Zwiebelsuppe nach Jamie Oliver

Vor ein paar Monaten hatte ich für meine Frau eine Zwiebelsuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver gekocht. Gefunden hatte ich das Rezept in sei­nem Buch „Jamie Oliver — Essen ist fer­tig“ auf Seite 160.

Laut Jamie ist diese Zwiebelsuppe die Beste aller Zwiebelsuppen und mein Frau war begeis­tert von ihr. Ich habe ihr damals ver­spro­chen, die Zwiebelsuppe bald wie­der zu kochen und sie freute sich schon tie­risch darauf.

Die laut Jamie Oliver Beste aller Zwiebelsuppen.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde und 15 Minuten

  • 1 kg Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 hand­voll Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 1/4 l Gemüsebrühe
  • 1 Baguette
  • 100 g Gruyere-Käse
  • 1 EL Butter
  • Olivenöl
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Bei einer Zwiebelsuppe besteht die Vorbereitung natür­lich in ers­ter Linie aus Zwiebeln schnei­den oder bes­ser, hobeln. Meinen Gemüsehobel benutze ich so gut wie nie, aber in die­sem Fall macht er sich dann doch mal bezahlt.

1 kg Zwiebeln müssen für die Zwiebelsuppe geschält und fein gschnitten bzw. gehobelt werden.

Nachdem man also die 1 kg Zwiebeln geschält und fein geho­belt hat, muss man nur noch die Blättchen von den Thymianzweigen abzup­fen (Das ist mir immer zu auf­wen­dig, ich würde gerne bereits abge­zupfte Blättchen kau­fen kön­nen, ich fau­ler Sack. :rolleyes: ), den Knoblauch schä­len und in feine Scheiben schneiden.

Wer kei­nen bereits gerie­be­nen Gruyere-Käse bekommt, muss ihn jetzt natür­lich noch rei­ben. Das war es dann aber auch schon an Vorbereitung und es kann ans Kochen gehen.

Zubereitung der Zwiebelsuppe

Einen gro­ßen Topf auf den Herd stel­len und erhit­zen (etwas weni­ger als mitt­lere Hitze). Ist der Topf heiß, das Olivenöl zusam­men mit der Butter, den Zwiebeln, dem Thymian, dem Knoblauch und dem Lorbeerblatt in den Topf geben. Die Zwiebeln jetzt ca. 15 Minuten zuge­deckt andüns­ten, ohne das sie Farbe anneh­men. Zwischendurch umrüh­ren, damit die Zwiebeln nicht am Boden ansetzen.

Nach 15 Minuten den Deckel abneh­men, die Hitze hoch­dre­hen und die Zwiebeln jetzt unter rüh­ren gold­gelb bra­ten. Ich war da zu Beginn ein biss­chen vor­sich­tig mit der Hitze, was nicht nötig war. Man kann schon zu Anfang ordent­lich Power geben und dann die Hitze schritt­weise redu­zie­ren, dann dau­ert es auch nicht so lange bis die Zwiebeln anfan­gen Farbe zu bekommen.

Die Suppe bekommt ein kräftiges und leicht süßliches Aroma durch das goldgelbe Anbraten der Zwiebeln.

Sobald die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, die Hitze wie­der redu­zie­ren und die Brühe angie­ßen. Den Backofen schon mal auf 200 °C vor­hei­zen und der­weil die Suppe 20 Minuten köcheln las­sen, dann mit Salz und schwar­zem Pfeffer wür­zen und abschmecken.

Die abge­schmeckte Suppe in 4 ofen­feste Suppenschalen fül­len, das Baguette in die Suppe geben (In Scheiben oder zer­rupfte Stücke, wie man mag.) und mit ein paar Spritzern Olivenöl beträu­feln. Jetzt noch den Käse dar­über geben und dann rein in den Backofen. Alles über­ba­cken las­sen, bis der Käse gold­gelb zer­lau­fen ist.

Die vielleicht beste Zwiebelsuppe der Welt.

