Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Heute gibt es mal wie­der ein Fischgericht mit mei­nem Lieblingsfisch Lachs. Ich liebe Lachs, weil er so unkom­pli­ziert zube­rei­tet wer­den kann und weil man ihn mit so vie­len unter­schied­li­chen Aromen kom­bi­nie­ren kann.

Dieses Mal wird er asia­tisch ange­haucht, mit Sojasauce und Honig, süß-sauer zube­rei­tet. Dazu gibt es einen Gurkensalat mit einem Erdnuss-Pesto und ver­bro­chen hat die­ses Rezept Tim Mälzer. Gefunden habe ich es in sei­nem Buch „Tim Mälzer — Born to Cook“.

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto nach Rezept von Tim Mälzer

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Zutaten Lachs

  • 2 Lachsfilet mit Haut, ca. 160–200 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Weißweinessig
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL flüs­si­ger Honig
  • Olivenöl oder Erdnussöl
  • Pfeffer, evtl. Salz

Zutaten Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

  • 1 Salatgurke
  • Zucker, evtl. Salz
  • 75 g gesal­zene Erdnüsse
  • 1 Chillischote
  • 1/2 Bund fri­scher Koriander
  • Weißweinessig
  • Olivenöl
  • evtl. Salz

Zubereitung Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Die Gurke schä­len, hal­bie­ren (oder im Ganzen las­sen) und mit einem Gemüsehobel fein hobeln. Mit etwas Zucker bestreuen (ich salze auch immer ein wenig) und die Gurkenscheiben kurz bei­seite stel­len und Wasser zie­hen lassen.

Das Erdnuss-Pesto passte super zum Gurkensalat

Inzwischen die Chillischote ent­ker­nen und fein hacken sowie den Koriander grob durch­ha­cken. Beides zusam­men mit den Erdnüssen in einen Mörser geben und zer­sto­ßen. 3–4 EL gutes Olivenöl und 1 EL Weißweinessig unter­rüh­ren, bis die gewünschte Konsistenz des Pesto erreicht wird. Evtl. mit Salz abschme­cken, sofern noch nicht genug Salz durch die Nüsse vor­han­den ist.

Die Gurkenscheiben kurz aus­drü­cken und / oder das Wasser abgie­ßen und die Gurken auf einem Teller anrich­ten. Das Erdnuss-Pesto ruhig groß­zü­gig über die Gurkenscheiben ver­tei­len, das passt echt super dazu.

Zubereitung gla­sier­ter Lachs

Die Knoblauchzehe schä­len und sehr fein hacken. Zusammen mit dem Honig, dem Essig und der Sojasauce in eine Schüssel geben und ver­rüh­ren. Die Sauce mit Pfeffer würzen.

Ein Pfanne auf etwas mehr als mitt­lere Hitze stel­len, heiß wer­den las­sen und 1–2 El Öl hin­ein geben. Den Lachs bei Bedarf leicht sal­zen (Hängt auch ein biss­chen davon ab, ob die zuvor ver­wen­dete Sojasauce sehr sal­zig ist oder nicht.) und dann auf der Hautseite scharf anbraten.

Solange bra­ten, bis die Haut rich­tig schön kross ist und dann den Lachs wen­den. Die Soja-Honig-Sauce über den Lachs gie­ßen (die kara­mel­li­siert jetzt in der Pfanne) und kurz wei­ter­bra­ten, bis der Lachs gar ist. Jetzt noch etwas von der kara­mel­li­sier­ten Sauce, die mitt­ler­weile siru­par­tig ein­ge­kocht ist, über die Haut geben und zusam­men mit dem Gurkensalat und Pesto servieren.

Der honigglasierte Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Mein Resümee:

Super. Stehe ich total drauf. Ich mag ein­fach den Geschmack von Lachs und diese Süß-Sauer-Komponente geht bei mir auch immer. Das schmeckt zusam­men ein­fach toll.

