Kreuzkümmel-Soja-Reduktion

Am Wochenende gab es zu mei­nem ers­ten selbst­ge­mach­ten Schweinebauch (Rezept folgt) keine „klas­si­sche“ Sauce, son­dern wie im Rezept vor­ge­schla­gen, eine Kreuzkümmel-Soja-Reduktion. Ich war ein biss­chen skep­tisch, ob eine asia­tisch ange­hauchte Sauce wirk­lich zum Schweinebauch pas­sen würde, wollte mich aber gerne posi­tiv über­ra­schen lassen.

Die Reduktion hat dann wirk­lich fan­tas­tisch zum Schweinebauch gepasst hat und weil sie so schnell und unkom­pli­ziert zuzu­be­rei­ten ist, kommt jetzt schon mal das Rezept für die Reduktion. Wenn du das nächste Mal Schweinefleisch zube­rei­test,  musst du die Reduktion unbe­dingt ein­mal aus­pro­bie­ren. Du wirst es nicht bereuen.

Ein Schweinebauch als Krustenbraten

Für die Reduktion 1 TL Kreuzkümmel fein hacken und den Kreuzkümmel zusam­men mit 2 EL Honig in einem Topf, bei mitt­le­rer Hitze, zum Kochen brin­gen. 4 EL sal­z­arme Sojasauce (ich hatte keine sal­z­arme und habe daher nur 3 EL „nor­male“ Sojasauce genom­men) sowie 100 ml Hühnerfond zugie­ßen und die Flüssigkeit lang­sam auf die Hälfte redu­zie­ren las­sen. Die Reduktion durch ein fei­nes Sieb pas­sie­ren und abküh­len lassen.

Als ich die Reduktion ohne Fleisch pro­bierte, war ich noch skep­ti­scher als zuvor. Sie schmeckte sehr inten­siv nach Kreuzkümmel und schon ordent­lich sal­zig (wird mit einer sal­z­ar­men Sojasauce sicher etwas gemil­dert) und wür­zig. Aber als ich das erste Stück Schweinebauch durch die Sauce wischte (es wird nur ganz wenig Sauce ver­wen­det) war ich kom­plett über­zeugt. Das schmeckt groß­ar­tig zusam­men! Wirklich großartig.

Das Rezept für die Sauce sowie für den Schweinebauch kommt aus dem Buch „Christian Rach — Das Kochgesetzbuch“, neben­bei eines mei­ner liebs­ten Kochbücher.

Rezept Zutaten für ca. 50 ml Sauce • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 EL Honig
  • 4 EL sal­z­arme Sojasauce
  • 100 ml Hühnerbrühe bzw. Hühnerfond

Kantonesisches Huhn mit Zitronensauce

Vor ein paar Tagen war mir mal wie­der nach asia­ti­schem Essen und anstatt in mein Lieblingsrestaurant ein­zu­keh­ren, wollte ich mal selbst Hand anle­gen und aus­pro­bie­ren, ob ich nicht auch Daheim ein lecke­res und halb­wegs authen­ti­sches chi­ne­si­sches Essen hinbekomme.

Für sol­che Fälle habe ich ja mein „Großes Kochbuch der asia­ti­schen Küche“, ein super Buch! Beim Durchblättern der Rezepte im Buch fiel meine Wahl auf Hühnchen. Und zwar kan­to­ne­si­sches Huhn mit Zitronensauce — sauer macht ja bekannt­lich lus­tig und lus­tig finde ich gut!

Kantonesisches Hühnchen mit ei

Das Fleisch wird zunächst in Streifen geschnit­ten, ca. 1 cm dünn und wird dann für knappe 15 Minuten mari­niert. Die Marinade besteht aus Eigelb (geschla­gen), Wasser, Sojasauce, Sherry und Stärke. Alles mit­ein­an­der ver­rüh­ren, dann über das Fleisch geben und sorg­fäl­tig mit dem Fleisch mischen.

