Chicken Tikka Masala

Die indi­sche Küche ist von mir bis­her wei­test­ge­hend igno­riert wor­den, was sicher auch daran lag, dass es in mei­ner Stadt noch kein gutes indi­sches Restaurant gab. Mittlerweile hat sich das jedoch geän­dert und so war ich zuletzt 3–4 Mal indisch essen und ent­wickle so lang­sam eine Vorliebe für die sehr exo­tisch gewürz­ten Speisen.

Nur die Schärfe vie­ler Gerichte macht mir noch zu schaf­fen :angry:  aber ins­ge­samt mag ich das indi­sche Essen sehr.

Vor ein paar Tagen stieß ich beim Durchblättern der Jubiläumsausgabe der „Zeitschrift Lecker — Das Beste aus 10 Jahren“ auf ein Rezept für ein Chicken Tikka Masala und ent­schied mich spon­tan, mein ers­tes selbst­ge­mach­tes indi­sches Gericht zu kochen. Viele wei­tere wer­den hof­fent­lich noch folgen.

Chicken Tikka Masala

Am Vortag wird die Marinade für das Hühnchen her­ge­stellt. Dazu wird der Knoblauch (5 Zehen!) und der Ingwer fein gehackt und zusam­men mit 1 EL frisch gemah­le­nen Kreuzkümmel, 1TL Salz, 150 g Joghurt, 1 TL getrock­ne­ter Minze, 1EL Garam Masala und 3 EL Öl (ich habe Olivenöl ver­wen­det) gründ­lich ver­mischt. Laut Rezept kommt noch ein hal­bes Bund Koriander in die Marinade, aber im Moment stehe ich mit die­sem Kraut mal wie­der auf Kriegsfuß und habe es daher weggelassen.

Das zuvor gewür­felte Hühnchen kommt in eine fla­che Auflaufform und wird nun mit der Joghurtmarinade ver­mischt, mit Klarsichtfolie abge­deckt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Am nächs­ten Tag den Ofen auf 200 Grad vor­hei­zen und die Auflaufform mit dem Hühnchen für ca– 40 Minuten in den Ofen schie­ben. In der Zwischenzeit die Banane mit einer Gabel zu Mus zer­drü­cken. Einen Topf auf­set­zen und 3 EL Öl, pas­sierte Tomaten, 150 g Joghurt sowie das Bananenmus hin­ein­ge­ben, ver­rüh­ren, auf­ko­chen und dann bei schwa­cher Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

Nach 10 Minuten die gemah­le­nen Mandeln, ca. 1 TL Salz sowie die 100 ml Kokosmilch zur Sauce geben. Die Sauce kurz auf­ko­chen und dann wei­tere 5 Minuten köcheln las­sen. Mit einem 1/2 EL frisch gemah­le­nen Kreuzkümmel, 1 TL Curry, 2 TL Tandoori Masala wür­zen. Fertig ist die Sauce.

Sobald das Fleisch im Ofen gegart ist, wird es mit der Sauce im Topf ver­mischt. Wer mag, kann noch Koriander unter­rüh­ren. Serviert habe ich das Chicken mit Basmatireis.

Lecker war es, das Chicken Tikka Masala

Mein Fazit fällt ganz ok aus. Das Chicken Tikka Masala war recht lecker, fruch­tig, mit einer leich­ten Säure und das Hühnchen war sehr zart.  Den viele Knoblauch hat man nicht raus­ge­schmeckt, obwohl beim Einlegen die ganze Wohnung in einen Knoblauchduft gehüllt wurde.

Allerdings war das Gericht von der Würze her ein biss­chen plump / flach. Beim Inder um die Ecke schmeckte es bes­ser, war run­der und hatte mehr Tiefe. Demnächst wird also noch ein wei­te­res Chicken Tikka Masala Rezept aus­pro­biert, um einen Vergleich zu haben. Dieses hier ist ganz gut, aber ich glaube es geht noch besser.

