Hähnchenbrust mit Nusspanade auf Blattspinat

Mittlerweile bin ich in einem Alter in wel­chem mein Gewicht unge­fähr so schwankt, wie Helmut Berger nach einer nächt­li­chen Zechtour. Zudem wan­dert jedes Gramm, das ich zunehme, direkt in die Körpermitte und sorgt für einen gepfleg­ten Bauchansatz.

Gerade geht es aller­dings wie­der eini­ger­ma­ßen und der Bauch  lässt sich prima unter etwas „luf­ti­ge­ren“ Pullovern oder Hemden ver­ste­cken. Das liegt sicher auch ein biss­chen an mei­ner aktu­el­len Ernährung und dem ein­ge­schränk­ten Verzehr von Kohlehydraten. Low Carb und so, Leidensgenossen wis­sen Bescheid.

Hähnchenbrust in Nusspanade auf Spinat

Das heu­tige Rezept ist daher, für mich eher unge­wöhn­lich, ein Rezept der Marke — auf­ge­passt — „leichte Kost“ (eis­kalte Schauer lie­fen sei­nen Rücken hin­un­ter). Es gibt Hähnchenbrust mit einer Cashew– und Macadamianuss-Panade auf Blattspinat.

Da es keine Sauce zum Hähnchen gibt, wollte ich wenigs­tens die Panade ein biss­chen auf­pep­pen, sonst wäre mir das Ganze zu lang­wei­lig gewor­den. Ist ja auch nicht schön, wenn man beim Essen vor Langeweile ein­schläft und einem dabei die Hähnchenstücke aus dem offe­nen Mund fal­len. Und Nüsse mag ich, Nüsse gehen immer.

Wenn man Huhn macht, dann sollte man lie­ber 1 Euro mehr aus­ge­ben und nach einer ver­nünf­ti­gen Qualität aus­schau hal­ten. Es gibt nix schlim­me­res, als tro­cke­nes Huhn. In mei­ner Umgebung ist es aber gar­nicht so ein­fach, Hühnchen in ver­nünf­ti­ger Qualität zu bekom­men. Das meiste kommt hier tat­säch­lich von Wiesenhof und das lan­det defi­ni­tiv nicht mehr bei mir in der Pfanne.

Gottseidank habe ich einen wirk­lich guten Fleischer gefun­den, der auch Kikok Maishähnchen im Angebot hat. Das ist nur unwe­sent­lich teu­rer und deut­lich bes­ser in der Qualität, als die­ses Billohuhn, wel­ches man im Discounter / Supermarkt bekommt. Also Leute, schaut nach ver­nünf­ti­ger Fleischqualität, das lohnt sich einfach.

Für die Panade zer­klei­nere ich die gesal­ze­nen Cashew– und gesal­ze­nen Macadamianüsse im Blitzhacker und mische 2 EL Panko unter die Nussmischung. Die Hähnchenbrust wird leicht (die Nüsse sind je bereits gesal­zen, also vor­sich­tig wür­zen) gesal­zen  und dann durch ein ver­quirl­tes Ei gezo­gen. Danach wird das Huhn in der Nussmischung gewälzt und kann in Butterschmalz, bei mitt­le­rer Hitze, lang­sam aus­ge­ba­cken werden.

Der Spinat zum Huhn ist eben­falls blitz­schnell zube­rei­tet.  Dazu habe ich in einer klei­nen Pfanne zunächst ein paar Pinienkerne ange­rös­tet. Danach eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein gehackt und in Olivenöl, bei mitt­le­rer Hitze, angeschwitzt.

Jetzt habe ich den Blattspinat in die Pfanne gege­ben und zusam­men­fal­len las­sen. Dann wird der Spinat noch mit Salz, eine Prise Muskatnuss und eine Prise Zimt (meine Frau liebt das Zeuchs und zu Spinat passt es ganz gut) gewürzt und die Pinienkerne wer­den unter­ge­rührt. Dann kann auch schon geges­sen werden.

Huhn mit Cashew- und Macadamianuss-Panade.

Das Hühnchen, mit der Nusspanade, war echt super. Sehr saf­tig und in die sal­zige Nusspanade hätte ich mich auch selbst wäl­zen kön­nen. Dafür bin ich nicht der größte Spinat Freund und fand ihn, wie eigent­lich immer, nur so lala. Spinat halt, da lan­dete dann nur eine klei­nere Portion auf dem Teller. Das lies sich aber mit einem zusätz­li­chen Stück Huhn kom­pen­sie­ren und mit einem wei­te­ren Stück Huhn fiel es dann auch kaum mehr auf, dass die Sättigungsbeilage fehlte.

