Möhren-Nuss-Püree

In mei­ner Küche muss es immer ziem­lich schnell gehen, da mir meis­tens lei­der nicht so viel Zeit zum Kochen bleibt. Deshalb liebe ich schnelle Gerichte und ein Püree, ganz gleich ob aus Kartoffeln, Sellerie oder Möhren, geht ja echt immer fix. Und lecker ist es meis­tens auch.

Deshalb pro­biere ich gerne auch unter­schied­lichste Arten von Pürees aus und bin immer offen für neue Rezepte. Da kam mir das Möhren-Nuss-Püree nach einem Rezept von Tim Mälzer (aus sei­nem neuen Buch — Tim Mälzer Greenbox (KLICK)) genau rich­tig. Ich liebe Nüsse und ich war gespannt, wie wohl die Kombination aus Möhren und Nüsse schme­cken würde.

Einige Zutaten für das Möhren-Nuss-Püree.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 1 kg Möhren
  • 50 g Walnusskerne
  • 2 Schalotten
  • 2 1/2 EL Butter
  • 1–2 EL Creme Fraiche
  • 1 EL Zucker
  • 100 ml Apfelsaft
  • Salz, Pfeffer und Muskat
  • evtl. 1–2 TL Walnussöl

Vorbereitung der Zutaten

Bei die­sem Gericht hält sich die Vorbereitung in Grenzen und mit einem Sparschäler sind die 1 kg Möhren ziem­lich flott geschält. Man(n) hat mitt­ler­weile ja auch Erfahrung und ist quasi zu einem Virtuose am Sparschäler geworden.

Nachdem ich mir bei der zwei­ten Möhre in den Finger gespar­schält habe, mache ich kurz ein Pflaster drauf und schäle die Möhren demü­tig zu Ende. Diese müs­sen jetzt nur noch in Scheiben (ca. 1/2 cm dünn) geschnit­ten werden.

Jetzt noch fix die Schalotten in feine Würfel schnei­den und die Walnüsse grob durch­ha­cken und schon kann das Kochen beginnen.

Zubereitung des Pürees

Einen gro­ßen Topf auf den Herd stel­len, auf mitt­lere Hitze erwär­men und die Schalotten, zusam­men mit 1 El Zucker und 2 EL Butter, in den Topf geben und gla­sig düns­ten. Nun die Möhren hin­zu­ge­ben und leicht kara­mel­li­sieren las­sen.

100 ml Apfelsaft zuge­ben und nun die Möhren, im geschlos­se­nen Topf, ca. 15–20 Minuten düns­ten. Evtl. die Hitze ein biss­chen redu­zie­ren.

Während die Möhren vor sich hin düns­ten, eine Pfanne auf mitt­lere Hitze auf­set­zen, einen 1/2 EL Butter hin­ein geben und die gehack­ten Walnüsse darin anrös­ten. Das dau­ert nur 3–4 Minuten, dann soll­ten die Nüsse schon soweit sein.

Sind die Möhren weich gedüns­tet, wer­den sie mit dem Pürierstab fein püriert. Hierbei kann jeder selbst ent­schei­den, wel­che Konsistenz seine Möhren haben sol­len. Im Rezept von Tim sind die Möhren sehr fein püriert. Persönlich mag ich es lie­ber, wenn es nicht ganz so fein ist.

Nach dem pürie­ren die Creme Fraiche unter­rüh­ren, ein paar gehackte Walnüsse unter­he­ben und das Püree mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskat wür­zen / abschme­cken. Bei Tim kommt nun noch das Walnüssöl dazu, dar­auf habe ich aber ver­zich­tet. Jetzt nur noch ein paar gehackte Walnüsse auf das Püree geben und dann kann schon geges­sen werden.

Möhren-Nuss-Püree nach einem Rezept von Tim Mälzer

Mein Resümee:

Die Nüsse pas­sen rich­tig gut dazu, finde ich super. Ich glaube, die nächs­ten paar Male wird es Möhrenpüree bei mir immer mit Walnüssen geben. Das Püree selbst war eben­falls sehr lecker, hatte eine schöne Süße und durch den Apfelsaft hin­ten­raus eine fri­sche Säure. Das Püree würde ich genauso wie­der kochen — lecker.

Saures Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und Gurkensalat

Dieses ätzende Regenwetter macht depres­siv und wenn nicht bald der Sommer kommt, mit vie­len hei­ßen Tagen am Stück, wan­dere ich aus und mache auf Mallorca ein Sonnenstudio auf.