Vielleicht kennst du ja auch ein tol­les Rezept für Chicken Tikka Masala? Dann immer her damit, mein Dank ist dir gewiss!  :ovation:

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 90 Minuten + ca. 12 Stunden Marinierzeit

Für die Marinade

  • 5 Knoblauchzehen
  • 30 g Ingwer
  • 3 EL fri­sche Minze oder 1 TL getrock­nete Minze
  • hal­bes Bund Koriander
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Garam Masala
  • 150 g Vollmilchjoghurt
  • 3 El Öl

Für die Sauce

  • 750 g Hähnchenbrust
  • 1 Dose (850 ml) pas­sierte Tomaten
  • 1 reife Banane
  • 150 g Vollmilchjoghurt
  • 100 ml Kokosmilch
  • 50 g gemah­lene Mandeln
  • 1/2 EL Kreuzkümmel
  • 1 TL Curry (laut Rezept Kurkuma)
  • 2 TL Tandoori Masala
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Öl

Chicken auf Indisch

Schnell fotografiert
Chicken Tikka Masala

Mein ers­tes selbst­ge­koch­tes indi­sches Gericht. Chicken Tikka Masala. Rezept folgt.

Tomatensalat mit Hühnchen

Mein ers­ter rich­ti­ger Tomatensalat den ich selbst zube­rei­tet habe, war natür­lich nach einem Rezept von Jamie Oliver. Der Salat bekam ein Dressing mit Worcestersauce und als Beilage gab es eine panierte Blutwurst. Alle Mädels die jetzt noch wei­ter­le­sen und beim Gedanken an Blutwurst nicht davon gelau­fen sind, kön­nen sich ja mal das Rezept für den Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst anschauen.

Jamies Tomatensalat hat mir damals super geschmeckt und seit­dem bin ich offen für sämt­li­che Tomatensalat Rezepte. An Jamies Rezept kam bis­her zwar noch kei­ner ran, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Leckerer Tomatensalat mit Hühnchen

In der Ausgabe der „Lecker — das Beste aus 10 Jahren“ ent­deckte ich dann vor ein paar Tagen einen Sommersalat mit Hähnchen und war vom appe­tit­li­chen Foto direkt ange­tan. Der Salat war aller­dings mit fri­schen Aprikosen und die gibt es der­zeit noch nicht zu kau­fen. Dann eben nur mit Tomaten und anstelle des Frischkäse habe ich Büffelmozzarella ver­wen­det. Den mag ich ein­fach lie­ber und der geht immer Perfekt mit Tomaten, zusam­men sind die bei­den quasi Brangelina.

Zunächst die Tomaten waschen und je nach Größe ein paar Tomaten hal­bie­ren. Ich finde es immer ganz schön, wenn kleine Tomaten im Ganzen blei­ben und zwi­schen­durch ein paar hal­bierte „rum­lie­gen“. Ist das erle­digt, kann man schon mal den Mozzarella zup­fen und bei­seite stel­len. Der darf ruhig ein paar Minuten an der Luft lie­gen, um sein Aroma zu entfalten.

Nun das Basilikum in feine Streifen schnei­den und wer mag, kann auch hier ein paar Blätter unver­sehrt las­sen. Das sieht nach­her auch ganz schön aus und das Auge isst ja mit. Jetzt kann man schon die Vinaigrette anrüh­ren, indem man den Weißweinessig mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker würzt und danach das Öl hin­zu­gibt und alles gut mit­ein­an­der ver­rührt. Ordentlich rüh­ren, damit eine gute Bindung entsteht.

Das Hühnchen fehlt noch, das gesal­zen und dann bei mitt­le­rer Hitze in der Pfanne gebra­ten wird. Ich brate es auf bei­den Seiten schön kross an, gehe dann mit der Temperatur ein biss­chen run­ter und lasse es in der Pfanne lang­sam gar zie­hen. Dabei wende ich es mehrmals.

Kurz bevor das Fleisch gar ist, mische ich die Tomaten mit dem Basilikum und gebe die Vinaigrette hinzu. Die Tomaten gut durch­mi­schen, damit sie auch über­all von der Vinaigrette bedeckt sind. Auf einem Teller anrich­ten und den gezupf­ten Büffelmozarella über die Tomaten geben. Wer mag, kann jetzt noch ein paar Tropfen gutes Olivenöl über den Salat träufeln.

Der Tomatensalat mit Huhn ist ein sehr sommerliches Gericht,

Die Hühnerbrust schräg auf­schnei­den, neben dem Tomatensalat anrich­ten und noch mit rich­tig gutem Balsamico beträu­feln. Fertig.

