Wagyu Cheeseburger

Als ich vor ein paar Tagen im Supermarkt in der Tiefkühltruhe Kobe Burger Patties vom aus­tra­li­schen Wagyu Rind ent­deckte, musste ich natür­lich sofort zugrei­fen und konnte tage­lang nur noch an einen selbst­ge­mach­ten Burger denken.

Kobe Burger Patties vom Australischen Wagyu Rind

Vor ein paar Tagen war es dann soweit und her­aus kam die­ser leckere Kollege.

Mein neuer bester Freund - der Cheeseburger mit Wagyu Rindfleisch

Heute gibt es die Rezepte für die kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln, für die Burgersauce und den Link zum Rezept der selbst­ge­mach­ten Burger Buns.

Zutaten für die Burgersauce • Zubereitungszeit ca. 5 Minuten

  • 4 EL Mayonnaise
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 TL Weißweinessig
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Honig

Zubereitung der Burgersauce

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit­ein­an­der ver­rüh­ren. Fertig.

Zutaten für die kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln • Zubereitungszeit ca. 30–35 Minuten

  • 4–5 rote Zwiebeln, je nach Größe
  • 1–2 EL Olivenöl oder Erdnussöl
  • 1 EL dunk­ler Balsamico
  • 1 EL brau­ner Zucker

Zubereitung der Burgersauce

Die Zwiebeln schä­len und in mit­tel­große Würfel schnei­den. Eine beschich­tete Pfanne bei klei­ner Hitze auf­set­zen, heiß wer­den las­sen, Öl in die Pfanne geben und die Zwiebeln laaa­ang­sam (zwi­schen­durch immer wie­der wen­den) bra­ten, bis sie weich sind. Das hat bei mir unge­fähr 25–30 Minuten gedauert.

Sobald die Zwiebeln weich sind, Hitze etwas erhö­hen, den Balsamico dazu geben, die Zwiebeln mit dem Zucker bestreuen und leicht kara­mel­li­sie­ren las­sen. Fertig.

Lecker karamellisierte Zwiebeln mit Balsamico.

Zutaten für die Burgerbrötchen • Zubereitungszeit ca. 25 Min. Arbeitszeit inkl. Backzeit sowie ca. Stunden Ruhezeit

Wenn man schon mal einen Burger mit Wagyu Rindfleisch baut, dann will man natür­lich keine indus­tri­ell her­ge­stell­ten Burgerbrötchen neh­men. Auf der Suche nach einem pas­sen­den Rezept bin ich bei Chefkoch fün­dig geworden.

Das genaue Rezept, inkl. Hinweise zu den Zutaten und der Zubereitung ist von Eiswürfelchen und du kannst es hier nach­le­sen.

Nach dem Backen schie­nen mir die Buns ein biss­chen zu flach gewor­den zu sein, aber nach­dem der Burger zusam­men­ge­baut war, fand ich sie genau rich­tig. Geschmacklich waren sie toll, um Welten bes­ser als alles was man so „fer­tig“ zu kau­fen bekommt.

Geschmacklich super, die Burger Brötchen

Restliche Zubereitung des Burgers

Damit sind die wich­tigs­ten Zutaten fer­tig­ge­stellt und der Rest ist auch schnell erle­digt. Salatblätter waschen und por­tio­nie­ren. Die Tomaten (Fleischige Tomaten kau­fen, die „sup­pen“ dann auch nicht vom Burger.) in Scheiben schnei­den und natür­lich ein biss­chen Bacon auslassen.

Die schlichte Schönheit gebratenem Speck!

Burger Patties braten

Dann ging es an das Braten der Burger Patties und das war noch ein­mal span­nend, immer­hin hatte ich zuvor noch nie TK Patties zube­rei­tet. Da musste ich auch erst­mal goog­len, wie man die über­haupt brät. Noch gefro­ren oder doch eher aufgetaut?

Das TK Burger Pattie vom Wagyu Kobe.

Die Recherche ergab, es geht bei­des (War klar. Danke für die große Hilfe.). Wobei bei der noch gefro­re­nen Variante der Patty wohl bes­ser seine Form behal­ten sollte. Gut, dann kommt das Baby also gefro­ren in die Pfanne.

Die Pfanne ordent­lich erhit­zen, der Burger soll scharf ange­bra­ten wer­den und eine Schuss Rapsöl in die Pfanne geben. Den Burger rein­le­gen (Vorsicht, durch das gefro­re­nen Wasser spritzt es jetzt ordent­lich.) und ca. 2 Minuten pro Seite bra­ten. Dann die Hitze redu­zie­ren und den Burger wei­ter­bra­ten (mehr­mals wen­den) bis er die gewünschte Garstufe hat. Ich habe ihn auf eine Kerntemperatur von 62° gebra­ten. Nicht ver­ges­sen, 2–3 Minuten bevor der Burger gar ist, den Käse auf den Burger zu legen, damit er noch leicht schmel­zen kann.

Der Burger in der Pfanne, wo er auch hingehört.

Den zwei­ten Burger habe ich dann leicht ange­taut gebra­ten und das ging mei­ner Meinung nach sogar bes­ser. Es hat weit­aus weni­ger gespritzt und das Patty hat seine Form eben­falls behal­ten. Beim nächs­ten Mal — und es wird ein nächs­tes und nächs­tes und nächs­tes Mal geben — wird er direkt leicht ange­taut gebraten.

Jetzt geht es auf die Zielgerade und der Burger kann belegt wer­den. Wer mag, rös­tet / toas­tet zuerst das Brötchen kurz an und schmiert auf die untere Brötchenhälfte die Burgersauce. Auf die Sauce kom­men die kara­mel­li­sier­ten Zwiebeln, dar­über die Tomate. Nun wie­der Burgersauce auf die Tomate geben und das Fleisch mit dem Käse auf die Tomate legen. Jetzt noch den Speck oben­drauf geben, Deckel zu (Wer mag, kann auch auf den Deckel noch ein­mal die Burgersauce strei­chen.) — der Rest ist Schmatzen.

