Schoko-Chilli-Con-Carne

Eigent­lich bin ich kein gro­ßer Fan von Schokolade im Essen, es sei denn, es han­delt sich dabei um Nachtisch. Da darf es dann auch gerne eine extra große Portion Schokolade sein, aber in z.B Sauce zu Wild / Rind etc., mag ich Schokolade nicht so gerne. Das Schokolade auch gerne mal in ein Chilli con Carne gerie­ben wird, ist mitt­ler­weile fast schon ein alter Hut. In der heu­ti­gen Chilli Variante wird anstelle von dunk­ler Schokolade unge­süßs­tes Kakaopulver verwendet.

Das ist aber nicht die ein­zige Abwandlung vom „typi­schen“ Chilli con Carne, wie es im Regelfall bei uns auf den Tisch kommt. In der heu­ti­gen Variante wer­den die Kitneybohnen und der Mais zusätz­lich durch Süßkartoffeln und Zucchinis ersetzt.

Das Paleo Schoko-Chilli-con-Carne

Das Rezept für das Schoko-Chilli-con-Carne stammt aus dem Buch „Paleo — Power for Life“. Das hatte ich mir mal zuge­legt, als es bei mir hin­ten­rum anfingt grö­ßer zu wer­den. Die Kraft reichte aller­dings gerade mal dazu aus, das Buch oben ins Regal zu stel­len :biggrin:

Bei Paleo wird u.a auf Hülsenfrüchte ver­zich­tet, was den Wegfall der Bohnen erklärt. Hier erfährt du mehr über Paleo, falls du dich mit dem Thema beschäf­ti­gen möch­test. Ich koche der­weil mal das Chilli, der Kauf des Buches muss sich ja bezahlt machen!

Zubereitung • Schoko-Chilli-Con-Carne •

Wie immer ist bei mir Vorbereitung die halbe Miete und lässt mich wesent­lich ent­spann­ter kochen. Deshalb wird gleich zu Beginn alles geschnit­ten, was geschnit­ten wer­den muss! Die Zwiebeln fein wür­feln und den Knoblauch fein hacken. Die Süßkartoffel schä­len und in 1–2 cm kleine Würfel schnei­den. Jetzt noch die Chillis ent­ker­nen und fein wür­feln und die Zucchinis eben­falls in 1–2 cm kleine Würfel schneiden.

Einen gro­ßen Topf auf­set­zen und ordent­lich heiß wer­den las­sen. Das Ghee in den hei­ßen Topf geben und das Hackfleisch scharf anbra­ten, das sollte ordent­lich Farbe anneh­men. Hierbei das Hackfleisch erst eine Weile anbra­ten las­sen und dann im Topf bewe­gen und zer­klei­nern, damit es nicht anfängt zu wäs­sern. Die Zwiebeln und den Knoblauch hin­zu­fü­gen und 3–4 Minuten anbraten.

Nun den Kakao und Oregano hin­zu­fü­gen sowie sal­zen und pfef­fern. Alle Zutaten gut mit­ein­an­der ver­men­gen und dann die Rinderbrühe sowie die pas­sier­ten Tomaten angie­ßen. Die Hitze redu­zie­ren und das Chilli 15 Minuten köcheln lassen.

Nach den 15 Minuten die Süßkartoffelwürfel hin­zu­fü­gen und das Chilli wei­tere 45 Minuten leise köcheln las­sen. Danach die stü­cki­gen Tomaten hin­zu­fü­gen und alle Zutaten noch ein­mal zusätz­lich 15 Minuten köcheln las­sen. Vom Herd neh­men, mit Salz und Pfeffer abschme­cken und mit Reis, Kartoffelbrei oder Wraps und einem Klecks saue­rer Sahne servieren.

Ganz lecker, aber das Schoko-Chlli hat mich nicht umgehauen.

Fazit: Gar nicht schlecht, aber ich hätte geschmack­lich ein biss­chen mehr erwar­tet. Der Kakao geht im Grunde unter und von der Zucchini bleibt geschmack­lich auch kaum etwas übrig. Die Süßkartoffel finde ich ganz nett, sie gibt eine boh­nige Konsistenz und eine leichte Süße. Das gefällt mir. Vielleicht war ich zu vor­sich­tig bei der Dosierung der Chillis, aber ins­ge­samt fehlte mit etwas der Bummms. Das Chilli war ein biss­chen flach, also ruhig mutig wür­zen beim Nachkochen!