Zuvor muss ich aller­dings noch das nötige Kleingeld ver­die­nen und da bleibt gerade wenig Zeit zum (kochen)bloggen. Jetzt muss es in der Küche beson­ders schnell gehen und da bie­ten sich Salate gerade zu an. Im Kochbuch von Christian Rach fand ich eine Art Kartoffelsalat (bezeich­net als sau­res Kartoffelgemüse), der mich neu­gie­rig machte. Soweit, sogut.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwürstchen und einem Gurkensalat

Der Salat sollte warm ser­viert wer­den und da wollte ich unbe­dingt noch einen kal­ten Salat als Beilage auf den Tisch brin­gen. Ebenfalls im Kochbuch von C. Rach ent­deckte ich einen Gurkensalat und Gurkensalat fand ich frü­her als Kind mal so rich­tig schreck­lich. Dieses saure, wäss­rige Essigzeugs, bääh. Schmeckt das Zeugs eigent­lich immer so oder geht das auch in Lecker? Lag die Abneigung viel­leicht auch an mir? Geschmäcker ändern sich ja auch im Laufe eines Lebens. Hilft nix, außer ein Selbstversuch. Und so gab es sau­res Kartoffelgemüse mit gekoch­ter Mettwurst und einen Gurkensalat.

Zutaten Saures Kartoffelgemüse für 4 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 92)

  • 1 kg vorw. fest­ko­chende Kartoffeln
  • 4–6 gekochte Mettwürstchen
  • 1 l Rinderbrühe
  • 300 ml Sahne
  • 70 g Butter
  • 70 g Mehl
  • ca. 4 EL Weißweinessig
  • 1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Im Originalrezept ver­wen­det Rach Kochwürstchen und gibt als Alternative Wiener Würstchen an. Mein Metzger hat mich auf die Frage „Haben sie Kochwürstchen?“ ange­schaut, als hätte ich ihn gerade zu einem pri­va­ten FKK Urlaub ein­ge­la­den. Ersatzweise habe ich dann ein­fach gekochte Mettwürstchen genom­men, die sahen den Würstchen in Rachs Rezept ziem­lich ähnlich.

Zudem nimmt Rach ca. 6 EL Essig, was auch Sinn macht, wenn man das Gericht sau­res Kartoffelgemüse nennt. Ich habe am Ende nur 4 EL genom­men, das war sauer genug für mich.

Zubereitung:

Die Kartoffeln schä­len, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Kartoffelscheiben in einen Topf geben, mit Wasser bede­cken, leicht sal­zen und „leise“ (Das kommt von lang­sam, nicht stumm. Du darfst also ruhig laut­hals dabei sin­gen. Mache ich auch immer!) al dente kochen. So steht es im Rezept! Laut Rach sol­len die Kartoffeln nicht spru­delnd kochen.

Während die Kartoffeln kochen, die Butter in einem Topf schmel­zen, das Mehl hin­zu­fü­gen und bei mitt­le­rer Temperatur zu einer hel­len Mehlschwitze (Übri­gens die erste Mehlschwitze mei­nes Lebens, wie roman­tisch!) ver­ar­bei­ten (immer schön umrüh­ren). Nach und nach die kalte Rinderbrühe zur Mehlschwitze geben und dabei stän­dig rüh­ren (Schneebesen), damit keine Klümpchen entstehen.

Die Flüssigkeit auf etwa zwei Drittel ein­ko­chen las­sen, die Sahne hin­zu­fü­gen und die Sauce zum Kochen brin­gen. Mittlerweile soll­ten die Kartoffeln fer­tig sein, also abgie­ßen und zusam­men mit den Würstchen in die Flüssigkeit geben. Laut Rach nennt man diese Flüssigkeit übri­gens Veloute, zu deutsch Samtsauce. Wieder etwas gelernt.

Das Ganze 10 Minuten köcheln las­sen, dann die Wurst raus­neh­men und in Scheiben schnei­den. Das Kartoffelgemüse (eigent­lich sind es ja nur Kartoffeln, aber wenn der Rach das Kartoffelgemüse nennt, dann will ich nicht wider­spre­chen.) mit einem Schneebesen durch­rüh­ren und mit dem Essig schön säu­er­lich abschme­cken. Pfeffern, falls zu sauer ein biss­chen zuckern, evtl. noch etwas sal­zen, die Petersilie unter­rüh­ren, die Würstchen rein­mi­schen und anrichten.