Mein Resümee:

Ein paar Mal habe ich es schon geschrie­ben; Suppen haben es bei mir schwer. Das gilt auch für diese Zwiebelsuppe, die zwar rich­tig schön wür­zig und aro­ma­tisch schmeckt, aber eben eine Suppe bleibt. Ich esse sie, aber ich möchte nicht darin baden.

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Wie erwähnt liebt meine Frau Suppen und fand die Zwiebelsuppe damals schon toll. Sie war auch die­ses Mal wie­der abso­lut hin– und weg und fand die Suppe ein­fach nur groß­ar­tig. Herzhaft, leicht süß, mit tol­ler Thymiannote und dazu das knusp­rige Baguette und der wür­zige, über­ba­ckene Käse. Sie würde darin baden (Und Schluck für Schluck das Badewasser schlür­fen.), da hat Jamie dann wohl wirk­lich nicht zu viel versprochen!

Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst

Vor ein paar Tagen blät­terte ich mal wie­der in einem Jamie Oliver Kochbuch (Zu Gast bei Jamie) und mein Blick blieb bei einem Tomatensalat mit Blutwurst hängen.

Normalerweise esse ich keine Blutwurst, weil meine Frau sie nicht mag und weil ich nie von alleine auf die Idee kom­men würde, mir ein­fach mal so Blutwurst in die Pfanne zu hauen. Blutwurst ran­giert bei mir, je nach Tagesform, zwi­schen „Hat was“ und „geh weg“. Aber die Kombination mit einem süß-sauren Tomatensalat hat mich irgend­wie ange­macht, also auf gings.

Die Kombination zwischen süß-sauren Tomaten und herzhafter Blutwurst passte super!

Zubereitung Tomatensalat

Die Tomaten waschen, hal­bie­ren, den Strunk ent­fer­nen und die Tomaten in eine Schüssel geben.

Die wichtigsten Zutaten für ein schnelles Gericht

2 EL brau­nen Zucker, 3 EL Worcestersauce und 2 EL Apfelessig in einen klei­nen Topf geben. Den Topf auf mitt­lere Hitze stel­len und die Flüssigkeit ein paar Minuten ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine siru­par­tige Konsistenz bekommt. In der Zwischenzeit die Thymianblätter abzupfen.

Ist die Flüssigkeit aus­rei­chend ein­ge­kocht, den Sirup in die Schüssel zu den Tomaten geben. 2 EL gutes Olivenöl über die Tomaten geben, die Thymianblätter dazu­ge­ben und alles vor­sich­tig mit­ein­an­der ver­mi­schen.

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Zubereitung Blutwurst

Im Originalrezept von Jamie wird die Blutwurst nicht paniert. Ich wollte aber unbe­dingt mal aus­pro­bie­ren wie Blutwurst paniert schmeckt und hatte hier jetzt die Gelegenheit dazu.

Die Blutwurst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schnei­den und nach­ein­an­der in Mehl, dem ver­quirl­tem Ei und Semmelbrösel wäl­zen, dabei über­schüs­sige Brösel leicht abklopfen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze stel­len, die Butter in die Pfanne geben und die Blutwurst von bei­den Seiten gold­braun braten.

Mir hat der Tomatensalat mit panierter Blutwurst wirklich richtig gut geschmeckt.

Mein Fazit: Ich finds geil. Wirklich. Die süß-sauren Tomaten pas­sen ein­fa­che super zu der herz­haf­ten Blutwurst, die mir paniert bes­ser schmeckt als unpa­niert. Den Tomatensalat mache ich aber auch ohne Blutwurst dem­nächst wie­der, das steht schon fest. Ich finde es ein­fach groß­ar­tig, was man mit einer leckere Vinaigrette aus sim­plen Tomaten raus­ho­len kann.

Wie sagt ihr zum Thema Blutwurst? Total „bäääh“ oder „Ich will mehr!“?

Zutaten für 1 Portion • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • ca. 80–100 g Blutwurst
  • 2 El Mehl
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 2 EL Butter
  • 2 hand­voll kleine, bunte Tomaten
  • 3 El Worcestersauce
  • 2 EL brau­ner Zucker
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 2–3 Thymianzweige

Warmer Rucola Salat

Mit Grünzeug kann man mich ja nor­ma­ler­weise jagen, was aber sicher auch daran liegt, dass es in mei­ner Kindheit eigent­lich nur immer einen Salat gab. Kopfsalat! Angemacht mit einem öli­gen Dressing oder auch mal mit Joghurt-Dressing. Aber wenn es Salat gab, dann Kopfsalat. Schnaaaaarch.

