Knuspriger Blutwurststrudel {nach Frank Rosin}

An Blutwurst schei­den sich ja bekannt­lich die Geister. Während die einen totale Blutwurst-Junkies sind, neh­men die ande­ren schon beim Gedanken daran Reißaus. Lange Zeit stand ich der Blutwurst neu­tral bis ableh­nend gegen­über, mitt­ler­weile schmeckt sie mir aber immer bes­ser. Mein Frau hin­ge­gen nimmt die Beine in die Hand, sobald ich an Blutwurst auch nur denke (Sie sieht mir das an. Anscheinend habe ich ein Blutwurstgesicht!).

Nichtsdestotrotz kommt ab und zu Blutwurst auf den Tisch, meis­tens dann, wenn die Frau mit Freundinnen unter­wegs ist und ich sturm­frei habe. Wie neu­lich, da gab es dann einen knusp­ri­gen Blutwurststrudel nach Frank Rosin Rezept, anstatt einer wil­den Party. Ich bin schon ein coo­ler Bursche! :rolleyes: :biggrin:

Zubereitung • Knuspriger Blutwurststrudel •

Die Gelatine in etwas kal­tem Wasser ein­wei­chen. Den Apfelsaft mit einem Spritzer Zitronensaft auf­ko­chen, vom Herd neh­men und die aus­ge­drückte Gelatine unter­rüh­ren. Abkühlen las­sen und das Apfelgelee min­des­tens 4 Stunden kalt stellen.

Gelee aus Apfelsaft

Schalotte und Knoblauch fein wür­feln und in Olivenöl gla­sig anschwit­zen. Mit Salz und einer Prise Zucker wür­zen und in eine Schüssel geben. Thymian– und Majoranblätter fein schnei­den, den Apfel schä­len und in kleine 5 mm Würfel schnei­den.

Von der Blutwurst die Haut abzie­hen und die Wurst in 5 mm Würfel schnei­den. Das Apfelgelee eben­falls in 5 mm Würfel schnei­den und zusam­men mit den gewür­fel­ten Äpfeln und der gewür­fel­ten Wurst in die Schüssel zur Schalotten– Knoblauchmischung geben. Mit Salz abschme­cken und die Schüssel für 30 Minuten kalt stellen.

Die Zutaten für den Blutwurststrudel

Den Strudelteig aus der Packung neh­men und auf der Packung lesen, dass man dies schon 15 Minuten vor­her hätte tun sol­len, damit der Teig etwas Temperatur bekommt. Warten. In der Zeit die Butter schmelzen.

Nun den Strudelteig längs hal­bie­ren (ich hatte Teig von „Tante Fanny“, der hatte die Größe eines Backblechs) und gut mit der geschmol­ze­nen Butter ein­pin­seln. Nun 1–2 EL Blutwurstmischung (kommt auf die Breite der Strudelbahn an) auf das untere Drittel des Teigs geben, den Rand seit­lich ein­schla­gen und alles auf­rol­len. Das fer­tige Röllchen noch­mal mit geschmol­ze­ner Butter ein­pin­seln und aufs Backblech setzen.

Der Strudelteig sollte wirk­lich dicht sein, damit die Füllung spä­ter beim Backen nicht raus­läuft! Das ist mir lei­der bei einem der klei­nen Strudeln pas­siert. Evtl. kann man auch gleich 2 Lagen Strudelteig über­ein­an­der legen, um das zu verhindern.

Die Strudel im Ofen auf mitt­le­rer Schiene ca. 15–18 Minuten gold­gelb backen.

Die Füllung kommt auf den gebutterten Strudelteig

Der Strudelteig mit Füllung wird eingeklappt und dann eingerollt.

Der gerollte Strudelteig

Der knusprige Blutwurststrudel samt Füllung

Sehr knusprig, herzhaft und süß war der Blutwurststrudel.