Nach Erdnüsse bin ich eben­falls fast schon süch­tig und des­we­gen kommt das Erdnuss-Pesto bei mir auch sofort gut an. Am bes­ten packt man sich die Gurkenscheiben, das Erdnuss-Pesto und den süß-saueren Lachs zusam­men auf eine Gabel, dann hat man ein rich­tig lecke­res Geschmackserlebnis im Mund.

Nachkochen, kann ich hier abso­lut emp­feh­len! Zumal es unkom­pli­ziert und rich­tig schnell geht. Und Lachs mag doch eigent­lich jeder oder nicht?

Linguine mit Garnelen

Natürlich muss mein ers­tes ver­öf­fent­lich­tes Gericht nach einem Rezept von Jamie Oliver sein. Immerhin hat mich der gute Jamie über­haupt erst dazu ani­miert, end­lich selbst zum Kochlöffel zu grei­fen. Deshalb Ehre wem Ehre gebührt; Linguine mit Garnelen alla Jamie Oliver.

Bei die­sem Rezept gab es für mich gleich zwei Premieren; zum ers­ten Mal habe ich (Riesen)Garnelen selbst ver­ar­bei­tet (inklu­sive Entfernen der Schalen und des Darms) und dem­ent­spre­chend auch zum ers­ten Mal die Schalen der Garnelen mit ver­wen­det. Das Entfernen der Schalen und des Darms war rela­tiv unspek­ta­ku­lär (für mich, keine Ahnung wie es für die Garnele war), dafür war die Verwendung der Schale beim Zubereiten der Sauce schon etwas merk­wür­di­ger. Ich habe mich näm­lich gefragt, ob man die Schale tat­säch­lich so ver­ar­bei­ten kann das man sie in der fer­ti­gen Sauce nicht mehr bemerkt?

Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver - Foto 1

Wie auf dem Foto zu erken­nen, endete das Nachkochen schon mal nicht in einer Katastrophe und es kam tat­säch­lich etwas optisch Ansprechendes dabei her­aus. Ich war sogar ein biss­chen stolz auf mich, das Gericht eini­ger­ma­ßen gut gemeis­tert zu haben, auch wenn es letzt­lich nicht per­fekt wer­den sollte. Dazu dann aber spä­ter mehr, jetzt gibt es erst mal ein paar nackte Zahlen in Form von Zutaten und Preisen.

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 95)

  • 200 g Linguine
  • 12 Garnelen mit Schale
  • Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 350 ml Fischfond
  • 50 ml Weißwein
  • 1 TL Kapern
  • 6 Anchovisfilets
  • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 mit­tel­große Zwiebel, in Würfel
  • 1 TL fri­sche Chilli, in Scheiben
  • 6 Kirschtomaten, geviertelt
  • 40 g Rauke / Rucola
  • 1 TL glatte Petersilie, fein gehackt

Notiz an mich — wie­der was gelernt: 15 Minuten habe ich im Supermarkt ver­zwei­felt nach einer Dose Anchovisfilets gesucht. Irgendwann habe ich es auf­ge­ge­ben und eine Verkäuferin gesucht. Normalerweise fra­gen wir Männer ja nicht, haben wir nicht nötig. Beim Autofahren fin­den wir instink­tiv immer den rich­ti­gen Weg und im Supermarkt immer das rich­tige Produkt, bei­des kann halt mal ein biss­chen dau­ern. Dieses Mal jedoch war ich ein biss­chen in Eile, also schnappte ich mir die Verkäuferin und ern­tete ein „Ham wa nicht, neh­men sie Sardellen, is dat selbe!“. Toll! Die hatte ich doch schon nach 15 Sekunden in der Hand und direkt wie­der bei­seite gelegt. Da stand nix von Anchovis!