Leicht trau­ma­ti­siert, schüt­telt es mich also eigent­lich immer beim Gedanken an Salat. :ohno: Irgendwann habe ich mich aber dazu durch­ge­run­gen den bes­ten aller Salate (laut Jamie Oliver) zu pro­bie­ren und der schmeckt. Sogar gut. Sogar so gut, dass ich ihn regel­mä­ßig zube­reite: Den war­men Rucola Salat.

Ein Salat wie ich ihn mag, warmer Rucola Salat.

Zubereitung • Rucola Salat •

Im Originalrezept von Jamie rös­tet er die Pinienkerne zusam­men mit den wei­te­ren Zutaten an. Ich mache das direkt zu Beginn, dann kann ich sicher stel­len das sie nicht anbren­nen. Also Pfanne auf den Herd, mitt­lere Hitze und Pinienkerne anrösten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schä­len, vier­teln und die Viertel noch ein­mal hal­bie­ren,  so dass man 8 Stücke erhält. Eine Pfanne auf­set­zen und den Bacon eben­falls bei mitt­le­rer Hitzeknusprig aus­bra­ten. Pinienkerne nicht ver­ges­sen, die soll­ten mitt­ler­weile fer­tig sein.

Sobald der Bacon knusp­rig ist, raus mit ihm aus der Pfanne und 2 EL Olivenöl hin­ein geben. Jetzt die Zwiebeln bei mitt­le­rer Hitze lang­sam bra­ten las­sen. Nach 3–4 Minuten die Thymianzweige hin­zu­fü­gen, sal­zen und die Zwiebeln noch so lange bra­ten bis sie braun werden.


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Sind die Zwiebeln soweit, die Pinienkerne in die Pfanne geben, damit sie wie­der etwas Hitze anneh­men. Ich lege auch den Speck wie­der kurz in die Pfanne, damit er warm wird. 1 Minuten war­ten und den Pfanneninhalt in eine Schüssel geben.

Den Rucola in die Schüssel geben, ein paar Spritzer gutes Olivenöl dazu und dann mit ordent­lich Balsamico beträu­feln (Ruhig druff damit!). Alle Zutaten vor­sich­tig, aber sorg­fäl­tig, mit­ein­an­der ver­men­gen. Wer mag, kann jetzt noch ein biss­chen pfef­fern und evtl. noch etwas sal­zen. Vorher pro­bie­ren! Fertig, anrich­ten, nach Geschmack noch etwas Parmesan dar­über hobeln.

Süß-Sauer, nussig und mit Crunch - warmer Rucola Salat

Mein Resümee:

Das ist Salat wie ich ihn mag. Leicht nus­sig, durch den Rucola und die Pinienkerne. Sauer und zugleich süß, dazu knus­pert es ordent­lich durch den Bacon. Ruckzuck zube­rei­tet ist er auch noch, was will man mehr. Da hat der Jamie schon recht, wenn er vom Besten aller Salate spricht (was er natür­lich auch über 465 wei­tere Salate sagt :biggrin: ).

Rezept Zutaten für 2 PortionenQuelle: Genial Kochen mit Jamie Oliver / Seite 100)

  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 große rote Zwiebel oder 2 Kleine
  • 30 g Pinienkerne
  • 2–4 Thymianzweige, nach Größe
  • 2 Hände voll Rucola
  • Balsamico, dun­kel
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Pasta mit süßer Tomatensauce und geba­cke­nem Ricotta

Wenn es mal schnell gehen muss, dann gibt es wirk­lich nichts Besseres als ein gutes Pastagericht. In ein paar Minuten hat man ohne gro­ßen Aufwand ein lecke­res Essen auf dem Teller und ist danach satt und glücklich.