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 120 Minuten

  • 400 g Rinderhackfleisch
  • 1 kleine Süßkartoffel
  • 1–2 Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Chillischote oder mehr (nach Bedarf)
  • 1 Dose pas­sierte Tomaten (400 ml)
  • 1 Dose stü­ckige Tomaten (400 ml)
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 3 EL unge­süß­tes Kakaopulver
  • 2 TL getrock­ne­ter Oregano
  • 2 EL Ghee

Spiegelei-Burger

Heute wird mal wie­der ein Blick auf mein Frühstück vom Wochenende gewor­fen und ein klei­ner Burger mit Hack und Spiegelei gebas­telt. Am Wochenende darf man sich ja auch mal eine knappe halbe Stunde für die Zubereitung des Frühstücks Zeit neh­men. Dafür kriegt man(n) dann aber auch etwas hand­fes­tes auf den Teller!

Rinderhack Burger zwischen 2 Spiegeleiern

Zubereitung • Spiegelei-Burger •

Für die Burgersauce 2 EL Ketchup, 1 EL Balsamico, 1/2 EL Senf sowie 1 EL Mayonnaise mit­ein­an­der verrühren.

1 Schalotte oder eine kleine Zwiebel sowie eine Knoblauchzehe in feine Würfel schnei­den und in 1 EL Olivenöl bei klei­ner Hitze gla­sig düns­ten. Zwiebel und Knoblauch aus der Pfanne neh­men, bei­seite stel­len und kurz abküh­len lassen.

Den Backofen auf Grillstufe ein­stel­len und vorheizen.

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben und 1 EL Ketchup, 1 TL Worcestersauce, 1/2 TL Salz, 1/4 TL fri­schen schwar­zen Pfeffer sowie die Zwiebeln und den Knoblauch dazu geben und alle Zutaten mit­ein­an­der ver­men­gen. Nicht zu lange mischen, sonst wird der Burger zu fest.

Eine ofen­feste Pfanne auf­set­zen, starke Hitze ein­stel­len und die Pfanne heiß wer­den las­sen. 1 EL Rapsöl hin­ein geben und die Burger auf jeder Seite 1–2 Minuten bra­ten. Patties mit dem gerie­ben Käse bestreuen und zum Über­ba­cken in den Ofen geben.

Während die Patties im Ofen sind, 2 Spiegeleier in 2 EL Butter bra­ten. Ein Spiegelei auf einen Teller geben und mit der Burgersauce bestrei­chen. Das Pattie auf das Spiegelei set­zen, mit ein biss­chen Burgersauce bestrei­chen und das zweite Spiegelei als Deckel auf das Pattie geben. Frisch gemah­le­nen schwar­zen Pfeffer über das Ei geben.

Immer druff mit der Bulette!

Das ist ein Frühstück nach mei­nem Geschmack! Spiegeleier, Buletten, dazu ein Glas Orangensaft — so kann der Tag starten.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 300 g Rinderhack
  • 4 Eier
  • 1 hand­voll gerie­be­nen Gouda (mit­tel­alt bis alt)
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Ketchup
  • 1 TL Worcestersauce
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Für die Burgersauce:

  • 2 EL Ketchup
  • 1 EL Balsamico
  • 1/2 EL Senf
  • 1 EL Mayonnaise

Spaghetti Bolognese

Das Schlimmste an einer Erkältung sind nicht die fie­sen Halsschmerzen, die jedes Schlucken zur Qual wer­den las­sen. Oder die­ser blöde Schnupfen und die dau­er­ver­stopfe Nase. Es ist auch nicht die­ses fiese Männchen, das sich in mei­nem Kopf ver­steckt hat und alle paar Sekunden von Innen mit einem Hammer gegen meine Stirn klopft.

