Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern

Heute Abend trifft Deutschland bei der Fußball-EM auf den ewi­gen Angstgegner Italien und kämpft um den Einzug ins Finale. Italien ist fällig!

Zur Einstimmung auf ein hof­fent­lich gro­ßes Spiel, gab es etwas typisch Italienisches: Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern, bei­des nach einem Rezept von Jamie Oliver.

Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern

Zutaten Saltimbocca alla Romana — 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 107)

  • 4 Kalbsschnitzel (a 150 g)
  • 8 Scheiben Parmaschinken
  • 8 Scheiben Salbei
  • 2 EL Butter
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Olivenöl
  • 1 guter Schuss Marsala, bei Bedarf

Bei Jamie ist das Rezept übri­gens für 4 Personen, aber 150 g Schnitzel pro Person ist ein biss­chen wenig. Auf jeden Fall in Maltes Kitchen, der Typ ist halt leicht verfressen.

Zubereitung Saltimbocca:

Die Kalbsschnitzel mit Klarsichtfolie abde­cken und mög­lichst flach klop­fen. Jedes Schnitzel von bei­den Seiten pfef­fern (Nicht sal­zen, weil der Parmaschinken schon sal­zig genug ist!), mit 2 Salbeiblättern bele­gen und in 2 Scheiben Parmaschinken einrollen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men, einen TL Butter und einen klei­nen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben und die Schnitzel von jeder Seite ca. 2 Minuten bra­ten. Falls noch eine Marsala-Sauce gemacht wer­den soll, die Schnitzel nach dem Braten warm stellen.

Für die Sauce die Hitze in der Pfanne etwas höher stel­len und mit einem guten Schuss Marsala den Bratensatz lösen. Kurz (2–3 Minuten) ein­kö­cheln las­sen, Hitze run­ter dre­hen (darf jetzt nicht mehr kochen) und einen EL kalte! Butter in die Sauce rüh­ren. Evtl. noch sal­zen und pfef­fern, das war es schon.

Die Polenta-Taler haben super zum Saltimbocca gepasst

Zutaten Polenta-Taler — 3 Portionen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 102)

  • 150 g Polenta
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 30 g Parmesan, gerieben
  • 15 ml Olivenöl
  • Salz und Schwarzer Pfeffer

Zubereitung Polenta-Taler:

Die Brühe in einem Topf erhit­zen, die Polenta ganz lang­sam ein­rie­seln las­sen und dabei stän­dig umrüh­ren. Bei klei­ner Hitze die Polenta ca. 15–20 Minuten kochen, zwi­schen­durch immer mal wie­der umrüh­ren. Topf vom Herd neh­men und das Olivenöl sowie den Parmesan unter­rüh­ren, jetzt noch sal­zen und pfeffern.

Die Polenta-Masse nun auf ein mit Klarsichtfolie aus­ge­leg­tes Backblech (ca. 30x20 cm) strei­chen, kurz abküh­len las­sen und dann in den Kühlschrank geben, bis sie durch­ge­hend fest gewor­den ist.

Vor dem Braten die Polenta mit einem Glas in einer run­den Form aus­ste­chen (Man kann sie natür­lich auch qua­dra­tisch schnei­den und sie Polenta-Quadrat nen­nen.). Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze auf­set­zen, einen gro­ßen Schuss (Das Öl sollte ca. 1 cm hoch in der Pfanne ste­hen.) Raps– oder ande­res Pflanzenöl hin­ein­ge­ben und die Taler lang­sam aus­bra­ten, bis sie eine gold­gelbe Kruste bekommen.

Wer mag, kann die Taler beim Anrichten auch noch mit frisch gerie­be­nen Parmesan bestreuen.

Mein Resümee:

Saltimbocca ist ein­fach ein Klassiker, so wie Deutschland gegen Italien und schmeckt immer wie­der gut. Ich mag es auch mit Schweinefleisch oder mit Hähnchenbrust. Nur mit dem Salbei muss ich vor­sich­tig sein und ihn spar­sam dosie­ren, sonst schmeckt er mit zu intensiv.

Die Polenta-Taler fand ich rich­tig gut, obwohl ich sonst nicht so auf Polenta stehe. Jamie ver­wen­det in die­sem Rezept viel Flüssigkeit und nicht sooooooooo viel Parmesan, dadurch wird der Geschmack etwas dezen­ter; viel­leicht liegt mir das geschmack­lich eher.

