Reissalat mit knusp­ri­gem Schweinebauch {nach Jamie Oliver}

Es ist schon eine Weile her das ich etwas von mei­nem Lieblingskoch Jamie Oliver gekocht habe. Mittlerweile habe ich doch schon ein statt­li­che Sammlung an Kochbüchern und ver­su­che mög­lichst alle Bücher mal zu nut­zen. Aber Jamie ist immer noch mein Favorit, weil er mich als Erster für das Kochen begeis­tert hat.

Heute gibt es einen Reissalat mit knusp­ri­gem Schweinebauch aus dem Jamie Oliver Buch „Zu Gast bei Jamie“. Ich bin ja gro­ßer Schweinebauchfan und wenn er dann noch süß­lich kara­mel­li­siert wird, so wie in die­sem Rezept, dann könnte das mal wie­der genau mein Ding sein.

Ein fruchtiger Reissalat mit knusprigem Schweinebauch

Zubereitung • Reissalat mit knusp­ri­gem Schweinebauch •

Den Backofen auf 200°C vor­hei­zen und schon mal den Basmatireis nach Packungsanweisung kochen. Den Schweinebauch erst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben und dann in 1,5 cm dicke Streifen schnei­den. Du kannst natür­lich auch direkt den Schweinebauch in Scheiben kau­fen, dann bist schon mal klü­ger als ich! Als nächs­tes die Äpfel vier­teln, das Kerngehäuse ver­wen­den und die Äpfel in Stücke schnei­den, die ähn­lich groß sind wie die Schweinebauchstücken. Wenn sie ein biss­chen grö­ßer wer­den ist das auch kein Problem, sie ver­ko­chen ohne­hin stark.

Da ich immer ganz gerne schon alle Zutaten parat habe, bevor ich mich an das Kochen mache, hacke ich die Walnüsse noch grob durch, zupfe die Thymianblätter von den Stielen, hacke die Petersilie fein durch und schnei­den die Frühlingszwiebeln in Ringe. Noch schnell die Orange aus­pres­sen und dann kann die Pfanne ange­heizt werden.

Das Fleisch wird erst angebraten und kommt danach in den Ofen

Die Pfanne (die Größte die du hast!) auf­set­zen, gut vor­hei­zen und den Schweinebauch zusam­men mit den Lorbeerblättern und dem Rosmarin hin­ein­ge­ben und den Bauch schön knusp­rig aus­bra­ten. Sobald das gesche­hen ist, die Kräuter aus der Pfanne neh­men, einen gro­ßen Teil vom aus­ge­tre­te­nen Fett abgie­ßen und das Fleisch sal­zen und pfeffern.

Die Apfelstücke zusam­men mit den Walnüssen, Honig, Thymian und dem Orangesanft zum Fleisch in die Pfanne geben. Ein biss­chen Olivenöl dar­über geben und alles gut mit­ein­an­der ver­mi­schen. Die Pfanne für etwa 20 Minuten in den vor­ge­heiz­ten Backofen geben und bräu­nen las­sen, zwi­schen­durch mal Umrühren, damit nichts anbrennt.

Den Reis ist eine Schüssel geben, die Pfanne aus dem Ofen neh­men und den Inhalt eben­falls in die Schüssel zum Reis geben. Die Pfanne auf den Herd stel­len und den Bratensatz mit dem Essig losko­chen und in die Schüssel gie­ßen. Die Petersilie und die Frühlingszwiebeln hin­zu­fü­gen und alles gut mit­ein­an­der ver­men­gen. Mit einer guten Prise Piment d’Espelette (Alternativ Chilliflocken oder auch Paprikapulver) wür­zen und mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Warm oder kalt ser­vie­ren, es geht beides.