Das heu­tige Pastagericht ist mal wie­der nach einem Rezept von Jamie Oliver und ging wirk­lich ratz­fatz. Der bei die­sem Gericht ser­vierte geba­cke­nen Ricotta schmeckt wirk­lich toll.

Süße Tomatensauce und gebackener Ricotta machen dieses Gericht aus

Zubereitung • Pasta mit süßer Tomatensauce •

Ganz zu Beginn erle­dige ich wie immer die Schnibbelarbeit und hacke die Zwiebel, Knoblauch und die Chilischote. Dann noch schnell die Basilikumblätter hacken, den Parmesan rei­ben und dann kann auch schon der Ofen vor­ge­heizt wer­den, auf 200° C.

Der Ricotta kommt in die ofen­feste Pfanne / Form / Backblech und wird dann mit Olivenöl, Oregano, der Chilischotte sowie Salz und Pfeffer ein­ge­pin­selt. Jetzt rein in den Ofen und dort ca. 20 Minuten backen.

Der gewürzte Ricotta wird nun gebacken

In der Zwischenzeit einen klei­nen Topf für die Sauce auf­set­zen (mitt­lere Hitze), heiß wer­den las­sen und dort die Butter sowie einen Schuss Olivenöl hin­ein­ge­ben. Darin wer­den die Zwiebeln weich und der Knoblauch ange­düns­tet (Knoblauch daher erst 2–3 Minuten nach den Zwiebeln in den Topf geben, damit er nicht ver­brennt.). Die Dosentomaten dazu geben und das Ganze auf klei­ner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Nach 15 Minuten die Hitze redu­zie­ren (Es sollte nun nicht mehr wei­ter kochen.), die Tomaten mit einem Löffel zer­drü­cken, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Balsamico-Essig abschme­cken und die Sauce auf kleins­ter Hitze noch ein biss­chen zie­hen lassen.

Die Nudeln in kräf­tig gesal­ze­nem Wasser al Dente kochen und ein biss­chen vom Kochwasser aufheben.

Die fertige Pasta mit süßer Tomatensauce und gebackenem Ricotta

Jetzt ist es auch schon fast soweit. Nur noch die Nudeln mit der Tomatensauce ver­mi­schen (falls sie anein­an­der kle­ben, etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen), den Basilikum und den Parmesan dar­un­ter mischen und ggf. noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Die Nudeln anrich­ten, den Ricotta aus dem Ofen holen und über die Nudeln bröckeln.

Fazit: Als Ricotta Fan kommt mir das Gericht gerade Recht und geba­cken schmeckt er noch mal so gut. Dazu eine rich­tig süße Tomatensauce, das passt. Süß, cre­mig und dazu noch kin­der­leicht zuzu­be­rei­ten. Diese Pasta kommt auf den fes­ten Speiseplan.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 MinutenQuelle: Jamie Oliver — Essen ist fer­tig / Seite 201)

Zutaten geba­cke­ner Ricotta:

  • 250 g Ricotta
  • 1/2 getrock­nete Chilischote, fein gehackt oder zerkrümelt
  • 1 TL getrock­ne­ter Oregano
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zutaten Tomatensauce:

  • 250 g Macaroni (Jamie nimmt Pappardelle)
  • 1 Dose Eiertomaten (San Marzano)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1–2 EL Butter
  • 1–2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Zucker (nach Bedarf mehr, abhän­gig von der Süße der Dosentomaten)
  • 1 Hand voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 1/2 Hand voll Basilikumblätter, gehackt oder gezupft

Über­ba­cke­nes Schweineschnitzel

Vor ein paar Tagen wurde meine Bestellung des schwäbisch-hallischen Hausschweins gelie­fert und vor lau­ter Aufregung habe ich glatt ver­ges­sen, die 1 kg Schnitzelfleisch por­tio­niert ein­zu­frie­ren. Ein zwei­tes Mal ein­frie­ren geht nicht, also musste ich armer Bub 2 Tage hin­ter­ein­an­der Schnitzel ver­drü­cken. Schreckliche Sache.