Als Fazit kann ich sagen, dass der Tomatensalat ganz lecker war. Zusammen mit dem lecke­ren Hühnchen, dem Balsamico hat das schon rich­tig gut geschmeckt. Allerdings war die Vinaigrette sehr ein­fach gehal­ten, nur Essig und Öl, und hätte ruhig noch etwas Pfiff ver­tra­gen kön­nen. Eine fruch­tige Note durch fri­sche saf­tige Aprikosen hätte den Salat auf jeden Fall noch aufgewertet.

Jamies Tomatensalat bleibt bei mir damit wei­ter­hin auf Platz 1 ste­hen. Was ist dein liebs­ter Tomatensalat? Hast du ein spe­zi­el­les Dressing / Vinaigrette, das so lecker ist, dass du dir die Finger danach lecken kannst?

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 2 Hühnerbrüste a ca. 150 g
  • 250 g bunte Kirschtomaten
  • ca. 60–80 g Büffelmozzarella
  • 2 EL Weißweinessig
  • 4–6 El Olivenöl
  • 2 EL Balsamico
  • hal­bes Bund Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Kantonesisches Huhn mit Zitronensauce

Vor ein paar Tagen war mir mal wie­der nach asia­ti­schem Essen und anstatt in mein Lieblingsrestaurant ein­zu­keh­ren, wollte ich mal selbst Hand anle­gen und aus­pro­bie­ren, ob ich nicht auch Daheim ein lecke­res und halb­wegs authen­ti­sches chi­ne­si­sches Essen hinbekomme.

Für sol­che Fälle habe ich ja mein „Großes Kochbuch der asia­ti­schen Küche“, ein super Buch! Beim Durchblättern der Rezepte im Buch fiel meine Wahl auf Hühnchen. Und zwar kan­to­ne­si­sches Huhn mit Zitronensauce — sauer macht ja bekannt­lich lus­tig und lus­tig finde ich gut!

Kantonesisches Hühnchen mit ei

Das Fleisch wird zunächst in Streifen geschnit­ten, ca. 1 cm dünn und wird dann für knappe 15 Minuten mari­niert. Die Marinade besteht aus Eigelb (geschla­gen), Wasser, Sojasauce, Sherry und Stärke. Alles mit­ein­an­der ver­rüh­ren, dann über das Fleisch geben und sorg­fäl­tig mit dem Fleisch mischen.

In der Zwischenzeit habe ich mich schnell um die Zitronensauce geküm­mert. Hierzu habe ich die Zitronen aus­ge­presst (bei mir waren es 2 große Zitronen, die 80 ml Saft brach­ten) und den Saft zusam­men mit 2 EL Wasser, 2 EL Zucker und 1 EL Sherry in einen klei­nen Topf, unter Rühren, zum Kochen gebracht. Jetzt mit 1 EL Wasser die Stärke auf­lö­sen und lang­sam in die köchelnde Sauce ein­rüh­ren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Sauce sollte eine siru­par­tige Konsistenz haben. Die Sauce bei­seite (warm) stellen.

Nachdem das Fleisch mari­niert wurde, wird Stärke (60 g) und Weizenmehl auf einen Teller gesiebt und die Fleischstreifen wer­den in die­ser Mehl– Stärkemischung gewälzt. Nun kann man das Fleisch neben­ein­an­der auf einen Teller legen und schon mal das Öl im Wok oder in der Pfanne (oder im Topf) erhitzen.

Sobald das Öl die rich­tige Temperatur hat (ich halte immer ein Holzstäbchen in das Öl und wenn das Öl am Stäbchen schön spru­delt / Blasen wirft, hat es genau die rich­tige Temperatur) kann auch schon frit­tiert wer­den. Hierzu immer ein paar Fleischstreifen in das Öl geben (nicht zu viele auf ein­mal, damit sie nicht anein­an­der kle­ben blei­ben) und die Stücke gold­braun frit­tie­ren. Das macht man solange, bis das gesamte Fleisch frit­tiert ist.

Kantonesischen Huhn in der Zubereitung

Laut Rezept sollte man das Fleisch zwei­mal frit­tie­ren, das zweite Mal kurz vor dem Servieren. Ich habe nach dem ers­ten Frittiervorgang gekos­tet, fand es abso­lut ok so und habe auf das zweite Mal ver­zich­tet. So war das Fleisch dann auch noch saf­tig, das wäre nach dem zwei­ten Frittiervorgang viel­leicht nicht mehr der Fall gewesen.