Reissalat mit Schweinebauch nach Jamie Oliver

Fazit: Nicht schlecht! Aber, das Gericht hat mich lei­der nicht aus den Socke gehauen. Ich kann gar nicht so genau sagen, warum nicht. Vielleicht war es mir zu süß und geschmack­lich auch ein biss­chen zu flach. Ohne das Piment d’Espelette, das im ursprüng­li­chen Rezept nicht ent­hal­ten war, war es sogar ein biss­chen lang­wei­lig. Meine Frau fand es wie­derum ganz gut, manch­mal ist es eben doch Geschmackssache.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 700 g Schweinebauch
  • 300 g Vollkornreis oder Basmaitreis
  • 3 säu­er­li­che Äpfel
  • 50 g Walnusskerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 fri­sche Lorbeerblätter
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 EL fri­sche Thymianblätter
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 EL Honig
  • 2–3 EL Apfelessig
  • Saft von 1 Orange
  • Salz und Pfeffer
  • 1 gute Prise Piment d’Espelette

Gebackene Süßkartoffel mit Mozzarella {nach Jamie Oliver}

Heute habe ich mal wie­der ein Jamie Oliver Rezept für dich, der mich ja erst zum Kochen gebracht hat und des­halb so etwas wie mein Kochidol ist. Jamie war jetzt jedoch schon län­ger kein Thema mehr in mei­nem Blog, weil ich durch meine Leidenschaft für Kochbücher (Hier fin­dest du eine Liste mit mei­nen der­zeit 5 liebs­ten Kochbüchern) mitt­ler­weile deut­lich weni­ger zu sei­nen Kochbüchern greife. Ich liebe es ein­fach, so viele unter­schied­li­che Stile wie mög­lich aus­zu­pro­bie­ren und dadurch immer wie­der etwas Neues zu ent­de­cken und zu lernen.

Trotzdem bleib Jamie natür­lich einer mei­nen abso­lu­ten Lieblingsköche und seine Gerichte begeis­tern mich immer wie­der aufs Neue. Im heu­ti­gen Rezept steht die Süßkartoffel im Mittelpunkt und das Gericht ist wirk­lich ein Gedicht. Superlecker, vege­ta­risch und total unkom­pli­ziert in der Zubereitung

Gebackene Süßkartoffel mit Mozzarella

Zubereitung • Gebackene Süßkartoffel mit Mozzarella •

Den Ofen auf 190° C vor­hei­zen. Die Süßkartoffel waschen, abtrock­nen und mit einer Gabel mehr­mals ein­ste­chen, damit sie beim Backen im Ofen nicht aufplatzt.

Die Kartoffel mehrmals einstechen, damit sie beim Backen im Ofen nicht aufplatzt.

Die Kartoffel mit Olivenöl und Meersalz rundum ein­rei­ben, in Alufolie wickeln und im vor­ge­heiz­ten Ofen ca. 60–80 Minuten backen. Die Backzeit hängt von der Dicke der Kartoffel ab und es kann nicht scha­den die Kartoffel zwi­schen­durch mal aus dem Ofen zu holen und mit einem spit­zen Messer ein­zu­ste­chen, um zu gucken, ob sie schon gar ist.

Kurz vor Ende der Garzeit die Chillischote in feine Würfel schnei­den und das Basilikum hacken. Die fer­tig gegarte Kartoffel aus dem Ofen holen, aus der Folie wickeln, oben ein­schnei­den und durch seit­li­chen Druck die Kartoffel oben auf­plat­zen las­sen. Bei sehr gro­ßen Kartoffeln kann man die Kartoffel auch hal­bie­ren, ein biss­chen vom Fruchtfleisch aus­lö­sen und dann befül­len. So habe ich das bei der Kartoffel auf dem Foto auch gemacht, die war näm­lich ein ziem­li­cher Oschi.

Eine Butterflocke auf die Kartoffel geben und sie mit dem gezupf­ten Büffelmozzarella bele­gen. Ein biss­chen gehack­tes Basilikum sowie Zitronenabrieb und die Chilliwürfel auf den Mozzarella geben und mit ein wenig Zitronensaft sowie gutes Olivenöl beträu­feln. Mit Salz und Pfeffer wür­zen und es sich schme­cken lassen.

Eine sehr leckere Art Süßkartoffeln zu essen.

Fazit: Wer bis­her der Süßkartoffel erfolg­reich aus dem Weg gegan­gen ist, der sollte unbe­dingt ein­mal die­ses Rezept aus­pro­bie­ren. Für mich eine der bes­ten Arten, die Süßkartoffel zu genießen.

