Zitronen-Brathuhn mit gerös­te­ten Kartoffeln {nach Jamie Oliver}

Ich liebe Hähnchen! Aber bitte nicht diese geschmack­lo­sen Hähnchen, die man im Supermarkt oder beim Discounter als Hähnchen ver­kauft bekommt, die haben mit einem lecke­ren Hähnchen wirk­lich nichts mehr zu tun. Erst wenn man mal wie­der ein ech­tes Maishähnchen auf dem Teller hatte weiß man wie­der, wie gut das eigent­lich schme­cken kann. Wie toll der Eigengeschmack ist.

Natürlich soll­ten wir immer und über­all auf die Qualität unse­rer Lebensmittel ach­ten und gerade beim Fleisch am Besten nichts mehr aus Massentierhaltung kau­fen, aber beim Hähnchen gilt das wirk­lich ganz beson­ders. Der geschmack­li­che Unterschied zwi­schen einem Wiesenhof Hähnchen und einem z.B Kikok Hähnchen ist gigan­tisch! Der Preisliche Unterschied ist es nicht.

Zitronen-Brathuhn mit gerösteten Kartoffeln nach Jamie Oliver

Bei mei­nem heu­ti­gen Gericht hängt alles von der Qualität das Hähnchens ab. Das Rezept zum Zitronen-Brathuhn mit gerös­te­ten Kartoffeln stammt von Jamie Oliver und aus sei­nem Buch „Essen ist fer­tig!“. Es ist ein ganz sim­ples Rezept, das jedes mal wie­der ganz toll schmeckt. Du wirst es lieben!

Zubereitung • Zitronen-Brathuhn & gerös­tete Kartoffeln •

Die Kartoffeln schä­len und in gleich­große Stücke schnei­den. Die Knoblauchzehen von der Knolle tren­nen und mit Schale am Besten in ein Teefilterbeutelchen geben. Die Zehen wer­den gleich mit den Kartoffeln zusam­men gekocht und dann spä­ter noch als Füllung für das Hähnchen ver­wen­det. Du kannst sie natür­lich auch ein­fach mit ins Kochwasser geben, musst sie dann aber nach dem Abgießen des Kochwassers von den Kartoffeln tren­nen. Ein Teebeutel erleich­tert dir die Arbeit :smile:

Die Kartoffeln zusam­men mit der Zitrone und den Knoblauchzehen in gesal­ze­nem Wasser 12 Minuten kochen, dann in ein Sieb abgie­ßen und 1 Minute aus­damp­fen las­sen. Die Zitrone und den Knoblauch ent­fer­nen (nicht weg­wer­fen!) und die Kartoffeln zurück in den Topf geben und mehr­mals durch­schwen­ken, damit die Außenhülle der Kartoffeln ange­raut wird. Das macht sie knusp­ri­ger! Die Kartoffeln bei­seite stellen.

Den Ofen auf 190°C vor­hei­zen und das Hähnchen innen und außen mit ordent­lich Salz und Pfeffer wür­zen. Das Hähnchen mit den Knoblauchzehen und dem Thymian fül­len. Die Zitrone ein paar Mal mit einer Messerspitze ein­ste­chen und eben­falls in die Bauchhöhe des Hähnchen stop­fen. Das Hähnchen mit der Brustseite nach oben in einen Bräter legen und im vor­ge­heiz­ten Ofen für ca. 45 Minuten bra­ten. Nach 45 Minuten den Bräter aus dem Ofen holen und das Hähnchen kurz bei­seite legen.

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Ein Blick in den Ofen — das riecht schon sooooo lecker!

Im Bräter sollte sich etwas aus­ge­tre­te­nes Fett befin­den. Die Kartoffeln in die­sem Fett wen­den (sollte nicht genug Fett aus­ge­tre­ten sein, kannst du etwas Olivenöl hin­zu­fü­gen) und im Bräter ver­tei­len, leicht sal­zen. Jamie gibt an die­ser Stelle noch einige Rosmarinnadeln hinzu. In der Mitte des Bräters Platz las­sen und dort das Hähnchen mit der Brustseite nach oben hin­ein­le­gen, wie­der in den Ofen schie­ben und für ca. wei­tere 45 Minuten bra­ten. Zwischendurch die Kartoffeln ein­mal wen­den und ca. 15 Minuten vor dem Ende das Hähnchen mit dem Bacon belegen.

