Gurkensalat

Heute habe ich mal einen ech­ten Klassiker für dich, der untrenn­bar mit Sommer und Sonne ver­bun­den ist. Der gute alte Gurkensalat, der so wun­der­bar erfri­schend schmeckt und erst dann rich­tig gut kommt, wenn die Sonne so rich­tig vom Himmel bal­lert. Meine Variante vom Gurkensalat ist eine ziem­lich klas­si­sche Variante, ange­macht mit sau­rer Sahne, Joghurt und (viel) Dill. So kenne ich ihn aus mei­ner Kindheit und so mag ich ihn am liebsten.

Ganz wich­tig ist für mich die Sauce, die muss reich­hal­tig vor­han­den sein und die Gurkenscheiben dür­fen gerne ihren Freischwimmer in der Schüssel machen. Nah am Süppchen, aber that’s the way, aha aha, i like it.

Ein sehr leckerer, klassischer Gurkensalat

Zubereitung • Gurkensalat •

Mit einem Hobel die Gurke in feine Scheiben hobeln, die Scheiben in eine Schüssel geben und leicht sal­zen. Mindestens 30 Minuten bei­seite stel­len, damit die Gurkenscheiben aus­rei­chend Wasser ver­lie­ren kön­nen. Nach 30 Minuten das über­schüs­sige Wasser abgie­ßen und die Gurkenscheiben zusätz­lich noch leicht aus­drü­cken. Je weni­ger Wasser gleich in der Sauce lan­det, umso besser.

Für die Sauce die saure Sahne und den Joghurt in eine Schüssel geben, Weißweinessig hin­zu­fü­gen und gut durch­rüh­ren. Den Dill und die Gurkenscheiben unter­he­ben und den Salat für 10–15 Minuten kalt stel­len. Danach den Gurkensalat mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker abschme­cken und sofort servieren.

Fazit: Der Gurkensalat ist mal wie­der ein per­fek­tes Beispiel dafür, dass Gutes nicht immer auf­wen­dig sein muss. Die Zubereitung ist so easy und das Ergebnis so ver­dammt erfri­schend lecker. Toll.

Es gibt ja zig Varianten vom Gurkensalat, z.B mit Öl und Essig oder mit Äpfel und Zwiebeln. Was ist deine liebste Variante vom Gurkensalat? Rück raus mit der Sprache und mit dem Rezept. :eyebrows:

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten • Wartezeit ca. 45 Minuten

  • 1 große Schlangengurke
  • 50 g grie­chi­scher Joghurt
  • 150 g saure Sahne
  • 2–3 EL Weißweinessig
  • 3–4 Zweige Dill, fein gehackt
  • gute Prise Zucker, Salz und Pfeffer

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Heute gibt es mal wie­der ein Fischgericht mit mei­nem Lieblingsfisch Lachs. Ich liebe Lachs, weil er so unkom­pli­ziert zube­rei­tet wer­den kann und weil man ihn mit so vie­len unter­schied­li­chen Aromen kom­bi­nie­ren kann.

Dieses Mal wird er asia­tisch ange­haucht, mit Sojasauce und Honig, süß-sauer zube­rei­tet. Dazu gibt es einen Gurkensalat mit einem Erdnuss-Pesto und ver­bro­chen hat die­ses Rezept Tim Mälzer. Gefunden habe ich es in sei­nem Buch „Tim Mälzer — Born to Cook“.

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto nach Rezept von Tim Mälzer

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Zutaten Lachs

  • 2 Lachsfilet mit Haut, ca. 160–200 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Weißweinessig
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL flüs­si­ger Honig
  • Olivenöl oder Erdnussöl
  • Pfeffer, evtl. Salz

Zutaten Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

  • 1 Salatgurke
  • Zucker, evtl. Salz
  • 75 g gesal­zene Erdnüsse
  • 1 Chillischote
  • 1/2 Bund fri­scher Koriander
  • Weißweinessig
  • Olivenöl
  • evtl. Salz

Zubereitung Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Die Gurke schä­len, hal­bie­ren (oder im Ganzen las­sen) und mit einem Gemüsehobel fein hobeln. Mit etwas Zucker bestreuen (ich salze auch immer ein wenig) und die Gurkenscheiben kurz bei­seite stel­len und Wasser zie­hen lassen.

Das Erdnuss-Pesto passte super zum Gurkensalat

Inzwischen die Chillischote ent­ker­nen und fein hacken sowie den Koriander grob durch­ha­cken. Beides zusam­men mit den Erdnüssen in einen Mörser geben und zer­sto­ßen. 3–4 EL gutes Olivenöl und 1 EL Weißweinessig unter­rüh­ren, bis die gewünschte Konsistenz des Pesto erreicht wird. Evtl. mit Salz abschme­cken, sofern noch nicht genug Salz durch die Nüsse vor­han­den ist.