Am ers­ten Tag gab es ganz klas­si­sche Schnitzel, paniert und in Butterschmalz aus­ge­ba­cken. Für den zwei­ten Tag wollte ich aber etwas Neues aus­pro­bie­ren und ein biss­chen vari­ie­ren. In Jamie Olivers Buch „Jamies Amerika“ fand ich ein Rezept für über­ba­ckene Kalbsschnitzel, wel­ches mich echt anmachte. Geht sicher auch mit Schweineschnitzel (stand sogar im Rezept, wie ich spä­ter fest­stellte), also keine Zeit ver­trö­deln, mir tropfte schon der Zahn.

Überbackene Schweineschnitzel nach einem Jamie Oliver Rezept

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Jamies Amerika / Seite 57)

In Klammern ste­hen die Angaben aus dem Original-Rezept.

Für die Tomatensauce

  • 2 Dosen gehackte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und in feine Scheiben geschnit­ten (3 Knoblauchzehen)
  • (3 Sardellenfilets, gehackt) — die musste ich weg­las­sen, meine Frau fin­det sie ganz schreck­lich)
  • 1 klei­nes Bund Basilikum
  • 1 fri­sche rote Chillischote, fein gehackt
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Für die Schweineschnitzel

  • 4 große Schweineschnitzel je 200 g, auf ca. 2 cm flach geklopft (Kalbsschnitzel)
  • 200 g Semmelbrösel (fri­sche Brotbrösel)
  • einige Zweige fri­scher Thymian, Blätter abge­zupft
  • 1 hand­voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • Abrieb einer hal­ben Bio-Zitrone (Abrieb einer gan­zen Zitrone)
  • 2 große Freiland Eier, ver­quirlt
  • 150 g Mehl
  • 125 g Büffelmozzarella, in Stücke zerpflückt
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Wie im Rezept vor­ge­ge­ben, habe ich mich zuerst um die Sauce geküm­mert. Jamie hackt für die Sauce einige Basilkum-Stiele, das habe ich nicht gemacht. Dafür habe ich spä­ter in die Sauce 2 Basilkum-Zweige samt Blätter gege­ben und mit­ge­kocht. Das habe ich aus einem Rezept von Cornelia Poletto und das hat mir ganz gut gefallen.

Los geht’s! Einen Topf auf­set­zen, heiß wer­den las­sen (mitt­lere Stufe) und einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben. Den Knoblauch (die Basilikumstiele und die Sardellenfilets) einige Minuten anschwit­zen und die Chillischote mit­bra­ten. Die gehack­ten Tomaten in den Topf geben (in mei­nem Fall die Basilikumstiele eben­falls in den Topf geben), auf­ko­chen las­sen und dann auf klei­ner Stufe ca. 20 Minuten köcheln las­sen. Jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken und schon ist die Sauce fertig.

Schnitzel — jetzt! :rocka: (Aber vor­her noch schnell den Ofen auf 200 ° C vorheizen.)

Die Schnitzel habe ich platt geklopft und dann in 8 Portionen geteilt, sonst hät­ten sie nicht in die Auflaufform gepasst. 3 tiefe Teller hin­ge­stellt und in Teller 1 die Semmelbrösel gege­ben, den Thymian, den Zitronenabrieb und den gerie­be­nen Parmesan unter­ge­mischt. In Teller 2 die Eier und in Teller 3 das Mehl gege­ben und das Mehl mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Die Schnitzel zuerst im Mehl wen­den (über­schüs­si­ges Mehl abschüt­teln), dann durch das Ei zie­hen (abtrop­fen las­sen) und zum Schluss in die Semmelbröseln legen. Mit den Bröseln bestreuen und leicht and­rü­cken. Kurz über­schüs­sige Panade abschüt­teln, durch­at­men, Schnitzel anschauen, lächeln, Schluck Wein trin­ken und eine Pfanne auf mitt­lere Hitze aufsetzen.

Pfanne heiß wer­den las­sen und einen gro­ßen Schuss Olivenöl hin­ein geben. Jetzt die Schnitzel nach­ein­an­der hell­braun (Nicht ver­ges­sen, die kom­men noch in den Ofen und bräu­nen dort nach!) bra­ten und auf Küchenpapier legen.