Die Zeit bis das Fleisch gar ist, hängt wie immer vom Gewicht des Hähnchen ab und auch von der gleich­mä­ßi­gen Temperatur des Ofens. Um zu über­prü­fen, ob das Fleisch bereits gar ist, ste­che ich immer mit einer Fleischnadel bzw. einem Holzspieß in die Keule des Hähnchen und wenn kla­rer Saft aus­läuft ist es gar. Lieber frü­her über­prü­fen, als zu spät. Es gibt nichts schlim­me­res, als ein tro­cke­nes Hähnchen!

Sobald das Fleisch gar ist, aus dem Ofen holen und einige Minuten ruhen las­sen. Ich ver­wende dazu eine Warmhaltelampe, die sich mitt­ler­weile wirk­lich bewährt hat. Ich halte damit auch Steaks warm oder Püree etc. oder alles was noch warm blei­ben muss, bis alle Zutaten des Gerichts fer­tig sind. Ich liebe das Teil und möchte nicht mehr ohne sein!

Sollten die Kartoffeln noch nicht gold­braun sein, kannst du den Bräter noch ein­mal kurz in den Ofen geben, die Temperatur erhö­hen und sie nach­bräu­nen. Das geht per­fekt, solange das Hähnchen noch ruht. Vor dem Servieren den Bacon ent­fer­nen und über die Kartoffeln krüm­meln, lei­der habe ich das auf dem Foto ver­ges­sen :rolleyes: die Zitrone und den Knoblauch aus dem Innern ent­fer­nen, die Zitrone weg­wer­fen und den Knoblauch aus der Schale drü­cken und mit einer Gabel zu einer Paste zer­drü­cken und die Haut des Hähnchen damit einreiben.

Ein leckeres Brathähnchen schmeckt doch jedem!

Fazit: Das ist lecker, das ist sogar rich­tig geil lecker! Mit einem Hähnchen in einer sehr guten Qualität, am Besten mit Mais gefüt­tert, schmeckt das Superklasse. Natürlich muss man Knoblauch mögen, beson­ders wenn man das Hähnchen mit der Paste noch ein­reibt, aber das ist ja eh klar. Und wer nicht so viel Knoblauch mag, der nimmt nur ein paar Zehen anstatt einer Knolle. Das ist ja kein Problem.

Die gerös­te­ten Kartoffeln gefal­len mir auch super und wer Lust hat, träu­felt vor dem Servieren mal ein paar Spritzer Essig über die lecke­ren Knollen. Schmeckt super!

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 120 Minuten

  • 1 Hähnchen, ca. 2 kg, küchenfertig
  • 1 große Bio-Zitrone
  • 1 ganze Knoblauchknolle
  • 8 Scheiben Bacon
  • 2 kg Kartoffeln, meh­lig oder über­wie­gend kochend
  • 1 Hand voll fri­scher Thymian
  • Salz und Pfeffer

Geröstetes Gemüse vom Blech mit Salsiccia

Letz­tens lun­gerte ich auf dem Sofa rum und da fiel mir die Jubiläumsausgabe der Lecker (10 Jahre Lecker) in die Hände. Beim Durchblättern der Zeitschrift blieb mein Blick am gerös­te­ten Gemüse vom Blech hän­gen. Ich hatte ein paar Wochen zuvor Ofengemüse mit Hühnchen zube­rei­tet und fand das rich­tig lecker. Das Gericht in der Lecker ent­hielt Kürbis, den ich gerade eh im Haus hatte und jun­gen Knoblauch, den ich sehr liebe.