Und, müsst ihr auch Low Carb essen, damit die Hose noch zugeht? Wer Nein sagt, wird nicht freigeschaltet!

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20–25 Minuten

  • ca. 400 — 500 g Hähnchenbrust
  • 30 g gesal­zene Cashewkerne
  • 30 g gesal­zene Macadamia Nüsse
  • 2–3 EL Panko Paniermehl
  • 1 Ei
  • 250 g fri­scher Blattspinat
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Pinienkerne
  • Butterschmalz, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zimt, Muskatnuss

Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney

Eigentlich stehe ich echt tie­risch auf selbst­ge­machte Sandwiches, aber komi­scher­weise mache ich sie nur recht sel­ten. Das sollte sich unbe­dingt ändern und ich muss mir drin­gend mal ein paar nette Sandwich Rezepte raus­su­chen. Gerade wenn es schnell gehen muss, sind Sandwiches eigent­lich optimal.

Ein Sandwich steht bei mir bereits regel­mä­ßig auf dem Speiseplan und zwar ein Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney nach einem Rezept von Tim Mälzer. Gefunden haben ich das Rezept in sei­nem Buch „Tim Mälzer — Born to Cook“ auf Seite 97.

Geschmacklich ein echter Knaller, das Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney

Das Teil ist wirk­lich schnell gemacht und schmeckt ein­fach super.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 4 kleine Hähnchenbrüste ohne Haut
  • 200 g Hüttenkäse
  • 8 Scheiben Toastbrot
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 säu­er­li­che Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Chilli
  • 15 g Ingwer
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 TL Currypulver
  • 100 ml Apfelsaft
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Dieses Sandwich benö­tigt nicht viel an Vorbereitungsarbeit.

Zunächst wer­den die 3 Äpfel geschält (Tim Mälzer schält sie nicht, aber ich mag keine Schale im Chutney.) und in Würfel geschnit­ten. Dann wird die Zwiebel geschält und eben­falls in feine Würfel geschnit­ten sowie die Chillischote ent­kernt und fein gewür­felt. Nun nur noch den Ingwer schä­len, rei­ben und dann war es das auch schon.

Zubereitung Apfel-Chutney

Einen Topf auf­set­zen, den Zucker hin­ein geben und leicht (nur hell­braun) kara­mel­li­sie­ren las­sen. Die Zwiebel, den Ingwer und die Chillischote in den Topf geben, alles mit dem Currypulver bestäu­ben, ganz kurz anschwit­zen las­sen und dann mit dem Apfelsaft ablöschen.

Die Flüssigkeit um ca. 1/3 redu­zie­ren las­sen, die Apfelwürfel dazu­ge­ben, kurz (Nicht durch Telefonate ablen­ken las­sen, sonst bekommt man ganz schnell ein Apfelkompott, wie bei mir gesche­hen. :rolleyes: ) auf­ko­chen las­sen und mit Salz abschme­cken. Vom Herd neh­men, das Chutney kann jetzt ruhig ein klei­nes biss­chen abkühlen.

Zubereitung Hähnchenbrust u. Sandwich

Eine Pfanne auf den Herd stel­len und bei etwas mehr als mitt­lere Hitze erhit­zen. Die Hähnchenbrüste sal­zen, das Olivenöl in die Pfanne geben und die Brüste von bei­den Seiten anbra­ten, bis sie eine braune Kruste bekom­men. Die Hitze run­ter dre­hen (etwas unter mitt­lere Hitze) und die Brüste unter mehr­ma­li­gem Wenden solange bra­ten, bis sie gar sind. Pfeffern, kurz ruhen las­sen und dann in Scheiben schneiden.

Den Hüttenkäse sal­zen und pfef­fern. Die Toastscheibe (Bei Bedarf vor­her toas­ten.) mit dem Hüttenkäse bestrei­chen, mit der Hähnchenbrust bele­gen und das Apfel-Chutney über die Brüste geben. Die zweite Toastscheibe als Deckel oben­drauf geben und wer mag, kann sie noch mit etwas Currypulver bestreuen.

Süß und sauer, dazu schön cremig - so schmeckt das Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney

Mein Resümee:

Ich mag das Sandwich wirk­lich sehr. Das süß-säuerliche Apfel-Chutney mit dem leich­ten Ingwer-Aroma passt super zu dem Huhn und der Hüttenkäse macht das Ganze dann noch so rich­tig schön cre­mig. Echt lecker, Herr Mälzer!

Habt ihr spe­zi­elle Sandwiches, die ihr immer wie­der auf den Tisch brin­gen müsst?