Die Schnitzel werden mit Mozzarella und Basilikum belegt

Die Schnitzel wer­den mit Mozzarella und Basilikum belegt — tolle Farben oder?

Endspurt. Die Tomatensauce in die Auflaufform ver­tei­len und die Schnitzel auf die Sauce legen. Den Mozzarella und die Basilikumblätter über die Schnitzel geben und die Form für 20 Minuten in den Ofen packen. (Vor)Freuen!

Mein Resümee:

Das Wetter war toll, der erste rich­tig schöne son­nige Tag seit Wochen. Da haben die über­ba­cke­nen Schweineschnitzel wirk­lich wie Urlaub geschmeckt. Das schwäbisch-hallische Hausschwein war zart, die Panade lecker wür­zig und die Sauce tomatig-fruchtig. Die Schnitel waren dazu noch lecker über­ba­cken mit dem guten Büffelmozzarella — ich könnte mich buch­stäb­lich hin­ein legen. Tolles Rezept. Danke Jamie, das gibt es garan­tiert häufiger.

Das überbackene Schweineschnitzel in seiner ganzen Schönheit

Sonne, diese lecke­ren über­ba­cke­nen Schweineschnitzel, ein eis­kal­tes Weizen und das Leben ist schön.

Wie mögt ihr eigent­lich eure Schnitzel? Klassisch paniert nach Wiener Art mit Zitrone, als Jägerschnitzel oder Zigeunerschnitzel? Und vari­iert ihr bei der Zubereitung häu­fi­ger mal?

Spaghetti cacio e Pepe

Früher, als ich noch bei Muttern lebte, wur­den regel­mä­ßig zwei Nudelgerichte auf­ge­tischt: Spaghetti Bolognese oder eine Lasagne (fer­tig, aus der Tiefkühle). Darüber hin­aus gab es Nudeln nur als Beilage, zum Beispiel zu Gulasch oder Braten. Eigenständige Pasta Gerichte gab es nicht und das führte bei mir dazu, dass ich Nudeln total lang­wei­lig und öde fand.

Spaghetti cacio e Pepe

Spaghetti cacio e Pepe — Spaghetti mit Käse und Peffer — ein­fach, aber unheim­lich lecker!

Nachdem ich zu Hause aus­zog, habe ich jah­re­lang keine Nudeln mehr geges­sen, sie ver­schwan­den ein­fach still und leise von mei­nem Speiseplan. Erst als ich meine jet­zige Frau ken­nen­lernte, kamen sie wie­der auf den Tisch. Sie liebt Nudeln näm­lich über alles und könnte sie wirk­lich jeden Tag essen.

Zu Beginn stand ich noch ein biss­chen auf Kriegsfuß mit der Frau Nudel, erst als ich merkte das Nudeln mehr sind als nur eine Beilage und das man unzäh­lige ver­schie­dene Gerichte dar­aus machen konnte, wurde Liebe dar­aus. Heute esse ich Pasta für mein Leben gerne — und sie kommt regel­mä­ßig auf den Tisch.

Spaghetti, Pecorino romano und Tellicherry Pfeffer

Schnell, unkom­pli­ziert und rich­tig lecker, so könnte man Spaghetti cacio e Pepe beschrei­ben. Und das Tolle an die­sem Gericht ist, es braucht kaum Zutaten. Spaghetti, Pfeffer, Pecorino romano — fer­tig. Bei so weni­gen Zutaten soll­ten diese natür­lich auch hoch­wer­tig sein und beson­ders der Pfeffer und noch mehr der Pecorino soll­ten rich­tig gut sein. Ich habe mich für Tellicherry Pfeffer ent­schie­den und den Pecorino romano bei Gustini.de gekauft. Den kannte ich schon und er ist wirk­lich sehr gut.

