Spaghetti Bolognese

Das Schlimmste an einer Erkältung sind nicht die fie­sen Halsschmerzen, die jedes Schlucken zur Qual wer­den las­sen. Oder die­ser blöde Schnupfen und die dau­er­ver­stopfe Nase. Es ist auch nicht die­ses fiese Männchen, das sich in mei­nem Kopf ver­steckt hat und alle paar Sekunden von Innen mit einem Hammer gegen meine Stirn klopft.

Nein. Das Schlimmste sind nicht die eigent­li­chen Erkältungssymptome, die zuge­ge­be­ner­ma­ßen bei uns Männern natür­lich noch viel, viel, viel, stär­ker auf­tre­ten als beim weib­li­chen Geschlecht. Das Schlimmste ist der Verlust des Geruch– und Geschmacksinns!  Man steht am Herd und riecht nichts! Egal, wie tief man den Kopf in die Pfanne hält (Fettspritzer an der Stirn sind eine blöde Sache!) kein Duft kommt an. Dazu schmeckt Alles neu­tral nach abso­lut Nichts. Es ist die Pest!

Leckere Spaghetti Bolognese

Essen muss man ja trotz­dem und so habe ich mir die Spaghetti Bolognese, nach einem Rezept aus der Zeitschrift „Lecker“ mit einer Träne im Knopfloch ein­ver­leibt. Das Abschmecken hat meine Frau über­nom­men und von ihr kommt heute auch das Fazit.

Zubereitung • Spaghetti Bolognese •

Die Möhre, den Staudensellerie sowie die Zwiebel in kleine Würfel schnei­den, den Knoblauch fein hacken. Sollte der Oregano sehr große Blätter haben, diese eben­falls fein hacken. Kleine Blätter kann man spä­ter auch im Ganzen unter die Bolognese mischen.

Den Speck in kleine Würfel schnei­den und in einer Pfanne ohne Fett lang­sam und bei nicht zu hoher Hitze aus­bra­ten. Das Hackfleisch in die Pfanne geben und unter rüh­ren krü­me­lig braun anbra­ten. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch hin­zu­ge­ben und kurz anschwit­zen. Das Tomatenmark in die Pfanne geben und eben­falls kurz anschwitzen.

Den Wein zugie­ßen und die Flüssigkeit bis ca. zur Hälfte ein­ko­chen las­sen. Nun die Tomaten zuge­ben, das Oregano unter­rüh­ren, die Sauce kurz auf­ko­chen und dann 15–20 Minuten köcheln las­sen. Wer mehr Zeit hat, kann sie auch noch ein biss­chen län­ger köcheln las­sen. Das tut einer Bolognese nur gut.

Während die Sauce köchelt, die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Ein biss­chen von dem Nudelwasser auf­he­ben, für den Fall das die Sauce zu stark ein­kö­chelt. Dann ein­fach ein biss­chen Nudelwasser an die Sauce geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die Bolognese mit Salz, Pfeffer und Zucker nach eige­nem Geschmack abschme­cken. Die abge­gos­se­nen Nudeln am Besten mit in die Pfanne zur Bolognese geben, damit sich die Sauce rich­tig mit den Nudeln ver­bin­den kann. Die Bolo mit gerie­be­nem Parmesan servieren.

Spaghetti Bolognese mit Rotwein gekocht

Fazit mei­ner Frau: Die Bolognese war sehr lecker und bekam durch den Rotwein eine leicht kräf­tige Note. Sie war sehr aro­ma­tisch, obwohl man sie ver­gleichs­weise kurz köcheln lässt. Gutes Rezept!

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde

  • 400 g Spaghetti
  • 400 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 1 Dose 850 ml (stü­ckige) Tomaten
  • 200 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 75 g Parmesan
  • 75 g durch­wach­se­ner geräu­cher­ter Speck
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 Möhre
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1–2 Handvoll fri­scher Oregano
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Albóndigas in Tomatensauce

Ich liebe Tapas und bei mei­nem liebs­ten Spanier bestelle ich mir sehr gerne mal eine (oder zwei) Runde(n) Albóndigas. Das sind saf­tige Hackfleischbällchen in einer fruch­ti­gen Tomatensauce — zum Weinen lecker.

Vor ein paar Tagen kam mir dann die Idee mich selbst mal an den Fleischbällchen zu ver­su­chen. So schwie­rig kann das ja nicht sein, Frikadellen kriege ich mitt­ler­weile ja auch ganz ordent­lich hin. Am Abend bin ich ein biss­chen im Netz gesurft und bin beim Foodfreak fün­dig gewor­den. Sein Rezept für Albóndigas machte mich an (Minze, geräu­cherte Paprika, Mandeln — alles mein Ding), das wollte ich nachkochen.

