Garlic Chef {getestet}

Vor ein paar Tagen stand ich wie immer hung­rig in der Küche und wollte mich gerade ans Kochen machen, da hielt mir meine Frau gut gelaunt ein ganz komi­sches Dingsda unter die Nase.

Der Galric Chef zum schneiden von Knoblauch

«Guck mal!» Ich guckte. «Damit kannst du ruck­zuck Knoblauch schnei­den, ist total toll das Teil und war ganz güns­tig!» — «Bin ich dir zu lang­sam?» — «Nö.» - «Musstest du schon mal bezah­len, wenn ich gekocht habe?» — «Hmmm, Nö.» — «Wenn ich also schnell und kos­ten­los bin, warum haben wir dann so ein komi­sches Teil?» - «Damit kannst du ruck­zuck Knoblauch schnei­den, ist total toll das Teil und war ganz güns­tig!» - «seufz»

Da mir nicht nach einer Endlosschleife war und ich sowieso keine andere Wahl hatte, habe ich das komi­sche Teil mit dem Namen Garlic Chef (wenn Chef, dann ich Chef — geht’s noch?!) aus­ge­packt, den Test gemacht und gleich mal die Knoblauchzehen damit kleinge, äh, quetscht!

Genau, gequetscht! Der Carlic Chef, sei­nes Zeichens ein Knoblauch– und Zwiebelzerkleinerer, schnei­det den Knoblauch (oder wahl­weise die Zwiebeln, Chilli, Oliven, Ingwer) nicht, er zer­matscht, zer­quetscht, zer­drückt ihn eher. Dabei geht natür­lich Saft ver­lo­ren und der Knoblauch wird zudem noch leicht mat­schig. Je län­ger man dreht, umso mat­schi­ger wird er. Das will ich nicht haben! Die Stücke wer­den übri­gens auch nicht gleich­mä­ßig groß und das stört den Perfektionisten in mir.

Es ist zwar schön, dass die Finger nach dem Schneiden des Knoblauchs nicht stin­ken, aber ich alter Fuchs benutze sowieso schon eine Metallseife. Und wenn ich mal ganz faul sein sollte, dann zer­klei­nere ich meine Zwiebeln oder den Knoblauch ein­fach in der Küchenmaschine. Da wird er ganz fein gleich­mä­ßig geschnit­ten und kein Tröpfchen Saft geht verloren.

Mit den Ergebnissen mei­nes Test kon­fron­tiert, ließ sich mei­ner Frau ein «Hast du wohl falsch benutzt!?» ent­lo­cken. «Ja, da kann man ja auch so unglaub­lich viel falsch machen. Vielleicht hätte ich vor­her doch die sieb­zehn­sei­tige Anleitung in 5 Sprachen lesen sol­len. Ach, die gibt es gar nicht? Guck mal einer an!»

Bedienungshinweise für den Garlic Chef

«Gib mal her!» — rit­schratsch — «Hmm. Verdammt!!» Jaja.

Leider verliert der Knoblauch zu viel Saft! beim Garlic Chef

Der Garlic Chef kos­tet bei Amazon gerade um die 8 Euro und macht nicht so rich­tig viel Sinn. Für grö­ßere Mengen ist er nicht geeig­net, da er zu klein ist. Er zer­drückt eher, als das er schnei­det und wenn ich Knoblauch zer­drü­cken will, kann ich ja auch gleich eine Knoblauchpresse benutzen.

Zwiebeln gehen nicht als Ganzes in den Garlic Chef und wenn ich dann eh schon hal­bie­ren und vier­teln muss, kann ich auch gleich wür­feln. Neee, bei mir bleibt der Garlic Chef in der Schublade, da gehört er hin.

Tagliatelle nach Carbonara Art

Mit man­chen Gerichten geht man innige Verbindungen ein, sei es weil man sie an wun­der­schö­nen Orten genos­sen hat oder mit ganz beson­de­ren Menschen oder weil man bestimmte Erlebnisse mit die­sen Gerichten verbinden.