Saures Kartoffelgemüse mit Mettwurst

Zutaten Gurkensalat für 2 Personen — (Quelle: Christian Rach — Das Kochgesetzbuch / Seite 215)

  • 1 Salatgurke
  • 50 g Vollmilchjoghurt
  • 50 g Creme Double
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1/2 bis 1 Bund Dill
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Dill habe ich bewusst zuvor noch nie geges­sen, des­halb war ich hier auch etwas vor­sich­tig und habe nur ein hal­bes Bund ver­wen­det. Da kann man aber auch gut ein gan­zes Bund rein­pfef­fern, was ich beim nächs­ten Gurkensalat auch machen werde.

Zubereitung:

Die Gurke waschen und mit einem Hobel in dünne Scheiben schnei­den. Die Scheiben in eine Schüssel geben, gut sal­zen und ca. 30 Minuten zie­hen las­sen. Rach sagt, die Gurke ver­liert dann das Wasser, wel­ches man spä­ter bequem abschüt­ten kann. Hat er Recht — hat funktioniert!

Kurz vor Ablauf der 30 Minuten kann man schon mal das Dressing für den Gurkensalat zube­rei­ten. Dazu in einer Schüssel den Joghurt, Creme Double, Weißweinessig, Olivenöl, eine Prise Zucker und eine ordent­li­che Prise Pfeffer ver­mi­schen. Den Dill waschen, fein hacken und hin­zu­ge­ben. Die Gurkenscheiben nun mit den Händen gut aus­drü­cken und die Flüssigkeit abgie­ßen. Gurken in die Schüssel zum Dressing geben, gut durch­mi­schen, abschme­cken (evtl. noch etwas Zucker und Salz hin­zu­ge­ben) und anrichten.

Der angerichtete Gurkensalat

Mein Resümee:

Dafür, dass ich hier ein fast vege­ta­ri­sches Gericht auf dem Teller habe (Die paar Mettwürstchen zäh­len ja kaum.), schmeckt das wirk­lich lecker. Bei dem sau­ren Kartoffelgemüse war ich recht skep­tisch, aber das war rich­tig gut.

Aber viel über­ra­schen­der war der Gurkensalat, der mir tat­säch­lich geschmeckt hat. Das Dressing mit dem Joghurt und dem Schmand war schön cre­mig, dazu sauer-süß abge­schmeckt und ins­ge­samt ein­fach sehr frisch im Geschmack. Guck an, aus­pro­bie­ren lohnt sich also! Und immer­hin ist das jetzt bestimmt schon der dritte oder vierte Salat der mir schmeckt, wo soll das nur hin­füh­ren? Irgendwann mie­tet meine Frau mir noch ein lau­schi­ges Plätzchen im Stall und führt mich täg­lich auf die Weide. :biggrin:

Spargel im Pfannkuchen

Eine ziem­lich lange Zeit wurde Kollege Spargel aus mei­nem Gedächtnis ver­bannt und ver­schwand völ­lig vom Speiseplan. Das lag in ers­ter Linie daran, dass in mei­ner Kindheit ziem­lich häu­fig Spargel aus dem Glas auf­ge­tischt wurde. Schreckliches Zeug, aber meine Mutter mochte es.

Ein Rest vom Spargeltrauma ist mir noch geblie­ben, aber mitt­ler­weile esse ich ihn wie­der sehr gerne. Jedoch nur zur Spargelsaison, wenn er wirk­lich ganz frisch ist, aber dann auch mit rich­tig Appetit und Lust. Und weil gerade Saison ist, kam ges­tern dann auch der fri­schen Spargel auf den Tisch, ein biss­chen ver­steckt im Pfannkuchen.

Spargel im Pfannkuchen mit Sauce Hollandaise

Zutaten Pfannkuchen:

Zutaten für 12–14 Pfannkuchen (Quelle: Ganz nach unse­rem Geschmack / Seite 62)

  • 3 Eier
  • 3 gehäufte EL Mehl (120 g)
  • 300 ml Milch
  • Salz
  • Butterschmalz zum Ausbacken

Zutaten Spargel mit Kochschinken:

Zutaten für 2 Personen

  • 500 g wei­ßer Spargel
  • Salz, Zucker, Zitronensaft und einen Stich Butter
  • 6–8 Scheiben Kochschinken

Zutaten Sauce Hollandaise:

Zutaten für 4–6 Portionen (Quelle: Tim Mälzer / irgendwo mal gese­hen und auf­ge­schrie­ben)

  • 3 Eigelbe
  • 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 1 EL Creme fraiche
  • 175 g Butter, zer­las­sen / geschmolzen
  • Salz und Pfeffer

4–6 Portionen ist ein biss­chen opti­mis­tisch. Für mich muss es immer viel Sauce geben, ich liebe leckere Saucen!

Zubereitung:

Angefangen habe ich mit dem Zerlassen der Butter, hierzu habe ich einen klei­nen Topf auf den Herd gestellt, auf mitt­le­rer Stufe erhitzt und die Butter lang­sam geschmolzen.

