Carbonara mit Salsiccia

Bei mei­nem letz­ten Online Einkauf bei Gustini.de wan­derte fri­sche, ita­lie­ni­sche Salsiccia (eine sehr wür­zige Wurst aus gro­bem Schweinehack) in den Einkaufskorb. Ich liebe Salsiccia, weil sie eine tolle Alternative zur fri­schen, deut­schen Bratwurst ist und weil sie so herr­lich wür­zig schmeckt.

Da es sie in den Geschäften in mei­ner Umgebung nicht zu kau­fen gibt, steht sie eher sel­ten auf dem Speiseplan und ich freue mich jedes mal um so mehr, wenn sie mal wie­der auf den Tisch kommt. Bisher hat meine Frau sie immer zube­rei­tet (meis­tens in einem tol­len Risotto); jetzt darf ich end­lich mal an die Wurst!

Ein pas­sen­des Rezept musste ich aber zuvor noch schnell fin­den und bin bei mei­nem liebs­ten Koch, Jamie Oliver, fün­dig gewor­den. Carbonara mit Salsiccia — das klang toll — ich könnte mich näm­lich in eine gute Carbonara rein­le­gen und nie wie­der auf­ste­hen. Meiner Frau geht es da ähn­lich, also ent­schie­den und ran an die Pfanne.

Die Zutaten für die Linguine Carbonara mit Salsiccia

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Jamieoliver.com)

  • 200 g Linguine
  • 250 g Salsiccia
  • 80 g Pancetta, gewür­felt
  • 3 große Eigelb
  • 80 g Sahne
  • 80 g Parmesan
  • abge­rie­bene Schale 1/2 unbeh. Zitrone
  • 1 Stängel glatte Petersilie, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • Olivenöl

Das Original Rezept von Jamie Oliver, für 4 Personen, fin­dest du hier.

Preise der wich­tigs­ten Zutaten:

  • Salsiccia fre­sca 250 g = 4,99 €
  • Pancetta 80 g = 1,79 €
  • Parm. Reggiano 200 g = 4,49 €
  • ins­ge­samt = 11,27 €

Die rest­li­chen Zutaten waren noch vorrätig.

Zubereitung:

Das Tolle an die­sem Gericht ist die kurze Kochzeit, es geht näm­lich ratz­fatz wenn man die Zutaten vor­be­rei­tet. Deshalb habe ich zunächst den Pancetta gewür­felt, den Parmesan gerie­ben, den Knoblauch in Scheiben geschnit­ten und die Petersilie gehackt.

Danach habe ich die Eier getrennt und die Eigelbe zusam­men mit der Hälfte des Parmesan, der Sahne, der Petersilie und dem Abrieb der Zitrone ver­rührt. Dazu nehme ich neu­er­dings tat­säch­lich immer einen Schneebesen (Ha!) , das klappt dann doch am Besten. Ein Löffel, den ch zuvor immer benutzt habe, geht aber natür­lich auch, dau­ert nur länger.

Nachdem ich die Ei-Käse-Sahne Mischung fer­tig habe, schneide ich die Salsiccia längs auf und ent­ferne das Brät aus der Pelle. Eigentlich sollte es nun zu klei­nen Bällchen geformt wer­den, aber ich fand die Original Form auch mal ganz schön, habe es so gelas­sen und die Salsiccia nur noch schnell in klei­nen Stücke geschnitten.

Dann eine Pfanne erhit­zen (mitt­lere Hitze), sobald sie heiß ist das Olivenöl in die Pfanne geben und die Salsiccia darin von allen Seiten anbra­ten. Nun darf noch der Pancetta mit in die Pfanne, bis er gold­braun gewor­den ist.

Inzwischen einen Topf für die Linguine auf­stel­len und die Nudeln dann nach Packungsangabe al dente kochen. Sobald sie fer­tig sind abgie­ßen und dabei eine Kelle Kochwasser auf­be­wah­ren. Zurück in den Kochtopf mit den Nudeln und die Käse-Ei-Mischung drü­ber geben. Durch die Hitze der Nudeln und die Resthitze des Topfes wird das Eigelb in der Mischung gegart. Aber da die Hitze gering ist, wird das Eigelb nicht fest, son­dern wun­der­voll cremig.

Nun gebe ich die Nudeln mit einem Schwung in die Pfanne zu der Salsiccia und dem Pancetta und ver­mi­sche alles mit­ein­an­der. Hier kann es jetzt sein, dass die Nudeln ein biss­chen zu viel Sauce auf­neh­men, da hilft dann das auf­ge­fan­gene Kochwasser. Einfach soviel davon dazu geben, bis man die gewünschte Sämigkeit erreicht hat.

Linguine Carbonara mit Salsiccia nach Jamie Oliver Rezept

Alles auf einen vor­ge­wärm­ten Teller geben und den rest­li­chen Parmesan drü­ber streuen. Wer mag kann ein paar Tropfen Olivenöl über die Nudeln geben und dann sollte man sich sofort über den Teller hermachen.

Mein Resümee:

Lecker! Wirklich rich­tig lecker. Die Carbonara an sich ist schon toll und schmeckt wun­der­bar cre­mig. Bei der Zugabe des Zitronenabrieb war ich zuvor ein biss­chen besorgt, weil ich bei ande­ren Gerichten schon häu­fig  mit der Menge der Zitronenschale falsch lag und es mir dann doch zu zitro­nig schmeckte. Beim ers­ten Probieren schmeckte ich die Zitrone hier auch zu stark her­aus, komi­scher­weise ver­lor sich das jedoch schon nach der zwei­ten Gabel und es schmeckte dann wirk­lich sehr frisch.

Die Salsiccia hat dem Gericht dann noch mal einen beson­de­ren Kick gege­ben. Sie schmeckte herr­lich wür­zig und aro­ma­tisch mit einer lecke­ren Kräuternote, das passte per­fekt zu der Carbonara. Hiermit könnte man sich kugel­rund essen, so schnell, ein­fach und lecker wie das ist!

Handwerklich hat hier auch alles funk­tio­niert. Die Nudeln waren al dente (da habe ich ab und zu mal Schwierigkeiten), die Salsiccia war saf­tig, die Ei-Käse-Mischung ist nicht gestockt und blieb schön cremig.