Mit den Tagliatelle nach Carbonara Art pflege ich solch eine innige Verbindung, habe ich sie doch das erste Mal zube­rei­tet an einem Abend, als ich einen ziem­lich dum­men Streit mit mei­ner Frau hatte.  Nein, wie roman­tisch, wer­det ihr jetzt viel­leicht den­ken. Aber das Leben besteht ja nicht nur aus Deko  :smile:  und meine Frau ist eben eine kleine Zicke und in mei­nem Schrank feh­len auch ein paar Tassen.

Tagliatelle nach Carbonara Art

An die­sem Abend habe ich die Tagliatelle lei­der alleine geges­sen und war echt rich­tig mies gelaunt. Trotzdem konnte ich noch halb­wegs rea­li­sie­ren, was da Leckeres auf dem Teller war und des­halb kochte ich die Carbonara Tagliatelle nur wenige Tage spä­ter noch ein­mal, nach­dem meine Frau und ich uns wie­der lieb hatten.

Immer, wenn wir jetzt die­ses leckere Gericht essen, erin­nern wir uns an den dum­men Streit von damals und lachen gemein­sam dar­über. Das ist doch wirk­lich schön oder nicht?  Die Tagliatelle nach Carbonara Art gehö­ren mitt­ler­weile sogar zu unse­ren liebs­ten Gerichten.

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, warum ich dau­ernd Carbonara Art und nicht Carbonara schreibe? Der Grund hier­für liegt in der Tradition die­ses Gerichtes und Traditionen (nicht nur beim Kochen) sind wich­tig. Klassische tra­di­tio­nelle Carbonara, so habe ich das nach­ge­le­sen, wird zum Beispiel ohne Zwiebel und ohne Sahne zube­rei­tet und nur mit Ei! Als Speck ver­wen­det man unge­räu­cher­ten Pancetta oder Guanciale.

Bei mei­nem heu­ti­gen Rezept ver­lasse ich den Weg der Tradition und bereite meine Carbonara mit Sahne und geräu­cher­tem Schwarzwälder Schinken zu. Deshalb ist es nur noch eine Art Carbonara, aber eben eine, die mir sehr gut schmeckt.  Das Grundrezept habe ich aus dem Kochbuch von Cornelia Poletto: „Polettos Kochschule — Mein Grundkurs für Einsteiger“.

Zubereitung • Tagliatelle nach Carbonare Art •

Für die Sauce den Schwarzwälder Schinken in feine Streifen schnei­den und in Butter lang­sam! knusp­rig bra­ten. Die Schalotte in feine Würfel schnei­den, in die Pfanne zum Schinken geben und kurz anschwit­zen las­sen. Fein gehack­ten Knoblauch hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz anschwitzen.

In der Zwischenzeit die Tagliatelle nach Packungsangabe kochen sowie die Eigelbe ver­quir­len und mit den bei­den Käsesorten ver­mi­schen. Vorsichtig mit Salz und Pfeffer wür­zen. Wer mag, kann jetzt noch fein gehackte Petersilie unter die Käsemischung geben.

Die Tagliatelle absei­hen, etwas Kochwasser auf­he­ben und die Tagliatelle tropf­nass zur Zwiebel-Schinken-Mischung in die Pfanne geben. Evtl. einen Schluck Kochwasser mit hin­ein geben. Nun die Pfanne vom Herd  neh­men, die Eiermischung dazu­ge­ben und alles zügig! mit­ein­an­der ver­mi­schen.

Es ist wirk­lich wich­tig, dass man hier schnell arbei­tet, damit das Ei nicht stockt und schön cre­mig bleibt. Wir wol­len ein cre­mi­ges Ei und kein Rührei in der Pfanne! Hat man alles schnell mit­ein­an­der ver­rührt, schmeckt man die Tagliatelle bei Bedarf noch mit Salz und Pfeffer ab und gibt ein paar geho­belte Späne Parmesan oder Pecorino drüber.

Eine sehr cremige Sauce machen die Carbonara so besonders.

Es ist zwar nicht klas­sisch, aber es schmeckt ver­dammt lecker. Ein tol­les Gericht, kocht es nach und ihr wer­det es ganz bestimmt lie­ben, auch ohne euch zuvor mit eurem Partner zu strei­ten!  :zwinker:

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • ca. 300 g Tagliatelle
  • 1 Schalotte
  • 150 g Schwarzwälder Schinken
  • 50 g gerie­be­nen Pecorino
  • 50 g gerie­be­nen Parmesan
  • 4 Eigelbe
  • ca. 80–100 ml Sahne
  • 2 EL Butter
  • evtl. 2–3 Stiele Petersilie

Chicken auf Indisch

Schnell fotografiert
Chicken Tikka Masala

Mein ers­tes selbst­ge­koch­tes indi­sches Gericht. Chicken Tikka Masala. Rezept folgt.

