Vandbakkelseskrans

Im Moment fehlt lei­der ein biss­chen die Zeit zum Kochen und somit auch für das Bloggen, aber bevor es ganz unter­geht, gibt es heute das Rezept für den Vandbakkelseskrans. Den gab es als typisch däni­sches Gericht beim Spiel Deutschland gegen Dänemark.

Typisch Dänisch der Vandbakkelseskrans

Zutaten für 1 Vandbakkelseskrans — (Quelle: Rezepte aus Dänemark)

Zutaten für den Teig

  • 2 dl Wasser
  • 100 g Butter
  • 100 g Weizenmehl
  • 1/2 TL Zucker
  • 3 Eier (Klasse M)

Zutaten für die Füllung

  • 2 EL Vanillezucker
  • 1/4 Liter Sahne
  • sowie 50 g dunkle Schokolade (ab ca. 55% Kakao) für die Verzierung

Im Originalrezept wird die Füllung noch mit Eigelb ange­rührt. Darauf habe ich aber ver­zich­tet, ich ver­wende nicht so gerne rohes Ei. Zudem wird im Originalrezept mit fri­scher Vanille und mit Puderzucker gear­bei­tet. Ich habe selbst­ge­mach­ten Vanillezucker ver­wen­det und ihn mit dem Pürierstab ein biss­chen aufgepudert.

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vor­hei­zen. Das Wasser zusam­men mit der Butter in einem Topf zum Kochen brin­gen, Zucker und Mehl dazu geben und gut ver­rüh­ren. Der Teig soll jetzt ein biss­chen Wärme anneh­men und danach eine kurze Weile ruhen, bevor die Eier unter­ge­mischt wer­den (sonst sto­cken die Eier). Nach ca. 5 Minuten Wartezeit die Eier dann nach und nach unterrühren.

Mit Hilfe eines Tellers auf Backpapier einen Kreis (ca. 20 cm Durchmesser) malen oder wie in mei­nem Fall der Frau diese Aufgabe über­las­sen, die fröh­lich den ollen Schulzirkel raus­holt. Nun den Teig in eine Spritztüte fül­len und mit dem Teig den Kreis nach­zeich­nen. Außen um die­sen Kreis noch einen zwei­ten Kreis mit dem Teig auf­sprit­zen. Den rest­li­chen Teig auf beide Kreise mit­tig verteilen.

Den Teig in den Backofen geben (unterste Schiene) und für ca. 20 Minuten backen. In die­ser Zeit den Backofen nicht öff­nen, weil der Teig sonst zusam­men fällt. Nach 20 Minuten den Teig aus dem Ofen holen und abküh­len las­sen. Im Idealfall (Also nicht in mei­nem Fall!) sollte der Teig jetzt ein biss­chen auf­ge­gan­gen sein.

Für die Füllung nun die Sahne steif schla­gen und den Vanille-Puderzucker unter­he­ben. Jetzt noch schnell eine Schüssel im Wasserbad erwär­men und die dunkle, klein­ge­hackte Schokolade schmel­zen lassen.

Normalerweise soll der Teig beim Backen auf­ge­hen, so dass man ihn in der Mitte auf­schnei­den und mit der Füllung bele­gen kann. Mein Teig ist nicht auf­ge­gan­gen, also habe ich schnell noch einen zwei­ten, nicht auf­ge­hen­den, Teig geba­cken und den einen als Boden, den ande­ren als Deckel ver­wen­det. Dazwischen die Vanillesahne gestri­chen und zum Schluss mit der geschmol­ze­nen Schokolade verunstal­tetziert.

Der Vandbakkelseskrans schmeckte so ein bisschen wie Eclaires

Mein Resümee:

Ganz nett, so wie das Spiel der Dänen, aber am Ende reicht das nicht für ein Viertelfinale. Da muss mehr kom­men, auch geschmack­lich, sonst schläft der Zuschauer beim Kauen ja ein. So ein biss­chen erin­nert der Vandbakkelseskrans an Eclaires, diese gefüll­ten Knochen oder Bällchen. Und die hauen mich auch nicht aus den Stutzen. Für Zwischendurch, zum Wegatmen aber ganz ok.

Tarte Tatin

Nachtisch Baby :rocka: Früher stand ich nicht unbe­dingt auf Desserts, aber im Laufe der Zeit habe ich mir den Nachtisch quasi antrai­niert. Kaum ist der letzte Bissen der Hauptmahlzeit im Mund, schreit mein Körper nach etwas Süßem.