Von der Marsala-Sauce gibt es kein Foto, die ist mir näm­lich ordent­lich abge­schis­sen. Ich war mit dem Anrichten beschäf­tigt und habe lei­der nicht gese­hen, dass die Sauce nach dem Montieren (Einrühren der Butter) wie­der zu kochen anfing. So kann es gehen, wenn man nicht auf­passt. Dann knallt es, so wie bei den Italienern heute im Kasten!

Souvlaki, Bifteki und Kartoffeln nach kre­ti­scher Art

In ein paar Stunden spielt die deut­sche Mannschaft ihr Viertelfinale gegen Griechenland. Grund genug, heute grie­chi­sches Essen auf den Tisch zu brin­gen, um sich schon Mal auf das große Spiel einzustimmen.

Wenn ich beim Griechen esse, dann gibt es meis­tens den Plaka– oder Rhodosteller. Mit Gyros, Zaziki, Souvlaki und Bifteki. Für mein grie­chi­sches EM-Menü heute, habe ich mich für Souvlaki, Bifteki, Zaziki und Kartoffeln nach kre­ti­scher Art entschieden.

Mein griechisches EM Menü - Souvlaki, Bifteki, Zaziki und Kartoffeln nach kretischer Art

Zutaten Zaziki — 2 Personen(Originalrezept: Chefkoch — User Jamaica)

  • 250 g grie­chi­scher Joghurt
  • 1/2 Salatgurke
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung Zaziki:

Zuerst wird die Salatgurke geschält, gevier­telt, die inne­ren Kerne ent­fernt (ein­fach mit einem Löffel aus­höh­len) und dann in ganz dünne Streifen geschnit­ten. Danach die Gurkenstreifen sal­zen und abwar­ten, bis der Saft austritt.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schä­len und ganz fein hacken. Normalerweise sollte lauft Originalrezept der Knoblauch gepresst wer­den, aber meine Presse habe ich irgend­wann mal ent­sorgt, weil sie nix taugte. Also gaaaaaaanz fein hacken.

Danach den grie­chi­schen Joghurt ordent­lich umrüh­ren und den Knoblauch dazu geben. Die Gurkenstreifen mit einem Küchentuch abtup­fen und sie dann zum Joghurt geben. Alles rich­tig gut umrüh­ren und schon ein biss­chen sal­zen und pfef­fern. Durchziehen las­sen und danach noch ein­mal mit Salz und Pfeffer abschme­cken — fertig.

Zaziki gehört einfach zu einem griechischen Essen dazu.

Zutaten Souvlaki — 2 Personen (Originalrezept: monambelles.de)

  • 300 g Schweinerücken
  • 1,5 EL gutes Olivenöl
  • 3 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1/2 TL getrock­ne­ter Oregano
  • ca. 1 TL Salz

Im Originalrezept wird Hühnchenbrust ver­wen­det, aber ich kenne das Souvlaki beim Griechen immer nur mit Schweinefleisch. Daher wollte ich auch Schweinefleisch neh­men und habe mich für Schweinerücken entschieden.

Zubereitung Souvlaki:

Angefangen habe ich hier mit der Marinade. Dafür zuerst die Zitrone pres­sen und den Saft (3 EL) in eine Schüssel geben. Das Olivenöl und den Oregano dazu geben und alles gut mit­ein­an­der ver­rührt. Nun die Marinade noch sal­zen und dann kann man sich auch schon um das Fleisch kümmern.

Den Schweinerücken in fla­che, mund­ge­rechte Stücke (ca. 1 cm dick) schnei­den und in die Marinade geben. Schüssel abde­cken und für min­des­tens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

In einer hei­ßen Pfanne, mit 1 TL Olivenöl kurz von bei­den Seiten braten.

Souvlaki ist einfach immer lecker und wirklich schnell zubereitet.

Zutaten Bifteki — 2 Personen (Originalrezept: Chefkoch — User WindandWaves)

  • 300 g Rinderhack
  • 100 g Feta aus Kuh– und Schafsmilch
  • 1 mit­tel­große Zwiebel, in Würfel
  • 2 Eier
  • 1 Brötchen, altbacken
  • hal­bes Bund glatte Petersilie
  • 1/2 TL getrock­ne­ter Oregano
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Piment, gemahlen
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Ich bin nicht der große Fan von Fetakäse und habe des­halb nur ein wenig Feta in das Bifteki gege­ben. Wer sehr gerne Feta isst, der kann auch mehr Feta verwenden.