In der Zwischenzeit habe ich mich schnell um die Zitronensauce geküm­mert. Hierzu habe ich die Zitronen aus­ge­presst (bei mir waren es 2 große Zitronen, die 80 ml Saft brach­ten) und den Saft zusam­men mit 2 EL Wasser, 2 EL Zucker und 1 EL Sherry in einen klei­nen Topf, unter Rühren, zum Kochen gebracht. Jetzt mit 1 EL Wasser die Stärke auf­lö­sen und lang­sam in die köchelnde Sauce ein­rüh­ren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Sauce sollte eine siru­par­tige Konsistenz haben. Die Sauce bei­seite (warm) stellen.

Nachdem das Fleisch mari­niert wurde, wird Stärke (60 g) und Weizenmehl auf einen Teller gesiebt und die Fleischstreifen wer­den in die­ser Mehl– Stärkemischung gewälzt. Nun kann man das Fleisch neben­ein­an­der auf einen Teller legen und schon mal das Öl im Wok oder in der Pfanne (oder im Topf) erhitzen.

Sobald das Öl die rich­tige Temperatur hat (ich halte immer ein Holzstäbchen in das Öl und wenn das Öl am Stäbchen schön spru­delt / Blasen wirft, hat es genau die rich­tige Temperatur) kann auch schon frit­tiert wer­den. Hierzu immer ein paar Fleischstreifen in das Öl geben (nicht zu viele auf ein­mal, damit sie nicht anein­an­der kle­ben blei­ben) und die Stücke gold­braun frit­tie­ren. Das macht man solange, bis das gesamte Fleisch frit­tiert ist.

Kantonesischen Huhn in der Zubereitung

Laut Rezept sollte man das Fleisch zwei­mal frit­tie­ren, das zweite Mal kurz vor dem Servieren. Ich habe nach dem ers­ten Frittiervorgang gekos­tet, fand es abso­lut ok so und habe auf das zweite Mal ver­zich­tet. So war das Fleisch dann auch noch saf­tig, das wäre nach dem zwei­ten Frittiervorgang viel­leicht nicht mehr der Fall gewesen.

Das Hühnchen war sehr lecker, knusp­rig aus­ge­ba­cken und trotz­dem noch saf­tig im Inneren. Die Sauce war ordent­lich sauer (Bei der Sauce sind lus­tige Grimassen mei­ner Frau beim Essen inklu­sive. Das Gefällt mir!), hatte dann aber auch genug Süße vom vie­len Zucker. Aber das Saure hat über­wo­gen, so soll es aber bei einer Zitronensauce wohl auch sein.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten (+ 15 Min Marinierzeit)

Für das kan­to­ne­si­sche Hühnchen

  • 500 g Hühnchenbrust
  • 1 Eigelb, geschlagen
  • 1 EL Wasser
  • 2 TL Sojasauce
  • 3 TL Stärke
  • 60 g Stärke, zusätzlich
  • 3 1/2 EL Weizenmehl
  • Öl zum Fritieren

Für die Zitronensauce

  • 80 ml frisch gepress­ter Zitronensaft
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL Wasser
  • 1 EL tro­cke­ner Sherry
  • 2 TL Stärke
  • 4 Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten

Rotes Curry mit Schweinefleisch

Heute gibt es mal wie­der etwas aus der asia­ti­schen Küche und gleich­zei­tig eines mei­ner aktu­ell liebs­ten Gerichte, ein rotes Curry mit Schweinefleisch. Das Rezept habe ich aus der Zeitschrift essen & trin­ken, Ausgabe 12 | 2012. Vor dem Nachkochen soll­tet ihr einen Besuch in einem Asialaden ein­pla­nen, denn einige der ver­wen­de­ten Zutaten wie z.B Galgant-Wurzel, Kaffirlimettenblätter oder auch Thaibasilikum bekommt man im nor­ma­len Supermarkt eher schlecht.

Ein wirkliches leckeres Curry mit Schweinefleisch

Curry-Variante mit weni­ger roter Curry Paste– für alle die es nicht so scharf mögen.

Das rote Curry mit Schweinefleisch schmeckt sehr aromatisch.