Das Hühnchen war sehr lecker, knusp­rig aus­ge­ba­cken und trotz­dem noch saf­tig im Inneren. Die Sauce war ordent­lich sauer (Bei der Sauce sind lus­tige Grimassen mei­ner Frau beim Essen inklu­sive. Das Gefällt mir!), hatte dann aber auch genug Süße vom vie­len Zucker. Aber das Saure hat über­wo­gen, so soll es aber bei einer Zitronensauce wohl auch sein.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten (+ 15 Min Marinierzeit)

Für das kan­to­ne­si­sche Hühnchen

  • 500 g Hühnchenbrust
  • 1 Eigelb, geschlagen
  • 1 EL Wasser
  • 2 TL Sojasauce
  • 3 TL Stärke
  • 60 g Stärke, zusätzlich
  • 3 1/2 EL Weizenmehl
  • Öl zum Fritieren

Für die Zitronensauce

  • 80 ml frisch gepress­ter Zitronensaft
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL Wasser
  • 1 EL tro­cke­ner Sherry
  • 2 TL Stärke
  • 4 Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten

Backhähnchen aus dem Ofen

In mei­ner Kindheit bin ich ab und zu mit mei­ner Mutter zum Essen in den Wienerwald gegan­gen. Damals war der Wienerwald recht neu in unse­rer Stadt und dort zu essen war schon etwas Besonderes.

Bestellt habe ich mir immer ein Gericht das sich „Hahn im Korb“ nannte und es bestand aus panier­ten, frit­tier­ten Hähnchenteilen sowie einer Portion Pommes —  ser­viert in einem hohen Korb. Erinnert mich heute ein biss­chen an KFC, nur in lecker.

Auf jeden Fall fand ich das panierte, frit­tierte Huhn ein­fach traum­haft lecker und genau an die­ses Huhn habe ich gedacht, als ich vor eini­ger Zeit das Baked Fried Chicken Rezept ent­deckte, in Cynthia Barcomi’s Kochbuch „Kochbuch für Feste“.

Nur wur­den die Hähnchenteile hier nicht frit­tiert, son­dern im Ofen aus­ge­ba­cken. Dieses Backhähnchen musste ich natür­lich ausprobieren.

Gebackenes Huhn aus dem Ofen mit leckeren Panade

Bei die­sem Rezept muss das Fleisch eine Weile mari­nie­ren und zwar in einer Mischung aus Buttermilch, Olivenöl, Tabasco, Senf, Knoblauch und Salz. Mindestens 3 Stunden, am Besten 24 Stunden (im Kühlschrank). Also alles schon am Tag zuvor vor­be­rei­ten und am nächs­ten Tag dann den Backofen auf 200° C vor­hei­zen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Hähnchenteile aus der Marinade neh­men, ein biss­chen abtrop­fen las­sen und dann zunächst durch die Eier und dann durch die Mehlwürzmischung (Für die Mischung Mehl, Thymian, Paprika, Cayennepfeffer und Salz mit­ein­an­der ver­mi­schen) ziehen.

Über­schüs­si­ges Mehl danach abschüt­teln und die Hähnchenteile auf das Backblech legen. Für 15 Minuten backen, kurz aus dem Ofen neh­men und mit Olivenöl beträu­feln. Einfach ein paar Tropfen drü­ber lau­fen lassen.

Backed Fried Chicken - gebackenes Huhn

Die Hähnchenteile wie­der zurück in den Ofen geben und zunächst 20 Minuten backen, danach wen­den und wei­tere 20 Minuten im Ofen backen. Wenn sie schön gold­braun sind, sind sie genau rich­tig und wirk­lich sehr, sehr lecker! Da lohnt es sich ein paar Portionen mehr zu machen, das schmeckt näm­lich auch am nächs­ten Tag (und auch kalt) noch immer rich­tig gut.