Zubereitung Bifteki:

Die Zwiebel schnei­den und in 1 EL Olivenöl auf mitt­le­rer Hitze anschwit­zen, bis sie gla­sig ist. Das Brötchen in Wasser ein­wei­chen, danach aus­pres­sen und in kleine Würfel rei­ßen. Die Petersilie fein hacken.

Alle Zutaten, bis auf den Schafskäse, zusam­men mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben gut mit­ein­an­der ver­men­gen. Salzen und pfef­fern und zur Sicherheit einen klei­nen Probeklops bra­ten. Da spä­ter noch der Fetakäse in die Mitte des Bifteki kommt, das Hack nicht zu stark salzen.

Klops pro­biert und schmeckt? Dann Hände mit Wasser nass machen und ver­su­chen halb­wegs ansehn­li­che, leicht läng­li­che und flach gedrückte Bifteki-Klopse zu formen.

Die Bifteki bei mitt­le­rer Hitze in 2 EL Olivenöl lang­sam von bei­den Seiten bra­ten. Nicht zu viel Hitze geben, sonst wird es Außen zu dun­kel und innen noch roh. Langsam bra­ten, dann wer­den die Bifteki wun­der­bar saftig.

Bifteki gehört zum Standard-Programm, wenn ich beim Griechen essen gehe.

Zutaten Kartoffeln nach kre­ti­scher Art — 4 Personen

  • 500 g Kartoffeln, festkochend
  • 300 g Sour Creme
  • 5 EL Sahne
  • 2 EL Mayonnaise
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung Kartoffeln nach kre­ti­scher Art:

Das Rezept zu die­sem Kartoffel-Auflauf habe ich vor län­ge­rer Zeit mal in einer Zeitschrift ent­deckt und es notiert. Leider weiß ich nicht mehr wel­che Zeitschrift das war.

Zunächst habe ich mich um die Sour Creme-Sahne-Mischung geküm­mert und in einer Schüssel die Sour Creme mit der Sahne und der Majonaisse verrührt.

Den Ofen auf 200 °C vor­hei­zen. Die Kartoffeln schä­len, waschen und mit einem Hobel in ganz dün­nen Scheiben schnei­den. Eine ofen­feste Auflaufform mit dem (geschäl­ten) Knoblauch aus­rei­ben und mit gutem Olivenöl auspinseln.

Die Kartoffeln in die Form geben und sal­zen und pfef­fern. Nun die Sour Creme-Sahne-Mischung über die Kartoffeln ver­tei­len und die Form in den Ofen geben. Die Kartoffeln ca. 60 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche gold­braun gewor­den ist.

Das EM-Gericht - Souvlaki, Bifteki, Zaziki und Kartoffenl nach kretischer Art

Mein Resümee:

Was soll ich sagen? Ich liege wie Garfield auf dem Sofa und bin papp­satt, aber sehr zufrie­den. Griechisches Essen ist ein­fach Männeressen und ich muss ehr­lich sagen, dass alle vier Gerichte echt gut gelun­gen sind.

Das Zaziki schmeckt wie beim Griechen umme Ecke. Die Spieße sind sogar bes­ser als beim Griechen umme Ecke und der Auflauf ist wun­der­bar cre­mig. Einzig das Bifteki trifft bei mir nicht voll ins Schwarze, mich stört so ein biss­chen das Piment. Da würde ich beim nächs­ten Mal ein biss­chen weni­ger von nehmen.

Ich hoffe, die deut­sche Elf betreibt heute Abend einen ähn­li­che Aufwand wie ich in der Küche, dann ist das Halbfinale schon gebucht.

Vandbakkelseskrans

Im Moment fehlt lei­der ein biss­chen die Zeit zum Kochen und somit auch für das Bloggen, aber bevor es ganz unter­geht, gibt es heute das Rezept für den Vandbakkelseskrans. Den gab es als typisch däni­sches Gericht beim Spiel Deutschland gegen Dänemark.