Nein. Das Schlimmste sind nicht die eigent­li­chen Erkältungssymptome, die zuge­ge­be­ner­ma­ßen bei uns Männern natür­lich noch viel, viel, viel, stär­ker auf­tre­ten als beim weib­li­chen Geschlecht. Das Schlimmste ist der Verlust des Geruch– und Geschmacksinns!  Man steht am Herd und riecht nichts! Egal, wie tief man den Kopf in die Pfanne hält (Fettspritzer an der Stirn sind eine blöde Sache!) kein Duft kommt an. Dazu schmeckt Alles neu­tral nach abso­lut Nichts. Es ist die Pest!

Leckere Spaghetti Bolognese

Essen muss man ja trotz­dem und so habe ich mir die Spaghetti Bolognese, nach einem Rezept aus der Zeitschrift „Lecker“ mit einer Träne im Knopfloch ein­ver­leibt. Das Abschmecken hat meine Frau über­nom­men und von ihr kommt heute auch das Fazit.

Zubereitung • Spaghetti Bolognese •

Die Möhre, den Staudensellerie sowie die Zwiebel in kleine Würfel schnei­den, den Knoblauch fein hacken. Sollte der Oregano sehr große Blätter haben, diese eben­falls fein hacken. Kleine Blätter kann man spä­ter auch im Ganzen unter die Bolognese mischen.

Den Speck in kleine Würfel schnei­den und in einer Pfanne ohne Fett lang­sam und bei nicht zu hoher Hitze aus­bra­ten. Das Hackfleisch in die Pfanne geben und unter rüh­ren krü­me­lig braun anbra­ten. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch hin­zu­ge­ben und kurz anschwit­zen. Das Tomatenmark in die Pfanne geben und eben­falls kurz anschwitzen.

Den Wein zugie­ßen und die Flüssigkeit bis ca. zur Hälfte ein­ko­chen las­sen. Nun die Tomaten zuge­ben, das Oregano unter­rüh­ren, die Sauce kurz auf­ko­chen und dann 15–20 Minuten köcheln las­sen. Wer mehr Zeit hat, kann sie auch noch ein biss­chen län­ger köcheln las­sen. Das tut einer Bolognese nur gut.

Während die Sauce köchelt, die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Ein biss­chen von dem Nudelwasser auf­he­ben, für den Fall das die Sauce zu stark ein­kö­chelt. Dann ein­fach ein biss­chen Nudelwasser an die Sauce geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die Bolognese mit Salz, Pfeffer und Zucker nach eige­nem Geschmack abschme­cken. Die abge­gos­se­nen Nudeln am Besten mit in die Pfanne zur Bolognese geben, damit sich die Sauce rich­tig mit den Nudeln ver­bin­den kann. Die Bolo mit gerie­be­nem Parmesan servieren.

Spaghetti Bolognese mit Rotwein gekocht

Fazit mei­ner Frau: Die Bolognese war sehr lecker und bekam durch den Rotwein eine leicht kräf­tige Note. Sie war sehr aro­ma­tisch, obwohl man sie ver­gleichs­weise kurz köcheln lässt. Gutes Rezept!

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde

  • 400 g Spaghetti
  • 400 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 1 Dose 850 ml (stü­ckige) Tomaten
  • 200 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 75 g Parmesan
  • 75 g durch­wach­se­ner geräu­cher­ter Speck
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 Möhre
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1–2 Handvoll fri­scher Oregano
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Blumenkohl-Hack-Auflauf

Gemüse. Ich werde mit dem Zeugs ein­fach nicht so rich­tig warm. Manches ist ja ganz lecker, Spargel zum Beispiel oder grüne Bohnen, dicke Bohnen, süße Möhren oder gegrillte Paprika, aber so rich­tig tiefe Liebe gibt es zwi­schen mir und dem ollen Gemüse noch nicht.

Trotzdem kommt es ab und zu auf den Tisch, wer nicht wagt der nicht gewinnt und Liebe kann sich ja auch laaaa­ang­sam ent­wi­ckeln. Ganz lang­sam. Dieses Mal habe ich mit dem Blumenkohl geflir­tet (das Rezept habe ich in der essen&trinken Ausgabe 6|2013 gefun­den) und mit einer gro­ßen Portion Hackfleisch, Schmand und Käse haben sich bei mir sogar echte Gefühle eingestellt.

