Blumenkohl-Hack-Auflauf

Gemüse. Ich werde mit dem Zeugs ein­fach nicht so rich­tig warm. Manches ist ja ganz lecker, Spargel zum Beispiel oder grüne Bohnen, dicke Bohnen, süße Möhren oder gegrillte Paprika, aber so rich­tig tiefe Liebe gibt es zwi­schen mir und dem ollen Gemüse noch nicht.

Trotzdem kommt es ab und zu auf den Tisch, wer nicht wagt der nicht gewinnt und Liebe kann sich ja auch laaaa­ang­sam ent­wi­ckeln. Ganz lang­sam. Dieses Mal habe ich mit dem Blumenkohl geflir­tet (das Rezept habe ich in der essen&trinken Ausgabe 6|2013 gefun­den) und mit einer gro­ßen Portion Hackfleisch, Schmand und Käse haben sich bei mir sogar echte Gefühle eingestellt.

Blumenkohl-Hack-Auflauf

Das schöne am Blumenkohl-Hack-Auflauf ist die Tatsache, dass er super­schnell  zube­rei­tet ist — ein Quickie sozu­sa­gen. Zunächst wird der Blumenkohl in Röschen geteilt und dann für ca. 3 Minuten im kochen­dem Wasser blan­chiert.

Nun wird das gemischte Hackfleisch in einer rich­tig hei­ßen Pfanne, mit etwas Öl, scharf ange­bra­ten. Wenn es Farbe ange­nom­men hat, wird das Hack mit Salz, Pfeffer und getrock­ne­tem Majoran gewürzt und dann mit Rinderfond abge­löscht (im Rezept wurde mit Wasser abge­löscht, aber ich hatte noch Rinderfond übrig und das scha­det nie.).

Als nächs­tes wird die Sahne zum Hack gege­ben, alles wird kurz auf­ge­kocht und kommt dann in eine Auflaufform. Auf die Hackmischung kommt nun der Blumenkohl sowie der gerie­bene Käse und On Top kom­men ein paar Kleckse Schmand (ruhig groß­zü­gig mit dem Schmand sein, wir sind ja alle keine Singles mehr. Also watt solls.)

Der Auflauf kommt nun bei 200 Grad in den Ofen und darf dort ca. 15 Minuten über­ba­cken. Wenn der Käse und der Schmand gold­gelb sind, ist der Auflauf fer­tig. Ein biss­chen glatte, gehackte Petersilie drü­ber geben und fer­tig ist die Laube.

Ich traue es mich kaum zu sagen, aber es hat mir echt rich­tig gut geschmeckt. So gut, dass ich den Auflauf bald wie­der machen werde. Die Frau war näm­lich auch begeis­tert und Blumenkohl steht bei ihr ganz oben auf der (eben­falls sehr klei­nen) Liste der meist gelieb­ten Gemüsesorten.

Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

  • ein klei­ner Blumenkohl (ca. 400 g)
  • 300 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 100 ml Schlagsahne
  • 100 g Schmand
  • 100 g gerie­be­ner Käse zum gratinieren
  • 1–2 Tl getrock­ne­ter Majoran
  • 1–2 El glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer und Olivenöl

Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Albóndigas in Tomatensauce

Ich liebe Tapas und bei mei­nem liebs­ten Spanier bestelle ich mir sehr gerne mal eine (oder zwei) Runde(n) Albóndigas. Das sind saf­tige Hackfleischbällchen in einer fruch­ti­gen Tomatensauce — zum Weinen lecker.

Vor ein paar Tagen kam mir dann die Idee mich selbst mal an den Fleischbällchen zu ver­su­chen. So schwie­rig kann das ja nicht sein, Frikadellen kriege ich mitt­ler­weile ja auch ganz ordent­lich hin. Am Abend bin ich ein biss­chen im Netz gesurft und bin beim Foodfreak fün­dig gewor­den. Sein Rezept für Albóndigas machte mich an (Minze, geräu­cherte Paprika, Mandeln — alles mein Ding), das wollte ich nachkochen.