Typisch Dänisch der Vandbakkelseskrans

Zutaten für 1 Vandbakkelseskrans — (Quelle: Rezepte aus Dänemark)

Zutaten für den Teig

  • 2 dl Wasser
  • 100 g Butter
  • 100 g Weizenmehl
  • 1/2 TL Zucker
  • 3 Eier (Klasse M)

Zutaten für die Füllung

  • 2 EL Vanillezucker
  • 1/4 Liter Sahne
  • sowie 50 g dunkle Schokolade (ab ca. 55% Kakao) für die Verzierung

Im Originalrezept wird die Füllung noch mit Eigelb ange­rührt. Darauf habe ich aber ver­zich­tet, ich ver­wende nicht so gerne rohes Ei. Zudem wird im Originalrezept mit fri­scher Vanille und mit Puderzucker gear­bei­tet. Ich habe selbst­ge­mach­ten Vanillezucker ver­wen­det und ihn mit dem Pürierstab ein biss­chen aufgepudert.

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vor­hei­zen. Das Wasser zusam­men mit der Butter in einem Topf zum Kochen brin­gen, Zucker und Mehl dazu geben und gut ver­rüh­ren. Der Teig soll jetzt ein biss­chen Wärme anneh­men und danach eine kurze Weile ruhen, bevor die Eier unter­ge­mischt wer­den (sonst sto­cken die Eier). Nach ca. 5 Minuten Wartezeit die Eier dann nach und nach unterrühren.

Mit Hilfe eines Tellers auf Backpapier einen Kreis (ca. 20 cm Durchmesser) malen oder wie in mei­nem Fall der Frau diese Aufgabe über­las­sen, die fröh­lich den ollen Schulzirkel raus­holt. Nun den Teig in eine Spritztüte fül­len und mit dem Teig den Kreis nach­zeich­nen. Außen um die­sen Kreis noch einen zwei­ten Kreis mit dem Teig auf­sprit­zen. Den rest­li­chen Teig auf beide Kreise mit­tig verteilen.

Den Teig in den Backofen geben (unterste Schiene) und für ca. 20 Minuten backen. In die­ser Zeit den Backofen nicht öff­nen, weil der Teig sonst zusam­men fällt. Nach 20 Minuten den Teig aus dem Ofen holen und abküh­len las­sen. Im Idealfall (Also nicht in mei­nem Fall!) sollte der Teig jetzt ein biss­chen auf­ge­gan­gen sein.

Für die Füllung nun die Sahne steif schla­gen und den Vanille-Puderzucker unter­he­ben. Jetzt noch schnell eine Schüssel im Wasserbad erwär­men und die dunkle, klein­ge­hackte Schokolade schmel­zen lassen.

Normalerweise soll der Teig beim Backen auf­ge­hen, so dass man ihn in der Mitte auf­schnei­den und mit der Füllung bele­gen kann. Mein Teig ist nicht auf­ge­gan­gen, also habe ich schnell noch einen zwei­ten, nicht auf­ge­hen­den, Teig geba­cken und den einen als Boden, den ande­ren als Deckel ver­wen­det. Dazwischen die Vanillesahne gestri­chen und zum Schluss mit der geschmol­ze­nen Schokolade verunstal­tetziert.

Der Vandbakkelseskrans schmeckte so ein bisschen wie Eclaires

Mein Resümee:

Ganz nett, so wie das Spiel der Dänen, aber am Ende reicht das nicht für ein Viertelfinale. Da muss mehr kom­men, auch geschmack­lich, sonst schläft der Zuschauer beim Kauen ja ein. So ein biss­chen erin­nert der Vandbakkelseskrans an Eclaires, diese gefüll­ten Knochen oder Bällchen. Und die hauen mich auch nicht aus den Stutzen. Für Zwischendurch, zum Wegatmen aber ganz ok.

Friet sate mit Frikandel speciaal

Heute Abend geht es bei der Fußball EM im zwei­ten Gruppenspiel der deut­schen Mannschaft gegen den ewi­gen Rivalen Holland. Die Niederländer sind erfreu­li­cher­weise mit einer Niederlage ins Turnier gestar­tet und wenn es rich­tig gut läuft, dann schi­cken wir sie heute nach Hause.