Die Kartoffel hat eine leicht kara­mel­li­sierte Süße, die sich super mit dem cre­mi­gen Mozzarella ver­bin­det. Dazu etwas Schärfe durch die Chilli, das fruch­tige durch die Zitrone und das fri­sche durch den Basilikum, ich liebe es! Eine tolle Idee von Jamie Oliver.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 10 Minuten • Backzeitt ca. 60–80 Minuten

  • 2 Süßkartoffeln
  • 1 Büffelmozzarella
  • Zitronenabrieb einer 1/2 Zitrone
  • 2 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 1 Chillischote
  • Gutes Olivenöl
  • Meersalz, Salz und Pfeffer

Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst

Vor ein paar Tagen blät­terte ich mal wie­der in einem Jamie Oliver Kochbuch (Zu Gast bei Jamie) und mein Blick blieb bei einem Tomatensalat mit Blutwurst hängen.

Normalerweise esse ich keine Blutwurst, weil meine Frau sie nicht mag und weil ich nie von alleine auf die Idee kom­men würde, mir ein­fach mal so Blutwurst in die Pfanne zu hauen. Blutwurst ran­giert bei mir, je nach Tagesform, zwi­schen „Hat was“ und „geh weg“. Aber die Kombination mit einem süß-sauren Tomatensalat hat mich irgend­wie ange­macht, also auf gings.

Die Kombination zwischen süß-sauren Tomaten und herzhafter Blutwurst passte super!

Zubereitung Tomatensalat

Die Tomaten waschen, hal­bie­ren, den Strunk ent­fer­nen und die Tomaten in eine Schüssel geben.

Die wichtigsten Zutaten für ein schnelles Gericht

2 EL brau­nen Zucker, 3 EL Worcestersauce und 2 EL Apfelessig in einen klei­nen Topf geben. Den Topf auf mitt­lere Hitze stel­len und die Flüssigkeit ein paar Minuten ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine siru­par­tige Konsistenz bekommt. In der Zwischenzeit die Thymianblätter abzupfen.

Ist die Flüssigkeit aus­rei­chend ein­ge­kocht, den Sirup in die Schüssel zu den Tomaten geben. 2 EL gutes Olivenöl über die Tomaten geben, die Thymianblätter dazu­ge­ben und alles vor­sich­tig mit­ein­an­der ver­mi­schen.

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Zubereitung Blutwurst

Im Originalrezept von Jamie wird die Blutwurst nicht paniert. Ich wollte aber unbe­dingt mal aus­pro­bie­ren wie Blutwurst paniert schmeckt und hatte hier jetzt die Gelegenheit dazu.

Die Blutwurst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schnei­den und nach­ein­an­der in Mehl, dem ver­quirl­tem Ei und Semmelbrösel wäl­zen, dabei über­schüs­sige Brösel leicht abklopfen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze stel­len, die Butter in die Pfanne geben und die Blutwurst von bei­den Seiten gold­braun braten.

Mir hat der Tomatensalat mit panierter Blutwurst wirklich richtig gut geschmeckt.

Mein Fazit: Ich finds geil. Wirklich. Die süß-sauren Tomaten pas­sen ein­fa­che super zu der herz­haf­ten Blutwurst, die mir paniert bes­ser schmeckt als unpa­niert. Den Tomatensalat mache ich aber auch ohne Blutwurst dem­nächst wie­der, das steht schon fest. Ich finde es ein­fach groß­ar­tig, was man mit einer leckere Vinaigrette aus sim­plen Tomaten raus­ho­len kann.

Wie sagt ihr zum Thema Blutwurst? Total „bäääh“ oder „Ich will mehr!“?

Zutaten für 1 Portion • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • ca. 80–100 g Blutwurst
  • 2 El Mehl
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 2 EL Butter
  • 2 hand­voll kleine, bunte Tomaten
  • 3 El Worcestersauce
  • 2 EL brau­ner Zucker
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 2–3 Thymianzweige

Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern

Heute Abend trifft Deutschland bei der Fußball-EM auf den ewi­gen Angstgegner Italien und kämpft um den Einzug ins Finale. Italien ist fällig!

Zur Einstimmung auf ein hof­fent­lich gro­ßes Spiel, gab es etwas typisch Italienisches: Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern, bei­des nach einem Rezept von Jamie Oliver.

Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern

Zutaten Saltimbocca alla Romana — 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 107)

  • 4 Kalbsschnitzel (a 150 g)
  • 8 Scheiben Parmaschinken
  • 8 Scheiben Salbei
  • 2 EL Butter
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Olivenöl
  • 1 guter Schuss Marsala, bei Bedarf

Bei Jamie ist das Rezept übri­gens für 4 Personen, aber 150 g Schnitzel pro Person ist ein biss­chen wenig. Auf jeden Fall in Maltes Kitchen, der Typ ist halt leicht verfressen.