Curry-Variante mit mehr roter Curry Paste– für alle die es gerne scharf mögen.

Bei die­sem Gericht steht die Arbeit vor dem Vergnügen und man muss einige Zutaten vor­be­rei­ten. Die Paprikaschoten müs­sen in Scheiben geschnit­ten, die Schalotten fein gewür­felt und der Galgant in feine Scheiben geschnit­ten wer­den. Das Fleisch muss eben­falls gewür­felt wer­den und die Ananas geschält und in Scheiben geschnit­ten wer­den. Jetzt noch die Thaibasilikumblätter zup­fen und dann kann es losgehen.

Das Schweinefleisch kommt zusam­men mit 2–3 EL der  roten Currypaste  und einem EL Fischsauce in eine Schüssel und wird dort ordent­lich ver­mengt. Es wird nun mit 3–4 EL Öl (ich habe Erdnussöl ver­wen­det) in einer sehr hei­ßen Pfanne por­ti­ons­weise ange­bra­ten und kurz (warm) bei­seite gestellt. Das Fleisch nicht kom­plett durch­bra­ten, da es spä­ter noch 3–4 Minuten in der Sauce gegart wird.

In einem gro­ßen Topf wer­den jetzt die Schalotten in 1–2 EL Öl, zusam­men mit 1–2 EL roter Currypaste, kurz ange­schwitzt. Ihr müsst hier die Menge der roten Currypaste eurem Geschmack anpas­sen. Die Paste, die ich ver­wende, ist ordent­lich scharf und da meine Frau es nicht so gerne scharf mag, nehme ich hier eher klei­nere Mengen. Wer gerne etwas schär­fer isst, der darf die Menge ruhig erhö­hen. Je mehr man nimmt, umso roter wird natür­lich auch die Farbe der Sauce.

Das Curry köchelt langsam vor sich hin.

Nachdem die Schalotten kurz ange­schwitzt wur­den, kom­men Palmzucker, Kaffirblätter, Zitronengras (Vorher kurz mit dem Messerrücken anschla­gen, damit der Geschmack inten­si­ver abge­ge­ben wird.) und Galgant dazu. Das Ganze kurz kara­mel­li­sie­ren las­sen und dann mit der Kokosmilch und dem Geflügelfond auf­fül­len und ca. 5 Minuten köcheln las­sen. Nun die Hälfte des Basilikums sowie die Papikastreifen hin­zu­fü­gen und 5 wei­tere Minuten köcheln lassen.

Jetzt ist es fast geschafft und man kann das Fleisch zur Sauce geben und das abschme­cken anfan­gen. Dazu auf jeden Fall ein biss­chen Fischsauce an das Curry geben und wer nicht so viel Fischsauce ver­wen­den will, der kann hier auch ganz nor­mal sal­zen. Für die Süße kom­men nun die Ananasscheiben hinzu und für die Säure 2–4 EL Limettensaft. Jetzt noch ein paar der übri­gen Basilikumblätter über das Curry geben und dann kann man auch schon auftischen.

Wenn man die Schnibbelei erst­mal geschafft hat, geht der Rest wirk­lich zügig voran und man hat im Ergebnis ein wirk­lich tol­les Curry auf dem Tisch ste­hen. Die Aromen ergän­zen sich hier wirk­lich sehr gut, man bekommt eine schöne Mischung aus Säure und Süße, zusam­men mit der Cremigkeit der Kokosmilch. Die schmeckt übri­gens nicht sehr domi­nant durch und wird durch die ande­ren Aromen sehr schön ergänzt.

Die Zuatten machen das leckere Curry aus.

Weil es bestimmt Fragen dazu geben könnte; man kann den Thaibasilikum bestimmt auch durch nor­ma­len Basilikum erset­zen. Anstelle von Galgant geht auch Ingwer und anstatt Kaffirlimettenblätter kann man bestimmt auch Limettenschale neh­men. Wer kein Palmzucker bekommt, nimmt ein Stück Butter und einen EL brau­nen Zucker. Geht alles, ist aber natür­lich geschmack­lich ein Kompromiss. Wer die ori­gi­na­len Zutaten besor­gen kann, sollte das also unbe­dingt machen, es lohnt sich.

Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

  • ca. 400 g Schweinefilet (Im Originalrezept wird Schweinenacken verwendet)
  • 2 Paprikaschoten
  • 100 g Schalotten
  • 300 g fri­sche Ananas
  • 300 ml Geflügelfond
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2–4 EL Limettensaft
  • rote Curry-Paste
  • Fischsauce
  • 2 Stiele Zitronengras
  • 40 g Galgant-Wurzel
  • 10 Kaffirlimettenblätter
  • ca. 8 Stiele Basilikumblätter
  • 1 EL Palmzucker
  • Erdnussöl oder ande­res Öl zum Braten

Rindfleisch in schwar­zer Bohnensauce

Als ich noch ein klei­ner Junge war, nah­men mich mein Vater und seine neue Frau ein, zwei Mal im Jahr mit in ein chi­ne­si­sches Restaurant. Für mich war das immer ein rich­ti­ges Highlight. Wie für fast jeden Jungen in die­sem Alter war mein Papa natür­lich ein ech­tes Vorbild für mich.

Ein star­ker, klu­ger Mann, der immer ganz viel arbei­tete und alles zu schaf­fen schien. Er lebte von mei­ner Mutter (und mir) getrennt und wir unter­nah­men sehr sel­ten gemein­sam etwas und so bedeu­te­ten mir die Restaurant Besuche sehr viel.

Wir haben immer, wirk­lich immer, min­des­tens eine indo­ne­si­sche Reistafel bestellt. Sie bestand aus süß-sauren Schweinefleischbällchen, Hühnerfleisch in Erdnusssauce, Rindfleisch in Currysauce, Sate-Spießchen, Rindfleisch mit Zwiebeln, ein geba­cke­nes, panier­tes Eis, Krautsalat, Krabbenchips und Erdnüsse. Um die süß-sauren Fleischbällchen wurde immer am Härtesten gekämpft.

Wie beim Chinesen - Rindfleisch in schwarzer Bohnensauce

Während ich aß (ich liebte das Hühnchen in Erdnusssauce) schaute ich immer mit gro­ßen Augen auf das rie­sige Aquarium mit­ten im Raum, in dem sich (in mei­nen Kinderaugen) wirk­lich mons­trös große Fische tum­mel­ten. Natürlich musste immer jemand den „Scherz“ machen, dass die Fische gleich noch in der Pfanne lan­den würden.

Am Ende des Abends, wenn es an das Bezahlen ging, gab es für alle am Tisch einen Pflaumenwein. Außer für den klei­nen Jungen mit den stroh­blon­den Haaren, der bekam immer nur einen Lolly und fand das natür­lich ganz doof und furcht­bar uncool. Aber geschmeckt hat er trotz­dem, jedes Mal.

Mein Vater und seine Frau leben nun schon seit eini­gen Jahren nicht mehr und auch das China-Restaurant hat seit Längerem geschlos­se­nen. Gegen die vie­len, bil­li­gen China-Imbisse war kein mehr Kraut gewach­sen. Meine Vorliebe für asia­ti­sches Essen ist jedoch geblie­ben. Sate, Erdnusssauce, süß und sauer, die­ses kna­ckige Gemüse — das geht bei mir nahezu immer.

Da ist es dann auch nur kon­se­quent, dass ich end­lich anfange Asiatisch zu kochen. Als Einstieg habe ich mir Rindfleisch mit schwar­zer Bohnensauce aus­ge­sucht, weil meine Frau das im Restaurant so gerne isst. Die genauen Zutaten fin­dest du am Ende des Artikels.

Gesalzene schwarze Bohnen

Das nenne ich mal eine schöne Farbe für ein paar Bohnen.

Zuerst wer­den die Bohnen ordent­lich unter flie­ßen­dem Wasser abge­spült, dann abtrop­fen las­sen und mit einer Gabel zer­drü­cken. Es muss keine Paste wer­den und man darf die Bohnen ruhig noch erkennen.