Nachdem ich mir am ers­ten Spieltag ein por­tu­gie­si­sches Gericht (Schweinerücken in Orangensauce mit gol­de­nen Kartoffeln) gekocht habe, kommt heute etwas typisch Niederländisches auf den Tisch: Selbstgemachte Fritten mit einer selbst­ge­mach­ten Satè Sauce und die immer wie­der geile Frikandel spe­ciaal, mit selbst­ge­mach­ter Frietsaus.

Bei jedem Besuch in den Niederlanden Pflichtprogramm - leckere Pommes und eine Frikandel.

Bei jedem Besuch in den Niederlanden Pflichtprogramm — leckere Pommes und eine Frikandel speciaal.

Alle Zutaten sind für 2 Personen angegeben.

Zutaten für die Sate Sauce — (Quelle: Chefkoch — User kara­bu­run)

  • 100 g Erdnussbutter ohne Stückchen
  • 160 g Hühnerbrühe
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Curryulver (Laut Originalrezept 2 EL)
  • etwas Chilipulver
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt

Zubereitung Sate Sauce:

Die Erdnussbutter mit der Hühnerbrühe in einen Topf geben und ver­mi­schen (am bes­ten mit einem Schneebesen). Die rest­li­chen Zutaten hinzu geben und die Sauce bei mitt­le­rer Hitze ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine sämige Konsistenz annimmt. Fertig.

Zutaten für die Frietsaus — (Quelle: Katharina kocht)

  • 150 ml Rapsöl
  • 1 Ei
  • 1–2 TL Senf, mit­tel­scharf
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise schwar­zer Pfeffer (laut Originalrezept wei­ßer Pfeffer)
  • 1 Prise Zucker

Im Originalrezept wer­den noch fein gewiegte Kräuter verwendet.

Zubereitung Frietsaus:

Ratzfatz geht das hier. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürie­ren bis sich eine schöne, feste Konsistenz gebil­det hat.

Ich halte dabei den lau­fen­den Pürierstab immer für einige Sekunden am Boden des Gefäßes und ziehe ihn dann ganz lang­sam, Stück für Stück, nach oben. Das klappt eigent­lich immer und es gerinnt nichts. Frietsaus ready.

Ich stehe total auf friet sate!

Zutaten für die Pommes und Frikandel– (Quelle: Chefkoch — User kara­bu­run)

  • 800 g vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 2–4 Frikandel
  • 1 Liter Pflanzenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl — nach eige­ner Vorliebe

Zubereitung Pommes und Frikandel:

Ich habe zuvor noch nie selbst Pommes zube­rei­tet. Klar, als ich noch eine Fritteuse hatte, gab es ab und zu mal die fer­ti­gen Pommes aus der Tiefkühle. In den letz­ten Jahren gab es Pommes aber immer nur von der Pommesbude oder McDonalds.

Heute wollte ich aber rich­tige Pommes machen. Sie soll­ten aus fri­schen Kartoffeln sein, ich wollte keine indus­tri­ell vor­be­rei­te­ten Pommes neh­men. Nachdem ich mich so ein biss­chen schlau gemacht hatte, habe ich mich für die Zubereitungsart „Zweimal frit­tie­ren“ entschieden.

Dazu die Kartoffeln schä­len, in Frittenform schnei­den und für ca. 20 Minuten in kal­tes Wasser legen. Dadurch sol­len die Kartoffeln ein biss­chen von der äuße­ren Stärke ver­lie­ren und nicht mehr anein­an­der kle­ben. Nach 20 Minuten die Kartoffeln rich­tig sorg­fäl­tig abtup­fen, damit es spä­ter beim Frittieren nicht so spritzt.

Da ich keine Fritteuse mehr besitze, habe ich einen Topf auf­ge­setzt und das Öl lang­sam heiß wer­den las­sen. Bei ca. 140 °C soll­ten die Kartoffeln nun für ca. 6 Minuten frit­tiert wer­den. Die Temperatur konnte ich ohne Fritteuse natür­lich nicht so genau kon­trol­lie­ren, des­halb habe ich ein­fach ein Holzstäbchen in das Öl gehal­ten und als am Stäbchen so lang­sam Perlen hoch­s­tie­gen, die Kartoffeln ins Öl gege­ben. Nach 6 Minuten habe ich sie mit einer Schaumkelle aus dem Öl geholt und sie auf Küchentüchern gelegt, damit sie ein biss­chen ent­fet­ten konnten.