Zutaten für 6 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten plus ca. 55 Minuten im Ofen

Für die Marinade:

  • 12 Hühnerteile
  • 375 ml Buttermilch
  • 80 ml Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL Tabasco-Sauce
  • 2 EL Dijonsenf
  • 1 TL Salz

Für die Mehl– Würzmischung:

  • 280 g Mehl
  • 4 geschla­gene Eier
  • 2 TL Thymian, getrocknet
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Cayennepfaffer

Süß & Saures Hühnchen

Vor ein paar Tagen hatte ich end­lich mal wie­der ein klei­nes biss­chen Freizeit übrig, war in der Stadt unter­wegs und ent­deckte bei unse­rem Fleischer Kiko Hühnerschenkel im Angebot. Da musste ich nicht lange über­le­gen und nahm gleich 4 Schenkel mit nach Hause.

Im Hinterkopf (direkt neben der kah­len Stelle!) schlum­merte eine leichte Erinnerung an ein Jamie Oliver Rezept, für Huhn Süß-Sauer, das ich ein paar Tage zuvor in sei­nem Magazin ent­deckt hatte. Mein rie­si­ges Männerhirn konnte sich zwar nicht mehr an alle Zutaten erin­nern, aber ein biss­chen Schwund (auch beim Hirn) ist ja immer. Wird schon gehen! Und ging dann auch und so gab es ein paar Stunden spä­ter Süß & Saures Huhn alla Jamie Oliver — naja, fast.

Huhn Süß-Sauer nach einem rezept von Jamie Oliver

Zutaten für 2–3 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe Juli / August 2012 auf Seite 94)

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 300 g chi­ne­si­sche Eiernudeln
  • 6 Pflaumen
  • Frischer Ingwer, ca. 3 cm Stück, geschält
  • 2 rote Chillischoten, eine am Stück, eine fein gehackt
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und angedrückt
  • 2 TL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 8 EL Reisessig
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 Beutel Jasmintee
  • Olivenöl

Im Originalrezept kom­men noch 200 g Zuckerschoten, 125 g Baby-Spinat, gehackte Kräuter sowie Limettenspalten (zum Servieren) dazu. Diese Zutaten hat mein Hirn lei­der verschluckt.

Zubereitung:

Gleich zu Beginn die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schnei­den. Die Pflaumen ent­ker­nen und hal­bie­ren. Ingwer schä­len, Knoblauch schä­len und and­rü­cken, eine Chillischote fein hacken.

Jetzt das Fleisch waschen, tro­cken tup­fen und in eine große Schüssel geben. Mit ein biss­chen Olivenöl beträu­feln und dann mit dem Fünf-Gewürze-Pulver einreiben.

Einen Bräter erhit­zen, einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben und die Hähnchenschenkel (mit der Hautseite nach unten) ca. 5 Minuten scharf anbra­ten. Jetzt die Hitze ein biss­chen redu­zie­ren und die Chillischote, den geschäl­ten Ingwer (am Stück), die Hälfte der Frühlingszwiebeln sowie die ange­drück­ten Konblauchzehen dazu­ge­ben. Die Schenkel mit dem Honig beträu­feln und das Fleisch so lange bra­ten, bis es schön dun­kel und kleb­rig ist. Dabei ruhig immer mal wie­der wenden.

Nun die Pflaumen in den Bräter geben, zusam­men mit dem Essig, der Sojasauce sowie dem Sesamöl. Die Hitze auf etwas unter­halb mitt­lere Hitze redu­zie­ren, den Bräter zudecke(l)n und die Schenkel bei die­ser mil­den Hitze ca. 20–30 Minuten garen.

Nach die­ser Zeit den Deckel abneh­men, die Schenkel raus­neh­men und auf ein Brett legen. Den Ingwer, den Knoblauch und die Chillischote ent­fer­nen und die Flüssigkeit im Bräter etwas ein­kö­cheln las­sen. Durch die auf­ge­lös­ten Pflaumen wird sie schnell schön sämig.

In der Zwischenzeit von den Hähnchenschenkeln das Fleisch ent­fer­nen und das Fleisch wie­der zurück in den Bräter geben. Nun einen Topf mit Wasser auf­ko­chen las­sen, vom Herd neh­men und die Eiernudeln zusam­men mit dem Beutel Jasmintee für 4 Minuten in das heiße Wasser geben.

Nach 4 Minuten die Nudeln in den Bräter geben und mit dem Fleisch und der Sauce ver­mi­schen. Mit ein biss­chen Nudelwasser die gewünschte Konsistenz der Sauce her­stel­len und beim Anrichten ein paar gehackte Frühlingszwiebeln sowie ein biss­chen von der Chillischote drü­ber geben.

