen, das Gericht steht und fällt ganz sicher mit der Qualität der Zutaten. Bisher habe ich z.B immer ganz nor­ma­len schwar­zen Pfeffer aus dem Supermarkt benutzt und der ist eigent­lich nur scharf und kratzt gerne mal im Hals. Der Tellicherry Pfeffer dage­gen hat ein wun­der­bar mil­des Aroma und deut­lich mehr Geschmack als Schärfe.

Falls ihr das Gericht mal nach­ko­chen möch­tet, nehmt unbe­dingt guten Pecorino romano. Er muss wür­zig und sal­zig sein, sonst schmeckt die Sauce am Ende sicher fad. Hier lie­ber einen Euro mehr aus­ge­ben, das macht sich bezahlt.

Die Spaghetti waren übri­gens sehr gut und man hat wirk­lich einen Unterschied bemerkt, das hat mich dann ja doch über­rascht. Sie waren etwas dicker als „gewöhn­li­che“ Spaghetti, was ich toll fand und sie waren wirk­lich super im Biss. Die Frau war auch begeis­tert und das soll schon was heißen.

Handwerklich gab es keine Probleme und alles hat geklappt wie es sollte. Ist aber auch ein leicht nach­zu­ko­chen­des Gericht und wenn man die Garzeit der Nudeln im Auge hat, kann da nix schief gehen.