Nun schnei­det man die Zwiebel in dünne Spalten und hackt den Knoblauch ganz fein. Als Nächstes nimmt man sich die Paprika zur Brust und schnei­det sie in Stücke. Die Größe kann man nach eige­nem Gusto bestim­men. Ran an das Fleisch und das Rindfleisch in dünne Scheiben schnei­den, damit ist die här­teste Arbeit schon getan.

Schnell noch die Stärke in die Rinderbrühe rüh­ren, die Sojasauce und den Zucker dazu­ge­ben und schon kann man den Wok auf volle Pulle vorheizen.

1 EL Öl (ich habe Erdnussöl ver­wen­det) in den hei­ßen Wok geben, aus­schwen­ken und den Knoblauch, die Zwiebel, die Paprika und den Pfeffer hin­ein geben. Unter rüh­ren 1 Minuten bra­ten und dann aus dem Wok nehmen.

Das rest­li­che Öl in die Pfanne geben, aus­schwen­ken und das Fleisch unter rüh­ren kurz (ca. 2 Minuten) scharf anbra­ten. Am bes­ten in meh­re­ren Portionen (dann jeweils noch ein biss­chen Öl in den Wok geben und aus­schwen­ken) anbra­ten, damit die Hitze im Wok hoch bleibt und das Fleisch brät und nicht kocht.

Nachdem das Fleisch fer­tig ange­bra­ten ist, das gesamte Fleisch (wie­der) in den Wok geben, die Bohnen, die auf­ge­löste Stärke und das Gemüse unter­rüh­ren. Die Sauce jetzt kurz auf­ko­chen und dann ein­di­cken las­sen. Bei Bedarf noch etwas nach­sal­zen, das ist abhän­gig vom Salzgehalt der Sojasauce.

Rindfleisch mit schwarzer Bohnensauce

Optisch war das Gericht auf jeden Fall ein Volltreffer.

Das ist ein tol­les Rezept, gefun­den im Buch: „Das große Buch der asia­ti­schen Küche“.

Das Rindfleisch mit schwar­zer Bohnensauce schmeckte tat­säch­lich wie in einem guten China-Restaurant.Die Sauce war wun­der­bar wür­zig, sehr aro­ma­tisch, das Gemüse war noch super kna­ckig — toll.

Ärger­li­cher­weise habe ich aus Bequemlichkeit das Fleisch bei unse­rem (schlech­ten) Metzger um die Ecke gekauft und obwohl der Wok glü­hend heiß war, hat es gewäs­sert und wurde lei­der nicht but­ter­zart. Irgendwann lerne ich es viel­leicht auch mal und kann euch nur den Rat geben, schlauer zu sein. Kauft gutes Fleisch! Dann wer­det ihr das Gericht ganz bestimmt lie­ben oder mögt ihr am Ende gar kein asia­ti­sche Essen?

Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 10 Minuten • Kochzeit ca. 10 Minuten

  • 400 g Rindfleisch (Rumpsteak oder Filet)
  • 1 rote und 1 grüne Paprika
  • 1 mit­tel­große Zwiebel
  • 1 TL fein gehack­ter Knoblauch
  • 2 EL gesal­zene schwarze Bohnen
  • 1/4 TL gemah­le­ner schwar­zer Pfeffer
  • 125 ml Rinderbrühe
  • 2 TL Stärke
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL (Erdnuss)Öl

Teriyaki-Schweinebauch

Kennt ihr das? Manchmal steht man schon mit Hunger auf und selbst wenn man ver­nünf­tig früh­stückt, die­ses Gefühl lässt irgend­wie den gan­zen Tag nicht nach. Dauerappetit. Der führt bei mir dann zu stän­di­gen Snackgelüsten. Snack, Snack, Snack.

Heute mor­gen bin ich schon mit Bärenhunger und Snackgedanken auf­ge­wacht und hätte am Liebsten das öde Frühstück aus­fal­len las­sen. Irgendwas lecke­res musste ich mir am Mittag machen, das war klar. Dem Fleischer sei Dank, hatte ich noch 3 fri­sche Scheiben Schweinebauch im Kühlschrank. :rocka: Jetzt brauchte ich nur noch ein mög­lichst ein­fa­ches Rezept und ein biss­chen goo­geln spä­ter bin ich bei Tim Mälzers Teriyaki-Schweinebauch gelan­det. Das will ich!