Blumenkohl-Hack-Auflauf

Das schöne am Blumenkohl-Hack-Auflauf ist die Tatsache, dass er super­schnell  zube­rei­tet ist — ein Quickie sozu­sa­gen. Zunächst wird der Blumenkohl in Röschen geteilt und dann für ca. 3 Minuten im kochen­dem Wasser blan­chiert.

Nun wird das gemischte Hackfleisch in einer rich­tig hei­ßen Pfanne, mit etwas Öl, scharf ange­bra­ten. Wenn es Farbe ange­nom­men hat, wird das Hack mit Salz, Pfeffer und getrock­ne­tem Majoran gewürzt und dann mit Rinderfond abge­löscht (im Rezept wurde mit Wasser abge­löscht, aber ich hatte noch Rinderfond übrig und das scha­det nie.).

Als nächs­tes wird die Sahne zum Hack gege­ben, alles wird kurz auf­ge­kocht und kommt dann in eine Auflaufform. Auf die Hackmischung kommt nun der Blumenkohl sowie der gerie­bene Käse und On Top kom­men ein paar Kleckse Schmand (ruhig groß­zü­gig mit dem Schmand sein, wir sind ja alle keine Singles mehr. Also watt solls.)

Der Auflauf kommt nun bei 200 Grad in den Ofen und darf dort ca. 15 Minuten über­ba­cken. Wenn der Käse und der Schmand gold­gelb sind, ist der Auflauf fer­tig. Ein biss­chen glatte, gehackte Petersilie drü­ber geben und fer­tig ist die Laube.

Ich traue es mich kaum zu sagen, aber es hat mir echt rich­tig gut geschmeckt. So gut, dass ich den Auflauf bald wie­der machen werde. Die Frau war näm­lich auch begeis­tert und Blumenkohl steht bei ihr ganz oben auf der (eben­falls sehr klei­nen) Liste der meist gelieb­ten Gemüsesorten.

Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

  • ein klei­ner Blumenkohl (ca. 400 g)
  • 300 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 100 ml Schlagsahne
  • 100 g Schmand
  • 100 g gerie­be­ner Käse zum gratinieren
  • 1–2 Tl getrock­ne­ter Majoran
  • 1–2 El glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer und Olivenöl

Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Albóndigas in Tomatensauce

Ich liebe Tapas und bei mei­nem liebs­ten Spanier bestelle ich mir sehr gerne mal eine (oder zwei) Runde(n) Albóndigas. Das sind saf­tige Hackfleischbällchen in einer fruch­ti­gen Tomatensauce — zum Weinen lecker.

Vor ein paar Tagen kam mir dann die Idee mich selbst mal an den Fleischbällchen zu ver­su­chen. So schwie­rig kann das ja nicht sein, Frikadellen kriege ich mitt­ler­weile ja auch ganz ordent­lich hin. Am Abend bin ich ein biss­chen im Netz gesurft und bin beim Foodfreak fün­dig gewor­den. Sein Rezept für Albóndigas machte mich an (Minze, geräu­cherte Paprika, Mandeln — alles mein Ding), das wollte ich nachkochen.

Ein Tapas Traum - Albòndigas

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: www.foodfreak.de)

Hackbällchen ca. 20 Stück

  • 500 g Hackfleisch, halb Lamm, halb Rind
  • 2 Eier
  • 6 EL gemah­lene Mandeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder durch­ge­presst
  • 1 TL schar­fes Paprikapulver
  • 3–4 EL sehr fein gehackte Petersilie
  • 1 kräf­tige Prise getrock­nete Minze (Nanaminze; ersatz­weise Minze aus einem Pfefferminzteebeutel)
  • Salz, Pfeffer

Sherry-Tomatensauce

  • 500 ml Tomatenpüree
  • 200 ml Sherry
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1–2 TL geräu­cher­ter schar­fer spa­ni­scher Paprikapulver
  • 3 kleine Lorbeerblätter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Beim Hackfleisch habe ich anstelle von Lamm Schweinehack genom­men. Die getrock­nete Minze habe ich durch fri­sche Minze ersetzt. Das geräu­cherte Paprikapulver hatte ich nur in der mil­den Sorte vor­rä­tig und habe ein wenig schar­fes (unge­räu­cher­tes) Paprikapulver beigemischt.