Jetzt soll­ten die Kartoffeln etwas abküh­len, bevor sie ein zwei­tes Mal frit­tiert wer­den. Ich habe knapp 10 Minuten gewar­tet und zum Zeitvertreib schon mal ein biss­chen „Ohne Holland fahr’n wir zu EM!“ gesungen.

Dann habe ich das Öl im Topf wie­der heiß wer­den las­sen. Dieses Mal soll­ten die Kartoffeln bei ca. 180 °C noch für 3–4 Minuten frit­tiert wer­den. Das Fett sollte also etwas hei­ßer wer­den und so habe ich ein­fach dar­auf geach­tet, dass die Perlen am Holzstäbchen etwas stär­ker auf­stie­gen. Rein mit den Kartoffeln ins Öl und noch ein­mal 3–4 Minuten frit­tie­ren. Rausnehmen, auf Küchenpapier abtrop­fen las­sen, sal­zen und fertig.

Einmal Frikandel speciaal bitte!

Jetzt fehlte natür­lich noch die Frikandel und die brauchte nur 4–5 Minuten im hei­ßen Öl frit­tie­ren und dann konnte auch schon ange­rich­tet wer­den. Frikandel in der Mitte auf­schnei­den, links die selbst­ge­machte Frietsaus druff, rechts der typi­sche Curry-Gewürz-Ketchup und oben­drauf die fein gehack­ten, rohen Zwiebeln. Lecker!

Mein Resümee:

Von mir aus könn­ten wir ein­mal pro Woche gegen die Niederlande gewin­nen spie­len, so lecker sind Pommes, Saucen und Frikandeln.

Die Satè Sauce war echt ein Knaller und die Currynote in der Sauce kam rich­tig gut. Meine Frau steht nor­ma­ler­weise über­haupt nicht auf Erdnusssaucen (Erdnussbutter fin­det sie aber ober­geil.), aber die hier fand sie „voll lecker“. Das ist selten!

Die Frietsaus hat mir auch sehr gut gefal­len. Besonders weil sie nur ein paar Sekunden Zubereitungszeit braucht und bes­ser als jede gekaufte Majo ist. Beim nächs­ten Mal würde ich viel­leicht noch einen Tick Säure zugeben.

Die Pommes. Leeeeeeider nicht so rich­tig gut gelun­gen. Dabei sahen sie echt toll aus.

Die ersten selbstgemachten Pommes. Eine gute 3, würde ich sagen.

Geschmacklich waren sie auch toll und man schmeckte im Vergleich mit TK-Pommes oder Pommesbuden-Pommes deut­lich mehr Kartoffel raus. Was aber fehlte — und das gehört für mich zu guten Pommes dazu — das knusp­rige Äußere .

Die Pommes waren ein­fach nicht rich­tig knusp­rig, nur so im Ansatz merkte ich etwas davon. Schade, aber eben auch ein Grund mehr, dem­nächst mal wie­der selbst­ge­machte Pommes auf den Speiseplan zu brin­gen. So leicht (wie nach­her hof­fent­lich die Niederländer!) gebe ich mich natür­lich nicht geschla­gen. Ich möchte knusp­rige Pommes machen!

Schweinerücken an Orangensauce mit gol­de­nen Kartoffeln

Heute Abend beginnt für Deutschland die EM und als ers­ter Gegner wird Portugal weg­ge­putzt. Wenn nicht auf dem Platz, dann zumin­dest bei mir auf dem Teller. Für die Zeit der EM habe ich mir näm­lich vor­ge­nom­men, jeweils am Spieltag der Deutschen ein Gericht aus dem jewei­li­gen Land des deut­schen Gegners zu kochen / zu essen.

Den Anfang macht heute die por­tu­gie­si­sche Küche mit Lombo de Porco com Laranja und Batatas dou­ra­das. Das Rezept für den Schweinerücken habe ich von saborintenso.com und die Bratkartfoffeln habe ich bei Chefkoch von User Heimwerkerkönig gefunden.