Mein neuer bester Freund - der Cheeseburger mit Wagyu Rindfleisch

Mein Resümee:

Wahnsinn! Diese 5,99 € für ein Burger Patty sind ver­dammt gut ange­leg­tes Geld. Das Fleisch schmeckt abso­lut super, wirk­lich Spitzenklasse, ich bin total begeis­tert. Nächste Woche wer­den direkt ein paar Patties auf Vorrat gekauft.

Die Brötchen haben toll dazu gepasst und wer­den ganz sicher beim nächs­ten Burger wie­der zum Einsatz kom­men. Die Sauce hat gut mit dem Fleisch har­mo­niert (Beim nächs­ten Burger wird dann mal eine ein­ge­kochte Sauce aus­pro­biert.) und die Zwiebeln haben eben­falls sehr gut dazu gepasst.

Als Käse habe ich schmelz­fä­hi­gen Emmentaler genom­men, das war auch per­fekt, wobei der Käse auf dem Foto ruhig noch ein biss­chen mehr hätte schmel­zen kön­nen. Aber die Scheibe wurde ein biss­chen zu spät auf das Patty gelegt, beim zwei­ten Burger war es dann bes­ser :smile:

Unterm Strich war der Burger echt der Oberhammer. Das lag in ers­ter Linie am Patty und das aus­tra­li­sche Kobe Wagyu Patty schmeckt groß­ar­tig. Und wenn man bedenkt, dass man für einen guten Burger (Und die gibt es nicht bei MCDonalds und Co.) um die 10 bis 15 Euro aus­ge­ben muss, ist das Patty mit 5,99 € preis­lich echt mehr als ok. Ich will mehr davon.

Und ihr? Habt ihr das Wagyu Patty viel­leicht selbst schon mal aus­pro­biert und wie hat es euch geschmeckt? Baut ihr euch über­haupt selbst Burger oder ist euch das zu viel Aufwand? Und wenn ihr selbst baut, was gehört auf euren Lieblingsburger?

Gefüllte Salatblätter

Wenn Samstag Mittag, 15:30 Uhr, Sky ein­ge­schal­tet und die Bundesliga geguckt wird, esse ich gerne eine Kleinigkeit wäh­rend der Spiele. Früher gab es meis­tens nur Nüsse, Chips und Bier und der Bauch wurde grö­ßer und größer.

Mittlerweile ver­su­che ich Dinge zu essen, die zumin­dest auch Sättigen. Nüsse und Chips gibt es nur noch ganz sel­ten, dafür häu­fig Finger Food (Frikadellen, Hähnchenkeulen, Fleischspieße etc.). Letzten Samstag habe ich es mal mit gefüll­ten Salatblättern ala Steffen Henssler ver­sucht und das Rezept dazu folgt jetzt.

Knackiger Salat, gefüllt mit Hackfleisch und süß-sauer Sauce.

Gefunden habe ich das Rezept in Steffen Hensslers Buch „Schnell, schnel­ler, Henssler“.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Römersalatherzen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 1 Handvoll Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chillischote
  • 4 EL Hüttenkäse
  • 1 EL brau­ner Zucker
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL süße Chillisauce
  • 50 ml Limettensaft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Vorbereitung der Zutaten

Vor dem Vergnügen wird wie­der geschnibbelt.

Die Knoblauchzehe schä­len und fein hacken. Die Chillischote ent­we­der mit Kernen fein hacken oder ent­ker­nen und dann fein hacken. Ich habe sie ent­kernt, weil ich es nicht zu scharf mag. Die Minzeblätter eben­falls fein hacken und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Steffen Henssler nimmt vom Zitronengras nur das feine Weiße, hackt es ganz fein und gibt es spä­ter mit in die Pfanne. Da ich Zitronengras nur sehr leicht dosiert mag, habe ich die Stängel ein­fach ange­schla­gen und gebe sie beim Anbraten im Ganzen mit in die Pfanne.

Schnell noch die Limetten aus­pres­sen (oder den Saft abmes­sen) und das war es an Vorbereitung.

Zubereitung der gefüll­ten Salatblätter

Jetzt geht alles ganz flott. Eine Pfanne auf star­ker Hitze auf­set­zen, die 2 EL Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne geben und das Hackfleisch (Zitronengras eben­falls in die Pfanne geben) krü­me­lig und kross bra­ten. Kurz bevor das Hack soweit ist, den Knoblauch hin­ein geben und kurz mit­bra­ten. Hitze jetzt auf mitt­lere Hitze reduzieren.

Nun den Zucker und den Chilli hin­zu­ge­ben und eben­falls kurz mit­bra­ten. Nach 2–3 Minuten die Sojasaue, die Chillisauce und den Limettensaft dazu geben. Umrühren und die Pfanne vom Herd neh­men. Die Minze und die Frühlingszwiebeln unter das Hack mischen.

Die Salatblätter vom Strunk ent­fer­nen, auf einen Tellern legen und mit der Hackmischung fül­len. Die gefüll­ten Blätter mit Hüttenkäse bestreuen und, wer mag, noch ein biss­chen süße Chillisauce dar­über träufeln.

in 20 Minuten auf dem Tisch, Fingerfood wie ich es mag.

Mein Resümee:

Natürlich ist das auch nicht das aller­ge­sün­deste Essen für einen Fußball Nachmittag, aber gesün­der als Chips und Nüsse ist es alle­mal und ganz ehr­lich, es schmeckt sogar bes­ser. Ich stehe auf süß-scharf-sauer-cremig Kombinationen und durch den Salat ist es sogar noch kna­ckig beim Reinbeissen.

