Neapolitanische Pizza & der beste Pizzateig!

Pizza liebt doch jeder, oder? Irgendwas Mystisches muss eine Pizza jedenfalls haben, wenn sogar mein kleiner Bub, der kaum Zähnchen im Mund hat, überglücklich und laut schmatzend an seinem Stückchen Pizzateig knabbert. Dabei reibt er sich das Bäuchlein und macht vergnügt „nomnomnom“ Geräusche und Papa sitzt daneben und grinst glücklich wie ein Honigkuchenpferd.

Super Teig und super Pizza

Er hat natürlich auch Glück, das muss ich mal ganz unbescheiden anmerken, weil sein Papa eine superleckere Pizza mit einem ganz tollen Boden macht. Das Rezept für den Pizzateig wollte ich schon lange verbloggen, bin aber bisher nie dazu gekommen. Heute ist es endlich soweit und ich kann euch dringend empfehlen, nächste Woche einen Pizzateig einzuschieben! Es wird sich lohnen. :)

Das Rezept stammt übrigens von Gennaro Contaldo und Jamie Oliver Fans werden bei diesem Namen aufmerken, ist Gennaro für Jamie im Laufe der Jahre laut eigener Aussage doch so etwas wie ein Ziehvater geworden.

Der Pizzateig ist nach dem Kneten super alastisch

Durch das Gehen vergrößert der teig sein Volumen

Bevor ich dieses Rezept in Gennaros Kochbuch Trattoria-Küche entdeckt habe, war ein Pizzateig nach Jamies Rezept immer mein Favorit. Aber Sorry Jamie, Gennaros Teig ist einfach besser als deiner. Neben dem Pizzateig gibt es auch gleich noch das Rezept für eine echte neapolitanisch Pizza, die ich wirklich liebe und die ebenfalls aus dem Buch stammt.

Ich lieb die neapolitanische Pizza sehr!

Ach Leute, was ist das lecker! So eine einfache Pizza, mit wenigen aber dafür guten Zutaten auf einem wirklich perfekten Boden. Der Himmel, ehrlich. Klar, ich mag auch üppig belegte Pizzen. Vielleicht mit Parmaschinken und Parmesanspänen oder mit Hühnchen und Rucola, gerne auch mal mit scharfer Sucuk oder Peperoni-Salami. Aber die neopolitanische Pizza ist in ihrer Schlichtheit einfach grandios. Da passt alles zusammen, ein Genuss!

Jetzt bin ich neugierig. Was ist denn dein liebster Pizzabelag oder deine liebste Pizza? Und machst du den Pizzateig selbst oder greifst du auf ein Fertigprodukt zurück? Oder gibt es bei dir Pizza immer vom Lieferdienst?


Rezept Zutaten für 2 große Pizzen • Zubereitungszeit ca. 60 Minuten

  • 500 g Mehl Typ 550 + etwas Mehl zum Bestäuben
  • 10 g frische Hefe
  • 10 g Salz
  • 325 ml warmes Wasser
  • Semmelbrösel

Zubereitung • Der beste Pizzateig •

Das Mehl zusammen mit dem Salz in einer großen Schüssel vermengen und die Hefe in 325 ml lauwarmen Wasser auflösen. Die aufgelöste Hefe nach und nach unter das Mehl mischen und in der Schüssel zu einem glatten Teig vermengen. Wer darin nicht so geübt ist, vermengt die Zutaten kurz in der Schüssel und knetet den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche. Sollte der Teig zu klebrig sein, noch etwas Mehl zufügen.

Nachdem der Teig glatt ist, den Teig (in der Schüssel) zu einer Kugel formen und mit einem Tuch abdecken und für 5 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und 10 Minuten kneten und danach in 2 Hälften teilen und jede Hälfte noch einmal 5 Minuten kneten. Danach die Hälften zu 2 Kugeln formen.

Ein sauberes Küchentuch auf ein Backblech geben und mit etwas Mehl bestäuben. Die Kugeln darauf legen und mit einem feuchten Tuch abdecken und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Danach kann der Teig ausgerollt und belegt werden, siehe nachfolgendes Rezept.