Ich glotzte noch eine Weile aufs Bild und mein Magen fing an zu knur­ren. Es ist wohl keine so gute Idee, hung­rig in Kochzeitschriften zu blät­tern. Am nächs­ten Tag habe ich schnell den jun­gen Knoblauch ein­ge­kauft und gleich noch ein paar fri­sche Salsiccias mit­ge­hen las­sen.

Frische Salsiccia, ein Traum

Der Anblick die­ser super­le­cke­ren ita­lie­ni­schen Würstchen war zu ver­füh­re­risch, als das ich sie hätte lie­gen las­sen kön­nen. Außerdem schme­cken im Ofen gegarte Salsiccias eh fast noch bes­ser als in der Pfanne gebra­tene, es war also quasi Fügung.

Zubereitung • Geröstetes Gemüse vom Blech mit Salsiccia •

Den Kürbis (falls nötig schä­len) zer­tei­len, ent­ker­nen und in Spalten bzw. Stücke schnei­den. Die Kartoffeln schä­len (bei jun­gen Kartoffeln kannst du auch die Schale dran las­sen) und eben­falls in Stücke schnei­den. Kartoffeln und Kürbis soll­ten ähn­li­che Garzeiten haben, also beim Schneiden ähn­li­che Größen / Dicken wäh­len. Den jun­gen Knoblauch längst zer­tei­len, die Zwiebeln und Möhren (schä­len) in Spalten schneiden.

Den Ofen auf 175°C vor­hei­zen. Das Olivenöl auf ein tie­fes Backblech ver­tei­len. Hier nicht spar­sam sein, der Boden sollte mit Olivenöl bedeckt sein. Das Gemüse inklu­sive Tomaten auf das Backblech geben und die Kräuter (vor­her ein­mal grob hacken) über das Gemüse ver­tei­len. Alle Zutaten gründ­lich mit­ein­an­der ver­mi­schen und dar­auf ach­ten, das alles gut mit dem Olivenöl benetzt ist. Notfalls noch Olivenöl nach­le­gen. Das Gemüse kräf­tig mit gro­bem Salz und frisch gemah­le­nen Pfeffer würzen.

Das Gemüse komtm mit den Salsiccias auf ein Backblech

Die Salsiccias 2–3 Mal ein­ste­chen und auf dem Gemüse ver­tei­len. Das Backblech in den Ofen geben und ca. 45 Minuten lang backen. Hier musst du ab und zu mal eine Garprobe beim Gemüse machen, rein­ste­chen und schauen, ob die Kartoffeln und der Kürbis schon weich sind. Das kann, je nach Größe, auch ein biss­chen län­ger als 45 Minuten dau­ern. Die Salsiccias soll­test du auch min­des­tens ein­mal wen­den, damit sie von allen Seiten ein biss­chen Farbe annehmen.

Beim oder vor dem Servieren kann man den jun­gen Knoblauch aus der Schale drü­cken und bekommt eine leckere „Paste“. Das gibt wirk­lich noch mal einen Extra-Kick :rocka:

Das Ofengemüse vom Blech mit den Salsiccias schmeckt fantastisch!

Fazit: Das ist defi­ni­tiv gei­les Zeug. Das Gemüse bekommt ein gran­dio­ses Aroma durch das Garen im Ofen. Die fruch­ti­gen Tomaten pas­sen super dazu. Die Salsiccia gibt eine wahn­sin­nig leckere Würze. Das hier ist voll mein Ding.

Anmerkung zu den Zutaten: Ich kann hier schlecht genaue Angaben machen. Das ist so ein typi­sches Essen, wo man Pi mal Auge die Zutaten ver­wen­det und sich nach sei­nem per­sön­li­chen Vorlieben rich­tet. Der eine mag mehr Kartoffeln als Kürbis, der nächste will ein biss­chen mehr Tomaten oder Knoblauch. Deswegen sind das heute mal nur grobe Richtwerte. Hau ein­fach so viel von allem drauf, wie du magst.