Zubereitung • Saltimbocca ala Jamie Oliver •

Die Kalbsschnitzel mit Klarsichtfolie abde­cken und mög­lichst flach klop­fen. Jedes Schnitzel von bei­den Seiten pfef­fern (Nicht sal­zen, weil der Parmaschinken schon sal­zig genug ist!), mit 2 Salbeiblättern bele­gen und in 2 Scheiben Parmaschinken einrollen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men, einen TL Butter und einen klei­nen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben und die Schnitzel von jeder Seite ca. 2 Minuten bra­ten. Falls noch eine Marsala-Sauce gemacht wer­den soll, die Schnitzel nach dem Braten warm stellen.

Für die Sauce die Hitze in der Pfanne etwas höher stel­len und mit einem guten Schuss Marsala den Bratensatz lösen. Kurz (2–3 Minuten) ein­kö­cheln las­sen, Hitze run­ter dre­hen (darf jetzt nicht mehr kochen) und einen EL kalte! Butter in die Sauce rüh­ren. Evtl. noch sal­zen und pfef­fern, das war es schon.

Die Polenta-Taler haben super zum Saltimbocca gepasst

Zutaten Polenta-Taler — 3 Portionen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 102)

  • 150 g Polenta
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 30 g Parmesan, gerieben
  • 15 ml Olivenöl
  • Salz und Schwarzer Pfeffer


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Zubereitung • Polenta-Taler •

Die Brühe in einem Topf erhit­zen, die Polenta ganz lang­sam ein­rie­seln las­sen und dabei stän­dig umrüh­ren. Bei klei­ner Hitze die Polenta ca. 15–20 Minuten kochen, zwi­schen­durch immer mal wie­der umrüh­ren. Topf vom Herd neh­men und das Olivenöl sowie den Parmesan unter­rüh­ren, jetzt noch sal­zen und pfeffern.

Die Polenta-Masse nun auf ein mit Klarsichtfolie aus­ge­leg­tes Backblech (ca. 30x20 cm) strei­chen, kurz abküh­len las­sen und dann in den Kühlschrank geben, bis sie durch­ge­hend fest gewor­den ist.

Vor dem Braten die Polenta mit einem Glas in einer run­den Form aus­ste­chen (Man kann sie natür­lich auch qua­dra­tisch schnei­den und sie Polenta-Quadrat nen­nen.). Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze auf­set­zen, einen gro­ßen Schuss (Das Öl sollte ca. 1 cm hoch in der Pfanne ste­hen.) Raps– oder ande­res Pflanzenöl hin­ein­ge­ben und die Taler lang­sam aus­bra­ten, bis sie eine gold­gelbe Kruste bekommen.

Wer mag, kann die Taler beim Anrichten auch noch mit frisch gerie­be­nen Parmesan bestreuen.

Mein Resümee:

Saltimbocca ist ein­fach ein Klassiker, so wie Deutschland gegen Italien und schmeckt immer wie­der gut. Ich mag es auch mit Schweinefleisch oder mit Hähnchenbrust. Nur mit dem Salbei muss ich vor­sich­tig sein und ihn spar­sam dosie­ren, sonst schmeckt er mit zu intensiv.

Die Polenta-Taler fand ich rich­tig gut, obwohl ich sonst nicht so auf Polenta stehe. Jamie ver­wen­det in die­sem Rezept viel Flüssigkeit und nicht sooooooooo viel Parmesan, dadurch wird der Geschmack etwas dezen­ter; viel­leicht liegt mir das geschmack­lich eher.

Von der Marsala-Sauce gibt es kein Foto, die ist mir näm­lich ordent­lich abge­schis­sen. Ich war mit dem Anrichten beschäf­tigt und habe lei­der nicht gese­hen, dass die Sauce nach dem Montieren (Einrühren der Butter) wie­der zu kochen anfing. So kann es gehen, wenn man nicht auf­passt. Dann knallt es, so wie bei den Italienern heute im Kasten!