Rezept Zutaten für 2 große Pizzen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • 300 g Eiertomaten aus der Dose
  • 4 EL Olivenöl
  • 25 g Parmesan, frisch gerieben
  • 150 g Büffelmozzarella, grob zerkleinert
  • Salz, Zucker und Pfeffer
  • Pizzateig für 2 Pizzas

Zubereitung • Neapolitanische Pizza •

Die Eiertomaten in eine Schüssel geben und mit einer Gabel leicht zerdrücken, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen und gut durchmischen. Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und 2 Backbleche mit Semmelbröseln bestreuen.

Den Pizzateig in 2 Portionen teilen und jede Portion auf einer leicht bemehlten Fläche möglichst dünn zu einem Kreis von ca. 35-40 cm Durchmesser ausrollen und dabei aufpassen, dass er nicht reißt. Den Rand ruhig etwas Dicker lassen.

Etwas von der Tomatensauce gleichmäßig auf den Böden verstreichen und nicht zu viel davon nehmen, sonst weichen die Pizzas durch. Beide Böden mit Olivenöl beträufeln und mit dem frisch geriebenen Parmesan bestreuen. Einige Basilikumblätter oder etwas getrockneten Oregano oder beides auf die Pizzen geben und beide Pizzen mit Mozzarella belegen.

Ich backe die Pizzen nacheinander und auf dem Pizzastein. Hier sind sie nach 4-5 Minuten schon perfekt. Auf dem Backblech gebacken sollten sie 7-9 Minuten benötigen.

Nach dem Backen die Pizzen noch mit etwas Olivenöl beträufeln und genießen.

24 Kommentare

  1. Hallo!
    Also bei uns gibt es nie mehr Fertigpizza, und auch keine mehr vom Lieferdienst! Ich weiß, dass jeder so seine Rezeptur hat, so wie ich auch! Ich lasse meinen Pizzateig bei der Verwendung von viel weniger Hefe ganz lange ruhen! So wird der Teig bekömmlicher! Und so viel Arbeit ist es denn auch nicht mehr, finde ich 😉 Toll, dass Ihr für Euch ein gutes Rezept gefunden habt! 😉

    Lieben Gruß, Emmi!

    • Hey Emmi! :)

      wie viel Hefe nimmst du denn und wie lange lässt du ihn dann ruhen?
      Fertigpizza gibt es bei uns auch nicht mehr, aber der Lieferdienst wird ab und zu immer noch genutzt. Wir haben auch eine gute Pizzeria in der Nähe, die ganz ordentliche Pizza liefert. Aber die Selbstgemachte schmeckt tatsächlich besser, zumindest wenn sie auch noch vom Pizzastein kommt. 95% der Pizza-Lieferdienste im meiner Umgebung sind auch keine echten italienischen Restaurants oder Pizzarias mehr, sondern irgendwelche Imbisse die lustigerweise meistens von Indern betrieben werden und die dann Querbeet Alles anbieten. Vom halben Hähnchen über Chicken Masala bis zur Pizza und da kriegt man dann auch nur noch die 08/15 Pizzen. Ne Weltklasse-Pizza gibt es in meiner Stadt leider nicht, daher wird sie meistens auch selbst gemacht.

      Liebe Grüße
      Malte

  2. Ilka sagt

    Für alles was mit Teig zu tun hat ist mein Mann zuständig, der ist mittlerweile auch der Pizzaexperte und nimmt am liebsten auch den Jamie Oliver Teig. Ich muß ihm das Rezept hier aber mal zeigen. Allerdings haben wir orginal Pizzamehl Typ 00, gibts mittlerweile auch im Supermarkt von deutschen Mühlen, er bestellt aber immer das italienische bei Gustini, ist super für Pizza und helle Brote und er schwört drauf. 😀

    Ich mag meine Pizza am liebsten auch ganz einfach belegt, Tomatensoße, Mozarella vielleicht bissel Pesto und dann frisch drauf Parmesan und Basilikum.

    • Das Pizzamehl Typ 00 finde ich auch super, das konnte ich eine zeitlang bei unserem italienischen Feinkostgeschäft um die Ecke kaufen. Mittlerweile hat er das aber nicht mehr, weil es wohl außer mir niemand gekauft hat.
      Jamie Pizzateig ist auch super, da gibt es nichts. Aber Gennaros ist noch ein wenig elastischer, geschmeidiger und ich mag den puren Geschmack sehr gerne. Dein Mann soll mal einen Versuch wagen und mir dann mal seine Meinung schreiben.