Das mache ich wie­der, auf jeden Fall.

Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney

Eigentlich stehe ich echt tie­risch auf selbst­ge­machte Sandwiches, aber komi­scher­weise mache ich sie nur recht sel­ten. Das sollte sich unbe­dingt ändern und ich muss mir drin­gend mal ein paar nette Sandwich Rezepte raus­su­chen. Gerade wenn es schnell gehen muss, sind Sandwiches eigent­lich optimal.

Ein Sandwich steht bei mir bereits regel­mä­ßig auf dem Speiseplan und zwar ein Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney nach einem Rezept von Tim Mälzer. Gefunden haben ich das Rezept in sei­nem Buch „Tim Mälzer — Born to Cook“ auf Seite 97.

Geschmacklich ein echter Knaller, das Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney

Das Teil ist wirk­lich schnell gemacht und schmeckt ein­fach super.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 4 kleine Hähnchenbrüste ohne Haut
  • 200 g Hüttenkäse
  • 8 Scheiben Toastbrot
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 säu­er­li­che Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Chilli
  • 15 g Ingwer
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 TL Currypulver
  • 100 ml Apfelsaft
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Dieses Sandwich benö­tigt nicht viel an Vorbereitungsarbeit.

Zunächst wer­den die 3 Äpfel geschält (Tim Mälzer schält sie nicht, aber ich mag keine Schale im Chutney.) und in Würfel geschnit­ten. Dann wird die Zwiebel geschält und eben­falls in feine Würfel geschnit­ten sowie die Chillischote ent­kernt und fein gewür­felt. Nun nur noch den Ingwer schä­len, rei­ben und dann war es das auch schon.

Zubereitung Apfel-Chutney

Einen Topf auf­set­zen, den Zucker hin­ein geben und leicht (nur hell­braun) kara­mel­li­sie­ren las­sen. Die Zwiebel, den Ingwer und die Chillischote in den Topf geben, alles mit dem Currypulver bestäu­ben, ganz kurz anschwit­zen las­sen und dann mit dem Apfelsaft ablöschen.

Die Flüssigkeit um ca. 1/3 redu­zie­ren las­sen, die Apfelwürfel dazu­ge­ben, kurz (Nicht durch Telefonate ablen­ken las­sen, sonst bekommt man ganz schnell ein Apfelkompott, wie bei mir gesche­hen. :rolleyes: ) auf­ko­chen las­sen und mit Salz abschme­cken. Vom Herd neh­men, das Chutney kann jetzt ruhig ein klei­nes biss­chen abkühlen.

Zubereitung Hähnchenbrust u. Sandwich

Eine Pfanne auf den Herd stel­len und bei etwas mehr als mitt­lere Hitze erhit­zen. Die Hähnchenbrüste sal­zen, das Olivenöl in die Pfanne geben und die Brüste von bei­den Seiten anbra­ten, bis sie eine braune Kruste bekom­men. Die Hitze run­ter dre­hen (etwas unter mitt­lere Hitze) und die Brüste unter mehr­ma­li­gem Wenden solange bra­ten, bis sie gar sind. Pfeffern, kurz ruhen las­sen und dann in Scheiben schneiden.

Den Hüttenkäse sal­zen und pfef­fern. Die Toastscheibe (Bei Bedarf vor­her toas­ten.) mit dem Hüttenkäse bestrei­chen, mit der Hähnchenbrust bele­gen und das Apfel-Chutney über die Brüste geben. Die zweite Toastscheibe als Deckel oben­drauf geben und wer mag, kann sie noch mit etwas Currypulver bestreuen.

Süß und sauer, dazu schön cremig - so schmeckt das Sandwich mit Hähnchenbrust, Hüttenkäse und Apfel-Chutney

Mein Resümee:

Ich mag das Sandwich wirk­lich sehr. Das süß-säuerliche Apfel-Chutney mit dem leich­ten Ingwer-Aroma passt super zu dem Huhn und der Hüttenkäse macht das Ganze dann noch so rich­tig schön cre­mig. Echt lecker, Herr Mälzer!

Habt ihr spe­zi­elle Sandwiches, die ihr immer wie­der auf den Tisch brin­gen müsst?

Lammfilet mit Knoblauch-Kartoffeln und Möhrengemüse

Vor ein paar Wochen habe ich eine Kochsendung gese­hen (Leider habe ich den Titel schon wie­der ver­ges­sen.), in wel­cher Kartoffeln in einer Knoblauchmandelcreme zube­rei­tet wur­den. Das fand ich so inter­es­sant, dass ich mir das Rezept schnell in Stichwörtern auf­schrieb und die Kartoffeln bei nächs­ter Gelegenheit aus­pro­bie­ren wollte.

In der Sendung gab es rotes Fleisch und eine dunkle Sauce zu den Kartoffeln. Ich habe mich für ein Lammfilet mit einer Rotwein-Butter-Sauce und einem Möhrengemüse als Beilage ent­schie­den. Die Rotwein-Butter-Sauce sowie das Möhrengemüse sind nach einem Rezept von A. Schuhbeck aus sei­nem Buch „Meine baye­ri­sche Küche“.