Im Normalfall habe ich des­halb immer irgend­was im Haus. Schokoriegel, Eis, Erdnussbutter, das ganz gesunde Zeug halt. Selbst Nachtisch zuzu­be­rei­ten war bis­her nicht so mein Ding. Vor ein paar Tagen habe ich dann aber auf Peters Blog „Aus mei­nem Kochtopf“ eine Tart Tatin ent­deckt — ein kopf­über geba­cke­ner Apfelkuchen. Der glänzte ja förm­lich vor Karamell — mein Körper schrie „Nimm mich!“.

Tarte Tatin nach dem Backen und Stürzen

So sah der fer­tige Apfelkuchen am Ende aus und nur 10 Minuten spä­ter war er auch schon wie­der ver­schwun­den. Unglaublich lecker!

Zutaten für 2 Personen — (Quelle: Aus mei­nem Kochtopf)

  • 250 g Blätterteig
  • 600 g Apfelspalten
  • 100 g Zucker
  • 25 g Butter
  • 5–6 EL Sahne
  • 2 EL Zimtzucker
  • 20 g Butter in Flöckchen
  • 1 Eigelb

Zubereitung:

Ich habe zuerst die Äpfel geschält und in Spalten geschnit­ten. Danach habe ich die Tarteform vor­be­rei­tet und sie mir Backpapier aus­ge­legt. Anders als Peter habe ich keine Keramikbackform und meine Form benö­tigt das Backpapier dringend.

Jetzt wird Karamell gemacht! Einen klei­nen Topf auf­ge­setzt, auf hohe Stufe gestellt und den Zucker und die Butter in den Topf gege­ben. Sobald der Zucker anfing zu schmel­zen, habe ich die Hitze etwas zurück­ge­dreht und das Karamell nicht mehr aus den Augen gelas­sen. Es sollte dun­kel, aber nicht zu dun­kel wer­den. Als der Zustand erreicht war, habe ich die Sahne hin­zu­ge­ge­ben und sie bei mil­der Hitze zusam­men mit dem Karamell köcheln las­sen, bis bei­des eine schöne Konsistenz ergab.

Das fer­tige Karamell habe ich vor­sich­tig in die Tarteform gegos­sen, ver­teilt und dar­auf dann die Apfelspalten gege­ben. Schön ring­för­mig ange­ord­net, mit Zimtzucker bestreut und die Butterflocken oben drü­ber gegeben.

Auf die Apfelspalten kommt der Zimtzucker und die Butterflocken

Auf die Apfelspalten kommt der Zimtzucker und die Butterflocken, das kann ja nur lecker werden!

Jetzt fehlt nur noch der Deckel. Dazu wird der Blätterteig etwas grö­ßer als die Form aus­ge­rollt und über die Form gelegt. Der Rand wird fest ange­drückt, damit alles gut dicht ist. Erledigt? Dann nur noch kurz den Blätterteig mit dem Eigelb bestrei­chen und mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen.

Den Backofen auf 200° vor­hei­zen und die Tarte unge­fähr 20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Die schön gebräunte Oberfläche der Tarte Tatin

Wen die Oberfläche eine schöne braune Farbe bekom­men hat, kann die Tarte aus dem Ofen genom­men werden.

Alles was man nun noch machen muss, ist ein paar Minuten zu war­ten. Dann kann man die Tarte stür­zen und wird mit einem köst­li­chen Anblick verwöhnt.

Die fertig gebackenene und köstliche Tarte Tatin

So saf­tig, so viel Karamell, so süß und lecker. Dieser ver­kehrt herum geba­ckene Apfelkuchen ist der Oberknaller.

Mein Resümee:

Da muss man nicht viel zu sagen, da rei­chen die Fotos völ­lig aus. Danke Peter für die Anregung — das Teil rockt wie Hölle.

Tarte Tatin Surprise

Vor ein paar Tagen, als die lecke­ren Albóndigas auf den Tisch kamen, gab es als Beilage eine Tarte Tatin „Surprise“. Das Rezept stammt ursprüng­lich aus einer Frauenzeitschrift, aus wel­cher, hat meine Frau mitt­ler­weile vergessen.