Ein bisschen Chilli und Frühlingszwiebeln zum Anrichten nicht vergessen

Im Originalrezept gibt Jamie den Baby-Spinat sowie die Zuckerschoten zusam­men mit dem Nudeln in den Topf mit Wasser, lässt alles kurz auf­ko­chen und dann noch 3 Minuten köcheln.

Ein leckeres Huhn Süß Sauer Gericht, aber keine Oberknaller!

Mein Resümee:

Das ist nicht die­ser typi­sche Süß-Sauer Geschmack, den man vom Chinesen an der Ecke kennt. Klar, hier ist keine Ananas drin, kein Orangensaft und Gott sei dank auch keine Chemie. Das Süß-Saure hat hier eine leicht herbe Note, durch das Fünf-Gewürze-Pulver und durch das scharfe Anbraten und das Sesamöl kommt auch eine etwas rau­chige Note dazu. Das gefällt mir eigent­lich und des­halb hat mir das Gericht auch ganz gut geschmeckt.

Nun kommt das Aber. Es hat zwar ganz gut geschmeckt, aber es war auch ein biss­chen lang­wei­lig. Vielleicht hät­ten Spinat und Zuckerschoten es noch auf­ge­wer­tet, das kann natür­lich sein. So fehlte mir ein biss­chen der Pepp, die­ses kleine Stück „Wow“. Das muss natür­lich auch nicht immer vor­han­den sein. Aber es könnte, denn dann würde es noch mehr Spaß machen.

Hähnchenspieße mit Kokos-Kartoffelpüree

Asiatisch ange­hauch­tes Essen mag ich wirk­lich sehr und als ich das Kochbuch von Steffen Henssler geschenkt bekam, fand ich darin eine Menge Rezepte, die ich mal nach­ko­chen wollte. Letzte Woche gab es dann seine Hähnchenspieße mit einem Kokos-Kartoffelpüree.

Hänchenspieße mit Kokos-Kartoffelpüree nach einem Rezept von Steffen Henssler

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Steffen Henssler — Hauptsache lecker / Seite 28)

Für das Kokos-Kartoffelpüree

  • 750 g meh­lig kochende Kartoffeln
  • 80 ml Kokosmilch
  • 60 g Butter
  • 1–2 Chilischoten, fein gehackt
  • (100 ml Kochwasser auffangen!)

Für die Hähnchenspieße

  • 2 Hähnchenbrüste (a ca. 180 g)
  • 1 Bio-Limette
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 cm Ingwerwurzel (ca. 10 g)
  • 2 EL Koriandergrün
  • 80 ml Sojasauce
  • 150 ml Geflügelfond
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz und Pfeffer

Da ich kei­nen fri­schen Koriander bekom­men habe, fiel der weg. Auf die Zwiebel (wird auf den Spieß gesteckt) habe ich eben­falls verzichtet.

Zubereitung:

Als ers­tes wer­den die Kartoffeln geschält, in kal­tem Wasser auf­ge­setzt und gar gekocht. Dabei beim Abgießen ca. 100 ml Kochwasser auf­fan­gen. Das Kochen der Kartoffeln sollte so 20–25 Minuten dau­ern und weil das Gericht recht unkom­pli­ziert ist, kann man sich in der Zwischenzeit prima mit den rest­li­chen Arbeiten beschäf­ti­gen. Wer beim Schneiden aber noch nicht so fix ist, sollte erst alle Zutaten vor­be­rei­ten und danach die Kartoffeln auf­set­zen, das sorgt für weni­ger Zeitdruck.

Für die Hähnchenspieße braucht man 8 Holzspieße, die man am Besten für ca. 20 Minuten in Wasser ein­legt. Dadurch wer­den sie feucht und das Fleisch bleibt spä­ter nicht an den Spießen kleben.

Los geht’s, wie gewohnt mit der Vorbereitung. Die Chilischote ent­ker­nen und fein hacken, die Limette waschen, die Schale abrei­ben sowie den Saft aus­pres­sen. Den Knoblauch sowie den Ingwer (schä­len!) fein hacken und wer Koriander ver­wen­den möchte, sollte ihn eben­falls fein hacken. Jetzt noch schnell die Hähnchenbrust waschen, tro­cken tup­fen und in ca. 3 cm große Stücke wür­feln sowie die Zwiebel schä­len und in 2 cm breite Streifen schneiden.