Lammfilet mit Rotwein-Butter-Sauce an Knoblauch-Kartoffeln mit Möhrengemüse

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Zutaten für das Lammfilet

  • 2 Lammfilets
  • 1 jun­ger Knoblauch
  • 2 Rosmarin Zweige
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Rotwein-Butter-Sauce

  • 100 ml tro­cke­ner Rotwein
  • 100 ml Portwein
  • 1 EL Puderzucker
  • 100 g sehr kalte Butter
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für das Möhrengemüse

  • 250 g Möhren
  • 40 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Petersilienblätter, gehackt
  • 1 Scheibe fri­scher Ingwer
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Knoblauch-Kartoffeln

  • 250 g Kartoffeln
  • eine Handvoll Mandeln ohne Schale
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Petersilienblätter, gehackt
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Zunächst die Möhren schä­len und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schnei­den. Die Scheibe Ingwer (Ruhig mit Schale.) schnei­den. Die Kartoffeln schä­len und in ca. 1 cm dicke Scheiben schnei­den. Die Knoblauchzehen schä­len und den Knoblauch in dünne Scheiben schnei­den. Die Petersilie hacken und zum Schluss den jun­gen Knoblauch ein­mal in der Mitte quer aufschneiden.

Zubereitung Knoblauch-Kartoffeln

In einer klei­nen Pfanne die Mandeln, ohne Öl, anrösten.

Einen Topf auf mitt­le­rer Hitze auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und 6 EL Olivenöl hin­ein­ge­ben. Die Knoblauchscheiben in den Topf geben, gold­gelb frit­tie­ren und her­aus­neh­men. Den Topf kurz vom Herd neh­men und das Öl im Topf lassen.

Der Knoblauch wird frittiert und dann im Mörser weiter verarbeitet.

Den Knoblauch, zusam­men mit den Mandeln und etwas Salz, in einen Mörser geben und bei­des zu einer dick­flüs­si­gen Paste zer­sto­ßen. Gegebenenfalls ein biss­chen Olivenöl in den Mörser geben, damit es wirk­lich eine Paste wird.

Den Topf mit dem aro­ma­ti­sier­ten Knoblauch-Öl wie­der auf den Herd stel­len (mitt­lere Hitze) die Kartoffelscheiben hin­ein­ge­ben und den Topf mit so viel Wasser auf­gie­ßen, dass die Kartoffelscheiben leicht bedeckt sind. Kurz auf­ko­chen las­sen, die Hitze redu­zie­ren, die Knoblauchmandelpaste hin­zu­ge­ben, alles ver­mi­schen und die Kartoffeln sanft gar­ko­chen lassen.

Sobald die Kartoffeln gar sind, mit Salz und Pfeffer wür­zen und die Petersilie untermischen.

Die Kartoffeln sind nicht perfekt gelungen, haben aber trotzdem ganz gut geschmeckt.

Zubereitung Möhrengemüse

Einen Topf auf mitt­lere Stufe auf­set­zen, heiß wer­den las­sen und im Topf 1 EL Butter zer­las­sen. Ist die Butter zer­las­sen, die Möhren hin­ein­ge­ben und mit 1 EL Zucker bestreuen. Die Möhren nun ein wenig anschwit­zen, bis sie durch den Zucker anfan­gen zu glän­zen, dann mit 40 ml Gemüsebrühe angie­ßen und den Ingwer hin­ein­ge­ben. Die Hitze redu­zie­ren und die Möhren ca. 10 Minuten sanft garen las­sen (ohne Deckel), bis die Flüssigkeit fast ver­schwun­den ist.

Nach ca. 10 Minuten (Zwischendurch die Möhren mal pro­bie­ren, um zu über­prü­fen, ob sie schon weich genug sind.) den Ingwer ent­fer­nen und die rest­li­che Butter sowie die Petersilie unter­rüh­ren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Möhrengemüse war wirklich sehr lecker und ganz süß!

Zubereitung Rotwein-Butter-Sauce

In einen klei­nen Topf 1 EL Puderzucker sie­ben und den Zucker leicht kara­me­li­sie­ren las­sen. Mit dem Rotwein und dem Portwein auf­gie­ßen und köcheln las­sen, bis die Flüssigkeit sich um etwa ein Drittel redu­ziert hat. Die Hitze nun redu­zie­ren (Es sollte nicht mehr kochen!) und die sehr kalte Butter stück­chen­weise unter stän­di­gem Rühren ein­rüh­ren. Mit Salz und Pfeffer abschme­cken und sofort servieren!

Zubereitung Lammfilets

Die Lammfilets von bei­den Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Pfanne auf mitt­le­rer Stufe erhit­zen, heiß wer­den las­sen, 2 EL Olivenöl sowie den Knoblauch und den Rosmarin hin­ein­ge­ben. Kurz war­ten, bis das Öl durch die Kräuter ein biss­chen aro­ma­ti­siert wurde und dann die Lammfilets in die Pfanne geben und medium braten.

Das Lammfilet sollte innen noch leicht rosa sein!

Je nach Dicke der Filets kann das unter­schied­lich lange dau­ern. Ich prüfe den Garpunkt immer per Drucktest und habe mitt­ler­weile ein Gefühl dafür bekommen.

Lammfilet mit Kartoffeln in Knoblauchmandelcreme und Möhrengemüse

Mein Resümee:

Tja, das ist mal wie­der ein Gericht mit Licht und Schatten. Das Lamm hat ein­fach toll geschmeckt, war but­ter­zart und ich habe den Garpunkt sehr gut hinbekommen.

Die Sauce war geschmack­lich auch sehr gut, aber lei­der ist sie mir ein biss­chen abge­schis­sen, sprich die Butter hat sich wie­der von der Flüssigkeit getrennt und so wurde die Sauce ein biss­chen flo­ckig. Es hat die­ses Mal ein­fach ein biss­chen zu lange gedau­ert, bis alles auf dem Teller und foto­gra­fiert war. Die Sauce sollte man nach dem Einrühren der Butter sofort ser­vie­ren und nicht zu lange ste­hen lassen.

Das Möhrengemüse war wie­der sehr lecker und rich­tig schön süß.

Die Kartoffeln in der Knoblauchmandelcreme sind mir auch nicht per­fekt gelun­gen. Ich habe ein biss­chen zu viel Wasser ange­gos­sen und als die Kartoffeln gar waren, war noch zu viel Flüssigkeit im Topf. Deshalb wurde es keine rich­tige Creme, wie es eigent­lich sein sollte.

Da merke ich dann wie­der  das ich eben noch ein Kochanfänger bin und Probleme bekomme, wenn ich keine genauen Mengenangaben habe. Aber das muss ja eigent­lich auch so sein, Kochen muss man eben ler­nen und aus Erfahrung lernt man ja immer am Besten. Das Rezept habe ich natür­lich hier im Text schon ange­passt und wenn die Kartoffeln nur leicht vom Wasser bedeckt wer­den, sollte das auch klappen.

Entenbrust mit Honigkuchenbrösel und Orangensauce auf Couscous

Meine liebste Jahreszeit ist ein­deu­tig der Sommer; Ich mag es lange hell und warm oder am bes­ten gleich rich­tig heiß und Regen, Kälte, Dunkelheit sind nix für mich. Aber man muss ja immer posi­tiv den­ken und was ist das Beste am Herbst und Winter? Richtig! Es kommt rich­tig viel Ente auf den Tisch!

Dieses Jahr läute ich den Herbst mit einem Gericht von Tim Mälzer ein. Entenbrust mit Honigkuchenbrösel und Orangensauce auf Couscous. Im Originalrezept sind es Entenkeulen und eine Lebkuchenkruste, aber da bin ich ja nah dran.

Das Rezept von Tim Mälzer habe ich aus sei­nem Buch Tim Mälzer — Born to Cook.

Entenbrust mit Honigkuchenbrösel und Orangensauce auf Couscous

Zutaten für 2 Portionen (Couscous reicht auch 4 Portionen) • Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

Zutaten für den Couscous

  • 250 g Coscous
  • 200 g gemisch­tes Dörobst
  • 120 g Cashew Nüsse
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 2–3 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Entenbrust

  • 2 Entenbrüste
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Honigkuchenbrösel

  • 60 g Paniermehl
  • 50 g wei­che Butter
  • 1 TL Honigkuchengewürz
  • Salz

Zutaten für die Orangensauce

  • 2 unbe­han­delte Orangen
  • 2 EL brau­ner Zucker
  • 1 TL Honig
  • 1 EL kalte, gewür­felte Butter
  • Salz und Pfeffer

Das ist ein Gericht genau nach mei­nem Geschmack, weil es wie­der ratz­fatz zuzu­be­rei­ten ist.

Vorbereitung der Zutaten

Den Anfang macht das Schneiden des Dörobstes in mund­ge­rechte Stücke (Ich mag es in die­sem Fall gerne ein biss­chen grö­ßer, damit man das Obst im Couscous auch schmeckt.). Danach eine kleine Pfanne auf­set­zen, auf mitt­le­rer Hitze erwär­men und die Cashews Nüsse ohne Fett leicht anrös­ten. Damit ist die Vorbereitung für den Couscous schon abgeschlossen.

Jetzt die Orangen heiß abwa­schen, tro­cken rei­ben und die Schale einer Orange abrei­ben. Beide Orangen aus­pres­sen und den Saft bei­seite stel­len. Schnell noch die Butter wür­feln und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern. Weiter zu der Ente.

Die Entenbrust auf der Hautseite rau­ten­för­mig ein­schnei­den, ohne dabei in das Fleisch zu schnei­den. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Paniermehl mit dem Honigkuchengewürz vermischen.

Das war es an Vorbereitung, jetzt kannst es losgehen.

Zubereitung der Entenbrüste

Den Ofen auf 140° Grad (Ober– und Unterhitze) vor­hei­zen. Eine Pfanne auf­set­zen, auf mitt­le­rer Hitze erhit­zen und wenn die Pfanne heiß! ist, die Entenbrüste mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen. Nun lang­sam das Fett aus der Haut bra­ten las­sen, bis die Haut schön braun und knusp­rig ist. Ist das soweit, die Entenbrüste kurz umdre­hen und 30 Sekunden auf der Fleischseite bra­ten. Danach kom­men sie für ca. 15 Minuten in den vor­ge­heiz­ten Ofen (Haut nach oben.). Bevor sie spä­ter ange­schnit­ten wer­den, dür­fen sie noch 3–4 Minuten ruhen.

Zubereitung des Couscous

Einen Topf auf­set­zen, die Gemüsebrühe darin kurz auf­ko­chen und dann vom Herd neh­men. Den Couscous in einer Schüssel mit dem Öl ver­mi­schen und die Nüsse sowie das Dörobst unter­mi­schen. Die Brühe dar­über gie­ßen, zude­cken und 5 Minuten zie­hen las­sen. Nach 5 Minuten den Couscous mit einer Gabel auf­lo­ckern, den Zitronensaft hin­zu­ge­ben und mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Damit ist er auch schon fertig.

Zubereitung Orangensauce

Für die Sauce einen Topf auf höhe­rer Stufe auf­set­zen, den Zucker schmel­zen und leicht! kara­mel­li­sie­ren las­sen. Danach den Orangensaft hin­zu­fü­gen, die Hitze auf mitt­lere Hitze redu­zie­ren und etwas ein­ko­chen las­sen. Die Orangenschale hin­zu­fü­gen und die kalte Butter stück­chen­weise ein­rüh­ren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitung Honigkuchenbrösel

Ein Pfanne auf mitt­le­rer Stufe erhit­zen und die Butter hin­ein­ge­ben. Sobald sie zu schäu­men anfängt, das Paniermehl ein­rüh­ren und die Brösel schön braun bra­ten. Zwischendurch immer umrüh­ren, damit nix anbrennt.