Rezept Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 75 Minuten

  • 1 klei­ner bis mit­tel­gro­ßer Kürbis (Hokkaido oder Butternut)
  • 5–6 Kartoffeln
  • 3–4 Möhren
  • 2–3 Zwiebeln
  • 16 Kirschtomaten oder 4 große Tomaten
  • 2–3 junge Knoblauchknollen
  • 3 Stiele Rosmarin und Thymian
  • ca. 80–100 ml Olivenöl
  • 4 Salsiccia mit Fenchel
  • Salz und Pfeffer

Knoblauch-Chilli-Kartoffeln

Heute habe ich mal eine schnelle Beilage für dich und zwar rich­tig leckere, kleine Kartöffelchen. Ich bin tota­ler Kartoffel-Fan, völ­lig wurscht, ob als Salzkartoffel, ange­bra­ten in der Pfanne oder als Püree, ich :wub: die Kartoffel.

Das Rezept für die heu­ti­gen Knoblauch-Chilli-Kartoffeln habe ich aus dem sehr guten Buch „Das per­fekte Steak“. Da ich eine Beilage zum Steak suchte, passte das natür­lich per­fekt. Ich wurde auch nicht ent­täuscht, so viel nehme ich schon mal vorneweg.

Knoblauch-Chilli-Kartoffeln als leckere Beilage

Zubereitung • Knoblauch-Chilli-Kartoffeln •

Die Kartoffeln gründ­lich waschen und in gesal­ze­nem Wasser ca. 15 Minuten weich kochen. Danach Abgießen und bei­seite stellen.

Die Knoblauchzehe bzw. Zehen (die Menge kannst du nach dei­nem Geschmack wäh­len) sowie die Chilli(s) fein wür­feln. Wie immer ent­ferne ich bei der Chilli vor­her die Kerne, das wird mir sonst zu :angry:. Jetzt noch schnell das Basilikum oder den Koriander fein hacken und dann die Butter in einem Topf zerlassen.

Den Knoblauch und die Chilli in den Topf geben und bei klei­ner Hitze ca. 30 Sekunden düns­ten, der Knoblauch sollte auf kei­nen Fall Farbe anneh­men. Nach 30 Sekunden die Kartoffeln hin­zu­fü­gen, gut durch­schwen­ken und mit Salz und Pfeffer wür­zen. Die Kartoffeln in eine Schüssel geben und mit dem gehack­ten Basilikum bestreuen.

Buttrig, scharf mit lekcerer Knoblauchnote - tolle Kartoffeln

Fazit: Die Kartoffeln haben als Beilage zu einem wirk­lich her­vor­ra­gen­dem Steak rich­tig gut gepasst. Der but­t­rige Geschmack, dazu die schöne Schärfe der Chillis — das mag ich sehr. Knoblauch an Kartoffeln geht eh immer und ich muss sagen, ich bin sehr zufrie­den mit die­ser Beilage.

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 700 g kleine Kartoffeln
  • 1–2 Knoblauchzehe
  • 1–2 rote Chillischote
  • 40 g Butter
  • Handvoll Koriander oder Basilikum, gehackt
  • Salz und Pfeffer

Flammkuchen mit Kartoffeln und San Daniele Schinken

Am ver­gan­ge­nen Wochenende kam bei uns zwei Tage lang Flammkuchen auf den Tisch, der auf dem Pizzastein geba­cken wurde. Auf mei­ner Facebookseite sind die Fotos der Flammkuchen sehr gut ange­kom­men und des­halb gibt es heute auch die bei­den Rezepte der Flammkuchen. Schau dir auch mal das Rezept für den Flammkuchen mit Ziegenkäse und fri­schen Feigen an.

Für die Zubereitung des Flammkuchenteig nutze ich ein Rezept, das sich mitt­ler­weile sehr bewährt hat. Der Teig wird auf dem Pizzastein rich­tig schön kross und wirft Blasen, so wie ich das mag. Hier der Link zum Rezept für Flammkuchenteig.

