Huhn süß-sauer

Heute nehme ich dich mal wieder mit auf eine Reise in die asiatische Küche und verblogge ein Gericht das bestimmt (fast) jeder schon mal gegessen hat. Es ist ein ewiger Klassiker und gehört wohl zu den beliebtesten Gerichten, die beim Chinsen bestellt werden. Es ist, tata: das Huhn süß-sauer!

Wenn du gerne die Geschmacksrichtung süß-sauer magst, dann wird dir das Gericht bestimmt auch gefallen. Auch wenn ich eigentlich eher die würzige chinesische Küche mag, wie zum Beispiel bei meinem heißgeliebten Rindfleisch in schwarzer Bohnensauce, muss es dann doch ab und zu auch mal Süß-Sauer sein. Huhn süß-sauer war vor Jahren quasi meine Einstiegsdroge in das asiatische Essen.

saftiges Huhn in süß-saurer Sauce

Ein paar Wort zur Sauce. Die Mengenangaben sind in diesem Fall nur als Anregung zu verstehen. Du bist bei der Sauce relativ frei, was die Zusammenstellung betrifft. Wenn du es fruchtiger magst nimmst du vielleicht 1-2 EL mehr Ketchup, wenn du es saurer magst dann erhöhst du z.b die Menge an Reisessig oder bei mehr Würze die Menge der Worcestershiresauce. Wenn du mehr Süße willst, kannst du auch noch 1 EL braunen Zucker in die Sauce geben oder 1 EL Honig.

Am Besten gibst du alle Zutaten, wie angegeben, in einen Topf und lässt die Sauce einmal kurz aufkochen und schmeckst dann nach deinem persönlichen Geschmack ab. Trau dich, du kannst hier nichts verkehrt machen, solange du dich langsam rantastest und nicht gleich eine halbe Flasche Ketchup in die Sauce schüttest. Und sollte die Sauce im Topf zu dickflüssig werden, gibst du noch 1-2 EL Wasser hinzu. Die Sauce zieht später noch einen Tick an, durch die Stärke mit der das Fleisch „paniert“ wurde.

Beim Gemüse bist du ebenfalls frei und kannst zum Beispiel noch Bambus mit hinein geben. Süße Ananas schmeckt in diesem Gericht ebenfalls sehr gut, auch wenn es sich hier nicht um diese klassische süß-saure Sauce handelt, die man meistens im Restaurant bekommt. Aber es passt trotzdem gut hinein.

Ein Klassiker, Hühnchen süß-sauer.

Wie immer sagen Bilder sowieso mehr als tausend Worte und ich finde, es sieht auf der Platte angerichtet richtig lecker aus.

Bist du ein Fan von „süß-„sauer“ oder magst du das gar nicht? Was bestellst du beim Chinesen oder kochst du selber gerne Chinesisch und hast ein Lieblingsgericht?

Portionen 2

Huhn süß-sauer

20 minVorbereitung

30 minKochzeit

50 minGesamtzeit

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Zutaten

Für die süß-saure Sauce:

3 EL Ketchup

3 EL Chillisauce

2 TL Pflaumensauce

1 TL Worcestershiresauce

1 TL Reisessig

1 TL Austernsauce

3 EL Wasser

2 EL (Sonnenblumen)Öl

Pfeffer

Für den Backteig:

4 EL Mehl

4 EL Stärke

1/2 TL Backpulver

120 ml Wasser

Für das Huhn süß-sauer:

2 kleine Hähnchenbrüste ohne Haut (insgesamt ca. 500 g)

1 rote, 1 gelbe Paprika

2-3 Frühlingszwiebeln oder 1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen

2 EL Shaoxing Reiswein

Öl zum Frittieren

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Zubereitung

  1. Die Hähnchenbrüste in mundgerechte Stücke schneiden, leicht salzen und zusammen mit dem Reiswein in eine Schüssel geben und ca. 10 Minuten marinieren lassen. Derweil den Knoblauch fein würfeln, die Frühlingszwiebeln und die Paprikas in Würfel oder schräg oder in Rauten schneiden. Wie du magst.
  2. Für den Backteig das Mahl, die Stärke, das Backpulver und das Wasser miteinander vermischen und gut verrühren. Den Teig 30 Minuten lang quellen lassen. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einen Topf geben und die Sauce einmal aufkochen lassen und dann beiseite stellen.
  3. Nach 30 Minuten einen Wok aufstellen, heiß werden lassen und ausreichend Öl in den Wok geben (die Hähnchenstücke sollten ganz leicht vom Öl bedeckt sein), um gleich das Hähnchen zu frittieren. Die Hähnchenstücke durch den Backteig ziehen, überschüssigen Teig abtropfen lassen und das Fleisch portionsweise frittieren. Die frittierten Stücke auf Küchenpapier legen und warm beiseite stellen.
  4. Nach dem Frittieren das Öl bis auf 1-2 EL aus dem Wok abschütten und die Parikastücke 3-4 Minuten unter Rühren anbraten. Die Frühlingszwiebeln und die Knoblauchwürfel hinzufügen und noch 1 weitere Minuten anbraten, dann die Sauce hinzufügen und aufkochen lassen. Den Wok vom Herd nehmen, die Hähnchenstücke in den Wok geben, gut durchschwenken und soofrt (am besten mit Duftreis) servieren.

Hinweise

Das Originalrezept stammt von einer englischsprachigen Webseite. http://rasamalaysia.com/sweet-and-sour-chicken/2/

6.6.15
http://www.malteskitchen.de/huhn-suess-sauer/

Bei diesem Rezept verwendete oder empfohlene Kochbücher / Utensilien / Produkte:

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

6 Kommentare

  1. Hi Malte,
    ich lieeeeeebe Huhn süß-sauer :wub: Ja, auch wenn es ein absolut „klassisches“ Gericht ist kann ich davon nicht genug haben. hihi. Es landet doch immer mit auf dem Teller beim Chinesen :biggrin:
    Als ich dieses tolle Foto bei FB gesehen hab musst ich ja sofort hier her kommen und mir das Rezept ausdrucken. Bei der nächsten Gelegenheit wird getestet!
    liebe grüße und schöne Ostern!

    • Hi Miri 😉

      das Huhn süß-sauer hat schon Suchtpotential. :biggrin: Ich hoffe, dir wird diese Variante auch schmecken und freu mich, wenn du es mal ausprobiert!

      Dir auch noch schöne Ostern!

  2. Hendrix sagt

    Saugut! Kommt bei uns auf die Liste…danke für das Rezept und deinen Blog!

  3. Atze sagt

    Jo, megalecker. Kam gerad recht, da ich noch eine halbe Ananas übrig hatte. Ich hab auch den Teig noch etwas mit Salz gewürzt. Und die Sauce ist robust genug, um sie auch umständehalber zu variieren. Mir fehlte z.B. Reiswein, dafür habe ich einen fruchtigen Rosé genommen, Austernsauce, da musste Sojasauce langen und Pflaumensoße, da musste dann Terrijaki und erneut der Rosé herhalten. Muss mal wieder das asiatische lager auffüllen… 🙂

    • Ich verwende immer Sherry als Ersatz, wenn mir mal der Reiswein ausgeht. Funktioniert auch gut. Die Woche fahre ich auch wieder zum Asia-Handel und rüste nach. Falls du immer noch Probleme hast die schwarzen Bohnen zu bekommen, sag mal Bescheid. Ich schick dir gerne eine Dose zu. 🙂

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