Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Albóndigas in Tomatensauce

Ich liebe Tapas und bei mei­nem liebs­ten Spanier bestelle ich mir sehr gerne mal eine (oder zwei) Runde(n) Albóndigas. Das sind saf­tige Hackfleischbällchen in einer fruch­ti­gen Tomatensauce — zum Weinen lecker.

Vor ein paar Tagen kam mir dann die Idee mich selbst mal an den Fleischbällchen zu ver­su­chen. So schwie­rig kann das ja nicht sein, Frikadellen kriege ich mitt­ler­weile ja auch ganz ordent­lich hin. Am Abend bin ich ein biss­chen im Netz gesurft und bin beim Foodfreak fün­dig gewor­den. Sein Rezept für Albóndigas machte mich an (Minze, geräu­cherte Paprika, Mandeln — alles mein Ding), das wollte ich nachkochen.

Ein Tapas Traum - Albòndigas

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: www.foodfreak.de)

Hackbällchen ca. 20 Stück

  • 500 g Hackfleisch, halb Lamm, halb Rind
  • 2 Eier
  • 6 EL gemah­lene Mandeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder durch­ge­presst
  • 1 TL schar­fes Paprikapulver
  • 3–4 EL sehr fein gehackte Petersilie
  • 1 kräf­tige Prise getrock­nete Minze (Nanaminze; ersatz­weise Minze aus einem Pfefferminzteebeutel)
  • Salz, Pfeffer

Sherry-Tomatensauce

  • 500 ml Tomatenpüree
  • 200 ml Sherry
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1–2 TL geräu­cher­ter schar­fer spa­ni­scher Paprikapulver
  • 3 kleine Lorbeerblätter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Beim Hackfleisch habe ich anstelle von Lamm Schweinehack genom­men. Die getrock­nete Minze habe ich durch fri­sche Minze ersetzt. Das geräu­cherte Paprikapulver hatte ich nur in der mil­den Sorte vor­rä­tig und habe ein wenig schar­fes (unge­räu­cher­tes) Paprikapulver beigemischt.

Preise der Zutaten:

Ich Blödmannsgehilfe habe den Einkaufszettel ver­bum­melt und kann zu den Preisen lei­der nichts mehr sagen.

Zubereitung:

Vorbereitung ist bei mir abso­lut wich­tig, sonst werde ich ruck­zuck hek­tisch und will den Lieferdienst rufen. Deshalb habe ich wie immer die ganze Schnibbelei zuerst erle­digt und die Gemüsezwiebel geschält und gehackt, den Knoblauch gehackt, die fri­sche Minze gewa­schen und gehackt und zum Schluss die Petersilie fein gehackt.

Danach habe ich mich um das Hack geküm­mert und alle Zutaten für die Hackbällchen in eine große Schüssel gege­ben, ordent­lich ver­mengt, gekne­tet und mich dabei gefreut.

Dann schnell die Pfanne auf den Herd gestellt, auf mitt­le­rer Stufe erhitzt, einen Spritzer Olivenöl in die Pfanne gege­ben und ein Probebällchen gebra­ten. Gekostet, wei­ter gefreut, die Hackmasse noch ein biss­chen nach­ge­sal­zen und noch­mal ein Probebällchen gebra­ten. Das wäre zwar nicht mehr nötig gewe­sen, aber ich hatte Hunger. Lecker! Dann aber noch (schnell) 20 Bällchen aus der Hackmasse for­men. Hände dabei anfeuch­ten, dann geht es wirk­lich besser!

Die Hackbällchen waren vor­be­rei­tet, nun ging es wei­ter mit der Sauce. Dafür habe ich eine zweite Pfanne auf­ge­setzt und auf mitt­le­rer Stufe erhitzt. 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebel anbra­ten, bis sie anfängt Farbe anzu­neh­men. Die Lorbeerblätter mit in die Pfanne gege­ben und 2 Minuten mit­bra­ten. Danach die Zwiebeln und die Lorbeerblätter mit dem Sherry ablö­schen und den Sherry ein­ko­chen lassen.

Ist der Sherry ordent­lich ein­ge­kocht (ich würde sagen, den Sherry auf die Hälfte redu­zie­ren las­sen), kommt das Tomatenpüree in die Pfanne und das Ganze wird bei klei­ner Hitze geköchelt.

Während die Sauce jetzt von alleine fer­tig wird, die erste Pfanne wie­der erhit­zen (mitt­lere Hitze) und die Hackbällchen in 1–2 TL Olivenöl lang­sam bra­ten (am Besten in zwei Durchgängen und nicht alle auf ein­mal). So muss es im Himmel rie­chen! Sind alle Bällchen fer­tig gebra­ten, kurz einen Blick auf die Sauce wer­fen und die Sauce mit Salz und Pfeffer (und evtl. noch geräu­cher­tes Paprikapulver) abschmecken.

Jetzt kommt der schönste Teil und die Hackbällchen wer­den zur Sauce gege­ben und dür­fen dort noch ganz kurz „zie­hen“. Beim Anrichten noch ein biss­chen Petersilie über die Bällchen geben und sich wie­der freuen.

Hackfleischbällchen in Tomatensauce

Mein Resümee:

Ja, die Dinger kön­nen was und die Tomatensauce ist auch nicht von schlech­ten Eltern. Bei den Albóndigas hat mir die Minze beson­ders gut gefal­len, die gibt so ein fri­sches Aroma. Und bei der Sauce ist der Rauchgeschmack durch das geräu­cherte Paprikapulver ein Hit. Ich werde bei­des wie­der kochen.

Kochtechnisch hat sich ein klei­ner Fehler ein­ge­schli­chen. Ich habe den Knoblauch nicht ganz so fein gehackt und hätte das mal bes­ser tun sol­len. So hat man näm­lich ab und an auf ein zu gro­ßes Stückchen Knoblauch gebis­sen und das gab dann eine etwas bit­tere Schärfe. Beim nächs­ten Mal bin ich sorgfältiger!