Zubereitung • Flammkuchen mit Kartoffeln und San Daniele Schinken •

Flammkuchen mit Kartoffeln und San Daniele Schinken

Die Anregung für die­sen Flammkuchen stammt aus der Zeitschrift deli, dort wurde der glei­che Belag ver­wen­det, jedoch mit einem Pizzateig. Es funk­tio­niert als Flammkuchen aber min­des­tens genau so gut.

Zunächst wer­den 2–3 große Kartoffeln geschält und in ca. 0,5 cm in dünne Scheiben geschnit­ten. Die Kartoffeln wer­den dann in kochen­dem Salzwasser für ca. 2 Minuten blan­chiert, abge­gos­sen und soll­ten danach gut abtrop­fen. Nach dem Abtropfen die Kartoffelscheiben in eine Schüssel geben und mit 3 EL gutem Olivenöl, 1/2 TL Chilliflocken aus der Mühle sowie Salz wür­zen und vermischen.

Der Flammkuchen wird mit Creme Fraiche bestri­chen und in das Creme Fraiche kommt 1/2 TL Zitronenabrieb sowie 1 TL ganz fein gehackte Rosmarinnadeln, dazu Salz und Pfeffer. Alle Zutaten sorg­fäl­tig mit­ein­an­der verrühren.

Den Flammkuchenteig zunächst mit der Creme Fraiche bestrei­chen und dann mit den Kartoffelscheiben gleich­mä­ßig bele­gen. Im Ofen, am Besten auf dem Pizzastein, den Flammkuchen knusp­rig backen und nach dem Backen mit 2–3 Scheiben gezupf­tem San Daniele Schinken bele­gen. Wer mag, würzt noch mit etwas schwar­zen Pfeffer nach.

Ich fand den Flammkuchen mit Kartoffeln und Schinken sehr lecker.

Fazit: Ich fand ihn super! Die Kartoffeln haben mit dem lecke­ren Schinken (du kannst auch Parmaschinken neh­men!) super har­mo­niert. Diesen Flammkuchen wird es bestimmt häu­fi­ger mal geben.

Rezept Zutaten für 2–3 kleine Flammkuchen

  • 3 große Kartoffeln
  • 100 g Creme Fraiche
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • 1 TL Rosmarin, fein gehackt
  • 1/2 TL Chilliflocken aus der Mühle
  • 3 EL Olivenöl
  • 6 Scheiben San Daniele Schinken oder Parmaschinken
  • Salz und Pfeffer
  • Flammkuchenteig Rezept

Kartoffelsalat {nach Alfons Schuhbeck}

Heute geht es mal um einen ech­ten Klassiker in mei­nem Blog, den Kartoffelsalat. Vom Kartoffelsalat gibt es bestimmt eine Million Varianten und hier bei mir im Ruhrpott wird der Kartoffelsalat gewöhn­lich mit einer Mayonnaise ange­macht. Sehr lecker und ein paar Tonnen habe ich davon bestimmt schon ver­putzt. :zwinker:

Der Kartoffelsalat, den ich dir hier vor­stelle, kommt ohne Mayonnaise aus. Er wird u.a mit einer (Geflügel)brühe ange­macht, was in vie­len Regionen in Deutschland die übli­chere Variante zur Mayonnaise ist. Ich mag beide Varianten sehr gerne und wech­sel nach Lust und Laune durch. Das Rezept für den heu­ti­gen Kartoffelsalat stammt von Alfons Schuhbeck aus sei­nem Buch „Meine baye­ri­sche Küche“ und da ver­wun­dert es auch nicht, dass der Salat am Ende noch mit einem ordent­li­chen Schuss brau­ner Butter ver­fei­nert wird. Weens sches macht.

Kartoffelsalat nach Alfons Schuhbeck zusammen mit einer knackigen Bockwurst

Zubereitung • Kartoffelsalat nach Alfons Schuhbeck •

Der Kartoffelsalat wird mit brau­ner Butter abge­schmeckt und du fin­dest hier Rezept für brau­ner Butter. Geht wirk­lich ein­fach und schnell.