Die Gurkenscheiben kurz aus­drü­cken und / oder das Wasser abgie­ßen und die Gurken auf einem Teller anrich­ten. Das Erdnuss-Pesto ruhig groß­zü­gig über die Gurkenscheiben ver­tei­len, das passt echt super dazu.

Zubereitung gla­sier­ter Lachs

Die Knoblauchzehe schä­len und sehr fein hacken. Zusammen mit dem Honig, dem Essig und der Sojasauce in eine Schüssel geben und ver­rüh­ren. Die Sauce mit Pfeffer würzen.

Ein Pfanne auf etwas mehr als mitt­lere Hitze stel­len, heiß wer­den las­sen und 1–2 El Öl hin­ein geben. Den Lachs bei Bedarf leicht sal­zen (Hängt auch ein biss­chen davon ab, ob die zuvor ver­wen­dete Sojasauce sehr sal­zig ist oder nicht.) und dann auf der Hautseite scharf anbraten.

Solange bra­ten, bis die Haut rich­tig schön kross ist und dann den Lachs wen­den. Die Soja-Honig-Sauce über den Lachs gie­ßen (die kara­mel­li­siert jetzt in der Pfanne) und kurz wei­ter­bra­ten, bis der Lachs gar ist. Jetzt noch etwas von der kara­mel­li­sier­ten Sauce, die mitt­ler­weile siru­par­tig ein­ge­kocht ist, über die Haut geben und zusam­men mit dem Gurkensalat und Pesto servieren.

Der honigglasierte Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Mein Resümee:

Super. Stehe ich total drauf. Ich mag ein­fach den Geschmack von Lachs und diese Süß-Sauer-Komponente geht bei mir auch immer. Das schmeckt zusam­men ein­fach toll.

Nach Erdnüsse bin ich eben­falls fast schon süch­tig und des­we­gen kommt das Erdnuss-Pesto bei mir auch sofort gut an. Am bes­ten packt man sich die Gurkenscheiben, das Erdnuss-Pesto und den süß-saueren Lachs zusam­men auf eine Gabel, dann hat man ein rich­tig lecke­res Geschmackserlebnis im Mund.

Nachkochen, kann ich hier abso­lut emp­feh­len! Zumal es unkom­pli­ziert und rich­tig schnell geht. Und Lachs mag doch eigent­lich jeder oder nicht?

Saures Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und Gurkensalat

Dieses ätzende Regenwetter macht depres­siv und wenn nicht bald der Sommer kommt, mit vie­len hei­ßen Tagen am Stück, wan­dere ich aus und mache auf Mallorca ein Sonnenstudio auf.

Zuvor muss ich aller­dings noch das nötige Kleingeld ver­die­nen und da bleibt gerade wenig Zeit zum (kochen)bloggen. Jetzt muss es in der Küche beson­ders schnell gehen und da bie­ten sich Salate gerade zu an. Im Kochbuch von Christian Rach fand ich eine Art Kartoffelsalat (bezeich­net als sau­res Kartoffelgemüse), der mich neu­gie­rig machte. Soweit, sogut.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwürstchen und einem Gurkensalat

Der Salat sollte warm ser­viert wer­den und da wollte ich unbe­dingt noch einen kal­ten Salat als Beilage auf den Tisch brin­gen. Ebenfalls im Kochbuch von C. Rach ent­deckte ich einen Gurkensalat und Gurkensalat fand ich frü­her als Kind mal so rich­tig schreck­lich. Dieses saure, wäss­rige Essigzeugs, bääh. Schmeckt das Zeugs eigent­lich immer so oder geht das auch in Lecker? Lag die Abneigung viel­leicht auch an mir? Geschmäcker ändern sich ja auch im Laufe eines Lebens. Hilft nix, außer ein Selbstversuch. Und so gab es sau­res Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und einen Gurkensalat.

Zutaten Saures Kartoffelgemüse für 4 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 92)

  • 1 kg vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 4–6 gekochte Mettwürstchen
  • 1 l Rinderbrühe
  • 300 ml Sahne
  • 70 g Butter
  • 70 g Mehl
  • ca. 4 EL Weißweinessig
  • 1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Im Originalrezept ver­wen­det Rach Kochwürstchen und gibt als Alternative Wiener Würstchen an. Mein Metzger hat mich auf die Frage „Haben sie Kochwürstchen?“ ange­schaut, als hätte ich ihn gerade zu einem pri­va­ten FKK Urlaub ein­ge­la­den. Ersatzweise habe ich dann ein­fach gekochte Mettwürstchen genom­men, die sahen den Würstchen in Rachs Rezept ziem­lich ähnlich.

Zudem nimmt Rach ca. 6 EL Essig, was auch Sinn macht, wenn man das Gericht sau­res Kartoffelgemüse nennt. Ich habe am Ende nur 4 EL genom­men, das war sauer genug für mich.