Preise der Zutaten:

Ich Blödmannsgehilfe habe den Einkaufszettel ver­bum­melt und kann zu den Preisen lei­der nichts mehr sagen.

Zubereitung:

Vorbereitung ist bei mir abso­lut wich­tig, sonst werde ich ruck­zuck hek­tisch und will den Lieferdienst rufen. Deshalb habe ich wie immer die ganze Schnibbelei zuerst erle­digt und die Gemüsezwiebel geschält und gehackt, den Knoblauch gehackt, die fri­sche Minze gewa­schen und gehackt und zum Schluss die Petersilie fein gehackt.

Danach habe ich mich um das Hack geküm­mert und alle Zutaten für die Hackbällchen in eine große Schüssel gege­ben, ordent­lich ver­mengt, gekne­tet und mich dabei gefreut.

Dann schnell die Pfanne auf den Herd gestellt, auf mitt­le­rer Stufe erhitzt, einen Spritzer Olivenöl in die Pfanne gege­ben und ein Probebällchen gebra­ten. Gekostet, wei­ter gefreut, die Hackmasse noch ein biss­chen nach­ge­sal­zen und noch­mal ein Probebällchen gebra­ten. Das wäre zwar nicht mehr nötig gewe­sen, aber ich hatte Hunger. Lecker! Dann aber noch (schnell) 20 Bällchen aus der Hackmasse for­men. Hände dabei anfeuch­ten, dann geht es wirk­lich besser!

Die Hackbällchen waren vor­be­rei­tet, nun ging es wei­ter mit der Sauce. Dafür habe ich eine zweite Pfanne auf­ge­setzt und auf mitt­le­rer Stufe erhitzt. 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebel anbra­ten, bis sie anfängt Farbe anzu­neh­men. Die Lorbeerblätter mit in die Pfanne gege­ben und 2 Minuten mit­bra­ten. Danach die Zwiebeln und die Lorbeerblätter mit dem Sherry ablö­schen und den Sherry ein­ko­chen lassen.

Ist der Sherry ordent­lich ein­ge­kocht (ich würde sagen, den Sherry auf die Hälfte redu­zie­ren las­sen), kommt das Tomatenpüree in die Pfanne und das Ganze wird bei klei­ner Hitze geköchelt.

Während die Sauce jetzt von alleine fer­tig wird, die erste Pfanne wie­der erhit­zen (mitt­lere Hitze) und die Hackbällchen in 1–2 TL Olivenöl lang­sam bra­ten (am Besten in zwei Durchgängen und nicht alle auf ein­mal). So muss es im Himmel rie­chen! Sind alle Bällchen fer­tig gebra­ten, kurz einen Blick auf die Sauce wer­fen und die Sauce mit Salz und Pfeffer (und evtl. noch geräu­cher­tes Paprikapulver) abschmecken.

Jetzt kommt der schönste Teil und die Hackbällchen wer­den zur Sauce gege­ben und dür­fen dort noch ganz kurz „zie­hen“. Beim Anrichten noch ein biss­chen Petersilie über die Bällchen geben und sich wie­der freuen.

Hackfleischbällchen in Tomatensauce

Mein Resümee:

Ja, die Dinger kön­nen was und die Tomatensauce ist auch nicht von schlech­ten Eltern. Bei den Albóndigas hat mir die Minze beson­ders gut gefal­len, die gibt so ein fri­sches Aroma. Und bei der Sauce ist der Rauchgeschmack durch das geräu­cherte Paprikapulver ein Hit. Ich werde bei­des wie­der kochen.

Kochtechnisch hat sich ein klei­ner Fehler ein­ge­schli­chen. Ich habe den Knoblauch nicht ganz so fein gehackt und hätte das mal bes­ser tun sol­len. So hat man näm­lich ab und an auf ein zu gro­ßes Stückchen Knoblauch gebis­sen und das gab dann eine etwas bit­tere Schärfe. Beim nächs­ten Mal bin ich sorgfältiger!