Schweinerücken in Orangensauce mit Goldenen Kartoffeln

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Schweinerücken von saborintenso.com / Kartoffeln von Chefkoch Heimwerkerkönig)

Zutaten für die gol­de­nen Kartoffeln (Batatas douradas)

  • 800 g Kartoffeln
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Tasse Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz

Zutaten für den Schweinerücken an Orangensauce (Lombo de Porco com Laranja)

  • Schweinerücken, ca. 1.3 kg
  • 70 g Butter
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Zimtstange
  • Abrieb einer Orange
  • Saft von 2 Orangen
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 80 ml Portwein (weiß)
  • 30 ml Orangenlikör
  • 2 Zweige Thymian
  • 4 EL Orangenmarmelade
  • 1 EL Honig
  • Salz

Frischer Schweinerücken und leckere Zutaten

Zubereitung:

Ich gebe die Rezepte heute nur in Kurzform wie­der, weil ihr sie in die­sem Fall ja auch direkt bei der Quelle nach­le­sen könnt.

Den Anfang machen die gol­de­nen Kartoffeln, die zunächst geschält und gevier­telt und danach in Salzwasser gar gekocht wer­den. Nach dem Abgießen kom­men sie zusam­men mit dem Olivenöl und dem Knoblauch in eine Pfanne und wer­den dort gold­braun gebra­ten. Sobald sie soweit sind, wer­den sie mit dem Essig beträu­felt. Das war es schon, sehr sim­pel, aber so rich­tig lecker.

Die goldenen Kartoffeln waren wirklich saulecker!

Die gol­de­nen Kartoffeln waren wirk­lich saulecker!

Weiter geht es mit dem Schweinerücken an Orangensauce, der wirk­lich sehr ein­fach zuzu­be­rei­ten war.

Zunächst wird das Fleisch gewa­schen, tro­cken getupft und mit Meersalz gesal­zen. Einen gro­ßen Topf auf­set­zen, die Butter heiß wer­den las­sen und den Rücken rundum anbra­ten, bis er etwas Farbe bekom­men hat.

Nun Lorbeerblätter, Nelken, Zimtstange, Orangenschale, den Orangenlikör, Portwein, Orangensaft, Hühnerbrühe und den Thymian in den Topf geben. Topf abde­cken und 15 Minuten köcheln las­sen. Nach der Hälfte der Zeit den Braten wenden.

In der Zwischenzeit die Orangenmarmelade mit dem Honig ver­rüh­ren und den Ofen auf 190  °C vor­hei­zen. Nach 15 Minuten den Braten aus dem Topf in eine ofen­feste Form geben und mit der Orangenmarmelade bestrei­chen. Mit einer Schöpfkelle die Gewürze aus der Sauce ent­fer­nen und die Sauce zum Schweinerücken gie­ßen. Nun den Braten für ca. 30 Minuten in den Ofen geben.

Ich habe zwi­schen­durch mit einem Bratenthermometer die Kerntemperatur des Schweinerückens über­prüft und bei 65 °C den Braten aus dem Ofen geholt. Dann wurde er zum Ruhen las­sen in Alufolie gewi­ckelt und nach ca. 5 Minuten ange­schnit­ten, da war er dann sehr saftig.

Die Orangensauce habe ich, anders als im Rezept ange­ge­ben, noch mit ein biss­chen Speisestärke ange­dickt. So ganz flüs­sige Saucen sind nicht so unbe­dingt meine Sache, ein biss­chen Konsistenz dür­fen die schon haben.

Heute gab es passend zur EM ein portugiesisches Rezept - Schweinerücken an Orangensauce mit goldenen Kartoffeln

Mein Resümee:

Vorneweg, die Kartoffeln waren der Oberknaller. Mit dem Essig und dem Knoblauch waren die wirk­lich ein Gedicht. Die gibt es wie­der, schon bald.

Der Schweinerücken war sehr zart, sehr saf­tig und die Sauce war sehr fruch­tig und erfri­schend. Allerdings fehlt hier ein­deu­tig die pas­sende Location oder wenigs­tens das pas­sende Wetter. Bei 25 °C mit Blick auf das Meer schmeckt der Schweinerücken mit der Orangensauce sicher noch­mal so gut. Im Pott, bei bewölk­tem Wetter mag ich kräf­tige Saucen dann doch lieber.

Geschmeckt hat es uns so gut, dass wir die Teller weg­ge­putzt haben. Das glei­che steht heute Abend hof­fent­lich den Portugiesen bevor und anstatt Schweinerücken gibt es dann eine große Portion Schweini.