Weil das Gericht wirk­lich güns­tig ist (rech­net man es auf 2 Personen run­ter und bedenkt, dass man die Zutaten für wei­tere Gerichte ver­wen­den kann.), habe ich gleich mal auf dicke Hose gemacht und eine beson­ders „teure“ Spaghetti-Sorte gekauft. 4,49 € für 500 g; mal schauen, ob man wirk­lich einen Unterschied bemerkt.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 21)

  • 200 g Spaghetti
  • Pecorino romano, gerie­ben, ca. 2 handvoll
  • Pfeffer

Preise der Zutaten:

  • Spaghetti Rustichella d Abruzzo 500 g = 4,49 €
  • Pecorino Romano 250 g = 6,95 €
  • Dose Tellicherry Pfeffer = 4,99 €
  • ins­ge­samt = 16,43 €

Mit dem Pfeffer reicht man sicher ein paar Monate, der Pecorino wird nicht mal zu einem Drittel ver­braucht und von den Spaghettis kann man gut und gerne min­des­tens 2 mal essen. Da liegt man dann am Ende bei ca. 2–3 Euro pro Person für die Spaghetti mit Käse und Pfeffer und das bei die­sem lecke­ren Ergebnis.

Zubereitung:

Wie immer bereite ich alle Zutaten zuerst vor und in die­sem Fall reibe ich den Pecorino romano und stelle ihn beiseite.

Dann wer­den die Spaghetti in reich­lich Salzwasser gekocht und 2–3 Minuten vor Ende der Garzeit abge­gos­sen. Sie kom­men gleich noch in die Pfanne und garen dort wei­ter! Beim Abgießen auch ordent­lich Kochwasser zurück­be­hal­ten, das wird noch benötigt.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men und die Spaghetti mit einem gro­ßen Schuss Kochwasser in die Pfanne geben und köcheln las­sen. Etwas Olivenöl (habe ich genom­men) oder ein Stückchen Butter dazu­ge­ben und nun ordent­lich mit dem lecke­ren Pfeffer wür­zen. Richtig schön umrüh­ren, damit der Pfeffer sich gut verteilt.

Nun den Pecorino dazu geben und bei Bedarf noch etwas Kochwasser hin­zu­fü­gen. Der Pecorino schmilzt in der Pfanne, ver­bin­den sich mit dem Wasser und gibt eine cre­mige Sauce. Immer wie­der die Pfanne rüt­teln, damit der Käse sich ver­teilt und mit dem Wasser mischt. Wer mag, kann jetzt noch­mal nach­pfef­fern — je nach Geschmack.

Sind die Spaghetti gar, raus aus der Pfanne, anrich­ten, noch ein biss­chen Pfeffer drü­ber und fer­tig. Salz habe ich nicht benö­tigt, weil der Pecorino eine wirk­lich tolle sal­zige Note hatte.

Spaghetti mit Käse und Pfeffer - easy und unheimlich lecker.

Mein Resümee:

So ein­fach, so wenig Zutaten und es schmeckt unglaub­lich lecker. Wir fan­den es so toll, dass wir es am über­nächs­ten Tag gleich noch­mal gekocht haben.

Ich kann es aber nur noch mal beto­nen, das Gericht steht und fällt ganz sicher mit der Qualität der Zutaten. Bisher habe ich z.B immer ganz nor­ma­len schwar­zen Pfeffer aus dem Supermarkt benutzt und der ist eigent­lich nur scharf und kratzt gerne mal im Hals. Der Tellicherry Pfeffer dage­gen hat ein wun­der­bar mil­des Aroma und deut­lich mehr Geschmack als Schärfe.

Falls ihr das Gericht mal nach­ko­chen möch­tet, nehmt unbe­dingt guten Pecorino romano. Er muss wür­zig und sal­zig sein, sonst schmeckt die Sauce am Ende sicher fad. Hier lie­ber einen Euro mehr aus­ge­ben, das macht sich bezahlt.

Die Spaghetti waren übri­gens sehr gut und man hat wirk­lich einen Unterschied bemerkt, das hat mich dann ja doch über­rascht. Sie waren etwas dicker als „gewöhn­li­che“ Spaghetti, was ich toll fand und sie waren wirk­lich super im Biss. Die Frau war auch begeis­tert und das soll schon was heißen.

Handwerklich gab es keine Probleme und alles hat geklappt wie es sollte. Ist aber auch ein leicht nach­zu­ko­chen­des Gericht und wenn man die Garzeit der Nudeln im Auge hat, kann da nix schief gehen.