Preise der Zutaten:

  • Linguine de Cecco 500 g = 1,79 €
  • Kirschtomaten = 2,49 €
  • Fischfond (J. Lafer) = 2,49 €
  • Rauke / Rucola = 1,79 €
  • Petersilie = 0,99 €
  • Sardellen = 1,99 €
  • 5 (Riesen)Garnelen = 6,22 €
  • ins­ge­samt = 17,76 €

Die rest­li­chen Zutaten waren noch vor­rä­tig. Leider war es mir nicht mög­lich an einem Freitag Nachmittag fri­sche Garnelen mit Schale zu kau­fen, es gab nur TK Garnelen ohne Schale. Drei ver­schie­dene Supermärkte musste ich abfah­ren (2 Edeka-Märkte und ein Rewe-Markt), um dann beim EDEKA Paschmann in Mülheim wenigs­tens TG Riesengarnelen mit! Schale kau­fen zu kön­nen. Der Ruhrpott ist halt schon weit weg vom Meer.

Zutaten für Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver

Zubereitung:

Aus purer Neugierde habe ich mich zual­ler­erst um Kollege Riesengarnele gekümmert.

Frische Garnelen für Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver

Wie man sie schält und den Darm ent­fernt, hatte ich zuvor schon in diver­sen Kochsendungen gese­hen und das ging dann auch leicht und flott von der Hand. Ich muss geste­hen, so ein biss­chen komisch sehen diese Tierchen schon aus und sie wür­den bei mir optisch sicher nicht unter den attrak­tivs­ten Leckerbissen lan­den. Gegessen hatte ich sie aber schon zuvor, bei Schwiegermama und auch schon beim Lieblingsspanier und obwohl mich die Konsistenz ein biss­chen stört, mag ich den Geschmack.

Nachdem ich die Garnelen also erfolg­reich ihrer Klamotten ent­le­digte, habe ich den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten, die Zwiebel gewür­felt, die Chillischote in Scheiben geschnit­ten, die Kirschtomaten gevier­telt, die Petersilie gehackt und den Rucola gewa­schen. Nun noch schnell den Fischfond abge­mes­sen und dann ging es end­lich an die Pfanne.

Diese wurde auf nied­ri­ger Stufe erhitzt und die Hälfte des Knoblauchs, die Kapern und die Sardellen wur­den 2–3 Minuten mit einem Schuss Olivenöl darin angeröstet.

Parallel dazu habe ich einen Topf mit gesal­ze­nem Wasser auf­ge­setzt um die Linguine darin al dente zu kochen. Ich hatte im Rezept gele­sen das die Nudeln spä­ter zur Sauce in eine Pfanne gege­ben wer­den sol­len. Für sol­che Fälle, das liest man immer wie­der in Kochbüchern, wird emp­foh­len die Nudeln nicht ganz al dente zu garen, weil sie in der Pfanne noch nach­ga­ren. Also habe ich sie 2 Minuten frü­her aus dem Wasser genommen.

Die Nudeln koch­ten von alleine, also zurück zur Pfanne mit dem Knoblauch, Kapern und den Sardellen. Hier bekom­men jetzt die Garnelenschalen ihren gro­ßen Auftritt, wer­den hin­zu­ge­fügt und eben­falls 2–3 Minuten ange­bra­ten. Wie schnell sie herr­lich rot wer­den — toll! Jetzt wird mit dem Wein abge­löscht und so lange gekö­chelt bis die Hälfte der Flüssigkeit ver­kocht ist.

Hat sich die Flüssigkeit auf unge­fähr die Hälfte redu­ziert, kom­men die Zwiebeln und das Tomatenmark dazu. Nun so lange köcheln las­sen bis die Zwiebeln Farbe ange­nom­men haben und weich gewor­den sind. Dann ist es Zeit für den Fischfond, der dazu gegos­sen wird, kurz auf­ko­chen darf und dann 5 Minuten köcheln sollte. Fertig? Dann run­ter mit der Pfanne vom Herd.

Der Inhalt der Pfanne soll nun in eine Küchenmaschine gege­ben und dort püriert werden.

