Lammfilet mit Knoblauch-Kartoffeln und Möhrengemüse

Vor ein paar Wochen habe ich eine Kochsendung gese­hen (Leider habe ich den Titel schon wie­der ver­ges­sen.), in wel­cher Kartoffeln in einer Knoblauchmandelcreme zube­rei­tet wur­den. Das fand ich so inter­es­sant, dass ich mir das Rezept schnell in Stichwörtern auf­schrieb und die Kartoffeln bei nächs­ter Gelegenheit aus­pro­bie­ren wollte.

In der Sendung gab es rotes Fleisch und eine dunkle Sauce zu den Kartoffeln. Ich habe mich für ein Lammfilet mit einer Rotwein-Butter-Sauce und einem Möhrengemüse als Beilage ent­schie­den. Die Rotwein-Butter-Sauce sowie das Möhrengemüse sind nach einem Rezept von A. Schuhbeck aus sei­nem Buch „Meine baye­ri­sche Küche“.

Lammfilet mit Rotwein-Butter-Sauce an Knoblauch-Kartoffeln mit Möhrengemüse

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Zutaten für das Lammfilet

  • 2 Lammfilets
  • 1 jun­ger Knoblauch
  • 2 Rosmarin Zweige
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Rotwein-Butter-Sauce

  • 100 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 100 ml Portwein
  • 1 EL Puderzucker
  • 100 g sehr kalte Butter
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für das Möhrengemüse

  • 250 g Möhren
  • 40 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Petersilienblätter, gehackt
  • 1 Scheibe fri­scher Ingwer
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Knoblauch-Kartoffeln

  • 250 g Kartoffeln
  • eine Handvoll Mandeln ohne Schale
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Petersilienblätter, gehackt
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Zunächst die Möhren schä­len und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schnei­den. Die Scheibe Ingwer (Ruhig mit Schale.) schnei­den. Die Kartoffeln schä­len und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Die Knoblauchzehen schä­len und den Knoblauch in dünne Scheiben schnei­den. Die Petersilie hacken und zum Schluss den jun­gen Knoblauch ein­mal in der Mitte quer aufschneiden.

Zubereitung Knoblauch-Kartoffeln

In einer klei­nen Pfanne die Mandeln, ohne Öl, anrösten.

Einen Topf auf mitt­le­rer Hitze auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und 6 EL Olivenöl hin­ein­ge­ben. Die Knoblauchscheiben in den Topf geben, gold­gelb frit­tie­ren und her­aus­neh­men. Den Topf kurz vom Herd neh­men und das Öl im Topf lassen.

Der Knoblauch wird frittiert und dann im Mörser weiter verarbeitet.

Den Knoblauch, zusam­men mit den Mandeln und etwas Salz, in einen Mörser geben und bei­des zu einer dick­flüs­si­gen Paste zer­sto­ßen. Gegebenenfalls ein biss­chen Olivenöl in den Mörser geben, damit es wirk­lich eine Paste wird.

Den Topf mit dem aro­ma­ti­sier­ten Knoblauch-Öl wie­der auf den Herd stel­len (mitt­lere Hitze) die Kartoffelscheiben hin­ein­ge­ben und den Topf mit so viel Wasser auf­gie­ßen, dass die Kartoffelscheiben leicht bedeckt sind. Kurz auf­ko­chen las­sen, die Hitze redu­zie­ren, die Knoblauchmandelpaste hin­zu­ge­ben, alles ver­mi­schen und die Kartoffeln sanft gar­ko­chen lassen.

Sobald die Kartoffeln gar sind, mit Salz und Pfeffer wür­zen und die Petersilie untermischen.

Die Kartoffeln sind nicht perfekt gelungen, haben aber trotzdem ganz gut geschmeckt.

Zubereitung Möhrengemüse

Einen Topf auf mitt­lere Stufe auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und im Topf 1 EL Butter zer­las­sen. Ist die Butter zer­las­sen, die Möhren hin­ein­ge­ben und mit 1 EL Zucker bestreuen. Die Möhren nun ein wenig anschwit­zen, bis sie durch den Zucker anfan­gen zu glän­zen, dann mit 40 ml Gemüsebrühe angie­ßen und den Ingwer hin­ein­ge­ben. Die Hitze redu­zie­ren und die Möhren ca. 10 Minuten sanft garen las­sen (ohne Deckel), bis die Flüssigkeit fast ver­schwun­den ist.

Nach ca. 10 Minuten (Zwischendurch die Möhren mal pro­bie­ren, um zu über­prü­fen, ob sie schon weich genug sind.) den Ingwer ent­fer­nen und die rest­li­che Butter sowie die Petersilie unter­rüh­ren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Möhrengemüse war wirklich sehr lecker und ganz süß!

Zubereitung Rotwein-Butter-Sauce

In einen klei­nen Topf 1 EL Puderzucker sie­ben und den Zucker leicht kara­me­li­sie­ren las­sen. Mit dem Rotwein und dem Portwein auf­gie­ßen und köcheln las­sen, bis die Flüssigkeit sich um etwa ein Drittel redu­ziert hat. Die Hitze nun redu­zie­ren (Es sollte nicht mehr kochen!) und die sehr kalte Butter stück­chen­weise unter stän­di­gem Rühren ein­rüh­ren. Mit Salz und Pfeffer abschme­cken und sofort servieren!

Zubereitung Lammfilets

Die Lammfilets von bei­den Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe erhit­zen, heiß wer­den las­sen, 2 EL Olivenöl sowie den Knoblauch und den Rosmarin hin­ein­ge­ben. Kurz war­ten, bis das Öl durch die Kräuter ein biss­chen aro­ma­ti­siert wurde und dann die Lammfilets in die Pfanne geben und medium braten.

Das Lammfilet sollte innen noch leicht rosa sein!

Je nach Dicke der Filets kann das unter­schied­lich lange dau­ern. Ich prüfe den Garpunkt immer per Drucktest und habe mitt­ler­weile ein Gefühl dafür bekommen.