Weiter ging es mit dem Pfannkuchenteig, der wirk­lich ruck­zuck fer­tig ist.

Dazu wer­den die Eier und das Mehl in eine Schüssel gege­ben und glatt gerührt. Nun eine Prise Salz hin­zu­ge­ben und dann lang­sam, unter stän­di­gem Rühren mit einem Schneebesen, die Milch angie­ßen. Immer Schlückchen für Schlückchen hin­ein lau­fen las­sen und rüh­ren, dann wird der Teig glatt und ver­klumpt nicht. Den Teig zude­cken und 30 Minuten quel­len lassen.

Als nächs­tes habe ich den Spargel gekocht. Dazu einen Topf auf mitt­lere Stufe auf­ge­setzt, den Spargel in den Topf gege­ben und mit Wasser bedeckt. Eine Prise Salz, eine Prise Zucker, einen Stich Butter und einen Schuss Zitronensaft dazu geben und den Spargel ca. 10–15 Minuten (hängt von der Dicke des Spargel ab) gar kochen.

Der Spargel ist per­fekt, wenn man ihn auf eine Gabel legen kann und er sich leicht nach unten biegt (er sollte aber nicht kom­plett durchhängen).

Während der Spargel kocht, habe ich die schnelle Sauce Hollandaise nach Tim Mälzer Art zube­rei­tet.

Hierbei wer­den die Eier zusam­men mit dem Zitronensaft in ein hohes Gefäß gege­ben und mit dem Pürierstab glatt gemixt. Nun wird die zer­las­sene Butter laaaaaaa­ang­sam in das Gefäß gege­ben und gemixt. Auch hier den Pürierer immer schön anlas­sen und die Butter Schlückchen für Schlückchen hin­zu­ge­ben, dann fluppt das locker.

Hat sich die Masse mit­ein­an­der ver­bun­den, wird der Löffel Creme frai­che unter­ge­rührt und die Sauce noch mit Salz und Pfeffer abge­schmeckt. Fertig.

Mittlerweile sollte der Pfannkuchenteig soweit sein und kann aus­ge­ba­cken wer­den. Dazu eine beschich­tete Pfanne auf mitt­lere Stufe erhit­zen und eine kleine Kelle (Pfannkuchen müs­sen dünn sein!) Teig in die mit Butterschmalz bestri­chene Pfanne geben. Sofort die Pfanne dre­hen und wen­den, damit der Teig den Pfannenboden auch kom­plett aus­füllt. Nun dau­ert es nur ein paar Sekunden und der Rand des Pfannkuchen fängt an sich zu kräu­seln. Das ist der per­fekte Moment, um den Pfannkuchen zu wen­den und von der ande­ren Seite zu backen.

Dann muss nur noch zusam­men­kom­men, was zusam­men gehört. 1–2 Scheiben Kochschinken auf den Pfannkuchen geben, den Spargel dar­auf ver­tei­len (wer mag, kann hier schon ein biss­chen Sauce Hollandaise über den Spargel geben) und den Pfannkuchen ein­rol­len. Diesen mit ordent­lich Sauce auf einen Teller legen, wer mag kann ein biss­chen Parmesan (oder wie in mei­nem Fall Scamorza, der war noch vom Vortag übrig und passte auch sehr gut.) dar­über hobeln und dann kann man auch schon lecker essen.

Lecker und schnell zubereitet - Spargel Pfannkuchen

Mein Resümee:

Das ist echt mal ein schnel­les und trotz­dem sehr lecke­res Gericht. Innerhalb von ein paar Minuten hat man das auf den Tisch gebracht und hatte nahezu kei­nen Aufwand damit.

Die Sauce Hollandaise nach Tim Mälzer Art fand ich super, weil sie so schnell und unkom­pli­ziert zube­rei­tet wurde und dafür sehr gut geschmeckt hat. Irgendwann pro­biere ich mal eine klas­si­sche Sauce Hollandaise aus, mit Wasserbad und allem was so dazu­ge­hört, ein­fach um mal den Vergleich zu haben zur Sauce des Küchenbullen.

Zusammen mit dem Pfannkuchen ist das wirk­lich mal eine leckere Art Spargel zu essen. Das werde ich bestimmt wie­der machen, die Spargelzeit muss man ja nutzen!

Wie mögt ihr euren Spargel am liebs­ten? Auch mit Sauce Hollandaise? Oder gegrillt, in Alufolie geba­cken? Gar nicht? Oder gar aus dem Glas (urgs), wie meine Mutter ihn mag?