Über­ba­cke­nes Schweineschnitzel

Vor ein paar Tagen wurde meine Bestellung des schwäbisch-hallischen Hausschweins gelie­fert und vor lau­ter Aufregung habe ich glatt ver­ges­sen, die 1 kg Schnitzelfleisch por­tio­niert ein­zu­frie­ren. Ein zwei­tes Mal ein­frie­ren geht nicht, also musste ich armer Bub 2 Tage hin­ter­ein­an­der Schnitzel ver­drü­cken. Schreckliche Sache.

Am ers­ten Tag gab es ganz klas­si­sche Schnitzel, paniert und in Butterschmalz aus­ge­ba­cken. Für den zwei­ten Tag wollte ich aber etwas Neues aus­pro­bie­ren und ein biss­chen vari­ie­ren. In Jamie Olivers Buch „Jamies Amerika“ fand ich ein Rezept für über­ba­ckene Kalbsschnitzel, wel­ches mich echt anmachte. Geht sicher auch mit Schweineschnitzel (stand sogar im Rezept, wie ich spä­ter fest­stellte), also keine Zeit ver­trö­deln, mir tropfte schon der Zahn.

Überbackene Schweineschnitzel nach einem Jamie Oliver Rezept

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Jamies Amerika / Seite 57)

In Klammern ste­hen die Angaben aus dem Original-Rezept.

Für die Tomatensauce

  • 2 Dosen gehackte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und in feine Scheiben geschnit­ten (3 Knoblauchzehen)
  • (3 Sardellenfilets, gehackt) — die musste ich weg­las­sen, meine Frau fin­det sie ganz schreck­lich)
  • 1 klei­nes Bund Basilikum
  • 1 fri­sche rote Chillischote, fein gehackt
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Für die Schweineschnitzel

  • 4 große Schweineschnitzel je 200 g, auf ca. 2 cm flach geklopft (Kalbsschnitzel)
  • 200 g Semmelbrösel (fri­sche Brotbrösel)
  • einige Zweige fri­scher Thymian, Blätter abge­zupft
  • 1 hand­voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • Abrieb einer hal­ben Bio-Zitrone (Abrieb einer gan­zen Zitrone)
  • 2 große Freiland Eier, ver­quirlt
  • 150 g Mehl
  • 125 g Büffelmozzarella, in Stücke zerpflückt
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Wie im Rezept vor­ge­ge­ben, habe ich mich zuerst um die Sauce geküm­mert. Jamie hackt für die Sauce einige Basilkum-Stiele, das habe ich nicht gemacht. Dafür habe ich spä­ter in die Sauce 2 Basilkum-Zweige samt Blätter gege­ben und mit­ge­kocht. Das habe ich aus einem Rezept von Cornelia Poletto und das hat mir ganz gut gefallen.

Los geht’s! Einen Topf auf­set­zen, heiß wer­den las­sen (mitt­lere Stufe) und einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben. Den Knoblauch (die Basilikumstiele und die Sardellenfilets) einige Minuten anschwit­zen und die Chillischote mit­bra­ten. Die gehack­ten Tomaten in den Topf geben (in mei­nem Fall die Basilikumstiele eben­falls in den Topf geben), auf­ko­chen las­sen und dann auf klei­ner Stufe ca. 20 Minuten köcheln las­sen. Jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken und schon ist die Sauce fertig.

Schnitzel — jetzt! :rocka: (Aber vor­her noch schnell den Ofen auf 200 ° C vorheizen.)

Die Schnitzel habe ich platt geklopft und dann in 8 Portionen geteilt, sonst hät­ten sie nicht in die Auflaufform gepasst. 3 tiefe Teller hin­ge­stellt und in Teller 1 die Semmelbrösel gege­ben, den Thymian, den Zitronenabrieb und den gerie­be­nen Parmesan unter­ge­mischt. In Teller 2 die Eier und in Teller 3 das Mehl gege­ben und das Mehl mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Die Schnitzel zuerst im Mehl wen­den (über­schüs­si­ges Mehl abschüt­teln), dann durch das Ei zie­hen (abtrop­fen las­sen) und zum Schluss in die Semmelbröseln legen. Mit den Bröseln bestreuen und leicht and­rü­cken. Kurz über­schüs­sige Panade abschüt­teln, durch­at­men, Schnitzel anschauen, lächeln, Schluck Wein trin­ken und eine Pfanne auf mitt­lere Hitze aufsetzen.