      Da wären wir ja bei den Pizzen schon Mal ein gutes Team. Mit Pesto müsste ich mal versuchen, ich liebe ja Pesto. Evtl. teste ich das bei der nächsten Pizza mal.

  3. Pingback: pizza-mit-allem-und-viel-diaet | Portionsdiät

  4. Also, ich glaube, dass ich auf Dein Rezept zurückkommen werde, ich habe es nämlich wiederauffindbar bei mir verlinkt.
    Vielleicht solltest Du als Profi-Pizzabäcker 😉 auch mal ein Wort zu Vollkorn oder nicht, Dinkel und anderen Mehlalternativen sagen.

    • Claudia sagt

      Ich habe deinen teig gestern ausprobiert und bin begeistert !!! Danke für das Rezept! Ich esse Pizza immer mit Schinken und Ananas so lecker!

      Viele Liebe Grüße,
      Claudia

    • Ich habe ehrlich gesagt noch nie mit Vollkorn, Dinkel oder anderen Mehlsorten gebacken. Empfehlen kann ich das spezielle Mehl vom Typ 00, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

    • 400 g Weizenmehl Type 450
      100 g Vollkornbrotbackmischung
      15 g Salz
      10 g Hefe
      100 Milliliter warmes Wasser
      200 Milliliter kaltes Wasser
      1 Prise Zucker
      1 Esslöffel Olivenöl

      Alles zusammenkneten und 30 Minuten ruhen lassen. Das ist der Turboteigvorschlag des Pizzaweltmeisters. Schmeckt etwas brotig, gefällt mir aber auch sehr gut!

  5. Na ja, das mit dem „besten Pizzateig der Welt“ kommentiere ich jetzt nicht weiter (Nase rümpf)…:-)))

    Björn Freitag hat mal 2 Teigrezepte vom amtierenden (oder zumindest damaligen) Pizzaweltmeister vorgestellt. Einen sehr schnellen und eben auch einen, der Emmis Idee entsprechend 24 h reift! Der Weltmeister setzt für die gleiche Menge Mehl und 300 ml Wasser wie bei dir 3 g Hefe für diese 24 h-Pizza ein (15 satt 10 g Salz). Zusätzlich zu deinem Rezept noch einen Schluck Öl und eine Prise Zucker.

    Ferner habe ich die Idee abgespeichert, die sich ebenfalls auf den Weltmeister beruft, an den Teig statt Oliven- Rapsöl zu geben. Das würde den Teig knuspriger machen…

    Pizzamehl habe ich neulich auch mal gesucht, aber in den hiesigen Supermärkten noch nicht auftreiben können. Hmm, wäre eigentlich auch ein schöner Anlass, mal wieder den italienischen Großhändler anzusteuern…

    Zuletzt habe ich mal einen Pizzateig nach Tim Mälzer gemacht. Der hatte einfach deutlich mehr Hefe genommen (20 g) auf die Menge deiner Zutaten, um so einen amerikanischen Pizzateig zu produzieren.

    Letztlich klappen aber alle mit den gleichen Zutaten in leicht variablen Größen. :-)

    Ich wiederum mag nicht so gerne in Teig herummanschen und überliste mich deshalb jetzt immer selber mit Einweghandschuhen. Aber weil das so ist, kenne ich durchaus auch die fertigen Pizzateige und halte sie für eine taugliche Alternative.

    Für Normalos ohne Pizzastein und lediglich Elektrobackofen hängt wohl noch mehr vom „richtigen“ backen ab…Der Weltmeister z.B. backt die mit etwas Tomatensoße bestrichene Pizza auf der mittleren Schiene bei maximaler Temperatur erstmal 10 Minuten vor, um sie dann zu belegen und weitere 5-7 Minuten weiterzubacken…

    Eine sehr schöne Fingerfoodvariante von Pizza ist auch, Blätterteig mit einem Glas auszustechen, in eine Muffinform zu legen, mit würziger Tomatensoße zu bestreichen, mit was auch immer zu belegen, mit Käse zu bestreuen und bei 200 Grad ca. 12-15 Minuten auszubacken und dann bei einem Bulispiel zu verputzen…:-)

    Pizzabelage mag ich besonders, wenn sie paprikalastig sind. Pizza Hawei macht mich auch immer glücklich, Thunfisch orientierte Belage ebenso.