Lammfilet mit Kartoffeln in Knoblauchmandelcreme und Möhrengemüse

Mein Resümee:

Tja, das ist mal wie­der ein Gericht mit Licht und Schatten. Das Lamm hat ein­fach toll geschmeckt, war but­ter­zart und ich habe den Garpunkt sehr gut hinbekommen.

Die Sauce war geschmack­lich auch sehr gut, aber lei­der ist sie mir ein biss­chen abge­schis­sen, sprich die Butter hat sich wie­der von der Flüssigkeit getrennt und so wurde die Sauce ein biss­chen flo­ckig. Es hat die­ses Mal ein­fach ein biss­chen zu lange gedau­ert, bis alles auf dem Teller und foto­gra­fiert war. Die Sauce sollte man nach dem Einrühren der Butter sofort ser­vie­ren und nicht zu lange ste­hen lassen.

Das Möhrengemüse war wie­der sehr lecker und rich­tig schön süß.

Die Kartoffeln in der Knoblauchmandelcreme sind mir auch nicht per­fekt gelun­gen. Ich habe ein biss­chen zu viel Wasser ange­gos­sen und als die Kartoffeln gar waren, war noch zu viel Flüssigkeit im Topf. Deshalb wurde es keine rich­tige Creme, wie es eigent­lich sein sollte.

Da merke ich dann wie­der  das ich eben noch ein Kochanfänger bin und Probleme bekomme, wenn ich keine genauen Mengenangaben habe. Aber das muss ja eigent­lich auch so sein, Kochen muss man eben ler­nen und aus Erfahrung lernt man ja immer am Besten. Das Rezept habe ich natür­lich hier im Text schon ange­passt und wenn die Kartoffeln nur leicht vom Wasser bedeckt wer­den, sollte das auch klappen.

Kartoffelsuppe mit Kürbis

Eigentlich bin ich ja kein Suppenfan und das wird sich in die­sem Leben wohl auch nicht mehr ändern. Es gibt aber 1–2 Suppen, die ich dann doch sehr gerne esse und dazu gehört eine leckere Kartoffelsuppe.

Beim Stöbern im aktu­el­len Heft „essen & trin­ken — für jeden Tag — Ausgabe 10/12″ ent­deckte ich ein Rezept für eine Kartoffelsuppe mit Süßkartoffeleinlage. Das fand ich ganz inter­es­sant und des­halb wollte ich die Suppe mal nachkochen.

Eine leckere Kartoffelsuppe mit Kürbis als Einlage

Blöderweise habe ich keine Süßkartoffel kau­fen kön­nen und habe kur­zer­hand, als Alternative, zu mei­nem neuen bes­ten Freund dem Hokaido Kürbis gegrif­fen. Das sollte eigent­lich auch passen.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

  • 800 g Kartoffeln
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1/2 Hokaido Kürbis
  • 5 Stiele fri­scher Majoran
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1,3 l Gemüsebrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • 4 EL Butter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskat, gemah­le­nen Chilliflocken

Zu Beginn die Gemüsezwiebel fein wür­feln sowie die Kartoffeln schä­len und wür­feln. Bei den Kartoffeln habe ich eher grob gewür­felt, weil die Suppe spä­ter ohne­hin püriert wird.

In einem Topf 2 EL Butter bei mitt­le­rer Hitze zer­las­sen und die Zwiebeln und Kartoffeln ca. 5 Min andüns­ten. Mit Salz und Pfeffer wür­zen und mit der Gemüsebrühe und der Schlagsahne auf­gie­ßen. 2 Majoranstiele sowie 2 Lorbeerblätter zuge­ben, alles kurz auf­ko­chen und dann zuge­deckt bei mitt­le­rer Hitze ca. 25 Minuten garen.

In der Zwischenzeit den Hokaido Kürbis schä­len (muss nicht sein, er kann auch mit Schale geges­sen wer­den) und in ca. 1 cm kleine Stücke wür­feln. Eine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe erhit­zen, 1 El Olivenöl und 2 EL Butter hin­ein­ge­ben und den Kürbis ca. 10–12 Minuten braten.

Die Blätter von 3 Stielen Majoran abzup­fen, fein hacken und zu dem garen Kürbis geben. Den Kürbis nun noch mit Salz, Pfeffer und 1 Messerspritze Chilliflocken würzen.

Jetzt kann es auch schon ans Eingemachte gehen. Aus der Suppe Lorbeer und Majoran ent­fer­nen und die Suppe mit einem Pürierstab sehr fein pürie­ren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschme­cken. In einem vor­ge­wärm­ten Teller anrich­ten und als Topping den gebra­te­nen Kürbis hineingeben.

Der Kürbis als Topping gibt der Kartoffelsuppe ein bisschen Pepp

Mein Resümee:

Ganz lecker das Süppchen. Schön kar­tof­fe­lig, sehr cre­mige Konsistenz und das Topping mit dem gebra­te­nen Hokaido Kürbis passte tat­säch­lich rich­tig gut. Ohne die­ses Topping wäre mir die Suppe auch ein biss­chen zu lang­wei­lig gewe­sen, weil sie eben schon sehr pur nach Kartoffeln schmeckt.

Ich habe übri­gens zum ers­ten Mal fri­schen Majoran ver­wen­det und fand die dezente Majoran-Note rich­tig gut. Getrockneter ist mir immer zu über­powert, da gefällt mir der fri­sche Majoran wesent­lich besser.

Könnt ihr zu einer lecke­ren Kartoffelsuppe auch nicht nein sagen oder geht ihr Suppen eher aus dem Weg? Oder liebt ihr Suppen heiß und innig, so wie meine Frau?

Saures Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und Gurkensalat

Dieses ätzende Regenwetter macht depres­siv und wenn nicht bald der Sommer kommt, mit vie­len hei­ßen Tagen am Stück, wan­dere ich aus und mache auf Mallorca ein Sonnenstudio auf.

