Rezept für ein leckeres Shakshuka

Shakshuka: süße Paprika & Spiegelei

Shakshuka wollte ich schon ganz lange mal ausprobieren. Irgendwann hatte ich mal in irgendeinem Jamie Oliver Buch oder Magazin ein Rezept dieser nordafrikanischen Spezialität gesehen und war auf Anhieb angefixt. Das sah echt gut aus, mit den schönen geschmorten Paprikas und den darüber geschlagenen Eiern und ich habe mir das auch ziemlich lecker vorgestellt.

Shakshuka ist perfekt zum Frühstück

Wie das dann immer so ist, hatte ich es am nächsten Tag schon wieder vergessen und es gab ne Schnitte mit Käse zum Frühstück. Zwischendurch habe ich immer mal wieder Rezepte oder Fotos davon gesehen, fand es auch immer sofort wieder gut und habe es trotzdem nie zubereitet. Gestern Abend habe ich mir dann bei einem Bierchen noch ein paar Rezepte für die kommende Woche rausgesucht und bin durch Zufall über ein Shakshuka Rezept von Yotam Ottolengi gestolpert. Jetzt aber!

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Heute morgen bin ich dann schnell zum Sterkrader Wochenmarkt gedüst und wollte alle Zutaten einkaufen, nur um festzustellen das er diese Woche wegen der Sterkrader Fronleichnamskirmes ausfällt. Yes Baby! War ja nicht so, dass ich Frau und Kind im Schlepptau hatte und meine Frau am Morgen im Bad ordentlich antrieb, weil ich so früh wie möglich auf dem Wochenmarkt sein wollte. Und nu fällt das aus. Da kochte die Stimmung aber über! Love is in the air, lalalalalalala. 😀

Kack Kirmes! Sau teuer, sau voll und sau laut. Ich frage mich jedes Mal, warum ich Kirmes so lange so toll fand. Man besäuft sich, fährt besoffen im Kreis oder auf und ab und versucht krampfhaft das teure Bier und die teuren Würstchen drin zu behalten. Irgendwann geht man dann völlig blank und mit Tinnitus nach Hause und fährt noch eine Weile umsonst Karussell.  

Süßlich geschmorte Paprikas mit Spiegelei

Aber ich schweife ab. Nachdem ich alle Zutaten noch schnell im Supermarkt eingekauft hatte, ging es Zuhause auch schon ans Kochen. Das ist schnell gemacht, knappe 30 Minuten und damit ist das auf jeden Fall für ein Frühstück am Wochenende gut geeignet. Ich könnte mir das sogar als Mittagssnack oder als warmes Abendbrot vorstellen.

Es ist durch die Paprika und Zwiebeln leicht herzhaft, gleichzeitig aber auch ganz schön süß, durch die karamellisierten Zwiebeln und die natürliche Süße der geschmorten Paprika. Es dürfte für meinen Geschmack auch gerne noch eine ganze Ecke pikanter sein und vielleicht mache ich beim nächsten Mal auch etwas mehr Säure hinein. Ich habe im Schrank noch ein ungeöffnetes Glas mit eingelegten Zitronen, die will ich endlich mal probieren und laut Ottolenghi passen sie gut ins Shakshuka.

Shakshuka ist superlecker

Auf jeden Fall sehr lecker und ein grandioses Frühstück. Ich bin froh, dass ich es endlich mal ausprobiert habe. Vielleicht habe ich euch ja auch ein wenig Lust auf euer erstes Shakshuka gemacht, die 30 Minuten wären definitiv gut investiert. Es schmeckt ja nicht nur toll, es sieht auch noch ziemlich cool aus. Zum Brunch kommt das sicher auch richtig gut. Ich kann es sehr empfehlen!

Jetzt folgt noch das Rezept. Bis bald, ihr Lieben und gönnt euch etwas Leckeres!

