Reibekuchen nach einem Tim Mälzer Rezept

Reibekuchen {nach Tim Mälzer}

Kartoffeln sind so ein tolles Gemüse und frisch gebratene, goldgelbe und knusprige Reibekuchen sind allerfeinstes Soulfood. Es war längst mal an der Zeit, dass ich mich an meine ersten selbstgemachten Reibekuchen versuche. Ich hatte das schon lange vor, aber meine Frau hat immer etwas gemotzt, weil man den Reibekuchengeruch noch ein paar Tage später in der Wohnung hat.

Nun wollte ich mich aber nicht noch länger von meinen ersten selbstgemachten Reibekuchen abhalten lassen und habe ihr einfach bei TKMaxx 2 große Pötte Duftkerzen geholt und nach dem Braten die Dinger 24 Stunden lang abgefackelt. Danach roch alles nach frisch gewaschener Wäsche :eyebrows:

Für meine ersten Reibekuchen habe ich ein Rezept von Tim Mälzer genommen, aus seinem neuen Kochbuch Heimat. Die Reibekuchen sind auch wirklich lecker geworden und das selbstgemachte Apfelkompott, ebenfalls von Tim Mälzer, hat toll zu den Reibekuchen geschmeckt. Allerdings hatten wir (2 Personen) die Puffer ruckzuck verputzt und danach noch etwas Hunger. Die Teigmenge reichte für 12 ziemlich kleine Puffer, das Rezept war aber für 4 Personen ausgelegt.

Knusprig gebratenen Reibekuchen, ein Traum!

Kartoffeln, Zwiebeln und Ei für die Reibekuchen

Auf meiner Facebook-Seite hatte ich euch gefragt, ob 600 g Kartoffeln für 4 Personen nicht arg arg knapp bemessen ist. Wir waren uns da ziemlich einig, selbst wenn die Reibekuchen nur als Beilage vorgesehen wären, wäre das für 4 Personen zu wenig! Und als Hauptmahlzeit geht das gar nicht. Wenn ihr also satt werden wollt, dann verdoppelt die Menge, die ich in der Zutatenliste angegeben habe.


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Zubereitung • Reibekuchen {nach Tim Mälzer} •

Die Zwiebeln schälen und mit einer groben Reibe in eine Schüssel reiben. Die Kartoffeln schälen und mit der feinen Reibe ebenfalls in eine Schüssel (bitte nicht zusammen mit den Zwiebeln in eine Schüssel geben!) reiben.

Den Kartoffelrieb nach dem Reiben in ein Tuch geben und über eine Schüssel ausdrücken, laut Rezept das stärkehaltige Wasser dabei auffangen. Wobei ich sagen würde, diesen Schritt könnt ihr euch auch sparen. Das Wasser soll später vorsichtig abgegossen werden und die Stärke, die sich am Boden abgesetzt haben sollte!, wird zum Kartoffelrieb gegeben. Bei mir hatte sich aber kaum Stärke abgesetzt, nur ein kleines bisschen Schaum, nicht mal einen halben TL voll. Das macht bestimmt im Endergebnis keinen Unterschied.

Die Eier verquirlen und den Kartoffelrieb mit den Zwiebeln und den Eiern mischen. Mit Salz (reichlich!) und Pfeffer würzen und wer das „stärkehaltige“ Wasser aufgefangen hatte, der gießt es jetzt vorsichtig ab und gibt die abgesetzte Stärke noch mit zum Kartoffelrieb.

Ausreichend Butterschmalz in einer tiefen Pfanne erhitzen (die Puffer dürfen ruhig schwimmen) und einen leicht gehäuften Esslöffel vom Kartoffelteig abstechen. Die Kartoffelmasse in die Pfanne geben, leicht flach drücken und die Reibekuchen bei mittlerer Hitze ca. 6-8 Minuten goldbraun braten, dabei einmal wenden. Die Reibekuchen portionsweise braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Schon gebratene Reibekuchen am Besten im Ofen (80°C) warm halten.

Rezept Zutaten für ca. 12 kleine Reibekuchen • Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

  • 600 g überwiegend festkochende Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Eier
  • ausreichend Butterschmalz
  • Salz und Pfeffer

5 Kommentare zu “Reibekuchen {nach Tim Mälzer}

  1. Mein Freund hat Reibekuchen letztens zubereitet und sie haben richtig leeeeecker geschmeckt :) LG, Sarah
  2. Reibekuchen sind lecker und Tim Mälzer ist sicher ein guter, ok, ein sehr guter und kreativer Koch, den ich kulinarisch sehr schätze, weil er sich insbesondere um die Alltagsküche sehr verdient macht in einer Zeit, wo kochen immer öfter durch den Griff ins Regal mit den fertigmenüs ersetzt wird. Zum Beispiel in der von ihm betreuten Heftreihe "essen & trinken. Für jeden Tag". Aus der kenne ich auch ein paarRezepte aus dem Buch und denke daher, dass der kauf durchaus lohnend war. Mit saisonal frischen, regionalen produkten zu kochen, ist ja wirklich nicht dämlich. Von daher sage ich jetzt mal kein Wort zu dem Umstand, dass ein Sternekoch sich erdreistet, ein Nullachtfünfzehn-Grundrezept zu publizieren und eben auch mitzuverkaufen... :-)/// Wenigstens Sellerie hätte er in den Kartoffelteig noch reiben können! :-) Aber ok, auch so sind die Teile natürlich lecker. :-)
    • Das habe ich mir auch schon gedacht, Atze. Und im Buch sind noch viel mehr, ich nenne sie mal "einfache" Rezepte. Auf der einen Seite verstehe ich das, es sollen ja klassische Rezepte der deutschen Küche dargestellt werden. Auf der anderen Seite wäre ein bisschen mehr "Mälzer" schon schön gewesen. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich das Buch wohl eher nicht gekauft. Achso, fast vergessen und spielt auch keine Rolle, aber der gute Tim hat noch keinen Stern. Das liegt aber imo auch daran, dass er es nicht auf einen Stern abgesehen hat. Vom fachlichen würde ich ihm das schon zutrauen.
  3. Reibekuchen kenne ich von Kindheit an. Meine Mutter stammte aus dem Rheinland, und deshalb waren das bei uns "Kartoffelpuffer". Ein Tipp: je nach Kartoffelmenge 1-2 Prise/n Muskat in den Teig geben. Auch mit Schnittlauchröllchen kann man den Kartoffelteig abwandeln. Gudrun (72 J.)

Gefällt dir mein Rezept oder magst du es gar nicht? Du hast es schon nachgekocht? Dir fehlt eine Zutat oder du hast eine tolle Idee, die gut zu meinem Rezept passt? Dann schreibe mir jetzt und lass uns über leckeres Essen und gutes Kochen plaudern. Ich freue mich darauf.

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