Ein Tapas Traum - Albòndigas

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: www.foodfreak.de)

Hackbällchen ca. 20 Stück

  • 500 g Hackfleisch, halb Lamm, halb Rind
  • 2 Eier
  • 6 EL gemah­lene Mandeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder durch­ge­presst
  • 1 TL schar­fes Paprikapulver
  • 3–4 EL sehr fein gehackte Petersilie
  • 1 kräf­tige Prise getrock­nete Minze (Nanaminze; ersatz­weise Minze aus einem Pfefferminzteebeutel)
  • Salz, Pfeffer

Sherry-Tomatensauce

  • 500 ml Tomatenpüree
  • 200 ml Sherry
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1–2 TL geräu­cher­ter schar­fer spa­ni­scher Paprikapulver
  • 3 kleine Lorbeerblätter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Beim Hackfleisch habe ich anstelle von Lamm Schweinehack genom­men. Die getrock­nete Minze habe ich durch fri­sche Minze ersetzt. Das geräu­cherte Paprikapulver hatte ich nur in der mil­den Sorte vor­rä­tig und habe ein wenig schar­fes (unge­räu­cher­tes) Paprikapulver beigemischt.

Preise der Zutaten:

Ich Blödmannsgehilfe habe den Einkaufszettel ver­bum­melt und kann zu den Preisen lei­der nichts mehr sagen.

Zubereitung:

Vorbereitung ist bei mir abso­lut wich­tig, sonst werde ich ruck­zuck hek­tisch und will den Lieferdienst rufen. Deshalb habe ich wie immer die ganze Schnibbelei zuerst erle­digt und die Gemüsezwiebel geschält und gehackt, den Knoblauch gehackt, die fri­sche Minze gewa­schen und gehackt und zum Schluss die Petersilie fein gehackt.

Danach habe ich mich um das Hack geküm­mert und alle Zutaten für die Hackbällchen in eine große Schüssel gege­ben, ordent­lich ver­mengt, gekne­tet und mich dabei gefreut.

Dann schnell die Pfanne auf den Herd gestellt, auf mitt­le­rer Stufe erhitzt, einen Spritzer Olivenöl in die Pfanne gege­ben und ein Probebällchen gebra­ten. Gekostet, wei­ter gefreut, die Hackmasse noch ein biss­chen nach­ge­sal­zen und noch­mal ein Probebällchen gebra­ten. Das wäre zwar nicht mehr nötig gewe­sen, aber ich hatte Hunger. Lecker! Dann aber noch (schnell) 20 Bällchen aus der Hackmasse for­men. Hände dabei anfeuch­ten, dann geht es wirk­lich besser!

Die Hackbällchen waren vor­be­rei­tet, nun ging es wei­ter mit der Sauce. Dafür habe ich eine zweite Pfanne auf­ge­setzt und auf mitt­le­rer Stufe erhitzt. 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebel anbra­ten, bis sie anfängt Farbe anzu­neh­men. Die Lorbeerblätter mit in die Pfanne gege­ben und 2 Minuten mit­bra­ten. Danach die Zwiebeln und die Lorbeerblätter mit dem Sherry ablö­schen und den Sherry ein­ko­chen lassen.

Ist der Sherry ordent­lich ein­ge­kocht (ich würde sagen, den Sherry auf die Hälfte redu­zie­ren las­sen), kommt das Tomatenpüree in die Pfanne und das Ganze wird bei klei­ner Hitze geköchelt.

Während die Sauce jetzt von alleine fer­tig wird, die erste Pfanne wie­der erhit­zen (mitt­lere Hitze) und die Hackbällchen in 1–2 TL Olivenöl lang­sam bra­ten (am Besten in zwei Durchgängen und nicht alle auf ein­mal). So muss es im Himmel rie­chen! Sind alle Bällchen fer­tig gebra­ten, kurz einen Blick auf die Sauce wer­fen und die Sauce mit Salz und Pfeffer (und evtl. noch geräu­cher­tes Paprikapulver) abschmecken.

Jetzt kommt der schönste Teil und die Hackbällchen wer­den zur Sauce gege­ben und dür­fen dort noch ganz kurz „zie­hen“. Beim Anrichten noch ein biss­chen Petersilie über die Bällchen geben und sich wie­der freuen.

Hackfleischbällchen in Tomatensauce

Mein Resümee:

Ja, die Dinger kön­nen was und die Tomatensauce ist auch nicht von schlech­ten Eltern. Bei den Albóndigas hat mir die Minze beson­ders gut gefal­len, die gibt so ein fri­sches Aroma. Und bei der Sauce ist der Rauchgeschmack durch das geräu­cherte Paprikapulver ein Hit. Ich werde bei­des wie­der kochen.

Kochtechnisch hat sich ein klei­ner Fehler ein­ge­schli­chen. Ich habe den Knoblauch nicht ganz so fein gehackt und hätte das mal bes­ser tun sol­len. So hat man näm­lich ab und an auf ein zu gro­ßes Stückchen Knoblauch gebis­sen und das gab dann eine etwas bit­tere Schärfe. Beim nächs­ten Mal bin ich sorgfältiger!