Zubereitung:

Die Kartoffeln schä­len, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Kartoffelscheiben in einen Topf geben, mit Wasser bede­cken, leicht sal­zen und „leise“ (Das kommt von lang­sam, nicht stumm. Du darfst also ruhig laut­hals dabei sin­gen. Mache ich auch immer!) al dente kochen. So steht es im Rezept! Laut Rach sol­len die Kartoffeln nicht spru­delnd kochen.

Während die Kartoffeln kochen, die Butter in einem Topf schmel­zen, das Mehl hin­zu­fü­gen und bei mitt­le­rer Temperatur zu einer hel­len Mehlschwitze (Übri­gens die erste Mehlschwitze mei­nes Lebens, wie roman­tisch!) ver­ar­bei­ten (immer schön umrüh­ren). Nach und nach die kalte Rinderbrühe zur Mehlschwitze geben und dabei stän­dig rüh­ren (Schneebesen), damit keine Klümpchen entstehen.

Die Flüssigkeit auf etwa zwei Drittel ein­ko­chen las­sen, die Sahne hin­zu­fü­gen und die Sauce zum Kochen brin­gen. Mittlerweile soll­ten die Kartoffeln fer­tig sein, also abgie­ßen und zusam­men mit den Würstchen in die Flüssigkeit geben. Laut Rach nennt man diese Flüssigkeit übri­gens Veloute, zu deutsch Samtsauce. Wieder etwas gelernt.

Das Ganze 10 Minuten köcheln las­sen, dann die Wurst raus­neh­men und in Scheiben schnei­den. Das Kartoffelgemüse (eigent­lich sind es ja nur Kartoffeln, aber wenn der Rach das Kartoffelgemüse nennt, dann will ich nicht wider­spre­chen.) mit einem Schneebesen durch­rüh­ren und mit dem Essig schön säu­er­lich abschme­cken. Pfeffern, falls zu sauer ein biss­chen zuckern, evtl. noch etwas sal­zen, die Petersilie unter­rüh­ren, die Würstchen rein­mi­schen und anrichten.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwurst

Zutaten Gurkensalat für 2 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 215)

  • 1 Salatgurke
  • 50 g Vollmilchjoghurt
  • 50 g Creme Double
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1/2 bis 1 Bund Dill
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Dill habe ich bewusst zuvor noch nie geges­sen, des­halb war ich hier auch etwas vor­sich­tig und habe nur ein hal­bes Bund ver­wen­det. Da kann man aber auch gut ein gan­zes Bund rein­pfef­fern, was ich beim nächs­ten Gurkensalat auch machen werde.

Zubereitung:

Die Gurke waschen und mit einem Hobel in dünne Scheiben schnei­den. Die Scheiben in eine Schüssel geben, gut sal­zen und ca. 30 Minuten zie­hen las­sen. Rach sagt, die Gurke ver­liert dann das Wasser, wel­ches man spä­ter bequem abschüt­ten kann. Hat er Recht — hat funktioniert!

Kurz vor Ablauf der 30 Minuten kann man schon mal das Dressing für den Gurkensalat zube­rei­ten. Dazu in einer Schüssel den Joghurt, Creme Double, Weißweinessig, Olivenöl, eine Prise Zucker und eine ordent­li­che Prise Pfeffer ver­mi­schen. Den Dill waschen, fein hacken und hin­zu­ge­ben. Die Gurkenscheiben nun mit den Händen gut aus­drü­cken und die Flüssigkeit abgie­ßen. Gurken in die Schüssel zum Dressing geben, gut durch­mi­schen, abschme­cken (evtl. noch etwas Zucker und Salz hin­zu­ge­ben) und anrichten.

Der angerichtete Gurkensalat

Mein Resümee:

Dafür, dass ich hier ein fast vege­ta­ri­sches Gericht auf dem Teller habe (Die paar Mettwürstchen zäh­len ja kaum.), schmeckt das wirk­lich lecker. Bei dem sau­ren Kartoffelgemüse war ich recht skep­tisch, aber das war rich­tig gut.

Aber viel über­ra­schen­der war der Gurkensalat, der mir tat­säch­lich geschmeckt hat. Das Dressing mit dem Joghurt und dem Schmand war schön cre­mig, dazu sauer-süß abge­schmeckt und ins­ge­samt ein­fach sehr frisch im Geschmack. Guck an, aus­pro­bie­ren lohnt sich also! Und immer­hin ist das jetzt bestimmt schon der dritte oder vierte Salat der mir schmeckt, wo soll das nur hin­füh­ren? Irgendwann mie­tet meine Frau mir noch ein lau­schi­ges Plätzchen im Stall und führt mich täg­lich auf die Weide. :biggrin: