Wagyu Cheeseburger

Als ich vor ein paar Tagen im Supermarkt in der Tiefkühltruhe Kobe Burger Patties vom aus­tra­li­schen Wagyu Rind ent­deckte, musste ich natür­lich sofort zugrei­fen und konnte tage­lang nur noch an einen selbst­ge­mach­ten Burger denken.

Kobe Burger Patties vom Australischen Wagyu Rind

Vor ein paar Tagen war es dann soweit und her­aus kam die­ser leckere Kollege.

Mein neuer bester Freund - der Cheeseburger mit Wagyu Rindfleisch

Heute gibt es die Rezepte für die kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln, für die Burgersauce und den Link zum Rezept der selbst­ge­mach­ten Burger Buns.

Zutaten für die Burgersauce • Zubereitungszeit ca. 5 Minuten

  • 4 EL Mayonnaise
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 TL Weißweinessig
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Honig

Zubereitung der Burgersauce

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit­ein­an­der ver­rüh­ren. Fertig.

Zutaten für die kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln • Zubereitungszeit ca. 30–35 Minuten

  • 4–5 rote Zwiebeln, je nach Größe
  • 1–2 EL Olivenöl oder Erdnussöl
  • 1 EL dunk­ler Balsamico
  • 1 EL brau­ner Zucker

Zubereitung der Burgersauce

Die Zwiebeln schä­len und in mit­tel­große Würfel schnei­den. Eine beschich­tete Pfanne bei klei­ner Hitze auf­set­zen, heiß wer­den las­sen, Öl in die Pfanne geben und die Zwiebeln laaa­ang­sam (zwi­schen­durch immer wie­der wen­den) bra­ten, bis sie weich sind. Das hat bei mir unge­fähr 25–30 Minuten gedauert.

Sobald die Zwiebeln weich sind, Hitze etwas erhö­hen, den Balsamico dazu geben, die Zwiebeln mit dem Zucker bestreuen und leicht kara­mel­li­sie­ren las­sen. Fertig.

Lecker karamellisierte Zwiebeln mit Balsamico.

Zutaten für die Burgerbrötchen • Zubereitungszeit ca. 25 Min. Arbeitszeit inkl. Backzeit sowie ca. Stunden Ruhezeit

Wenn man schon mal einen Burger mit Wagyu Rindfleisch baut, dann will man natür­lich keine indus­tri­ell her­ge­stell­ten Burgerbrötchen neh­men. Auf der Suche nach einem pas­sen­den Rezept bin ich bei Chefkoch fün­dig geworden.

Das genaue Rezept, inkl. Hinweise zu den Zutaten und der Zubereitung ist von Eiswürfelchen und du kannst es hier nach­le­sen.

Nach dem Backen schie­nen mir die Buns ein biss­chen zu flach gewor­den zu sein, aber nach­dem der Burger zusam­men­ge­baut war, fand ich sie genau rich­tig. Geschmacklich waren sie toll, um Welten bes­ser als alles was man so „fer­tig“ zu kau­fen bekommt.

Geschmacklich super, die Burger Brötchen

Restliche Zubereitung des Burgers

Damit sind die wich­tigs­ten Zutaten fer­tig­ge­stellt und der Rest ist auch schnell erle­digt. Salatblätter waschen und por­tio­nie­ren. Die Tomaten (Fleischige Tomaten kau­fen, die „sup­pen“ dann auch nicht vom Burger.) in Scheiben schnei­den und natür­lich ein biss­chen Bacon auslassen.

Die schlichte Schönheit gebratenem Speck!

Burger Patties braten

Dann ging es an das Braten der Burger Patties und das war noch ein­mal span­nend, immer­hin hatte ich zuvor noch nie TK Patties zube­rei­tet. Da musste ich auch erst­mal goog­len, wie man die über­haupt brät. Noch gefro­ren oder doch eher aufgetaut?

Das TK Burger Pattie vom Wagyu Kobe.

Die Recherche ergab, es geht bei­des (War klar. Danke für die große Hilfe.). Wobei bei der noch gefro­re­nen Variante der Patty wohl bes­ser seine Form behal­ten sollte. Gut, dann kommt das Baby also gefro­ren in die Pfanne.

Die Pfanne ordent­lich erhit­zen, der Burger soll scharf ange­bra­ten wer­den und eine Schuss Rapsöl in die Pfanne geben. Den Burger rein­le­gen (Vorsicht, durch das gefro­re­nen Wasser spritzt es jetzt ordent­lich.) und ca. 2 Minuten pro Seite bra­ten. Dann die Hitze redu­zie­ren und den Burger wei­ter­bra­ten (mehr­mals wen­den) bis er die gewünschte Garstufe hat. Ich habe ihn auf eine Kerntemperatur von 62° gebra­ten. Nicht ver­ges­sen, 2–3 Minuten bevor der Burger gar ist, den Käse auf den Burger zu legen, damit er noch leicht schmel­zen kann.

Der Burger in der Pfanne, wo er auch hingehört.

Den zwei­ten Burger habe ich dann leicht ange­taut gebra­ten und das ging mei­ner Meinung nach sogar bes­ser. Es hat weit­aus weni­ger gespritzt und das Patty hat seine Form eben­falls behal­ten. Beim nächs­ten Mal — und es wird ein nächs­tes und nächs­tes und nächs­tes Mal geben — wird er direkt leicht ange­taut gebraten.

Jetzt geht es auf die Zielgerade und der Burger kann belegt wer­den. Wer mag, rös­tet / toas­tet zuerst das Brötchen kurz an und schmiert auf die untere Brötchenhälfte die Burgersauce. Auf die Sauce kom­men die kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln, dar­über die Tomate. Nun wie­der Burgersauce auf die Tomate geben und das Fleisch mit dem Käse auf die Tomate legen. Jetzt noch den Speck oben­drauf geben, Deckel zu (Wer mag, kann auch auf den Deckel noch ein­mal die Burgersauce strei­chen.) — der Rest ist Schmatzen.

Mein neuer bester Freund - der Cheeseburger mit Wagyu Rindfleisch

Mein Resümee:

Wahnsinn! Diese 5,99 € für ein Burger Patty sind ver­dammt gut ange­leg­tes Geld. Das Fleisch schmeckt abso­lut super, wirk­lich Spitzenklasse, ich bin total begeis­tert. Nächste Woche wer­den direkt ein paar Patties auf Vorrat gekauft.

Die Brötchen haben toll dazu gepasst und wer­den ganz sicher beim nächs­ten Burger wie­der zum Einsatz kom­men. Die Sauce hat gut mit dem Fleisch har­mo­niert (Beim nächs­ten Burger wird dann mal eine ein­ge­kochte Sauce aus­pro­biert.) und die Zwiebeln haben eben­falls sehr gut dazu gepasst.

Als Käse habe ich schmelz­fä­hi­gen Emmentaler genom­men, das war auch per­fekt, wobei der Käse auf dem Foto ruhig noch ein biss­chen mehr hätte schmel­zen kön­nen. Aber die Scheibe wurde ein biss­chen zu spät auf das Patty gelegt, beim zwei­ten Burger war es dann bes­ser :smile:

Unterm Strich war der Burger echt der Oberhammer. Das lag in ers­ter Linie am Patty und das aus­tra­li­sche Kobe Wagyu Patty schmeckt groß­ar­tig. Und wenn man bedenkt, dass man für einen guten Burger (Und die gibt es nicht bei MCDonalds und Co.) um die 10 bis 15 Euro aus­ge­ben muss, ist das Patty mit 5,99 € preis­lich echt mehr als ok. Ich will mehr davon.

Und ihr? Habt ihr das Wagyu Patty viel­leicht selbst schon mal aus­pro­biert und wie hat es euch geschmeckt? Baut ihr euch über­haupt selbst Burger oder ist euch das zu viel Aufwand? Und wenn ihr selbst baut, was gehört auf euren Lieblingsburger?

Friet sate mit Frikandel speciaal

Heute Abend geht es bei der Fußball EM im zwei­ten Gruppenspiel der deut­schen Mannschaft gegen den ewi­gen Rivalen Holland. Die Niederländer sind erfreu­li­cher­weise mit einer Niederlage ins Turnier gestar­tet und wenn es rich­tig gut läuft, dann schi­cken wir sie heute nach Hause.

Nachdem ich mir am ers­ten Spieltag ein por­tu­gie­si­sches Gericht (Schweinerücken in Orangensauce mit gol­de­nen Kartoffeln) gekocht habe, kommt heute etwas typisch Niederländisches auf den Tisch: Selbstgemachte Fritten mit einer selbst­ge­mach­ten Satè Sauce und die immer wie­der geile Frikandel spe­ciaal, mit selbst­ge­mach­ter Frietsaus.

Bei jedem Besuch in den Niederlanden Pflichtprogramm - leckere Pommes und eine Frikandel.

Bei jedem Besuch in den Niederlanden Pflichtprogramm — leckere Pommes und eine Frikandel speciaal.