Ich mag ja keine Hektik beim Kochen und komme immer noch ins Schwitzen, wenn ich zu viele Handgriffe auf ein­mal zu bewäl­ti­gen habe. Bei die­sem Gericht war aber alles rich­tig easy und ich konnte in den knap­pen 25 Minuten, die die Entenbrüste brauch­ten (Anbraten, im Ofen garen und Ruhezeit.), den Couscous, die Brösel und die Sauce locker zube­rei­ten. Perfekt für mich!

Ein sehr leckeres Gericht und schon ein bisschen weihnachtlich. Die Entenbrust mit Orangensauce und Honigkuchenbrösel.

Mein Resümee:

Eigentlich bin ich kein Couscous Fan und Orangensauce ist bei mir auch immer schwie­rig. Sie wird mir zu schnell zu bit­ter und ich mag sie lie­ber rich­tig süß. Das hat in die­sem Fall sogar geklappt und die Sauce hat super zum Couscous gepasst. So war er nicht so tro­cken und dann mag ich ihn auch.

Die Honigkuchenbrösel auf den Entenbrüsten sind ja der Kracher! Da hat der Mälzer ne gute Idee gehabt. Die Ente zusam­men mit den Bröseln und der Sauce, alter Falter, das geht rich­tig gut. :wub:

Das ist mal wie­der ein Gericht, was mich zu 100% über­zeugt. Die Zutaten pas­sen ein­fach gut zusam­men und ich kann es kaum erwar­ten das noch­mal zu kochen. Lecker!

Steht ihr auch auf Ente und weih­nacht­li­chen Geschmack? Oder geht das bei euch nur zu Weihnachten?

Süß & Saures Hühnchen

Vor ein paar Tagen hatte ich end­lich mal wie­der ein klei­nes biss­chen Freizeit übrig, war in der Stadt unter­wegs und ent­deckte bei unse­rem Fleischer Kiko Hühnerschenkel im Angebot. Da musste ich nicht lange über­le­gen und nahm gleich 4 Schenkel mit nach Hause.

Im Hinterkopf (direkt neben der kah­len Stelle!) schlum­merte eine leichte Erinnerung an ein Jamie Oliver Rezept, für Huhn Süß-Sauer, das ich ein paar Tage zuvor in sei­nem Magazin ent­deckt hatte. Mein rie­si­ges Männerhirn konnte sich zwar nicht mehr an alle Zutaten erin­nern, aber ein biss­chen Schwund (auch beim Hirn) ist ja immer. Wird schon gehen! Und ging dann auch und so gab es ein paar Stunden spä­ter Süß & Saures Huhn alla Jamie Oliver — naja, fast.

Huhn Süß-Sauer nach einem rezept von Jamie Oliver

Zutaten für 2–3 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe Juli / August 2012 auf Seite 94)

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 300 g chi­ne­si­sche Eiernudeln
  • 6 Pflaumen
  • Frischer Ingwer, ca. 3 cm Stück, geschält
  • 2 rote Chillischoten, eine am Stück, eine fein gehackt
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und angedrückt
  • 2 TL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 8 EL Reisessig
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 Beutel Jasmintee
  • Olivenöl

Im Originalrezept kom­men noch 200 g Zuckerschoten, 125 g Baby-Spinat, gehackte Kräuter sowie Limettenspalten (zum Servieren) dazu. Diese Zutaten hat mein Hirn lei­der verschluckt.

Zubereitung:

Gleich zu Beginn die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schnei­den. Die Pflaumen ent­ker­nen und hal­bie­ren. Ingwer schä­len, Knoblauch schä­len und and­rü­cken, eine Chillischote fein hacken.

Jetzt das Fleisch waschen, tro­cken tup­fen und in eine große Schüssel geben. Mit ein biss­chen Olivenöl beträu­feln und dann mit dem Fünf-Gewürze-Pulver einreiben.

Einen Bräter erhit­zen, einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben und die Hähnchenschenkel (mit der Hautseite nach unten) ca. 5 Minuten scharf anbra­ten. Jetzt die Hitze ein biss­chen redu­zie­ren und die Chillischote, den geschäl­ten Ingwer (am Stück), die Hälfte der Frühlingszwiebeln sowie die ange­drück­ten Konblauchzehen dazu­ge­ben. Die Schenkel mit dem Honig beträu­feln und das Fleisch so lange bra­ten, bis es schön dun­kel und kleb­rig ist. Dabei ruhig immer mal wie­der wenden.

Nun die Pflaumen in den Bräter geben, zusam­men mit dem Essig, der Sojasauce sowie dem Sesamöl. Die Hitze auf etwas unter­halb mitt­lere Hitze redu­zie­ren, den Bräter zudecke(l)n und die Schenkel bei die­ser mil­den Hitze ca. 20–30 Minuten garen.

Nach die­ser Zeit den Deckel abneh­men, die Schenkel raus­neh­men und auf ein Brett legen. Den Ingwer, den Knoblauch und die Chillischote ent­fer­nen und die Flüssigkeit im Bräter etwas ein­kö­cheln las­sen. Durch die auf­ge­lös­ten Pflaumen wird sie schnell schön sämig.

In der Zwischenzeit von den Hähnchenschenkeln das Fleisch ent­fer­nen und das Fleisch wie­der zurück in den Bräter geben. Nun einen Topf mit Wasser auf­ko­chen las­sen, vom Herd neh­men und die Eiernudeln zusam­men mit dem Beutel Jasmintee für 4 Minuten in das heiße Wasser geben.