Ausgesucht hat meine Frau das Rezept damals, weil es mit der Über­schrift „vege­ta­risch für Männer“ ange­prie­sen wurde. Sie fand das lus­tig; ich wollte nur noch schnell weg­lau­fen. Tarte Tatin war für mich bis dahin auch kein Begriff, vege­ta­risch schon. Neee, lass ma sein Schatz!

Sie ließ es natür­lich nicht sein und hat die Tarte gleich am nächs­ten Tag geba­cken. Als sie das Ding auf den Tisch stellte, sah das echt mal rich­tig gut aus. Kann man(n) natür­lich nicht ein­fach zuge­ben, des­we­gen habe ich die ganz lan­gen Zähne aus­ge­packt, nach der ers­ten Portion den Widerstand auf­ge­ge­ben und Nachschlag geor­dert. Gott, das Teil ist aber auch lecker!

Tarte Tatin Surprise - unglaublich lecker

Mittlerweile ist die Tarte Tatin Surprise fest auf den Speiseplan gewan­dert und sie wurde auch ein biss­chen modi­fi­ziert, gepimpt quasi, mit Schwarzwälder Schinken. :eyebrows: Hat auch gar nicht weh getan und schmeckt jetzt noch bes­ser, sagt sogar meine Frau.

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Frauenzeitschrift evtl. Glamour, meint die Frau)

  • 500 g kleine Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel, in Scheiben geschnit­ten
  • 200 g Kirschtomaten
  • 3–4 Scheiben Schwarzwälder Schinken, zerzupft
  • 150 g Ziegenfrischkäse
  • fer­tig aus­ge­roll­ter Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 40 g Zucker
  • 10 g Butter
  • Olivenöl extra
  • 3 Zweige Thymian
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Eine ca. 22 cm Durchmesser Backform mit Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 130° C vor­hei­zen. Kirschtomaten hal­bie­ren, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen, sal­zen, pfef­fern, mit Olivenöl beträu­feln und in den Backofen geben. Dort dür­fen sie jetzt 45 Minuten trocknen.

Kartoffeln schä­len, 25 Minuten in kochen­dem Salzwasser garen, danach in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Jetzt den Schinken mit einem EL Olivenöl bei mitt­le­rer Hitze in der Pfanne bra­ten und nach 2–3 Minuten die Zwiebeln dazu­ge­ben und leicht bräunen.

Einen klei­nen Topf mit dem Zucker und der Butter erhit­zen und stän­dig mit dem Kochlöffel rüh­ren, bis ein lecke­res Karamell ent­steht. Dunkel soll es sein, aber nicht schwarz, also gut auf­pas­sen. Das gilt auch für mich, staat­lich geprüf­ter Karamellverbrenner! Ist das Karamell fer­tig, wird es vor­sich­tig in die Backform gegos­sen und gleich­mä­ßig am Boden ver­teilt. Darauf kom­men die Thymianblättchen, die natür­lich vor­her noch abge­zupft werden.

Die Tarte Tatin Surprise wird mit den Zutaten belegt

Die Tarte Tatin Surprise wird mit den Zutaten belegt. Sieht das nicht schon sehr lecker aus?

Jetzt wer­den die Kartoffelscheiben auf dem Karamellboden ver­teilt, gesal­zen und gepfef­fert. Danach wer­den die Zwiebeln, die Tomaten und der Speck über die Kartoffeln gege­ben. Zum Schluss wer­den kleine Flocken vom Ziegenfrischkäse drum­herum verteilt.

Nun fehlt nur noch der Deckel in Form des Blätterteigs. Dieser wird über die Tartefüllung gelegt und der Teigrand wird vor­sich­tig zwi­schen Backform und Füllung gesteckt. Geschafft!

So sieht die verpackte Tarte Tatin Surprise aus.

Den Backofen auf 200° C vor­hei­zen und die Tarte 25 Minuten backen. Danach die Hitze auf 180° C ver­rin­gern und die Tarte wei­tere 15 Minuten backen. Aus dem Ofen neh­men, end­los lange 5 Minuten abküh­len las­sen, stür­zen und dann ran an das Baby.

So kommt die Tarte Tatin Surprise aus dem Ofen

Mein Resümee:

So lecker, echt! Ich könnte sie jeden Tag essen und not­falls auch ohne den Schinken. Die Tarte schmeckt süß, saf­tig, cre­mig, kross — die müsst ihr unbe­dingt mal backen!

Ein echtes Gedicht - die Tarte Tatin Surpise.