Alle Zutaten sind für 2 Personen angegeben.

Zutaten für die Sate Sauce — (Quelle: Chefkoch — User kara­bu­run)

  • 100 g Erdnussbutter ohne Stückchen
  • 160 g Hühnerbrühe
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Curryulver (Laut Originalrezept 2 EL)
  • etwas Chilipulver
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt

Zubereitung Sate Sauce:

Die Erdnussbutter mit der Hühnerbrühe in einen Topf geben und ver­mi­schen (am bes­ten mit einem Schneebesen). Die rest­li­chen Zutaten hinzu geben und die Sauce bei mitt­le­rer Hitze ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine sämige Konsistenz annimmt. Fertig.

Zutaten für die Frietsaus — (Quelle: Katharina kocht)

  • 150 ml Rapsöl
  • 1 Ei
  • 1–2 TL Senf, mit­tel­scharf
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise schwar­zer Pfeffer (laut Originalrezept wei­ßer Pfeffer)
  • 1 Prise Zucker

Im Originalrezept wer­den noch fein gewiegte Kräuter verwendet.

Zubereitung Frietsaus:

Ratzfatz geht das hier. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürie­ren bis sich eine schöne, feste Konsistenz gebil­det hat.

Ich halte dabei den lau­fen­den Pürierstab immer für einige Sekunden am Boden des Gefäßes und ziehe ihn dann ganz lang­sam, Stück für Stück, nach oben. Das klappt eigent­lich immer und es gerinnt nichts. Frietsaus ready.

Ich stehe total auf friet sate!

Zutaten für die Pommes und Frikandel– (Quelle: Chefkoch — User kara­bu­run)

  • 800 g vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 2–4 Frikandel
  • 1 Liter Pflanzenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl — nach eige­ner Vorliebe

Zubereitung Pommes und Frikandel:

Ich habe zuvor noch nie selbst Pommes zube­rei­tet. Klar, als ich noch eine Fritteuse hatte, gab es ab und zu mal die fer­ti­gen Pommes aus der Tiefkühle. In den letz­ten Jahren gab es Pommes aber immer nur von der Pommesbude oder McDonalds.

Heute wollte ich aber rich­tige Pommes machen. Sie soll­ten aus fri­schen Kartoffeln sein, ich wollte keine indus­tri­ell vor­be­rei­te­ten Pommes neh­men. Nachdem ich mich so ein biss­chen schlau gemacht hatte, habe ich mich für die Zubereitungsart „Zweimal frit­tie­ren“ entschieden.

Dazu die Kartoffeln schä­len, in Frittenform schnei­den und für ca. 20 Minuten in kal­tes Wasser legen. Dadurch sol­len die Kartoffeln ein biss­chen von der äuße­ren Stärke ver­lie­ren und nicht mehr anein­an­der kle­ben. Nach 20 Minuten die Kartoffeln rich­tig sorg­fäl­tig abtup­fen, damit es spä­ter beim Frittieren nicht so spritzt.

Da ich keine Fritteuse mehr besitze, habe ich einen Topf auf­ge­setzt und das Öl lang­sam heiß wer­den las­sen. Bei ca. 140 °C soll­ten die Kartoffeln nun für ca. 6 Minuten frit­tiert wer­den. Die Temperatur konnte ich ohne Fritteuse natür­lich nicht so genau kon­trol­lie­ren, des­halb habe ich ein­fach ein Holzstäbchen in das Öl gehal­ten und als am Stäbchen so lang­sam Perlen hoch­s­tie­gen, die Kartoffeln ins Öl gege­ben. Nach 6 Minuten habe ich sie mit einer Schaumkelle aus dem Öl geholt und sie auf Küchentüchern gelegt, damit sie ein biss­chen ent­fet­ten konnten.

Jetzt soll­ten die Kartoffeln etwas abküh­len, bevor sie ein zwei­tes Mal frit­tiert wer­den. Ich habe knapp 10 Minuten gewar­tet und zum Zeitvertreib schon mal ein biss­chen „Ohne Holland fahr’n wir zu EM!“ gesungen.

Dann habe ich das Öl im Topf wie­der heiß wer­den las­sen. Dieses Mal soll­ten die Kartoffeln bei ca. 180 °C noch für 3–4 Minuten frit­tiert wer­den. Das Fett sollte also etwas hei­ßer wer­den und so habe ich ein­fach dar­auf geach­tet, dass die Perlen am Holzstäbchen etwas stär­ker auf­stie­gen. Rein mit den Kartoffeln ins Öl und noch ein­mal 3–4 Minuten frit­tie­ren. Rausnehmen, auf Küchenpapier abtrop­fen las­sen, sal­zen und fertig.