Nach 4 Minuten die Nudeln in den Bräter geben und mit dem Fleisch und der Sauce ver­mi­schen. Mit ein biss­chen Nudelwasser die gewünschte Konsistenz der Sauce her­stel­len und beim Anrichten ein paar gehackte Frühlingszwiebeln sowie ein biss­chen von der Chillischote drü­ber geben.

Ein bisschen Chilli und Frühlingszwiebeln zum Anrichten nicht vergessen

Im Originalrezept gibt Jamie den Baby-Spinat sowie die Zuckerschoten zusam­men mit dem Nudeln in den Topf mit Wasser, lässt alles kurz auf­ko­chen und dann noch 3 Minuten köcheln.

Ein leckeres Huhn Süß Sauer Gericht, aber keine Oberknaller!

Mein Resümee:

Das ist nicht die­ser typi­sche Süß-Sauer Geschmack, den man vom Chinesen an der Ecke kennt. Klar, hier ist keine Ananas drin, kein Orangensaft und Gott sei dank auch keine Chemie. Das Süß-Saure hat hier eine leicht herbe Note, durch das Fünf-Gewürze-Pulver und durch das scharfe Anbraten und das Sesamöl kommt auch eine etwas rau­chige Note dazu. Das gefällt mir eigent­lich und des­halb hat mir das Gericht auch ganz gut geschmeckt.

Nun kommt das Aber. Es hat zwar ganz gut geschmeckt, aber es war auch ein biss­chen lang­wei­lig. Vielleicht hät­ten Spinat und Zuckerschoten es noch auf­ge­wer­tet, das kann natür­lich sein. So fehlte mir ein biss­chen der Pepp, die­ses kleine Stück „Wow“. Das muss natür­lich auch nicht immer vor­han­den sein. Aber es könnte, denn dann würde es noch mehr Spaß machen.

Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern

Heute Abend trifft Deutschland bei der Fußball-EM auf den ewi­gen Angstgegner Italien und kämpft um den Einzug ins Finale. Italien ist fällig!

Zur Einstimmung auf ein hof­fent­lich gro­ßes Spiel, gab es etwas typisch Italienisches: Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern, bei­des nach einem Rezept von Jamie Oliver.

Saltimbocca alla Romana mit Polenta-Talern

Zutaten Saltimbocca alla Romana — 2 Personen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 107)

  • 4 Kalbsschnitzel (a 150 g)
  • 8 Scheiben Parmaschinken
  • 8 Scheiben Salbei
  • 2 EL Butter
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Olivenöl
  • 1 guter Schuss Marsala, bei Bedarf

Bei Jamie ist das Rezept übri­gens für 4 Personen, aber 150 g Schnitzel pro Person ist ein biss­chen wenig. Auf jeden Fall in Maltes Kitchen, der Typ ist halt leicht verfressen.

Zubereitung Saltimbocca:

Die Kalbsschnitzel mit Klarsichtfolie abde­cken und mög­lichst flach klop­fen. Jedes Schnitzel von bei­den Seiten pfef­fern (Nicht sal­zen, weil der Parmaschinken schon sal­zig genug ist!), mit 2 Salbeiblättern bele­gen und in 2 Scheiben Parmaschinken einrollen.

Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze erwär­men, einen TL Butter und einen klei­nen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben und die Schnitzel von jeder Seite ca. 2 Minuten bra­ten. Falls noch eine Marsala-Sauce gemacht wer­den soll, die Schnitzel nach dem Braten warm stellen.

Für die Sauce die Hitze in der Pfanne etwas höher stel­len und mit einem guten Schuss Marsala den Bratensatz lösen. Kurz (2–3 Minuten) ein­kö­cheln las­sen, Hitze run­ter dre­hen (darf jetzt nicht mehr kochen) und einen EL kalte! Butter in die Sauce rüh­ren. Evtl. noch sal­zen und pfef­fern, das war es schon.

Die Polenta-Taler haben super zum Saltimbocca gepasst

Zutaten Polenta-Taler — 3 Portionen — (Quelle: Jamie Magazin Ausgabe März / April 2012 auf Seite 102)

  • 150 g Polenta
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 30 g Parmesan, gerieben
  • 15 ml Olivenöl
  • Salz und Schwarzer Pfeffer

Zubereitung Polenta-Taler:

Die Brühe in einem Topf erhit­zen, die Polenta ganz lang­sam ein­rie­seln las­sen und dabei stän­dig umrüh­ren. Bei klei­ner Hitze die Polenta ca. 15–20 Minuten kochen, zwi­schen­durch immer mal wie­der umrüh­ren. Topf vom Herd neh­men und das Olivenöl sowie den Parmesan unter­rüh­ren, jetzt noch sal­zen und pfeffern.

Die Polenta-Masse nun auf ein mit Klarsichtfolie aus­ge­leg­tes Backblech (ca. 30x20 cm) strei­chen, kurz abküh­len las­sen und dann in den Kühlschrank geben, bis sie durch­ge­hend fest gewor­den ist.

Vor dem Braten die Polenta mit einem Glas in einer run­den Form aus­ste­chen (Man kann sie natür­lich auch qua­dra­tisch schnei­den und sie Polenta-Quadrat nen­nen.). Eine Pfanne auf mitt­lere Hitze auf­set­zen, einen gro­ßen Schuss (Das Öl sollte ca. 1 cm hoch in der Pfanne ste­hen.) Raps– oder ande­res Pflanzenöl hin­ein­ge­ben und die Taler lang­sam aus­bra­ten, bis sie eine gold­gelbe Kruste bekommen.

Wer mag, kann die Taler beim Anrichten auch noch mit frisch gerie­be­nen Parmesan bestreuen.