So sah mein Teriyaki-Schweinebauch aus - lecker Foto!

Zutaten für 1 Portion • Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + ca. 30 Marinierzeit + ca. 35 Minuten Garzeit

  • 3 Scheiben Schweinebauch
  • 4 EL Sojasauce
  • 4 EL Weißweinessig
  • 3 EL gerös­te­tes Sesamöl
  • 100 ml tro­cke­ner Weißwein
  • 1 EL brau­ner Zucker

Die Mengenangaben habe ich, im Vergleich zum Originalrezept, hal­biert. War dann immer noch zu viel Marinade für 1 Portion, aber das ist nur ein mathe­ma­ti­sches Problem, die Über­bleib­sel kann man auch gut weglöffeln.

Vorbereitung der Zutaten

Hier gibt es nix vor­zu­be­rei­ten. Halt — stimmt nicht. Vom Schweinebauch muss dir Schwarte abge­schnit­ten wer­den. Jetzt.

Zubereitung:

Alles was hier zube­rei­tet wer­den muss, ist die Marinade. Also fix die Sojasauce, den Wein, Essig, das Sesamöl und den Zucker in eine fla­che Schale geben und mit­ein­an­der ver­mi­schen. Die Schweinebauchscheiben in die Schale legen und, laut Tim Mälzer, min­des­tens 30 Min. mari­nie­ren. Ich habe es auf eine gute Stunde aus­ge­dehnt, schmeckt dann viel­leicht dop­pelt so gut. :biggrin:

Der Schweinebauch darf in der Teriyaki-Marinade baden.

Nachdem der Schweinebauch aus­rei­chend mari­niert wurde, den Ofen auf 220° C vor­hei­zen (Ober– und Unterhitze), den Bauch auf ein Blech geben und ca. 25–35 Minuten auf mitt­le­rer Schiene bra­ten. Das hängt auch ein biss­chen von der Dicke der Schweinebauchscheiben ab. Wenn er knusp­rig aus­sieht und eine schöne braune (nicht schwarz!) Farbe hat, ist er fertig.

Mein Resümee:

Lange hat er auf dem Teller nicht über­lebt, der Schweinebauch. Schnell die Fotos geschos­sen und dann musste ich auch schon pro­bie­ren, der sah ein­fach so lecker aus.

Da muss man doch reinbeissen wollen.

War er dann auch, aber mit ein paar Abstrichen. Er hätte näm­lich noch ein biss­chen sal­zi­ger sein kön­nen und auch noch etwas süßer. Gerade diese sal­zig, süße Kombination macht es ja eigent­lich aus. Ich hatte die Marinade zuvor pro­biert und dort stimmte das Verhältnis, beim Backen im Ofen ist ein biss­chen davon ver­lo­ren gegan­gen. Glücklicherweise war noch genug Marinade da, die habe ich dann ein­fach auf den fer­ti­gen Schweinebauch getröp­felt und schon war es besser.

Beim nächs­ten Mal wird etwas muti­ger gesojat. Sicher lag es an der Sojasauce und nicht am Rezept von Tim. Gerade bei den Sojasaucen gibt es doch ziem­li­che Unterschiede im Salzgehalt, da muss man sich rantapsen.

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Heute gibt es mal wie­der ein Fischgericht mit mei­nem Lieblingsfisch Lachs. Ich liebe Lachs, weil er so unkom­pli­ziert zube­rei­tet wer­den kann und weil man ihn mit so vie­len unter­schied­li­chen Aromen kom­bi­nie­ren kann.

Dieses Mal wird er asia­tisch ange­haucht, mit Sojasauce und Honig, süß-sauer zube­rei­tet. Dazu gibt es einen Gurkensalat mit einem Erdnuss-Pesto und ver­bro­chen hat die­ses Rezept Tim Mälzer. Gefunden habe ich es in sei­nem Buch „Tim Mälzer — Born to Cook“.