Die Kartoffeln in gesal­ze­nem Wasser zusam­men mit dem Kümmel gar kochen. Abgießen, noch heiß pel­len und dann abküh­len las­sen. Die abge­kühl­ten Kartoffeln in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schnei­den und in eine Schüssel geben.

Dieser Kartoffelsalat wird mit Brühe angemacht

Die Kartoffeln bekom­men eine Dressing und für die­ses Dressing wird zunächst die Geflügelbrühe erhitzt und in die warme Brühe wird der Essig und Senf ein­ge­rührt. Mit Salz (Vorsichtig! Die Brühe ist schon sal­zig.) einer guten Prise Cayennepfeffer und einer Prise Zucker wür­zen. Eine Hand voll Kartoffelscheiben zur Brühe geben und mit dem Stabmixer pürie­ren. Das Dressing noch ein­mal abschme­cken, evtl. nach­wür­zen und dann nach und nach unter die Kartoffelscheiben geben. Die Kartoffeln neh­men das Dressing nach und nach auf, dafür also ruhig ein biss­chen Zeit nehmen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein wür­feln und in 1 EL Öl gla­sig andüns­ten. Die Gurke schä­len und in feine Scheiben schnei­den. Die braune Butter, die Zwiebeln, die Gurkenscheiben und etwas frisch gehackte Petersilie vor­sich­tig unter den Kartoffelsalat mischen. Wer mag, kann vor dem Servieren noch etwas gro­ben Pfeffer über den Salat geben. Und natür­lich schmeckt der Salat bes­ser, je lan­ger er durch­zie­hen darf (dann die Gurken erst kurz vor dem Servieren unter­mi­schen, damit sie den Salat nicht zu sehr verwässern).

Fazit: Der schmeckt ein­fach gut. Die braune Butter gibt dem Salat echt einen tol­len Buttergeschmack und nicht mit dem Cayennepfeffer gei­zen, dann wird der rich­tig lecker. Schöne Kartoffelsalat-Variante.

Wie magst du dei­nen Kartoffelsalat am liebs­ten? Mit Mayonnaise oder doch lie­ber mit Brühe?

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 1 kg vor­wie­gend fest­ko­chende Kartoffel
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 Salatgurke
  • 1/2 EL Kümmelsamen
  • 1 EL glatte Petersilie
  • 2 EL braune Butter
  • 1 EL ÖL
  • 400 ml Geflügelbrühe
  • 3 EL Rotweinessig
  • 1 EL schar­fer Senf
  • Cayennepfeffer, Salz, Zucker

Frühlingszwiebelsüppchen mit Kartoffel-Speck-Klößchen {nach Frank Rosin}

Reste­ver­wer­tung wird lei­der bei mir nicht so groß geschrie­ben und ich schmeiße deut­lich zu viele Lebensmittel weg. Mich ärgert das wirk­lich sehr und ich gelobe Besserung! Das Resteverwertung wirk­lich lecker sein kann, zeigt mein heu­ti­ges Rezept. Die Frühlingszwiebelsuppe mit Kartoffel-Speck-Klößchen wurde kom­plett mit den Resten aus mei­nem Kühlschrank gekocht und das Ergebnis ist echt toll.

Das Süppchen und auch die Kartoffel-Speck-Klösse stammt (mal wie­der) aus dem Buch von Frank Rosin „Neue deut­sche Küche“. Mittlerweile gehört das Buch zu mei­nem aktu­el­len Kochbuch-Favoriten und ich habe schon eini­ges dar­aus zubereitet.

Frühlingszwiebelsüppchen mit Kartoffel-Speck-Klößchen

Zubereitung • Kartoffel-Speck-Klößchen •

Die Kartoffeln in gesal­ze­nem Wasser ca. 20 Minuten garen, dann abgie­ßen, aus­d­ap­fen las­sen und noch warm pellen.