Mein Resümee:

Saltimbocca ist ein­fach ein Klassiker, so wie Deutschland gegen Italien und schmeckt immer wie­der gut. Ich mag es auch mit Schweinefleisch oder mit Hähnchenbrust. Nur mit dem Salbei muss ich vor­sich­tig sein und ihn spar­sam dosie­ren, sonst schmeckt er mit zu intensiv.

Die Polenta-Taler fand ich rich­tig gut, obwohl ich sonst nicht so auf Polenta stehe. Jamie ver­wen­det in die­sem Rezept viel Flüssigkeit und nicht sooooooooo viel Parmesan, dadurch wird der Geschmack etwas dezen­ter; viel­leicht liegt mir das geschmack­lich eher.

Von der Marsala-Sauce gibt es kein Foto, die ist mir näm­lich ordent­lich abge­schis­sen. Ich war mit dem Anrichten beschäf­tigt und habe lei­der nicht gese­hen, dass die Sauce nach dem Montieren (Einrühren der Butter) wie­der zu kochen anfing. So kann es gehen, wenn man nicht auf­passt. Dann knallt es, so wie bei den Italienern heute im Kasten!

Flank-Steak London Style

Wer mir auf Facebook folgt hat es schon mit­be­kom­men, bei Edeka gab es die eher sel­te­nen Flankensteaks im Angebot. Geschnitten aus dem hin­te­ren Teil der Flanke beim Rind, in Deutschland manch­mal auch als Rinderlappen bezeich­net, ist das Flankensteak bei uns eher schwie­rig zu bekom­men. In Amerika ist das Flank-Steak fes­ter Teil der Steakhouse-Küche, hat mir mein Steakbuch verraten.

Natürlich habe ich sofort zuge­schla­gen und mir eine Marinade aus mei­nen liebs­ten Steakbuch — Das per­fekte Steak -  raus­ge­sucht: Flank-Steak London Style. Yeah.

Das Flank-Steak London Style in voller Pracht.

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Das Perfekte Steak — Seite 95)

  • 1200 g Flank-Steak
  • 2 Rote Zwiebeln
  • 3–4 Knoblauchzehen
  • Ingwer, ca. 5 cm Stück
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Rapsöl
  • 4 EL Teriyaki-Sauce
  • Salz und Pfeffer

Im Originalrezept kom­men noch 2 EL gehack­ter Koriander in die Marinade. Darauf habe ich ver­zich­tet, weil kein fri­scher Koriander zu bekom­men war.

Zubereitung:

Die Zwiebeln und den Knoblauch schä­len und in Würfel schnei­den sowie den Ingwer schä­len und in dünne Scheiben schnei­den. Laut Originalrezept wird der Ingwer auch gewür­felt, aber da ich zu viel Ingwer nicht so mag, habe ich ihn in Scheiben geschnit­ten. So ver­teilte er sich nicht so stark in der Marinade, wie es feine Würfel tun würden.

Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, (bei Bedarf gehack­ten Koriander) Rotwein, Rapsöl und Teriyaki-Sauce in eine Schüssel geben, gut sal­zen,  pfef­fern und alles gut ver­mi­schen. Das Flankensteak hin­zu­ge­ben und ordent­lich mit der Marinade ver­men­gen. Schüssel abde­cken und für min­des­tens 12 Stunden in den Kühlschrank stel­len. Bei mir schlum­merte das Schätzchen 24 Stunden in der Marinade. Es sollte es ja gut haben!

Das Steak 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank holen und rich­tig gut tro­cken tup­fen. Die Pfanne mit ordent­lich Power heiß wer­den las­sen, 2 EL Rapsöl hin­ein geben und das Flankensteak von bei­den Seiten scharf anbra­ten. Da darf ruhig eine rich­tige Kruste ent­ste­hen und wenn es etwas dun­kel wird ist das ok und liegt auch ein biss­chen an der Teriyaki-Sauce, die leicht ver­brennt. Tiefschwarz sollte es natür­lich nicht wer­den, also aufpassen.

Nachdem die leckere Kruste ent­stan­den ist, die Hitze auf mitt­lere Temperatur redu­zie­ren und das Steak, je nach Dicke, noch rund 10 Minuten von jeder Seite bra­ten. Dabei häu­fig wen­den. Ich brate es immer, bis es eine Kerntemperatur von ca. 55 °C hat, so mag ich es am liebs­ten (medium rare). Hier macht sich ein Bratenthermometer wirk­lich bezahlt. Wer kei­nes hat, muss den Drucktest machen.

Ist die rich­tige Kerntemperatur erreicht, das Fleisch in Alufolie packen und ca. 5 Minuten ruhen las­sen. Und beim Flankensteak gaaaaaaaaanz wich­tig, beim Anrichten wirk­lich dünn und gegen die Faser auf­schnei­den.

Ein tolles Stück Rindfleisch, das Flankensteak.

Mein Resümee:

Warum das Flankensteak in Deutschland nicht so bekannt ist, ver­stehe ich wirk­lich nicht. Natürlich ist das kein Filet und ja, es wird auch nicht so but­ter­zart wie ein Filet, aber der pure, rin­dige Geschmack ist rich­tig toll. Das schmeckt anders, inten­siv, aro­ma­tisch. Da ist es auch ok, wenn man mal die Zähne benut­zen muss und mal ne Runde kaut und das Fleisch nicht gleich im Mund schmilzt. Und wenn es rich­tig zube­rei­tet ist (auf jeden Fall medium rare, zu blu­tig wird es zäh) ist das auch kein Stück zäh.

Von mir gibt es den Daumen hoch für das Flankensteak und auch das Flank-Steak London Style kommt wie­der auf den Tisch. Die Marinade hat gut funk­tio­niert und dem Fleisch eine Klasse Note mit­ge­ge­ben. Es ist übri­gens auch kalt echt lecker. Also Zähne rein und Flankensteaks testen!