Einmal Frikandel speciaal bitte!

Jetzt fehlte natür­lich noch die Frikandel und die brauchte nur 4–5 Minuten im hei­ßen Öl frit­tie­ren und dann konnte auch schon ange­rich­tet wer­den. Frikandel in der Mitte auf­schnei­den, links die selbst­ge­machte Frietsaus druff, rechts der typi­sche Curry-Gewürz-Ketchup und oben­drauf die fein gehack­ten, rohen Zwiebeln. Lecker!

Mein Resümee:

Von mir aus könn­ten wir ein­mal pro Woche gegen die Niederlande gewin­nen spie­len, so lecker sind Pommes, Saucen und Frikandeln.

Die Satè Sauce war echt ein Knaller und die Currynote in der Sauce kam rich­tig gut. Meine Frau steht nor­ma­ler­weise über­haupt nicht auf Erdnusssaucen (Erdnussbutter fin­det sie aber ober­geil.), aber die hier fand sie „voll lecker“. Das ist selten!

Die Frietsaus hat mir auch sehr gut gefal­len. Besonders weil sie nur ein paar Sekunden Zubereitungszeit braucht und bes­ser als jede gekaufte Majo ist. Beim nächs­ten Mal würde ich viel­leicht noch einen Tick Säure zugeben.

Die Pommes. Leeeeeeider nicht so rich­tig gut gelun­gen. Dabei sahen sie echt toll aus.

Die ersten selbstgemachten Pommes. Eine gute 3, würde ich sagen.

Geschmacklich waren sie auch toll und man schmeckte im Vergleich mit TK-Pommes oder Pommesbuden-Pommes deut­lich mehr Kartoffel raus. Was aber fehlte — und das gehört für mich zu guten Pommes dazu — das knusp­rige Äußere .

Die Pommes waren ein­fach nicht rich­tig knusp­rig, nur so im Ansatz merkte ich etwas davon. Schade, aber eben auch ein Grund mehr, dem­nächst mal wie­der selbst­ge­machte Pommes auf den Speiseplan zu brin­gen. So leicht (wie nach­her hof­fent­lich die Niederländer!) gebe ich mich natür­lich nicht geschla­gen. Ich möchte knusp­rige Pommes machen!

Pfeffersauce

Gestern gab es ein lecke­res Entrecote mit tol­len Scamorza-Kartoffeln und einer Pfeffersauce. Steak, Kartoffeln und auch die Pfeffersauce stam­men aus mei­nem neuen Buch „Das per­fekte Steak“.

Pfeffersauce passend zum Steak

Sauce für 4 Steaks — (Quelle: Das per­fekte Steak / Seite 64)

Die unten ange­ge­be­nen Mengen sind die Orginalmengen aus dem Rezept. Ich habe für meine Sauce noch ca. einen EL Tomatenmark zusätz­lich ver­wen­det, weil mir die Sauce sonst etwas zu sahnelas­tig geschmeckt hätte.

  • 250 g Sahne
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL ein­ge­leg­ter grü­ner Pfefferkörner
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sherry
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Voraussetzung für diese Sauce ist, dass vor­her schon die Steaks in der Pfanne gebra­ten wur­den, damit der Bratensatz ver­wen­det wer­den kann. Der gibt natür­lich jede Menge Geschmack.

Nach dem Anbraten der Steaks kommt das Tomatenmark in die schon heiße Pfanne (auf mitt­lere Hitze) und wird dort kurz erhitzt. Nun wird mit dem Sherry abge­löscht und die Sahne sowie die Pfefferkörner hin­zu­ge­ge­ben. Ich lasse das Ganze dann immer ganz kurz noch auf­ko­chen und einen Tick ein­kö­cheln und dann kann auch schon mit Salz und Pfeffer abge­schmeckt werden.

Mein Resümee:

Leckere Sauce und durch die Sahne auch schön cremig.

Es war meine erste selbst­ge­machte Sauce und daher fehlt mir hier so ein biss­chen der Vergleich. Sie hat mir gut geschmeckt, aber sie war mir auch einen Tick zu sah­nig. Evtl. muss das aber bei einer Pfeffersauce ja auch so sein, das werde ich mal recher­chie­ren. Auf jeden Fall würde ich sie auch wie­der zube­rei­ten, weil sie für den gerin­gen Aufwand ein­fach gut geschmeckt hat.