In der Zwischenzeit das Weißbrot den Speck sowie die Schalotte fein wür­feln. Den Kerbel eben­falls fein hacken. Die Butter in einer Pfanne erhit­zen und die Weißbrotwürfel anrös­ten und bei­seite stel­len. das Öl in die Pfanne geben und darin den Speck anbra­ten und kurz bevor der Speck ange­bra­ten ist, die Schalottenwürfel hin­zu­fü­gen und kurz mitbraten.

Kartoffel-Speck-Klösse

die fer­tige Kartoffel-Speck-Masse.

Gesalzenes Wasser in einem Topf erhit­zen, darin wer­den gleich die Kartoffel-Klösse gegart. In einer Schüssel die noch war­men Kartoffeln zer­drü­cken und mit dem Weißbrot, Speck, Schalotten, Kerbel und dem Ei ver­men­gen. Mit Salz und Pfeffer abschme­cken und aus der Kartoffelmasse mit einem klei­nen Löffel kleine Klößchen for­men. Die Klösse in dem sie­den­den Salzwasser ca. 5 Minuten gar zie­hen las­sen und warm stellen.

Zubereitung • Frühlingszwiebelsüppchen •

Die Schalotten fein wür­feln und von den Frühlingszwiebeln nur die hel­len Teine fein hacken. Die grü­nen Teile eig­nen sich hier gut als Deko, beim Servieren. 1 El Butter in einem Topf erhit­zen, die Schalottenwürfel gla­sig andüns­ten und mit Salz, Pfeffer und Zucker wür­zen. 1 wei­tere Minuten andüns­ten und dann mit dem Weißwein ablö­schen und die Flüssigkeit auf die Hälfte redu­zie­ren.

Die Brühe angie­ßen, das Creme Fraiche unter­rüh­ren und die Frühlingszwiebeln hin­zu­fü­gen. Die Suppe 5 Minuten köcheln las­sen, dann vom Herd neh­men und mit dem Stabmixer fein mixen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker abschme­cken und die rest­li­che kalte Butter dazu­ge­ben. Mit dem Stabmixer mixen, bis die Suppe leicht schau­mig ist (auf­mon­tie­ren). Die Suppe mit den Kartoffel-Speck-Klößchen servieren.

Eine tolle Vorspeise diese Frühlingszwiebelsuppe.

Fazit: Das ist ein lecke­res Süppchen, da kann man echt nix sagen. Ein biss­chen hatte ich befürch­tet, dass der Geschmack der Frühlingszwiebeln zu domi­nant sein würde, aber die Sorge war unbe­grün­det. Die Kartoffel-Speck-Klößchen sind aber auf jeden Fall ein Muss bei die­ser Suppe und sie run­den das Süppchen geschmack­lich sehr gut ab. Die Klößchen gehö­ren jetzt schon zu mei­nen Favoriten und sie wer­den bestimmt bei dem ein oder ande­ren Gericht wie­der auftauchen.

Auf mei­nem Blog fin­dest du übri­gens auch noch mehr Frank Rosin Rezepte.

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 60 Minuten

Zutaten Kartoffel-Speck-Klösse:

  • 200 g meh­lige Kartoffeln
  • 50 g Weißbrot
  • 40 g geräu­cher­ten Speck
  • 1/2 Schalotte
  • 1 kleine Handvoll Kerbel, fein gehackt
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer

Zutaten Frühlingszwiebelsuppe:

  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Schalotte
  • 100 ml Weißwein
  • 1,2 L Gemüsebrühe
  • 2 EL Creme Fraiche
  • 2 EL kalte Butter
  • Salz, Pfeffer und Zucker

Kartoffeltarte mit Ziegenkäse {nach Björn Freitag}

Vor eini­ger Zeit habe ich mal wie­der meine Sammlung Kochbücher von bekann­ten TV Köchen ver­grö­ßert und mir das Kochbuch „Sterne-Snacks — Kleine Zaubereien aus der Sterneküche“ von Björn Freitag gegönnt. Ein wirk­lich tol­les Buch von rich­tig guter Qualität, aus dem ich ganz sicher noch einige Rezepte kochen werde.