Portionen 2

Shakshuka: süße Paprika & Spiegelei

10 minVorbereitung

35 minKochzeit

45 minGesamtzeit

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Zutaten

4 Eier

2 mittlere Zwiebeln

1 rote Paprika

1 gelbe Paprika

3 mittlere Tomaten

3 Zweige Zitronenthymian, Blätter gezupft und gehackt

1 EL gehackte Petersilie + 1/2 EL zum Servieren

1 Loorbeerblatt

2 TL Roh-Rohrzucker

1/2 TLKreuzkümmelsamen

1/4 TL Safranfäden

1 gute Prise Cayennepfeffer

Salz und schwarzer Pfeffer

40 ml Olivenöl

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Zubereitung

  1. Die Zwiebeln abziehen und in Ringe schneiden sowie die Paprika entkernen und in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden. Thymian und Petersilie zupfen und jeweils fein hacken. Den Strunk aus den Tomaten entfernen und die Tomaten grob hacken.
  2. Eine große Pfanne auf mittlerer Hitze aufsetzen und den Kreuzkümmel 2 Minuten lang anrösten, dann das Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebeln 5 Minuten lang anbraten. Die Paprikastreifen, die Kräuter und den Zucker zufügen und das Gemüse für weitere 10 Minuten braten, bis es teilweise Farbe angenommen hat.
  3. Nach 10 Minuten die Tomaten, den Safran sowie Cayennepfeffer, Pfeffer und Salz zufügen und das Gemüse weitere 15 Minuten garen. Zwischendruch immer wieder etwas Wasser angießen, insgesamt 125 ml, bis das Gemüse eine soßenartige Konsistenz bekommen hat. Nach 15 Minuten mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer nochmals abschmecken.
  4. Die Pfanne vom Herd nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen, dabei die Herdtemperatur auf niedrigste Hitze einstellen. Die Eier in die Pfanne schlagen, vorher kleine Mulden für die Eier bilden und die Pfanne zugedeckt wieder auf den Herd stellen und ca. 10 Minuten garen, bis die Eier so gerade eben gestockt sind.
  5. Sofort servieren, am besten mit Weißbrot.

Hinweise

Anstelle des Zitronenthymians geht natürlich auch ganz normaler Thymian.

7.6.4
6
http://www.malteskitchen.de/shakshuka-paprika-und-spiegelei/

Bei diesem Rezept verwendete Kochbücher / Utensilien / Produkte:

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

9 Kommentare zu “Shakshuka: süße Paprika & Spiegelei

  1. Am Wochenende ist das Rezept fällig! Ich dachte immer, das muss länger köcheln. Super! Sehr gelacht hab ich über Deine Markt-Story. Da wäre bei mir aber auch "Love in the air". Grüße an die Frau :-D
    • Du wirst das bestimmt mögen, wir lieben das mittlerweile total und machen das ganz oft. Ich mag es auch etwas lieber, wenn man das Gemüse nicht lutschen muss, also bin ich Pi mal Daumen mit 30 Minuten gut dabei. Wobei ich bei der Zeitangabe die Eier völlig vergessen habe. Das ist ja super. Uppsala. Ich ändere mal und suche ein Ersatz 30 Minuten Rezept für das 30 Minuten Rezept. :D Grüße richte ich gerne aus! :)
  2. Ha, da warst du schneller als ich, wollte die nächste Woche machen, auch wegen der Sendung und mich mehr am Rezept vom Doktor langhangeln... VG Sascha
    • Du musst das auf jeden Fall machen, weil das echt richtig gut ist und toll schmeckt. Ich koche das mittlerweile regelmäßig und könnte mich reinlegen.
  3. Pingback: Shakshuka - Israels Nationalgericht | Irgendwas ist immer

  4. Susanne
    Bin schon lange stiller Fan Deiner Seite :) muss mal mehr Kommentare schreiben... Shakshuka ist wirklich genial und macht süchtig, muss zu meiner Schande aber gestehen, das ich das Rezept einer Freundin aus Israel benutze. Deren Variante ist nämlich pikant/scharf und wird zusätzlich mit Feta abgerundet und ist komplett ohne Verwendung von Zucker.
    • Ich freue mich sehr, dass du mir mal Hallo sagst. :) Darf ich nach dem Rezept fragen oder kriegst du Ärger mit deiner Freundin, wenn du ihr Geheimrezept verrätst?
      • Susanne
        Hab meine Freundin gefragt und sie meinte Du darfst es gerne haben, wir Europäer wüssten ja eh nicht, was ein gutes Frühstück ausmacht :) 1 große Zwiebel und 1 rote Paprika in feine Streifen schneiden. 4 Eßlöffel Olivenöl extra virgin in einer backofengeigneten Pfanne langsam schmoren (ca.15Min.), 3 Knofizehen in feine Scheiben schneiden + 1 große Dose geschälte Tomaten (zerkleinern) mit in die Pfanne, etwas einköcheln lassen, jetzt mind. 1 Teel.gem.Cumin, 1Teel. süßes Paprikapulver + 1/4 Teel. Ceyenne dazugeben und umrühren, 150g Fetakäse in die Pfanne bröckeln, mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. 6 Eier (L) auf der Masse verteilen (5 außen + 1 in der Mitte), nochmals salzen und pfeffern und für 10 Minuten in den Backofen (180°C, mittl.Schiene) Dazu passt ein grüner Salat + saugfähiges Brot, falls es das Gericht mal Abends geben soll Wir sind gespannt, ob es Dir in dieser Variante schmecken wird.
        • Tausend Dank an euch beiden, ihr seid die Besten! :D Es wird definitiv nachgemacht und dann gibt es auch ganz artig Feedback. Deine freche Freundin hat damit vielleicht sogar ein bisschen recht, aber ich arbeite daran!

Gefällt dir mein Rezept oder magst du es gar nicht? Du hast es schon nachgekocht? Dir fehlt eine Zutat oder du hast eine tolle Idee, die gut zu meinem Rezept passt? Dann schreibe mir jetzt und lass uns über leckeres Essen und gutes Kochen plaudern. Ich freue mich darauf.

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