Tomatensalat mit Hühnchen

Mein ers­ter rich­ti­ger Tomatensalat den ich selbst zube­rei­tet habe, war natür­lich nach einem Rezept von Jamie Oliver. Der Salat bekam ein Dressing mit Worcestersauce und als Beilage gab es eine panierte Blutwurst. Alle Mädels die jetzt noch wei­ter­le­sen und beim Gedanken an Blutwurst nicht davon gelau­fen sind, kön­nen sich ja mal das Rezept für den Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst anschauen.

Jamies Tomatensalat hat mir damals super geschmeckt und seit­dem bin ich offen für sämt­li­che Tomatensalat Rezepte. An Jamies Rezept kam bis­her zwar noch kei­ner ran, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Leckerer Tomatensalat mit Hühnchen

In der Ausgabe der „Lecker — das Beste aus 10 Jahren“ ent­deckte ich dann vor ein paar Tagen einen Sommersalat mit Hähnchen und war vom appe­tit­li­chen Foto direkt ange­tan. Der Salat war aller­dings mit fri­schen Aprikosen und die gibt es der­zeit noch nicht zu kau­fen. Dann eben nur mit Tomaten und anstelle des Frischkäse habe ich Büffelmozzarella ver­wen­det. Den mag ich ein­fach lie­ber und der geht immer Perfekt mit Tomaten, zusam­men sind die bei­den quasi Brangelina.

Zubereitung • Tomatensalat mit Hühnchen •

Zunächst die Tomaten waschen und je nach Größe ein paar Tomaten hal­bie­ren. Ich finde es immer ganz schön, wenn kleine Tomaten im Ganzen blei­ben und zwi­schen­durch ein paar hal­bierte „rum­lie­gen“. Ist das erle­digt, kann man schon mal den Mozzarella zup­fen und bei­seite stel­len. Der darf ruhig ein paar Minuten an der Luft lie­gen, um sein Aroma zu entfalten.

Nun das Basilikum in feine Streifen schnei­den und wer mag, kann auch hier ein paar Blätter unver­sehrt las­sen. Das sieht nach­her auch ganz schön aus und das Auge isst ja mit. Jetzt kann man schon die Vinaigrette anrüh­ren, indem man den Weißweinessig mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker würzt und danach das Öl hin­zu­gibt und alles gut mit­ein­an­der ver­rührt. Ordentlich rüh­ren, damit eine gute Bindung entsteht.

Das Hühnchen fehlt noch, das gesal­zen und dann bei mitt­le­rer Hitze in der Pfanne gebra­ten wird. Ich brate es auf bei­den Seiten schön kross an, gehe dann mit der Temperatur ein biss­chen run­ter und lasse es in der Pfanne lang­sam gar zie­hen. Dabei wende ich es mehrmals.

Kurz bevor das Fleisch gar ist, mische ich die Tomaten mit dem Basilikum und gebe die Vinaigrette hinzu. Die Tomaten gut durch­mi­schen, damit sie auch über­all von der Vinaigrette bedeckt sind. Auf einem Teller anrich­ten und den gezupf­ten Büffelmozarella über die Tomaten geben. Wer mag, kann jetzt noch ein paar Tropfen gutes Olivenöl über den Salat träufeln.

Der Tomatensalat mit Huhn ist ein sehr sommerliches Gericht,

Die Hühnerbrust schräg auf­schnei­den, neben dem Tomatensalat anrich­ten und noch mit rich­tig gutem Balsamico beträu­feln. Fertig.

Als Fazit kann ich sagen, dass der Tomatensalat ganz lecker war. Zusammen mit dem lecke­ren Hühnchen, dem Balsamico hat das schon rich­tig gut geschmeckt. Allerdings war die Vinaigrette sehr ein­fach gehal­ten, nur Essig und Öl, und hätte ruhig noch etwas Pfiff ver­tra­gen kön­nen. Eine fruch­tige Note durch fri­sche saf­tige Aprikosen hätte den Salat auf jeden Fall noch aufgewertet.