Kleine Snacks finde ich näm­lich wirk­lich groß­ar­tig und am ver­gan­ge­nen Wochenende wollte ich für den sonn­ta­g­li­chen TV-Serien Abend eine Kleinigkeit auf den Tisch stel­len, sowas zum weg­knap­pern halt :smile: und da fiel mir sofort die Kartoffeltarte mit Ziegenkäse aus dem o.g. Buch ein. Das klang doch nach dem per­fek­ten Snack für einen chil­li­gen Abend.

Eine kleine aber feine Kartoffeltarte mit Ziegenkäse

Zubereitung • Kartoffeltarte mit Ziegenkäse •

Zunächst die Kartoffeln kochen, leicht abküh­len las­sen, pel­len und in kleine Würfel schnei­den. Jetzt geht es an den Mürbeteig.

Für den Mürbeteig das Mehl in eine Schüssel geben, Butter in klei­nen Würfeln, 1 Ei, etwas Salz hin­zu­fü­gen und alles mit dem Knethaken des Handrühres zu einem geschmei­di­gen Teig ver­ar­bei­ten. Ich knete immer mit der Maschine vor und sobald der Teig krü­me­lig wird, knete ich mit der Hand wei­ter bis er geschmei­dig ist. Aus dem Teig eine Kugel for­men und ihn für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nach 30 Minuten den Ofen auf 200° C Ober– Unterhitze vor­hei­zen. Den Teig dünn aus­rol­len, aus­ste­chen und in die zuvor gefet­te­ten Tarteförmchen geben. Das Pergamentpapier auf die Tarteförmchen legen, mit den Hülsenfrüchten beschwe­ren und für ca. 15 Minuten im vor­ge­heiz­ten Backofen blindbacken.

Den Ziegenkäse zusam­men mit den Kartoffelwürfeln, der Creme Double sowie 1 Ei in eine Schüssel geben, mit­ein­an­der ver­mi­schen, (vor­sich­tig — der Ziegenkäse bringt schon Salz mit) sal­zen und pfef­fern und 2 EL fein gehack­ten Schnittlauch unter­he­ben. Die Tarteförmchen nach 15 Minuten aus dem Ofen neh­men, das Pergemantpapier ent­fer­nen :eyebrows: und die Kartoffel-Ziegenkäse-Mischung auf die Tarteförmchen ver­tei­len. Für wei­tere ca. 20–25 Minuten im Ofen backen und dann ent­we­der warm oder auch kalt servieren.

Eine leckere Kleinigkeit für Ziegenkäse-Fans

Fazit: Das mag ich! Generell bin ich ja gro­ßer Fan von klei­nen Leckereien, seien es Tapas oder Dim Sum oder eben gutes Fingerfood. Die Tartelettes von Björn Freitag schme­cken sehr fein und sind dem­ent­spre­chend auch ruck­zuck weg­ge­putzt. Du soll­test auf jeden Fall genug davon zube­rei­ten und unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass du einen Ziegenkäse mit ein biss­chen Aroma ver­wen­dest. Dann macht diese Tarte mal so rich­tig Spaß.

Weil ich die Tarte so lecker fand und vor ein paar Tagen auch schon die Aprikosen-Tarte mit Thymian in null­kom­ma­nix weg­schnap­pu­lierte, bin ich ein biss­chen im Tarte Fieber. Deshalb mal meine Frage an dich; was ist deine liebste Tarte und hast du evtl. ein Rezept für eine leckere Tarte für mich?

Falls ja, schreibe mir doch ein­fach den Link zum Rezept oder dein Rezept in die Kommentare, ich freue mich dar­auf! :smile:

Rezept Zutaten für 6–8 kleine Tartelettes • Zubereitungszeit ins­ge­samt ca. 90 Minuten

  • 200 g meh­lige Kartoffeln
  • 200 g Ziegenkäse (z.b Picandou)
  • 100 g Creme Double
  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 2 Eier
  • hal­bes Bund Schnittlauch
  • Salz, schwar­zer Pfeffer
  • Pergamentpapier