Nun die Marinade für das Hähnchen anmi­schen. Dazu den Limettensaft, die Limettenschale, den Knoblauch, Ingwer, Honig und die Sojasauce in einer Schüssel ver­rüh­ren. Mit Salz (Vorsicht, wenn die Sojasauce schon sehr sal­zig ist!) und Pfeffer wür­zen, die Hähnchenwürfel unter­mi­schen, die Schüssel abde­cken und für 15 Minuten in den Kühlschrank stel­len. Nach 15 Minuten die Hähnchenwürfel in ein Sieb geben und die Marinade in einen Topf abtrop­fen las­sen. Nun das Hähnchen (abwech­selnd mit der Zwiebel) auf die Spieße stecken.

Den Geflügelfond zu der Marinade in den Topf geben und auf­ko­chen las­sen. Die Speisestärke mit kal­tem Wasser anrüh­ren, zur Sauce geben (lang­sam mit dem Schneebesen ein­rüh­ren) und die Sauce damit bin­den. Vom Herd neh­men, durch ein Sieb geben und warm stellen.

Das Sonnenblumenöl in eine heiße Pfanne geben und jetzt die Spieße darin von jeder Seite gold­braun bra­ten. 6–8 Minuten etwa, dann sollte das Huhn durch sein.

Die Kartoffeln soll­ten mitt­ler­weile auch gar sein und dann kön­nen wir, wäh­rend die Spieße vor sich hin bra­ten, auch das Kokos-Kartoffelpüree fer­tig­stel­len. Einen Topf auf­set­zen und die Butter sowie die Kokosmilch erhitzen.

Die Kartoffeln, laut Rezept, durch die Kartoffelpresse drü­cken oder ein­fach mit einem Kartoffelstampfer zer­drü­cken. Nun die heiße Kokos-Buttermischung zu den Kartoffeln geben und die gehack­ten Chilis mit einem Schneebesen unter­rüh­ren. Je nach gewünsch­ter Konsistenz das Püree mit dem Kochwasser verrühren.

Anrichten (über das Püree noch den Koriander und ein paar gehackte Chilis geben) und essen.

Hähnchenspieß mit Kokos-Kartoffelpüree

Mein Resümee:

Von der Grundidee ist das sicher ein sehr lecke­res Gericht, aber lei­der ist es mir nicht so gut gelungen.

Die Sauce war blö­der­weise einen Tick zu sal­zig, obwohl ich sie nicht mehr gesal­zen habe. Das Salzige kam aus­schließ­lich von den 80 ml Sojasauce und offen­sicht­lich habe ich eine Sojasauce erwischt, die beson­ders sal­zig ist. Da gibt es ja ziem­li­che Unterschiede.

Das mari­nierte Fleisch war aber völ­lig ok und nicht zu sal­zig und damit auch schon ohne zusätz­li­che Sauce rich­tig lecker. Die Marinade an sich schmeckt also auf jeden Fall und gibt den Spießen eine schöne Würze mit. Beim nächs­ten Mal werde ich die Sojasauce vor­her mal pro­bie­ren und über­prü­fen, wie sal­zig sie ist. Dann nehme ich lie­ber einen Löffel weni­ger und salze spä­ter nach.

Beim Kokos-Kartoffelpüree muss ich lei­der auch ein biss­chen meckern, weil die Kokosnote quasi nicht vor­han­den war. Ganz, ganz, ganz mini­mal konnte man einen Hauch von Kokos raus­schme­cken, wenn man wusste wonach man da geschmack­lich suchen musste. Keine Ahnung, ob es unter Kokosmilch auch große geschmack­li­che Unterschiede gibt oder ob die Dosierung hier ein­fach nicht passt. Das werde ich beim nächs­ten Mal dann raus­fin­den und ein nächs­ten Mal wird es sicher geben, weil ich Kokos echt mag und unbe­dingt noch einen Versuch star­ten will.

Tja, gute Idee, aber Ergebnis nicht so über­zeu­gend. Da muss der Henssler nach­sit­zen und wird nach­ge­prüft. Ich habe zuvor aber schon 2–3 andere Rezepte von ihm nach­ge­kocht und die waren rich­tig gut. Deshalb schiebe ich es mal auf mich und meine nicht so opti­ma­len Zutaten.