Pfanne heiß wer­den las­sen und einen gro­ßen Schuss Olivenöl hin­ein geben. Jetzt die Schnitzel nach­ein­an­der hell­braun (Nicht ver­ges­sen, die kom­men noch in den Ofen und bräu­nen dort nach!) bra­ten und auf Küchenpapier legen.

Die Schnitzel werden mit Mozzarella und Basilikum belegt

Die Schnitzel wer­den mit Mozzarella und Basilikum belegt — tolle Farben oder?

Endspurt. Die Tomatensauce in die Auflaufform ver­tei­len und die Schnitzel auf die Sauce legen. Den Mozzarella und die Basilikumblätter über die Schnitzel geben und die Form für 20 Minuten in den Ofen packen. (Vor)Freuen!

Mein Resümee:

Das Wetter war toll, der erste rich­tig schöne son­nige Tag seit Wochen. Da haben die über­ba­cke­nen Schweineschnitzel wirk­lich wie Urlaub geschmeckt. Das schwäbisch-hallische Hausschwein war zart, die Panade lecker wür­zig und die Sauce tomatig-fruchtig. Die Schnitel waren dazu noch lecker über­ba­cken mit dem guten Büffelmozzarella — ich könnte mich buch­stäb­lich hin­ein legen. Tolles Rezept. Danke Jamie, das gibt es garan­tiert häufiger.

Das überbackene Schweineschnitzel in seiner ganzen Schönheit

Sonne, diese lecke­ren über­ba­cke­nen Schweineschnitzel, ein eis­kal­tes Weizen und das Leben ist schön.

Wie mögt ihr eigent­lich eure Schnitzel? Klassisch paniert nach Wiener Art mit Zitrone, als Jägerschnitzel oder Zigeunerschnitzel? Und vari­iert ihr bei der Zubereitung häu­fi­ger mal?

Spaghetti cacio e Pepe

Früher, als ich noch bei Muttern lebte, wur­den regel­mä­ßig zwei Nudelgerichte auf­ge­tischt: Spaghetti Bolognese oder eine Lasagne (fer­tig, aus der Tiefkühle). Darüber hin­aus gab es Nudeln nur als Beilage, zum Beispiel zu Gulasch oder Braten. Eigenständige Pasta Gerichte gab es nicht und das führte bei mir dazu, dass ich Nudeln total lang­wei­lig und öde fand.

Spaghetti cacio e Pepe

Spaghetti cacio e Pepe — Spaghetti mit Käse und Peffer — ein­fach, aber unheim­lich lecker!

Nachdem ich zu Hause aus­zog, habe ich jah­re­lang keine Nudeln mehr geges­sen, sie ver­schwan­den ein­fach still und leise von mei­nem Speiseplan. Erst als ich meine jet­zige Frau ken­nen­lernte, kamen sie wie­der auf den Tisch. Sie liebt Nudeln näm­lich über alles und könnte sie wirk­lich jeden Tag essen.

Zu Beginn stand ich noch ein biss­chen auf Kriegsfuß mit der Frau Nudel, erst als ich merkte das Nudeln mehr sind als nur eine Beilage und das man unzäh­lige ver­schie­dene Gerichte dar­aus machen konnte, wurde Liebe dar­aus. Heute esse ich Pasta für mein Leben gerne — und sie kommt regel­mä­ßig auf den Tisch.

Spaghetti, Pecorino romano und Tellicherry Pfeffer

Schnell, unkom­pli­ziert und rich­tig lecker, so könnte man Spaghetti cacio e Pepe beschrei­ben. Und das Tolle an die­sem Gericht ist, es braucht kaum Zutaten. Spaghetti, Pfeffer, Pecorino romano — fer­tig. Bei so weni­gen Zutaten soll­ten diese natür­lich auch hoch­wer­tig sein und beson­ders der Pfeffer und noch mehr der Pecorino soll­ten rich­tig gut sein. Ich habe mich für Tellicherry Pfeffer ent­schie­den und den Pecorino romano bei Gustini.de gekauft. Den kannte ich schon und er ist wirk­lich sehr gut.