    Empfehlenswert auch, Rahmspinat auftauen zu lassen, kleingeschnittene Zwiebeln und Knoblauch kurz anzuschitzen, mit dem Spinat, abgezogenen und leicht gesalzenen wie gezuckerten Minitomaten und kleingehackten Backplaumen sowie angerösteten Pinienkerne vermischen, damit die Pizza belegen und mit Mozzarella/Parmesanmischung zu überbacken.

    • Den Tipp mit dem Olivenöl statt Rapsöl versuche ich mir mal zu merken. Generell bin ich bei Pizzateig immer bereit neue Varianten zu testen und es ist ja nie verkehrt, mehrer gute Rezepte zur Hand zu haben. Das Pizzamehl gibt es übrigens bei uns im Kaufland, vielleicht hast du ja ein Kaufland in deiner Nähe.

      Meinen Pizzastein möchte ich nicht mehr missen. Man muss ihn zwar immer 45-60 Minuten vorheizen, aber dafür geht es dann auch ruckzuck und man hat nahezu immer einen tollen Boden. Auf dem Backblech back eich ganz selten Pizza, da muss ich schon richtig faul sein und wenig Zeit übrig haben.

      Thunfisch aus der Dose mag ich leider überhaupt nicht, dafür finde ich deine Variante Mit Rahmspinat und den Backpflaumen ziemlich Klasse. Da könnte ich mir gut vorstellen bei der nächsten Pizzaparty mal eine Pizza in dieser Art zu belegen.

  6. Hi Malte,
    ich habe viel mit Pizzateig rumprobiert, der von Jamie War auch lange Zeit mein Favorit, den von Gennaro habr ich auch schon ausprobiert und für gut befunden. Ein richtiger Pizzateig a la Neapolentana braucht 3 Dinge:
    1. viel Feuchtigkeit
    2. kaum Hefe
    3. Einen Pizzastein und viel Temperatur.
    Ich habe einen neuen Teig ausprobiert nachdem ich bei 485° in Köln Pizza essen war.
    Der Teig ist ziemlich klebrig und wird auch nicht knusprig, da dies nicht bei einer Pizza Neapolentana erwünscht ist, dafür super fluffig und elastisch.
    Das Rezept dazu:
    1000g Mehl Typa 00
    33g Meersalz
    0,5g Hefe
    750g kaltes Wasser
    Semola Grana Duro (feiner Hartweizengrieß

    Salz und Hefe im Wasser auflösen. Mehl nach und nach dazugeben. Am besten mit der Hand vermischen. Den Teig direkt a 200-250g portionieren und mit Folie abgedeckt für 72h ruhen lassen.
    Die Teiglinge in einen Teller mit Semola oder 00 Tunken und mit der Hand inform bringen. Nicht ausrollen, dadurch wird die Struktur zerstört.
    Pizza dann wie gewohnt backen.
    Backofen auf Vollgas mit Pizzastein stellen und wie immer backen. Ein mega leckerer Teig.
    Das 00 Mehl kann man übrigens auch bei Amazon bestellen. Es kommt kein Öl on den Teig, sondern vor dem Backen auf die Pizza (natürlich nur bestes Olivenöl!) Fotos findest du davon bei meinem Instagram Account @frickelmaster

    Schönen Gruß

    Stefan

    • Hey Stefan!

      schönen Dank für das Rezept! Das liest sich auf jeden Fall mal sehr interessant und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es irgendwann austesten werden. Das wäre der erste Teig den ich zubereite, der so wenig Hefe enthält udn das Alleine macht mich schon neugierig. Ich sage dann natürlich auch Bescheid, wie er mir gelungen ist.
      Schönen Sonntag wünsch ich euch!