Zuvor muss ich aller­dings noch das nötige Kleingeld ver­die­nen und da bleibt gerade wenig Zeit zum (kochen)bloggen. Jetzt muss es in der Küche beson­ders schnell gehen und da bie­ten sich Salate gerade zu an. Im Kochbuch von Christian Rach fand ich eine Art Kartoffelsalat (bezeich­net als sau­res Kartoffelgemüse), der mich neu­gie­rig machte. Soweit, sogut.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwürstchen und einem Gurkensalat

Der Salat sollte warm ser­viert wer­den und da wollte ich unbe­dingt noch einen kal­ten Salat als Beilage auf den Tisch brin­gen. Ebenfalls im Kochbuch von C. Rach ent­deckte ich einen Gurkensalat und Gurkensalat fand ich frü­her als Kind mal so rich­tig schreck­lich. Dieses saure, wäss­rige Essigzeugs, bääh. Schmeckt das Zeugs eigent­lich immer so oder geht das auch in Lecker? Lag die Abneigung viel­leicht auch an mir? Geschmäcker ändern sich ja auch im Laufe eines Lebens. Hilft nix, außer ein Selbstversuch. Und so gab es sau­res Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und einen Gurkensalat.

Zutaten Saures Kartoffelgemüse für 4 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 92)

  • 1 kg vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 4–6 gekochte Mettwürstchen
  • 1 l Rinderbrühe
  • 300 ml Sahne
  • 70 g Butter
  • 70 g Mehl
  • ca. 4 EL Weißweinessig
  • 1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Im Originalrezept ver­wen­det Rach Kochwürstchen und gibt als Alternative Wiener Würstchen an. Mein Metzger hat mich auf die Frage „Haben sie Kochwürstchen?“ ange­schaut, als hätte ich ihn gerade zu einem pri­va­ten FKK Urlaub ein­ge­la­den. Ersatzweise habe ich dann ein­fach gekochte Mettwürstchen genom­men, die sahen den Würstchen in Rachs Rezept ziem­lich ähnlich.

Zudem nimmt Rach ca. 6 EL Essig, was auch Sinn macht, wenn man das Gericht sau­res Kartoffelgemüse nennt. Ich habe am Ende nur 4 EL genom­men, das war sauer genug für mich.

Zubereitung:

Die Kartoffeln schä­len, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Kartoffelscheiben in einen Topf geben, mit Wasser bede­cken, leicht sal­zen und „leise“ (Das kommt von lang­sam, nicht stumm. Du darfst also ruhig laut­hals dabei sin­gen. Mache ich auch immer!) al dente kochen. So steht es im Rezept! Laut Rach sol­len die Kartoffeln nicht spru­delnd kochen.

Während die Kartoffeln kochen, die Butter in einem Topf schmel­zen, das Mehl hin­zu­fü­gen und bei mitt­le­rer Temperatur zu einer hel­len Mehlschwitze (Übri­gens die erste Mehlschwitze mei­nes Lebens, wie roman­tisch!) ver­ar­bei­ten (immer schön umrüh­ren). Nach und nach die kalte Rinderbrühe zur Mehlschwitze geben und dabei stän­dig rüh­ren (Schneebesen), damit keine Klümpchen entstehen.

Die Flüssigkeit auf etwa zwei Drittel ein­ko­chen las­sen, die Sahne hin­zu­fü­gen und die Sauce zum Kochen brin­gen. Mittlerweile soll­ten die Kartoffeln fer­tig sein, also abgie­ßen und zusam­men mit den Würstchen in die Flüssigkeit geben. Laut Rach nennt man diese Flüssigkeit übri­gens Veloute, zu deutsch Samtsauce. Wieder etwas gelernt.

Das Ganze 10 Minuten köcheln las­sen, dann die Wurst raus­neh­men und in Scheiben schnei­den. Das Kartoffelgemüse (eigent­lich sind es ja nur Kartoffeln, aber wenn der Rach das Kartoffelgemüse nennt, dann will ich nicht wider­spre­chen.) mit einem Schneebesen durch­rüh­ren und mit dem Essig schön säu­er­lich abschme­cken. Pfeffern, falls zu sauer ein biss­chen zuckern, evtl. noch etwas sal­zen, die Petersilie unter­rüh­ren, die Würstchen rein­mi­schen und anrichten.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwurst

Zutaten Gurkensalat für 2 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 215)

  • 1 Salatgurke
  • 50 g Vollmilchjoghurt
  • 50 g Creme Double
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1/2 bis 1 Bund Dill
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Dill habe ich bewusst zuvor noch nie geges­sen, des­halb war ich hier auch etwas vor­sich­tig und habe nur ein hal­bes Bund ver­wen­det. Da kann man aber auch gut ein gan­zes Bund rein­pfef­fern, was ich beim nächs­ten Gurkensalat auch machen werde.

Zubereitung:

Die Gurke waschen und mit einem Hobel in dünne Scheiben schnei­den. Die Scheiben in eine Schüssel geben, gut sal­zen und ca. 30 Minuten zie­hen las­sen. Rach sagt, die Gurke ver­liert dann das Wasser, wel­ches man spä­ter bequem abschüt­ten kann. Hat er Recht — hat funktioniert!

Kurz vor Ablauf der 30 Minuten kann man schon mal das Dressing für den Gurkensalat zube­rei­ten. Dazu in einer Schüssel den Joghurt, Creme Double, Weißweinessig, Olivenöl, eine Prise Zucker und eine ordent­li­che Prise Pfeffer ver­mi­schen. Den Dill waschen, fein hacken und hin­zu­ge­ben. Die Gurkenscheiben nun mit den Händen gut aus­drü­cken und die Flüssigkeit abgie­ßen. Gurken in die Schüssel zum Dressing geben, gut durch­mi­schen, abschme­cken (evtl. noch etwas Zucker und Salz hin­zu­ge­ben) und anrichten.

Der angerichtete Gurkensalat

Mein Resümee:

Dafür, dass ich hier ein fast vege­ta­ri­sches Gericht auf dem Teller habe (Die paar Mettwürstchen zäh­len ja kaum.), schmeckt das wirk­lich lecker. Bei dem sau­ren Kartoffelgemüse war ich recht skep­tisch, aber das war rich­tig gut.

Aber viel über­ra­schen­der war der Gurkensalat, der mir tat­säch­lich geschmeckt hat. Das Dressing mit dem Joghurt und dem Schmand war schön cre­mig, dazu sauer-süß abge­schmeckt und ins­ge­samt ein­fach sehr frisch im Geschmack. Guck an, aus­pro­bie­ren lohnt sich also! Und immer­hin ist das jetzt bestimmt schon der dritte oder vierte Salat der mir schmeckt, wo soll das nur hin­füh­ren? Irgendwann mie­tet meine Frau mir noch ein lau­schi­ges Plätzchen im Stall und führt mich täg­lich auf die Weide. :biggrin:

Souvlaki, Bifteki und Kartoffeln nach kre­ti­scher Art

In ein paar Stunden spielt die deut­sche Mannschaft ihr Viertelfinale gegen Griechenland. Grund genug, heute grie­chi­sches Essen auf den Tisch zu brin­gen, um sich schon Mal auf das große Spiel einzustimmen.

Wenn ich beim Griechen esse, dann gibt es meis­tens den Plaka– oder Rhodosteller. Mit Gyros, Zaziki, Souvlaki und Bifteki. Für mein grie­chi­sches EM-Menü heute, habe ich mich für Souvlaki, Bifteki, Zaziki und Kartoffeln nach kre­ti­scher Art entschieden.

Mein griechisches EM Menü - Souvlaki, Bifteki, Zaziki und Kartoffeln nach kretischer Art

Zutaten Zaziki — 2 Personen(Originalrezept: Chefkoch — User Jamaica)

  • 250 g grie­chi­scher Joghurt
  • 1/2 Salatgurke
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung Zaziki:

Zuerst wird die Salatgurke geschält, gevier­telt, die inne­ren Kerne ent­fernt (ein­fach mit einem Löffel aus­höh­len) und dann in ganz dünne Streifen geschnit­ten. Danach die Gurkenstreifen sal­zen und abwar­ten, bis der Saft austritt.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schä­len und ganz fein hacken. Normalerweise sollte lauft Originalrezept der Knoblauch gepresst wer­den, aber meine Presse habe ich irgend­wann mal ent­sorgt, weil sie nix taugte. Also gaaaaaaanz fein hacken.

Danach den grie­chi­schen Joghurt ordent­lich umrüh­ren und den Knoblauch dazu geben. Die Gurkenstreifen mit einem Küchentuch abtup­fen und sie dann zum Joghurt geben. Alles rich­tig gut umrüh­ren und schon ein biss­chen sal­zen und pfef­fern. Durchziehen las­sen und danach noch ein­mal mit Salz und Pfeffer abschme­cken — fertig.

Zaziki gehört einfach zu einem griechischen Essen dazu.

Zutaten Souvlaki — 2 Personen (Originalrezept: monambelles.de)

  • 300 g Schweinerücken
  • 1,5 EL gutes Olivenöl
  • 3 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1/2 TL getrock­ne­ter Oregano
  • ca. 1 TL Salz

Im Originalrezept wird Hühnchenbrust ver­wen­det, aber ich kenne das Souvlaki beim Griechen immer nur mit Schweinefleisch. Daher wollte ich auch Schweinefleisch neh­men und habe mich für Schweinerücken entschieden.

Zubereitung Souvlaki:

Angefangen habe ich hier mit der Marinade. Dafür zuerst die Zitrone pres­sen und den Saft (3 EL) in eine Schüssel geben. Das Olivenöl und den Oregano dazu geben und alles gut mit­ein­an­der ver­rührt. Nun die Marinade noch sal­zen und dann kann man sich auch schon um das Fleisch kümmern.

Den Schweinerücken in fla­che, mund­ge­rechte Stücke (ca. 1 cm dick) schnei­den und in die Marinade geben. Schüssel abde­cken und für min­des­tens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

In einer hei­ßen Pfanne, mit 1 TL Olivenöl kurz von bei­den Seiten braten.

Souvlaki ist einfach immer lecker und wirklich schnell zubereitet.

Zutaten Bifteki — 2 Personen (Originalrezept: Chefkoch — User WindandWaves)

  • 300 g Rinderhack
  • 100 g Feta aus Kuh– und Schafsmilch
  • 1 mit­tel­große Zwiebel, in Würfel
  • 2 Eier
  • 1 Brötchen, altbacken
  • hal­bes Bund glatte Petersilie
  • 1/2 TL getrock­ne­ter Oregano
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Piment, gemahlen
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Ich bin nicht der große Fan von Fetakäse und habe des­halb nur ein wenig Feta in das Bifteki gege­ben. Wer sehr gerne Feta isst, der kann auch mehr Feta verwenden.

Zubereitung Bifteki:

Die Zwiebel schnei­den und in 1 EL Olivenöl auf mitt­le­rer Hitze anschwit­zen, bis sie gla­sig ist. Das Brötchen in Wasser ein­wei­chen, danach aus­pres­sen und in kleine Würfel rei­ßen. Die Petersilie fein hacken.

Alle Zutaten, bis auf den Schafskäse, zusam­men mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben gut mit­ein­an­der ver­men­gen. Salzen und pfef­fern und zur Sicherheit einen klei­nen Probeklops bra­ten. Da spä­ter noch der Fetakäse in die Mitte des Bifteki kommt, das Hack nicht zu stark salzen.

Klops pro­biert und schmeckt? Dann Hände mit Wasser nass machen und ver­su­chen halb­wegs ansehn­li­che, leicht läng­li­che und flach gedrückte Bifteki-Klopse zu formen.

Die Bifteki bei mitt­le­rer Hitze in 2 EL Olivenöl lang­sam von bei­den Seiten bra­ten. Nicht zu viel Hitze geben, sonst wird es Außen zu dun­kel und innen noch roh. Langsam bra­ten, dann wer­den die Bifteki wun­der­bar saftig.

Bifteki gehört zum Standard-Programm, wenn ich beim Griechen essen gehe.

Zutaten Kartoffeln nach kre­ti­scher Art — 4 Personen

  • 500 g Kartoffeln, festkochend
  • 300 g Sour Creme
  • 5 EL Sahne
  • 2 EL Mayonnaise
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung Kartoffeln nach kre­ti­scher Art:

Das Rezept zu die­sem Kartoffel-Auflauf habe ich vor län­ge­rer Zeit mal in einer Zeitschrift ent­deckt und es notiert. Leider weiß ich nicht mehr wel­che Zeitschrift das war.

Zunächst habe ich mich um die Sour Creme-Sahne-Mischung geküm­mert und in einer Schüssel die Sour Creme mit der Sahne und der Majonaisse verrührt.

Den Ofen auf 200 °C vor­hei­zen. Die Kartoffeln schä­len, waschen und mit einem Hobel in ganz dün­nen Scheiben schnei­den. Eine ofen­feste Auflaufform mit dem (geschäl­ten) Knoblauch aus­rei­ben und mit gutem Olivenöl auspinseln.

Die Kartoffeln in die Form geben und sal­zen und pfef­fern. Nun die Sour Creme-Sahne-Mischung über die Kartoffeln ver­tei­len und die Form in den Ofen geben. Die Kartoffeln ca. 60 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche gold­braun gewor­den ist.

Das EM-Gericht - Souvlaki, Bifteki, Zaziki und Kartoffenl nach kretischer Art

Mein Resümee:

Was soll ich sagen? Ich liege wie Garfield auf dem Sofa und bin papp­satt, aber sehr zufrie­den. Griechisches Essen ist ein­fach Männeressen und ich muss ehr­lich sagen, dass alle vier Gerichte echt gut gelun­gen sind.

Das Zaziki schmeckt wie beim Griechen umme Ecke. Die Spieße sind sogar bes­ser als beim Griechen umme Ecke und der Auflauf ist wun­der­bar cre­mig. Einzig das Bifteki trifft bei mir nicht voll ins Schwarze, mich stört so ein biss­chen das Piment. Da würde ich beim nächs­ten Mal ein biss­chen weni­ger von nehmen.

Ich hoffe, die deut­sche Elf betreibt heute Abend einen ähn­li­che Aufwand wie ich in der Küche, dann ist das Halbfinale schon gebucht.

Friet sate mit Frikandel speciaal

Heute Abend geht es bei der Fußball EM im zwei­ten Gruppenspiel der deut­schen Mannschaft gegen den ewi­gen Rivalen Holland. Die Niederländer sind erfreu­li­cher­weise mit einer Niederlage ins Turnier gestar­tet und wenn es rich­tig gut läuft, dann schi­cken wir sie heute nach Hause.

Nachdem ich mir am ers­ten Spieltag ein por­tu­gie­si­sches Gericht (Schweinerücken in Orangensauce mit gol­de­nen Kartoffeln) gekocht habe, kommt heute etwas typisch Niederländisches auf den Tisch: Selbstgemachte Fritten mit einer selbst­ge­mach­ten Satè Sauce und die immer wie­der geile Frikandel spe­ciaal, mit selbst­ge­mach­ter Frietsaus.

Bei jedem Besuch in den Niederlanden Pflichtprogramm - leckere Pommes und eine Frikandel.

Bei jedem Besuch in den Niederlanden Pflichtprogramm — leckere Pommes und eine Frikandel speciaal.

Alle Zutaten sind für 2 Personen angegeben.

Zutaten für die Sate Sauce — (Quelle: Chefkoch — User kara­bu­run)

  • 100 g Erdnussbutter ohne Stückchen
  • 160 g Hühnerbrühe
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Curryulver (Laut Originalrezept 2 EL)
  • etwas Chilipulver
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt

Zubereitung Sate Sauce:

Die Erdnussbutter mit der Hühnerbrühe in einen Topf geben und ver­mi­schen (am bes­ten mit einem Schneebesen). Die rest­li­chen Zutaten hinzu geben und die Sauce bei mitt­le­rer Hitze ein­kö­cheln las­sen, bis sie eine sämige Konsistenz annimmt. Fertig.

Zutaten für die Frietsaus — (Quelle: Katharina kocht)

  • 150 ml Rapsöl
  • 1 Ei
  • 1–2 TL Senf, mit­tel­scharf
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise schwar­zer Pfeffer (laut Originalrezept wei­ßer Pfeffer)
  • 1 Prise Zucker

Im Originalrezept wer­den noch fein gewiegte Kräuter verwendet.

Zubereitung Frietsaus:

Ratzfatz geht das hier. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürie­ren bis sich eine schöne, feste Konsistenz gebil­det hat.

Ich halte dabei den lau­fen­den Pürierstab immer für einige Sekunden am Boden des Gefäßes und ziehe ihn dann ganz lang­sam, Stück für Stück, nach oben. Das klappt eigent­lich immer und es gerinnt nichts. Frietsaus ready.

Ich stehe total auf friet sate!

Zutaten für die Pommes und Frikandel– (Quelle: Chefkoch — User kara­bu­run)

  • 800 g vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 2–4 Frikandel
  • 1 Liter Pflanzenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl — nach eige­ner Vorliebe

Zubereitung Pommes und Frikandel:

Ich habe zuvor noch nie selbst Pommes zube­rei­tet. Klar, als ich noch eine Fritteuse hatte, gab es ab und zu mal die fer­ti­gen Pommes aus der Tiefkühle. In den letz­ten Jahren gab es Pommes aber immer nur von der Pommesbude oder McDonalds.

Heute wollte ich aber rich­tige Pommes machen. Sie soll­ten aus fri­schen Kartoffeln sein, ich wollte keine indus­tri­ell vor­be­rei­te­ten Pommes neh­men. Nachdem ich mich so ein biss­chen schlau gemacht hatte, habe ich mich für die Zubereitungsart „Zweimal frit­tie­ren“ entschieden.

Dazu die Kartoffeln schä­len, in Frittenform schnei­den und für ca. 20 Minuten in kal­tes Wasser legen. Dadurch sol­len die Kartoffeln ein biss­chen von der äuße­ren Stärke ver­lie­ren und nicht mehr anein­an­der kle­ben. Nach 20 Minuten die Kartoffeln rich­tig sorg­fäl­tig abtup­fen, damit es spä­ter beim Frittieren nicht so spritzt.

Da ich keine Fritteuse mehr besitze, habe ich einen Topf auf­ge­setzt und das Öl lang­sam heiß wer­den las­sen. Bei ca. 140 °C soll­ten die Kartoffeln nun für ca. 6 Minuten frit­tiert wer­den. Die Temperatur konnte ich ohne Fritteuse natür­lich nicht so genau kon­trol­lie­ren, des­halb habe ich ein­fach ein Holzstäbchen in das Öl gehal­ten und als am Stäbchen so lang­sam Perlen hoch­s­tie­gen, die Kartoffeln ins Öl gege­ben. Nach 6 Minuten habe ich sie mit einer Schaumkelle aus dem Öl geholt und sie auf Küchentüchern gelegt, damit sie ein biss­chen ent­fet­ten konnten.

Jetzt soll­ten die Kartoffeln etwas abküh­len, bevor sie ein zwei­tes Mal frit­tiert wer­den. Ich habe knapp 10 Minuten gewar­tet und zum Zeitvertreib schon mal ein biss­chen „Ohne Holland fahr’n wir zu EM!“ gesungen.

Dann habe ich das Öl im Topf wie­der heiß wer­den las­sen. Dieses Mal soll­ten die Kartoffeln bei ca. 180 °C noch für 3–4 Minuten frit­tiert wer­den. Das Fett sollte also etwas hei­ßer wer­den und so habe ich ein­fach dar­auf geach­tet, dass die Perlen am Holzstäbchen etwas stär­ker auf­stie­gen. Rein mit den Kartoffeln ins Öl und noch ein­mal 3–4 Minuten frit­tie­ren. Rausnehmen, auf Küchenpapier abtrop­fen las­sen, sal­zen und fertig.

Einmal Frikandel speciaal bitte!

Jetzt fehlte natür­lich noch die Frikandel und die brauchte nur 4–5 Minuten im hei­ßen Öl frit­tie­ren und dann konnte auch schon ange­rich­tet wer­den. Frikandel in der Mitte auf­schnei­den, links die selbst­ge­machte Frietsaus druff, rechts der typi­sche Curry-Gewürz-Ketchup und oben­drauf die fein gehack­ten, rohen Zwiebeln. Lecker!

Mein Resümee:

Von mir aus könn­ten wir ein­mal pro Woche gegen die Niederlande gewin­nen spie­len, so lecker sind Pommes, Saucen und Frikandeln.

Die Satè Sauce war echt ein Knaller und die Currynote in der Sauce kam rich­tig gut. Meine Frau steht nor­ma­ler­weise über­haupt nicht auf Erdnusssaucen (Erdnussbutter fin­det sie aber ober­geil.), aber die hier fand sie „voll lecker“. Das ist selten!

Die Frietsaus hat mir auch sehr gut gefal­len. Besonders weil sie nur ein paar Sekunden Zubereitungszeit braucht und bes­ser als jede gekaufte Majo ist. Beim nächs­ten Mal würde ich viel­leicht noch einen Tick Säure zugeben.

Die Pommes. Leeeeeeider nicht so rich­tig gut gelun­gen. Dabei sahen sie echt toll aus.

Die ersten selbstgemachten Pommes. Eine gute 3, würde ich sagen.

Geschmacklich waren sie auch toll und man schmeckte im Vergleich mit TK-Pommes oder Pommesbuden-Pommes deut­lich mehr Kartoffel raus. Was aber fehlte — und das gehört für mich zu guten Pommes dazu — das knusp­rige Äußere .

Die Pommes waren ein­fach nicht rich­tig knusp­rig, nur so im Ansatz merkte ich etwas davon. Schade, aber eben auch ein Grund mehr, dem­nächst mal wie­der selbst­ge­machte Pommes auf den Speiseplan zu brin­gen. So leicht (wie nach­her hof­fent­lich die Niederländer!) gebe ich mich natür­lich nicht geschla­gen. Ich möchte knusp­rige Pommes machen!

Schweinerücken an Orangensauce mit gol­de­nen Kartoffeln

Heute Abend beginnt für Deutschland die EM und als ers­ter Gegner wird Portugal weg­ge­putzt. Wenn nicht auf dem Platz, dann zumin­dest bei mir auf dem Teller. Für die Zeit der EM habe ich mir näm­lich vor­ge­nom­men, jeweils am Spieltag der Deutschen ein Gericht aus dem jewei­li­gen Land des deut­schen Gegners zu kochen / zu essen.

Den Anfang macht heute die por­tu­gie­si­sche Küche mit Lombo de Porco com Laranja und Batatas dou­ra­das. Das Rezept für den Schweinerücken habe ich von saborintenso.com und die Bratkartfoffeln habe ich bei Chefkoch von User Heimwerkerkönig gefunden.

Schweinerücken in Orangensauce mit Goldenen Kartoffeln

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Schweinerücken von saborintenso.com / Kartoffeln von Chefkoch Heimwerkerkönig)

Zutaten für die gol­de­nen Kartoffeln (Batatas douradas)

  • 800 g Kartoffeln
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Tasse Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz

Zutaten für den Schweinerücken an Orangensauce (Lombo de Porco com Laranja)

  • Schweinerücken, ca. 1.3 kg
  • 70 g Butter
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Zimtstange
  • Abrieb einer Orange
  • Saft von 2 Orangen
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 80 ml Portwein (weiß)
  • 30 ml Orangenlikör
  • 2 Zweige Thymian
  • 4 EL Orangenmarmelade
  • 1 EL Honig
  • Salz

Frischer Schweinerücken und leckere Zutaten

Zubereitung:

Ich gebe die Rezepte heute nur in Kurzform wie­der, weil ihr sie in die­sem Fall ja auch direkt bei der Quelle nach­le­sen könnt.

Den Anfang machen die gol­de­nen Kartoffeln, die zunächst geschält und gevier­telt und danach in Salzwasser gar gekocht wer­den. Nach dem Abgießen kom­men sie zusam­men mit dem Olivenöl und dem Knoblauch in eine Pfanne und wer­den dort gold­braun gebra­ten. Sobald sie soweit sind, wer­den sie mit dem Essig beträu­felt. Das war es schon, sehr sim­pel, aber so rich­tig lecker.

Die goldenen Kartoffeln waren wirklich saulecker!

Die gol­de­nen Kartoffeln waren wirk­lich saulecker!

Weiter geht es mit dem Schweinerücken an Orangensauce, der wirk­lich sehr ein­fach zuzu­be­rei­ten war.

Zunächst wird das Fleisch gewa­schen, tro­cken getupft und mit Meersalz gesal­zen. Einen gro­ßen Topf auf­set­zen, die Butter heiß wer­den las­sen und den Rücken rundum anbra­ten, bis er etwas Farbe bekom­men hat.

Nun Lorbeerblätter, Nelken, Zimtstange, Orangenschale, den Orangenlikör, Portwein, Orangensaft, Hühnerbrühe und den Thymian in den Topf geben. Topf abde­cken und 15 Minuten köcheln las­sen. Nach der Hälfte der Zeit den Braten wenden.

In der Zwischenzeit die Orangenmarmelade mit dem Honig ver­rüh­ren und den Ofen auf 190  °C vor­hei­zen. Nach 15 Minuten den Braten aus dem Topf in eine ofen­feste Form geben und mit der Orangenmarmelade bestrei­chen. Mit einer Schöpfkelle die Gewürze aus der Sauce ent­fer­nen und die Sauce zum Schweinerücken gie­ßen. Nun den Braten für ca. 30 Minuten in den Ofen geben.

Ich habe zwi­schen­durch mit einem Bratenthermometer die Kerntemperatur des Schweinerückens über­prüft und bei 65 °C den Braten aus dem Ofen geholt. Dann wurde er zum Ruhen las­sen in Alufolie gewi­ckelt und nach ca. 5 Minuten ange­schnit­ten, da war er dann sehr saftig.

Die Orangensauce habe ich, anders als im Rezept ange­ge­ben, noch mit ein biss­chen Speisestärke ange­dickt. So ganz flüs­sige Saucen sind nicht so unbe­dingt meine Sache, ein biss­chen Konsistenz dür­fen die schon haben.

Heute gab es passend zur EM ein portugiesisches Rezept - Schweinerücken an Orangensauce mit goldenen Kartoffeln

Mein Resümee:

Vorneweg, die Kartoffeln waren der Oberknaller. Mit dem Essig und dem Knoblauch waren die wirk­lich ein Gedicht. Die gibt es wie­der, schon bald.

Der Schweinerücken war sehr zart, sehr saf­tig und die Sauce war sehr fruch­tig und erfri­schend. Allerdings fehlt hier ein­deu­tig die pas­sende Location oder wenigs­tens das pas­sende Wetter. Bei 25 °C mit Blick auf das Meer schmeckt der Schweinerücken mit der Orangensauce sicher noch­mal so gut. Im Pott, bei bewölk­tem Wetter mag ich kräf­tige Saucen dann doch lieber.

Geschmeckt hat es uns so gut, dass wir die Teller weg­ge­putzt haben. Das glei­che steht heute Abend hof­fent­lich den Portugiesen bevor und anstatt Schweinerücken gibt es dann eine große Portion Schweini.

Scamorza-Kartoffeln

Vor ein paar Tagen hat mir meine Frau ein neues Kochbuch mit dem zau­ber­haf­ten Titel „Das per­fekte Steak“ geschenkt. Natürlich hat es nicht lange gedau­ert und das erste Steak brut­zelte in der Pfanne. Als Beilage zum Steak wur­den Scamorza-Kartoffeln emp­foh­len. Dein Wort ist mir Befehl, oh hei­li­ges Steakbuch.

Scamorza-Kartoffeln - im Ofen gratiniert

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Das per­fekte Steak / Seite 64)

Die Zutaten sind zwar laut Rezept für 4 Personen aus­ge­legt, das ist aber sicher abhän­gig von der Größe der Kartoffeln. Ich habe mit­tel­große Kartoffeln ver­wen­det und da haben die 4 Kartoffeln für 2 Personen gereicht.

  • 4 fest­ko­chende Kartoffeln
  • 100 g Scamorza
  • 25 g Parmesan
  • 20 g wei­che Butter
  • 3 EL Sahne
  • 1 EL gro­ber Dijonsenf
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Als ers­tes wer­den die Kartoffeln gewa­schen, danach in Alufolie gewi­ckelt und bei 250° C im Ofen ca. 1 Stunde gegart. Die Garzeit ist natür­lich auch wie­der abhän­gig von der Größe der Kartoffeln und man sollte zwi­schen­durch mal über­prü­fen wie weit sie sind, indem man mit einer Gabel in die Kartoffeln sticht. Wenn sie weich sind, wer­den die Kartoffeln aus der Folie genom­men und kom­men noch ein­mal für 10 Minuten in den Ofen.

Während die Kartoffeln im Ofen sind, habe ich den Scamorza gewür­felt, den Parmesan gerie­ben und den Schnittlauch geschnitten.

Jetzt die Kartoffeln aus dem Ofen neh­men, hal­bie­ren und ein biss­chen abküh­len las­sen. Einen Löffel neh­men und die Kartoffeln bis auf 1 cm aus­höh­len und dabei mög­lichst die Schale nicht beschädigen.

Die Kartoffeln werden mit einem Löffel ausgehöhlt und später wieder gefüllt.

Die Kartoffeln wer­den mit einem Löffel aus­ge­höhlt und spä­ter wie­der gefüllt.

Das her­aus­ge­löste Kartoffelinnere wird nun mit der Butter, der Sahne, dem Senf und dem Parmesan zu einer glat­ten Masse ver­mischt. Ist das erle­digt, wer­den die Scamorzawürfel und der Schnittlauch unter­ge­ho­ben. Probieren und noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Zum Abschluss kommt die fer­tige Kartoffelmasse wie­der zurück in die aus­ge­höhl­ten Kartoffelhälften.

Die fertig gewürzte Kartoffelmasse kommt wieder zurück in die Kartoffelhälften und wird überbacken.

Die fer­tig gewürzte Kartoffelmasse kommt wie­der zurück in die Kartoffelhälften und wird überbacken.

Die Kartoffeln wer­den nun für ca. 10–15 Minuten im Ofen über­ba­cken (220–250 ° C). Zwischendurch mal rein­schauen, sie sind fer­tig, wenn sie eine schöne bräun­li­che Kruste bekom­men haben.

Die Scamorza-Kartoffeln sind fertig, wenn sie eine schöne Kruste bekommen haben.

Die Scamorza-Kartoffeln sind fer­tig, wenn sie eine schöne Kruste bekom­men haben.

Mein Resümee:

Eigentlich habe ich die Scamorza-Kartoffeln nur als Pflichtübung zum Pfeffersteak aus­ge­wählt. Man(n) braucht ja eine Sättigungsbeilage, wenn man nur 2 Steaks auf dem Teller lie­gen hat. Aber Hoppla, die sind ja rich­tig geil. Ich konnte nicht mehr genug von den Kartoffeln bekom­men und fand sie unglaub­lich lecker. So lecker, dass ich sie im Laufe der Woche unbe­dingt noch ein­mal machen werde.

Glasgower Kartoffel-Scones mit Rühreiern u. Räucherlachs

Zur fri­schen Tomatensuppe wollte ich noch eine Kleinigkeit dazu machen, weil ich nicht sicher war ob mir das Süppchen auch schme­cken würde und mich satt macht. Die Suppe war aus dem Jamie Oliver Buch „Zu Gast bei Jamie“ und weil ich das nun schon in der Hand hatte, habe ich schnell mal durch­ge­blät­tert, ob ich eine pas­sende Kleinigkeit finde. An den Glasgower Kartoffel-Scones mir Rühreiern und Räucherlachs ist mein Auge hän­gen geblie­ben — gebongt.

Glasgower Kartoffel-Scones mit Rühreinern und Räucherlachs

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Zu Gast bei Jamie / Seite 28)

  • 500 g meh­lig­ko­chende Kartoffeln
  • 100 g Mehl
  • 2 Stückchen Butter
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 klei­nes Bund Schnittlauch
  • 5 große Eier
  • 200 gr Räucherlachs in Scheiben
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Laut Jamie soll man die unge­schäl­ten Kartoffeln in 2,5 cm große Stücke schnei­den und etwa 7 Minuten in kochen­dem Salzwasser weich garen. Mir war in die­sem Fall aber nicht nach unge­schäl­ten Kartoffeln, also habe ich sie zuvor geschält und dann gegart. Ungeschälte Kartoffeln mag ich wirk­lich nur bei klei­nen Kartoffeln, die im Ganzen in der Pfanne gebra­ten werden.

Nachdem die Kartoffeln weich waren und abge­gos­sen wur­den, soll­ten sie ein paar Minuten abküh­len. Dann kom­men sie zusam­men mit dem Mehl in eine Schüssel (Jamie macht das im glei­chen Topf, wo die Kartoffeln gegart wur­den.), wer­den grob zer­drückt und dann mit dem Mehl vermengt.

Der Schnittlauch wird mit einem Stückchen Butter (Hier wün­sche ich mir echt immer genauere Angaben — „ein Stückchen“ kann ja alles sein.) und dem Backpulver zu den Kartoffeln gege­ben und alles wird sorg­fäl­tig mit­ein­an­der ver­mengt. Jetzt noch ordent­lich mit Salz und Pfeffer wür­zen und den Kartoffelteig mit den Händen ver­kne­ten. Den Teig in 4 Portionen tei­len (Ich fand 4 sind viel zu wenig.  8–12 Portionen passt bes­ser.), zu Kugeln for­men und mit Mehl bestäu­ben. Dann kann auch schon gebra­ten werden.

Eine Pfanne bei mitt­le­rer Hitze auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und 1–2 TL Olivenöl hin­zu­ge­ben. Die Kartoffelkugeln hin­ein geben und flach drü­cken, auf ca. 2 cm Dicke. Das kann man natür­lich auch schon vor­her machen, was ich emp­feh­len würde. Es kann sonst näm­lich pas­sie­ren, dass die Kugeln beim Flachdrücken an der Handfläche kle­ben blei­ben und beim Griff zur nächs­ten Kugel, kle­bend an der Handfläche, wie­der aus der Pfanne geho­ben wer­den. :rolleyes:

Die Kartoffel-Scones wer­den nun ca. 10 Minuten gebra­ten und dabei häu­fig gewen­det. Am Ende soll­ten sie schön gold­braun und an der Oberfläche knusp­rig sein.

Sind alle Kartoffel-Scones fer­tig gebra­ten, kann man in der glei­che Pfannen noch das Rührei zube­rei­ten. Noch ein Stückchen Butter in die Pfanne, die Eier ver­quir­len, mit Salz und Pfeffer wür­zen, in die Pfanne geben (nicht zu starke Hitze!) und eben zu Rührei ver­ar­bei­ten. Jetzt noch mit Lachs anrich­ten und fertig.

Die leckeren Glasgower Kartoffel-Scones mit Rührei und Räucherlachs

Mein Resümee:

Die Glasgower Kartoffel-Scones schme­cken im Grunde wie gewöhn­li­che Kartoffelpuffer und diese Erkenntnis kom­men­tierte meine Frau mit einem locke­ren: „Ach, ist ja ein Ding! Wer hätte das bei den Zutatet erwar­tet?“. Da hat sie eigent­lich Recht. Aber geschmeckt haben die Scones auf jeden Fall.

Dafür war der Räucherlachs echt flach und Raucharoma habe ich ver­geb­lich gesucht. Leider habe ich bereits die Verpackung weg­ge­schmis­sen und weiß nicht mehr wel­che Marke das war. Mit rich­tig lecke­rem Räucherlachs hätte das bestimmt toll geschmeckt, so war es ganz gut — mehr nicht. Am Ende kommt es eben doch auf die Qualität der Produkte an.