Fazit: Super! Ich mag den Strudel und er hat eine schöne Mischung aus herzaft und süß, aus knusp­rig und weich. Durch die Kräuter bekommt er zudem eine leicht medi­ter­rane Note, mir schmeckt das sehr. Dieser kleine Kniff mit dem Gelee in der Füllung, das durch die Wärme im Ofen schmilzt und die Füllung dadurch schön saf­tig macht, hat mir beson­ders gut gefallen.

Und du? Bist du Blutwurstfan und hast Lust auf den Strudel bekom­men oder nimmst du hier lie­ber ganz schnell die Beine in die Hand und flüch­test in eine andere Küche?

Rezept Zutaten für 8–10 kleine Strudel • Zubereitungszeit ca. 60 Minuten • Kühlzeit für das Gelee ca. 4 Stunden

  • 300 g Blutwurst (ohne Grieben laut Rezept)
  • Packung Strudelteig
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 hand­voll Thymianblätter
  • 1 hand­voll Majoranblätter
  • 1 Apfel
  • 100 g Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 ml Apfelsaft
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 4 Blatt Gelatine

Bratkartoffeln mit Blutwurst

Damit der Blog hier nicht völ­lig ver­waist, gibt es auf die Schnelle ein typi­sches Männergericht; Bratkartoffeln und zwar mit Blutwurscht! Gefunden habe ich das Rezept im Buch Street Food von Mario Kotaska, als „Uli Krauses Blutwurst-Bratkartoffeln“.

Bratkartoffeln mit Blutwurst

Der größte Blutwurst-Fan auf dem Planeten bin ich zwar nicht, aber wenn mich mal die Lust auf Blut(wurst) über­kommt, schlage ich gerne rich­tig zu und pro­biere auch gerne ein biss­chen was aus. Als ich die Bratkartoffeln mit Blutwurst (sowie roten Zwiebeln und Frühlingszwiebeln) ent­deckt hatte war klar, das muss ich auf jeden Fall ausprobieren.

Also ran an die Kartoffeln und am Besten schon am Vortag ein paar fest­ko­chende, unge­schälte Kartoffeln kochen. Ausdampfen las­sen, pel­len und in ca. 0,5 cm dünne Scheiben schneiden.

Am nächs­ten Tag die Kartoffeln in Sonneblumenöl von bei­den Seiten gold­gelb bra­ten. In die­sem Fall habe ich Sonnenblumenöl ver­wen­det, weil es im Rezept ange­ge­ben war. Im Regelfall brate ich die Kartoffeln eher in Butterschmalz, weil ich die­sen fei­nen Buttergeschmack an den Kartoffeln sehr mag.

Wichtig beim Braten von Bratkartoffeln ist Geduld, also die Hitze nicht so heiß ein­stel­len und die Kartoffeln nicht so häu­fig wen­den. Einfach so viele Kartoffelscheiben in die Pfanne geben, dass sie sich nicht über­la­gern und dann in Ruhe, in meh­re­ren Portionen, lang­sam von bei­den Seiten gold­geld bra­ten (ein­mal wen­den reicht voll­kom­men aus). So gelin­gen sie immer! Die Kartoffeln nach dem Braten aus der Pfanne neh­men und auf einem Küchentuch ent­fet­ten las­sen. Warm stellen.

Die rote Zwiebel in Würfel schnei­den und in einer Pfanne, in etwas Butter, gla­sig anschwit­zen. Anders als im Rezept ange­ge­ben (dort wer­den die Frühlingszwiebeln fein geschnit­ten und nicht vorab ange­bra­ten), habe ich die Frühlingszwiebeln grob geschnit­ten und eben­falls in der Pfanne kurz ange­schwitzt. So mag ich sie ein­fach lieber.

Nun die Blutwurst in die Pfanne zu den Zwiebeln geben und leicht schmel­zen las­sen. Die Kartoffelscheiben hin­ein geben, sal­zen und pfef­fern und alle Zutaten kurz mit­ein­an­der ver­mi­schen. Fertig.