  7. Gery sagt

    Leider gerade diesen Teig getestet. Der unterscheidet sich NULL von den ganzen Basic-Hefeteigrezepten bei Chefkoch.de o.Ä. Wieso du den Teig so hypest versteh ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht! Nur weil Jamie Oliver draufsteht? Nur zur Info: Jamie Oliver wurde als Küchenhilfe von einem englischen TV-Sender entdeckt, weil er dort den Pausenclown gegeben hat und man der Meinung war, er hätte mit seiner Art eine TV-Karriere vor sich, was sich ja auch bewahrheitet hat. Das befähigt einen aber noch lange nicht zum „Chef“, was sich leider auch in seinen Büchern widerspiegelt und wer einmal in einem seiner Restaurant war (ich noch nicht, aber man hört es so), geht dort auch nicht wieder hin.

    Meine Kritik: der Teig ruht viel zu kurz, in 30 Minuten kann die Hefe nicht die Gase entwickeln, die später dafür sorgen, dass er im Ofen diese wunderbaren Blasen wirft. Dazu muss er mindestens 12 Stunden, besser noch 24 gehen, idealerweise im Kühlschrank. Der Teig war auch trotz Pizzastein und 550er Mehl überhaupt nicht knusprig, das bekomme ich mit dem stinknormalen 405er für 35 Cent vom Discounter wesentlich besser hin als mit dem teueren 550er oder gar dem Abzockmehl Tipo 00, was nix anderes ist, als ein 405er vom Mahlgrad her, halt nur das 6-fache kostet.

    Sorry, dass ich das so sage: das Rezept ist ein Reinfall und schenkt sich gar nix mit den hunderten anderen „Original italienischen“ Pizzateigrezepten, die man massenweise im Internet findet.

    Ich habe locker 10 Jahre verschiedenste Rezepte getestet, optimiert, verworfen bis ich das ideale und meiner Meinung nach beste Pizzateig Rezept gefunden habe, und zwar auf einer Website, die zufälligerweise auch noch Perfekte Pizza heißt. Das ist für mich und meine Möglichkeiten mit Stein und Ofen, der nur 250° packt, das unwiderruflich beste Pizzateigrezept für den Heimgebrauch und in Zukunft verzichte ich auch wieder auf Experimente.

    Evtl. kann ich aus diesem Teig jetzt noch etwas rausholen, indem ich das bis morgen noch gehen lasse und dann einfriere und beim langsamen Auftauen nochmals gehen lasse. Man wird sehen…

    Wo Jamie Oliver seine Finger im Spiel hat, sollte man tunlichst die seinigen davon lassen… auch eine Erfahrung der letzten Jahre, der Typ ist „overrated“ und soweit von einem Koch entfernt, wie mein Hund vom Physik Nobelpreis!

    • Hallo Gery,

      der Teig ist nicht von Jamie Oliver, sondern von dem italienischen Koch Gennaro Contaldo aus seinem Kochbuch Trattoria-Küche.

      Du brauchst dich übrigens nicht zu entschuldigen, wenn das Rezept aus deiner Sicht ein Reinfall ist. Geschmäcker und Meinungen sind verschieden und man muss es auch mal aushalten, wenn jemand anderer Meinung ist. Insofern ist das schon völlig ok so.

      Ich mag den Teig so gerne, weil er eben perfekt in meine Alltagsküche passt und eben nicht 12 oder 24 Stunden gehen muss. Er funktioniert als schnelle Variante für mich sehr gut und darauf kam es mir hier an. Wenn ich Pizza mache, dann ist das meistens eine eher spontane und ungeplante Idee. Wenn ich Feierabend habe, will ich schnell den Teig ansetzen, um dann frisch geduscht die Pizza belegen zu können. Das funktionier mit Gennaros Teig sehr gut.

      Natürlich kann man Pizzateig auch länger gehen lassen und dadurch bestimmt bessere Ergebnisse erzielen. Das ist ja beim Brot backen auch so, wo eine längere Teigführung dem Brot auch mehr Charakter verleiht. Das ist dann aber auch keine ungeplante oder schnelle Nummer mehr, was für mich bei meinem Alltagsteig eben doch wichtiger ist. Im übrigen muss man Formulierungen wie „der beste“ auch nicht so ernst nehmen. Den besten Teig gibt es eh nicht, weil das immer auch vom persönlichen Geschmack und den eigenen Vorlieben abhängt.