Weil das Gericht wirk­lich güns­tig ist (rech­net man es auf 2 Personen run­ter und bedenkt, dass man die Zutaten für wei­tere Gerichte ver­wen­den kann.), habe ich gleich mal auf dicke Hose gemacht und eine beson­ders „teure“ Spaghetti-Sorte gekauft. 4,49 € für 500 g; mal schauen, ob man wirk­lich einen Unterschied bemerkt.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 21)

  • 200 g Spaghetti
  • Pecorino romano, gerie­ben, ca. 2 handvoll
  • Pfeffer

Preise der Zutaten:

  • Spaghetti Rustichella d Abruzzo 500 g = 4,49 €
  • Pecorino Romano 250 g = 6,95 €
  • Dose Tellicherry Pfeffer = 4,99 €
  • ins­ge­samt = 16,43 €

Mit dem Pfeffer reicht man sicher ein paar Monate, der Pecorino wird nicht mal zu einem Drittel ver­braucht und von den Spaghettis kann man gut und gerne min­des­tens 2 mal essen. Da liegt man dann am Ende bei ca. 2–3 Euro pro Person für die Spaghetti mit Käse und Pfeffer und das bei die­sem lecke­ren Ergebnis.

Zubereitung:

Wie immer bereite ich alle Zutaten zuerst vor und in die­sem Fall reibe ich den Pecorino romano und stelle ihn beiseite.

Dann wer­den die Spaghetti in reich­lich Salzwasser gekocht und 2–3 Minuten vor Ende der Garzeit abge­gos­sen. Sie kom­men gleich noch in die Pfanne und garen dort wei­ter! Beim Abgießen auch ordent­lich Kochwasser zurück­be­hal­ten, das wird noch benötigt.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men und die Spaghetti mit einem gro­ßen Schuss Kochwasser in die Pfanne geben und köcheln las­sen. Etwas Olivenöl (habe ich genom­men) oder ein Stückchen Butter dazu­ge­ben und nun ordent­lich mit dem lecke­ren Pfeffer wür­zen. Richtig schön umrüh­ren, damit der Pfeffer sich gut verteilt.

Nun den Pecorino dazu geben und bei Bedarf noch etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen. Der Pecorino schmilzt in der Pfanne, ver­bin­den sich mit dem Wasser und gibt eine cre­mige Sauce. Immer wie­der die Pfanne rüt­teln, damit der Käse sich ver­teilt und mit dem Wasser mischt. Wer mag, kann jetzt noch­mal nach­pfef­fern — je nach Geschmack.

Sind die Spaghetti gar, raus aus der Pfanne, anrich­ten, noch ein biss­chen Pfeffer drü­ber und fer­tig. Salz habe ich nicht benö­tigt, weil der Pecorino eine wirk­lich tolle sal­zige Note hatte.

Spaghetti mit Käse und Pfeffer - easy und unheimlich lecker.

Mein Resümee:

So ein­fach, so wenig Zutaten und es schmeckt unglaub­lich lecker. Wir fan­den es so toll, dass wir es am über­nächs­ten Tag gleich noch­mal gekocht haben.

Ich kann es aber nur noch mal beto­nen, das Gericht steht und fällt ganz sicher mit der Qualität der Zutaten. Bisher habe ich z.B immer ganz nor­ma­len schwar­zen Pfeffer aus dem Supermarkt benutzt und der ist eigent­lich nur scharf und kratzt gerne mal im Hals. Der Tellicherry Pfeffer dage­gen hat ein wun­der­bar mil­des Aroma und deut­lich mehr Geschmack als Schärfe.

Falls ihr das Gericht mal nach­ko­chen möch­tet, nehmt unbe­dingt guten Pecorino romano. Er muss wür­zig und sal­zig sein, sonst schmeckt die Sauce am Ende sicher fad. Hier lie­ber einen Euro mehr aus­ge­ben, das macht sich bezahlt.

Die Spaghetti waren übri­gens sehr gut und man hat wirk­lich einen Unterschied bemerkt, das hat mich dann ja doch über­rascht. Sie waren etwas dicker als „gewöhn­li­che“ Spaghetti, was ich toll fand und sie waren wirk­lich super im Biss. Die Frau war auch begeis­tert und das soll schon was heißen.

Handwerklich gab es keine Probleme und alles hat geklappt wie es sollte. Ist aber auch ein leicht nach­zu­ko­chen­des Gericht und wenn man die Garzeit der Nudeln im Auge hat, kann da nix schief gehen.