Jamies Tomatensalat bleibt bei mir damit wei­ter­hin auf Platz 1 ste­hen. Was ist dein liebs­ter Tomatensalat? Hast du ein spe­zi­el­les Dressing / Vinaigrette, das so lecker ist, dass du dir die Finger danach lecken kannst?

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 2 Hühnerbrüste a ca. 150 g
  • 250 g bunte Kirschtomaten
  • ca. 60–80 g Büffelmozzarella
  • 2 EL Weißweinessig
  • 4–6 El Olivenöl
  • 2 EL Balsamico
  • hal­bes Bund Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Kochen mit dem Rocket Man

Nebenbei gesagt

Auf mei­ner Facebook Seite habe ich ihn und sein neues Album „Here I Am“ schon vor ein paar Tagen ver­linkt und heute wird er mich mit Sicherheit in der Küche beglei­ten. Der „Rocket Man“ und Gewinner von The Voice auf Germany Andreas Kümmert.

Mir gefällt sein neues Album mal so rich­tig gut und es seine geile Stimme macht mir ein­fach Spaß und sorgt für gute Laune beim Kochen. Kaufen! Der Mann hat Talent und macht tolle Musik!

Lauch-Kasseler-Gratin

Vor knap­pen 2 Jahren habe ich den Lauch lie­ben gelernt, als ich um die Weihnachtszeit einen über­ba­cke­nen Lauch nach einem Jamie Oliver Rezept nach­kochte. Das war unglaub­lich lecker und seit­dem kommt die­ses Gericht jedes Jahr um die Weihnachtszeit wie­der auf den Tisch.

Zuvor hat mich der Lauch ziem­lich kalt gelas­sen und ich wusste gar nicht, wie lecker die­ses Gemüse schme­cken kann. In mei­ner Kindheit hat Lauch lei­der keine Rolle gespielt und stand eher nicht auf der Speisekarte. Mittlerweile habe ich schon einige Gerichte damit aus­pro­biert und ich freue mich immer, wenn ich irgendwo ein neues Gericht ent­de­cke. Das heu­tige Lauch-Kasseler-Gratin habe ich aus der Zeitschrift „essen & trin­ken — für jeden Tag — Ausgabe 11 | 2012″

Ein sehr leckeres Lauch-Kasseler-Gratin

Zubereitung • Lauch-Kasseler-Gratin •

Den Lauch in ca. 4 cm lange Stücke schnei­den und in kochen­dem Salzwasser ca. 4 Minuten kochen, dann abgie­ßen und abtrop­fen las­sen. Die Sahne mit der Milch auf­ko­chen las­sen, mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronensaft und Meerrettich bzw. Senf wür­zen und die gehackte Petersilie untermischen.

Gleich gibt es einen Lauch-Kassler-Gratin

Eine Auflaufform mit Butter ein­pin­seln, erst den Lauch hin­ein­ge­ben, dar­über das Kassler schich­ten. Alles mit der Meerrettichsauce begie­ßen und mit dem geras­pel­ten Käse bestreuen. Im vor­ge­heiz­ten Ofen bei 220 Grad auf der mitt­le­ren Schiene ca. 15–20 Minuten gold­braun überbacken.

Lauch mit Kassler im Ofen überbacken

Total easy in der Zubereitung und auf dem Teller dann wirk­lich lecker. Laut Rezept pas­sen dazu Salzkartoffeln, aber uns hat das Gratin auch solo völ­lig aus­ge­reicht. Wer Lauch mag wird das Gericht bestimmt auch mögen.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 50 Minuten

  • 2 Stangen Lauch
  • 100 g Kasseler Aufschnitt
  • 50 g mit­tel­al­ter Gouda, geras­pelt oder gerieben
  • 200 ml Sahne
  • 50 ml Milch
  • 2 TL Tafelmeerretich (Glas) bzw. mit­tel­schar­fer Senf
  • 2 TL wei­che Butter
  • 3 Stiele glatte Petersilie, Blätter fein gehackt
  • 2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Muskat