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto nach Rezept von Tim Mälzer

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Zutaten Lachs

  • 2 Lachsfilet mit Haut, ca. 160–200 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Weißweinessig
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL flüs­si­ger Honig
  • Olivenöl oder Erdnussöl
  • Pfeffer, evtl. Salz

Zutaten Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

  • 1 Salatgurke
  • Zucker, evtl. Salz
  • 75 g gesal­zene Erdnüsse
  • 1 Chillischote
  • 1/2 Bund fri­scher Koriander
  • Weißweinessig
  • Olivenöl
  • evtl. Salz

Zubereitung Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Die Gurke schä­len, hal­bie­ren (oder im Ganzen las­sen) und mit einem Gemüsehobel fein hobeln. Mit etwas Zucker bestreuen (ich salze auch immer ein wenig) und die Gurkenscheiben kurz bei­seite stel­len und Wasser zie­hen lassen.

Das Erdnuss-Pesto passte super zum Gurkensalat

Inzwischen die Chillischote ent­ker­nen und fein hacken sowie den Koriander grob durch­ha­cken. Beides zusam­men mit den Erdnüssen in einen Mörser geben und zer­sto­ßen. 3–4 EL gutes Olivenöl und 1 EL Weißweinessig unter­rüh­ren, bis die gewünschte Konsistenz des Pesto erreicht wird. Evtl. mit Salz abschme­cken, sofern noch nicht genug Salz durch die Nüsse vor­han­den ist.

Die Gurkenscheiben kurz aus­drü­cken und / oder das Wasser abgie­ßen und die Gurken auf einem Teller anrich­ten. Das Erdnuss-Pesto ruhig groß­zü­gig über die Gurkenscheiben ver­tei­len, das passt echt super dazu.

Zubereitung gla­sier­ter Lachs

Die Knoblauchzehe schä­len und sehr fein hacken. Zusammen mit dem Honig, dem Essig und der Sojasauce in eine Schüssel geben und ver­rüh­ren. Die Sauce mit Pfeffer würzen.

Ein Pfanne auf etwas mehr als mitt­lere Hitze stel­len, heiß wer­den las­sen und 1–2 El Öl hin­ein geben. Den Lachs bei Bedarf leicht sal­zen (Hängt auch ein biss­chen davon ab, ob die zuvor ver­wen­dete Sojasauce sehr sal­zig ist oder nicht.) und dann auf der Hautseite scharf anbraten.

Solange bra­ten, bis die Haut rich­tig schön kross ist und dann den Lachs wen­den. Die Soja-Honig-Sauce über den Lachs gie­ßen (die kara­mel­li­siert jetzt in der Pfanne) und kurz wei­ter­bra­ten, bis der Lachs gar ist. Jetzt noch etwas von der kara­mel­li­sier­ten Sauce, die mitt­ler­weile siru­par­tig ein­ge­kocht ist, über die Haut geben und zusam­men mit dem Gurkensalat und Pesto servieren.

Der honigglasierte Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Mein Resümee:

Super. Stehe ich total drauf. Ich mag ein­fach den Geschmack von Lachs und diese Süß-Sauer-Komponente geht bei mir auch immer. Das schmeckt zusam­men ein­fach toll.

Nach Erdnüsse bin ich eben­falls fast schon süch­tig und des­we­gen kommt das Erdnuss-Pesto bei mir auch sofort gut an. Am bes­ten packt man sich die Gurkenscheiben, das Erdnuss-Pesto und den süß-saueren Lachs zusam­men auf eine Gabel, dann hat man ein rich­tig lecke­res Geschmackserlebnis im Mund.

Nachkochen, kann ich hier abso­lut emp­feh­len! Zumal es unkom­pli­ziert und rich­tig schnell geht. Und Lachs mag doch eigent­lich jeder oder nicht?

Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Asia-Salat mit Melone

Auch wenn der Sommer mal wie­der kein rich­ti­ger Sommer ist, ein paar warme Tage gab es schon. Da darf dann gerne etwas erfri­schen­des auf dem Tisch lan­den und das Jamie Oliver Rezept für einen (Wasser)Melonen-Salat auf asia­ti­sche Art musste ich unbe­dingt ausprobieren.

Der Asia-Salat mit Gantaloupe Melone nach Jamie Oliver Rezept

Zutaten für ca. 5–6 Portionen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe Juli / August 2012 auf Seite 23)

Zutaten für den Salat

  • 1 Gantaloupe Melone
  • 1 Bund Radieschen
  • 1/2 Bund fri­sche Minze
  • 20 g Sesamsamen
  • Limettenspalten zum Servieren

Im Originalrezept ver­wen­det Jamie eine klas­si­sche Wassermelone mit rotem Fruchtfleisch.

Zutaten für das asia­ti­sche Dressing

  • 1 dau­men­gro­ßes Stück Ingwer
  • 1–2 rote Chillischoten
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • Saft von 2 Limetten

Zubereitung:

Wie immer wird erst­mal das Messer gezückt und alles wird pas­send zuge­schnit­ten. Das Fruchtfleisch der Melone in ca. 1 cm große Stücke schnei­den, die Radieschen in fei­nen Scheiben schnip­peln, die Minze hacken, den Knoblauch fein hacken, den Ingwer schä­len und rei­ben, die Chillischoten hal­bie­ren und ent­ker­nen. Nun noch den Saft der 2 Limetten aus­pres­sen und wer mag, kann auch jetzt schon die Limettenspalten vorbereiten.

Als nächs­tes eine kleine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe vor­hei­zen und die Sesamsamen ohne Fett ein paar Minuten rös­ten, bis sie eine gol­de­nen Farbe ange­nom­men haben.

Jetzt wird das Dressing zube­rei­tet und das geht wirk­lich zackig. Wie immer nehme ich für die Zubereitung von Dressings ein sau­be­res Glas mit Schraubverschluss und fülle die Zutaten dort hin­ein. Im Einzelnen gebe ich den gerie­be­nen Ingwer, den gehack­ten Knoblauch, die hal­bier­ten Chillis sowie den Limettensaft, die Sojasauce und das Sesamöl ins Glas.

Deckel drauf und schüt­teln bis die Hüfte knirscht. Wer nicht über einen unwi­der­steh­lich ange­bo­re­nen Hüftschwung ver­fügt, kann natür­lich auch nur das Handgelenk bewe­gen — Hauptsache, die Zutaten ver­mi­schen sich gut miteinander.

Das Dressing ist nun fer­tig, jetzt noch schnell die Zutaten für den Salat (Melone und Radieschen) in eine Schüssel geben und mit dem Dressing über­gie­ßen. Die Minze hin­ein geben und vor­sich­tig, aber sorg­fäl­tig, die Zutaten mit dem Dressing vermischen.

Anrichten und ein biss­chen Sesamsamen über den Salat streuen.

Der Asia-Salat mit Melone hat wirklich einen sehr ungewöhnlichen Geschmack

Mein Resümee:

Ein ver­rück­ter Salat! Auf jeden Fall geschmack­lich der unge­wöhn­lichste Salat den ich bis­her geges­sen habe.

Zuerst schmeckt man eine inten­sive Säure durch den Limettensaft und der Sojasauce und genau in dem Moment wo man denkt „Hoppla, das ist aber sauer!“ kommt diese geile Süße der Melone, direkt gefolgt von der her­ben Schärfe der Radieschen und der fri­schen Schärfe der Chilli. Dazu wird es ein biss­chen rau­chig durch das Sesamöl und da ist rich­tig was los im Mund.

Das ist ein extrem coo­ler Salat, aber man muss ihn mögen. Ich stehe drauf, kann mir aber vor­stel­len das diese Geschmackskombi nicht jeder­manns Sache ist. Weil der Salat aber so ruck­zuck fer­tig ist, muss man den wenigs­tens ein­mal gemacht habe. Also ran! Oder steht ihr nicht so auf Experimente?