      Ich habe viele schnelle Teige ausprobiert und der Teig von Gennaro ist bisher mein Favorit. Irgendwann nehme ich mir sicher auch mal mehr Zeit und probiere mal eine längere Gehzeit aus. Hier in den Kommentaren gab es ja auch schon genug Anregungen in diese Richtung. Du darfst mir auch gerne dein Rezept für deinen besten Pizzateig geben, ich bin diesbezüglich immer experimentierfreudig.

      Beste Grüße
      Malte

      • Gery sagt

        Hi Malte,

        das ist ja das schöne am Pizzateig: man macht’s mit 1 Kilo Mehl und bekommt je nach gewünschter Größe 5-8 Portionen raus. Die lassen sich problemlos einfrieren, der Hefe macht das gar nix und wenn man spontan Bock auf Pizza hat, dann ist das auch sehr schnell bei Raumtemperatur aufgetaut. Mein Pizzastein muss eh ca. 1 Stunde heizen, in der Zeit taut auch der Teig auf… oder wenn’s nicht schnell genug geht, bei niedriger Wattzahl in der Mikrowelle. Glaub mir, da rentiert sich das lange Gehenlassen des Teigs. Ich persönlich lege dann den Teig aus der TK morgens oder mittags in den Kühlschrank und 1 Stunde bevor ich die Pizza mache, kommt er aus dem Kühlschrank und geht nochmal richtig auf. Ich liebe es einfach, dann in diese luftigen Blasen zu beißen :)

        Das Rezept, das ich verwende, findest du unter http://www.perfekte-pizza.de. Ich halte mich strikt daran, knete aber etwas länger, da ich für mich herausgefunden habe, dass sich der Teig dann irgendwie besser mit den Händen flachziehen lässt. Ist allerdings meine subjektive Erfahrung.

        Aber du hast schon Recht, wenn man ein schnelles Pizzateigrezept sucht, dann kann man mit dem nix falsch machen… allerdings mit denen von chefkoch.de halt auch nicht 😉

        • Hi Gery,

          tausend Dank für den Link! Meine nächste Pizza wird dann mal eine geplante Pizza und ich lasse dem Teig seine Zeit. Ich bin schon gespannt!
          Einfrieren ist eine gute Idee. Ich denke da irgendwie nie daran, aber wenn der Teig durch das Auftauen nicht leidet, dann macht das auf jeden Fall Sinn.

          Habe gerade gelesen, dass der Teig durch die Ruhezeit doch noch ganz okay für dich war. Immerhin. :) Dann war es nicht umsonst, freut mich!

      • Gery sagt

        Ach ja… ich habe den Teig dann wirklich noch ein paar Stunden gehen lassen, ging dann noch gut auf und habe ihn dann gleich eingefroren. Samstag gibt’s wieder Pizza und ich bin gespannt auf das Ergebnis :)

  8. Gery sagt

    Heute war es so weit… Fazit: Die Ruhezeit macht’s! Der Teig ging schön auf und wurde fluffig, so wie er sein soll. Einziger Unterschied zu „meinem“: er war nicht so knusprig, das mag aber wohl auch jeder anders. Ich geh trotzdem wieder zu meinem Rezept über 😉

  9. Ingo sagt

    Hallo Malte,
    will das Rezept auf jeden Fall ausprobieren, habe aber noch nicht ganz verstanden, was ich mit den Semmelbröseln anstellen soll. Kommen die mit in den Teig? Wenn ja, wieviel?
    Grüße aus der Küche,
    Ingo

    • Hallo Ingo,

      die Semmelbrösel streust du auf das Backblech, bevor du die Pizza auf das Blech legst. Das Blech einfach gleichmäßig damit ausstreuen, so bekommt der Boden von unten noch extra Knusper. Das entfällt natürlich, wenn du die Pizza auf dem Pizzasstein backst, dann ist der Boden aber ja eh knusprig genug.

      Beste Grüße
      Malte

      • Ingo sagt

        Ohje, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. 😉 Steht ja auch so in Deinem Rezept. Danke für die schnelle Antwort.
        Grüße, Ingo

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