Ein Tapas Traum - Albòndigas

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: www.foodfreak.de)

Hackbällchen ca. 20 Stück

  • 500 g Hackfleisch, halb Lamm, halb Rind
  • 2 Eier
  • 6 EL gemah­lene Mandeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder durch­ge­presst
  • 1 TL schar­fes Paprikapulver
  • 3–4 EL sehr fein gehackte Petersilie
  • 1 kräf­tige Prise getrock­nete Minze (Nanaminze; ersatz­weise Minze aus einem Pfefferminzteebeutel)
  • Salz, Pfeffer

Sherry-Tomatensauce

  • 500 ml Tomatenpüree
  • 200 ml Sherry
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1–2 TL geräu­cher­ter schar­fer spa­ni­scher Paprikapulver
  • 3 kleine Lorbeerblätter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Beim Hackfleisch habe ich anstelle von Lamm Schweinehack genom­men. Die getrock­nete Minze habe ich durch fri­sche Minze ersetzt. Das geräu­cherte Paprikapulver hatte ich nur in der mil­den Sorte vor­rä­tig und habe ein wenig schar­fes (unge­räu­cher­tes) Paprikapulver beigemischt.

Preise der Zutaten:

Ich Blödmannsgehilfe habe den Einkaufszettel ver­bum­melt und kann zu den Preisen lei­der nichts mehr sagen.

Zubereitung:

Vorbereitung ist bei mir abso­lut wich­tig, sonst werde ich ruck­zuck hek­tisch und will den Lieferdienst rufen. Deshalb habe ich wie immer die ganze Schnibbelei zuerst erle­digt und die Gemüsezwiebel geschält und gehackt, den Knoblauch gehackt, die fri­sche Minze gewa­schen und gehackt und zum Schluss die Petersilie fein gehackt.

Danach habe ich mich um das Hack geküm­mert und alle Zutaten für die Hackbällchen in eine große Schüssel gege­ben, ordent­lich ver­mengt, gekne­tet und mich dabei gefreut.

Dann schnell die Pfanne auf den Herd gestellt, auf mitt­le­rer Stufe erhitzt, einen Spritzer Olivenöl in die Pfanne gege­ben und ein Probebällchen gebra­ten. Gekostet, wei­ter gefreut, die Hackmasse noch ein biss­chen nach­ge­sal­zen und noch­mal ein Probebällchen gebra­ten. Das wäre zwar nicht mehr nötig gewe­sen, aber ich hatte Hunger. Lecker! Dann aber noch (schnell) 20 Bällchen aus der Hackmasse for­men. Hände dabei anfeuch­ten, dann geht es wirk­lich besser!

Die Hackbällchen waren vor­be­rei­tet, nun ging es wei­ter mit der Sauce. Dafür habe ich eine zweite Pfanne auf­ge­setzt und auf mitt­le­rer Stufe erhitzt. 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebel anbra­ten, bis sie anfängt Farbe anzu­neh­men. Die Lorbeerblätter mit in die Pfanne gege­ben und 2 Minuten mit­bra­ten. Danach die Zwiebeln und die Lorbeerblätter mit dem Sherry ablö­schen und den Sherry ein­ko­chen lassen.

Ist der Sherry ordent­lich ein­ge­kocht (ich würde sagen, den Sherry auf die Hälfte redu­zie­ren las­sen), kommt das Tomatenpüree in die Pfanne und das Ganze wird bei klei­ner Hitze geköchelt.

Während die Sauce jetzt von alleine fer­tig wird, die erste Pfanne wie­der erhit­zen (mitt­lere Hitze) und die Hackbällchen in 1–2 TL Olivenöl lang­sam bra­ten (am Besten in zwei Durchgängen und nicht alle auf ein­mal). So muss es im Himmel rie­chen! Sind alle Bällchen fer­tig gebra­ten, kurz einen Blick auf die Sauce wer­fen und die Sauce mit Salz und Pfeffer (und evtl. noch geräu­cher­tes Paprikapulver) abschmecken.

Jetzt kommt der schönste Teil und die Hackbällchen wer­den zur Sauce gege­ben und dür­fen dort noch ganz kurz „zie­hen“. Beim Anrichten noch ein biss­chen Petersilie über die Bällchen geben und sich wie­der freuen.

Hackfleischbällchen in Tomatensauce

Mein Resümee:

Ja, die Dinger kön­nen was und die Tomatensauce ist auch nicht von schlech­ten Eltern. Bei den Albóndigas hat mir die Minze beson­ders gut gefal­len, die gibt so ein fri­sches Aroma. Und bei der Sauce ist der Rauchgeschmack durch das geräu­cherte Paprikapulver ein Hit. Ich werde bei­des wie­der kochen.

Kochtechnisch hat sich ein klei­ner Fehler ein­ge­schli­chen. Ich habe den Knoblauch nicht ganz so fein gehackt und hätte das mal bes­ser tun sol­len. So hat man näm­lich ab und an auf ein zu gro­ßes Stückchen Knoblauch gebis­sen und das gab dann eine etwas bit­tere Schärfe. Beim nächs­ten Mal bin ich sorgfältiger!