Im Rezept wurde noch Schnittlauch zu den Bratkartoffeln gege­ben und oben­drauf gab es ein Wachtelei. Bestimmt ganz lecker und klappt sicher auch mit einem Hühnerei, falls die Wachteln gerade Ausgang haben.

Blutwurst und Bratkartoffeln

Als Fazit kann ich die Blutwurst-Bratkartoffeln auf jeden Fall emp­feh­len. Natürlich sollte es eine gute Blutwurst sein, dann ist das eine tolle Bratkartoffel Variante.

Zutaten für ca. 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 300 g fest­ko­chende Kartoffeln
  • 100 g Blutwurst
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln

Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst

Vor ein paar Tagen blät­terte ich mal wie­der in einem Jamie Oliver Kochbuch (Zu Gast bei Jamie) und mein Blick blieb bei einem Tomatensalat mit Blutwurst hängen.

Normalerweise esse ich keine Blutwurst, weil meine Frau sie nicht mag und weil ich nie von alleine auf die Idee kom­men würde, mir ein­fach mal so Blutwurst in die Pfanne zu hauen. Blutwurst ran­giert bei mir, je nach Tagesform, zwi­schen „Hat was“ und „geh weg“. Aber die Kombination mit einem süß-sauren Tomatensalat hat mich irgend­wie ange­macht, also auf gings.

Die Kombination zwischen süß-sauren Tomaten und herzhafter Blutwurst passte super!

Zubereitung Tomatensalat

Die Tomaten waschen, hal­bie­ren, den Strunk ent­fer­nen und die Tomaten in eine Schüssel geben.

Die wichtigsten Zutaten für ein schnelles Gericht

2 EL brau­nen Zucker, 3 EL Worcestersauce und 2 EL Apfelessig in einen klei­nen Topf geben. Den Topf auf mitt­lere Hitze stel­len und die Flüssigkeit ein paar Minuten ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine siru­par­tige Konsistenz bekommt. In der Zwischenzeit die Thymianblätter abzupfen.

Ist die Flüssigkeit aus­rei­chend ein­ge­kocht, den Sirup in die Schüssel zu den Tomaten geben. 2 EL gutes Olivenöl über die Tomaten geben, die Thymianblätter dazu­ge­ben und alles vor­sich­tig mit­ein­an­der ver­mi­schen.

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Zubereitung Blutwurst

Im Originalrezept von Jamie wird die Blutwurst nicht paniert. Ich wollte aber unbe­dingt mal aus­pro­bie­ren wie Blutwurst paniert schmeckt und hatte hier jetzt die Gelegenheit dazu.

Die Blutwurst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schnei­den und nach­ein­an­der in Mehl, dem ver­quirl­tem Ei und Semmelbrösel wäl­zen, dabei über­schüs­sige Brösel leicht abklopfen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze stel­len, die Butter in die Pfanne geben und die Blutwurst von bei­den Seiten gold­braun braten.

Mir hat der Tomatensalat mit panierter Blutwurst wirklich richtig gut geschmeckt.

Mein Fazit: Ich finds geil. Wirklich. Die süß-sauren Tomaten pas­sen ein­fa­che super zu der herz­haf­ten Blutwurst, die mir paniert bes­ser schmeckt als unpa­niert. Den Tomatensalat mache ich aber auch ohne Blutwurst dem­nächst wie­der, das steht schon fest. Ich finde es ein­fach groß­ar­tig, was man mit einer leckere Vinaigrette aus sim­plen Tomaten raus­ho­len kann.

Wie sagt ihr zum Thema Blutwurst? Total „bäääh“ oder „Ich will mehr!“?

Zutaten für 1 Portion • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • ca. 80–100 g Blutwurst
  • 2 El Mehl
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 2 EL Butter
  • 2 hand­voll kleine, bunte Tomaten
  • 3 El Worcestersauce
  • 2 EL brau­ner Zucker
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 2–3 Thymianzweige