Notiz an mich — wie­der was gelernt: Meine Küchenmaschine hat am Deckel zwei Löcher und so rich­tig flüs­sige Flüssigkeiten schie­ßen anschei­nend lie­ben gerne durch diese zwei Löcher hin­aus und fär­ben den Koch rot ein. Auch der Aufsatz mei­nes Pürierstabes ist wohl nicht wirk­lich geschlos­sen, wenn die Flüssigkeit rich­tig flüs­sig ist. Neben dem Koch wird auf die­sem Wege dann auch die Kochbeihilfe in Form der Ehefrau ordent­lich rot eingesaut.

Nachdem ich die Küche, mich selbst und meine Frau wie­der halb­wegs sau­ber hatte, wurde die Masse in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab püriert und danach durch ein Sieb gestri­chen. Tatata, die Garnelensauce ist voll­en­det und tat­säch­lich, sie ist sehr, sehr fein und kein Fitzelchen der Schale hat sich in ihr ver­irrt. Es geht — ich bin begeistert!

Nun wird es aber Zeit für die Garnelen. Flugs eine neue Pfanne auf­ge­setzt und dort den rest­li­chen Knoblauch und die Chilli anbra­ten. Die Garnelen in die Pfanne geben und eben­falls 1–2 Minuten bra­ten. Haben sie leicht Farbe ange­nom­men, kommt die Garnelensauce mit in die Pfanne und es darf köcheln. Nun die Tomaten, die Hälfte des Rucola und die Petersilie dazu geben und alles unterrühren.

Jetzt ist es fast geschafft und alles was noch fehlt sind die Linguine. Diese wer­den mit der Sauce ver­mengt und dann kann auch schon ange­rich­tet wer­den. Alles auf den Teller geben und den rest­li­chen Rucola obendrauf.

Linguine mit Garnelen ala Jamie Oliver - Foto 2

Sieht doch ganz appe­tit­lich aus, oder?

Mein Resümee:

Ich habe schon einige Rezepte nach­ge­kocht und vie­les war ganz gelun­gen, eini­ges ging dane­ben und man­ches war so über­haupt nicht mein Fall. Hier war ich sehr gespannt, hatte ich doch zuvor noch nie Schalen mit­ver­ar­bei­tet. Zudem hat Jamie in sei­nem Jamie Magazin in der Ausgabe März / April 2012 auf Seite 95, bei der Vorstellung des Gerichtes, ordent­lich auf den Putz gehauen:

Linguine mit Garnelen ist unser belieb­tes­tes Gericht. Die Gäste lecken sich die Finger danach ab.“

Was soll ich sagen? Linguine mit Garnelen alla Jamie Oliver haben mich wirk­lich aus den Schuhen gehauen und ich bin so kurz davor die­ses Gericht als die leckerste Pasta zu bezeich­nen, die ich bis­her essen durfte. Geschmacklich bin ich kom­plett begeis­tert, das Gericht hat eine sanfte Schärfe, ein abso­lut inten­si­ves Garnelenaroma (Dank der Schalen!), dazu die fruch­ti­gen Tomaten, der nus­sige Rucula — super! Ich liebe es. Schlicht und ein­fach Liebe.

Handwerklich ist mir das Gericht lei­der nicht per­fekt gelun­gen. Die Garnelen waren ein biss­chen zu gar, dadurch leicht fest und folg­lich ein wenig tro­cken. Zudem habe ich die Nudeln in der Garnelensauce auch noch zu lange köcheln las­sen (Ich wollte die Sauce noch ein biss­chen in der Pfanne redu­zie­ren, sie schien mir zu flüs­sig, was sie letzt­lich aber nicht war.), so dass die Nudeln nicht mehr ganz al dente waren. Übung macht eben den Meister ;-)

Ich freue mich schon dar­auf es beim nächs­ten Mal bes­ser zu machen und ein nächs­tes Mal wird es ganz sicher schon in naher Zukunft geben. Trotz der klei­nen hand­werk­li­chen Fehler schmeckt das Gericht wirk­lich sen­sa­tio­nell gut.