Rezept für ein geschnetzeltes Züricher Art mit knusprigem Käse-Rösti

Geschnetzeltes Züricher Art mit Käse-Rösti

Heute begebe ich mich mal wieder auf die Spuren eines echten Klassikers! In letzter Zeit habe ich großen Spaß daran solche Gerichte nachzukochen, die von Generation zu Generation weitergereicht werden und die nie aus der Mode kommen. Erst letztes Wochenende habe ich mich an ein Bœuf Bourguignon gewagt und damit meine Familie und unsere Gäste ziemlich happy gemacht. Ein tolles Gericht!

Das Züricher Geschnetzelte ist ebenfalls ein totaler Klassiker und ein Gericht das es auch in meiner Kindheit regelmäßig gab, als meine Mutter noch für uns kochte und das wir Kinder uns auch oft wünschten, weil es immer total lecker war. Vor ein paar Tagen kam mir dieser Klassiker plötzlich in den Sinn und ich wollte ihn unbedingt auch mal für meine kleine Familie kochen.

Geschnetzeltes Züricher Art mit Käse Rösti

Das Rezept für das geschnetzelte Züricher Art stammt aus dem Kochbuch „Kerners Kochbuch – meine Lieblingsrezepte aus der Kochshow“ und ist ein Rezept vom Schweizer Koch Andreas C. Studer. Im Kochbuch ist es durch die Verwendung von Kalbsfilet ein Original Züricher Geschnetzeltes. Ich konnte kein Kalbsfilet in der Qualität bekommen, wie ich es mir wünschen würde und habe daher ein Schweinefilet verwendet, deswegen nur „Züricher Art“.

Die restliche Zubereitung bleibt identisch mit dem Original und den Vorgaben aus dem Kochbuch, ich habe nur leicht den Flüssigkeitsanteil erhöht. Mehr Sauce! Gaaaaaaaaaaaanz wichtig.

Ganz bewusst habe ich mich für ein Rezept von einem Schweizer Koch entschieden, wenn die nicht wissen wie es geht, wer dann? Außerdem fand ich den Andi Studer immer sehr sympatisch, als ich mir damals noch Kernes Kochschow regelmäßig anschaute. Keine Folge habe ich verpasst, bis Kerner ging und Markus Lanz die Sendungen tötete. Mittlerweile läuft sie ja wohl wieder mit Kerner, aber irgendwie ist der Zug abgfahren und ich habe das Interesse an der Show verloren. Sie läuft ja auch nicht mehr Abends, sondern Samstag Mittag und da robbe ich mich mit meinem Sohn durch Sand, Schlamm, Bällebäder oder sonstwas und glotze kein Fernsehen. Macht auch sehr viel mehr Spaß, den Muskelkater am nächsten Tag mal ausgenommen.

Aber ich kann ja immerhin die Rezepte aus der alten Show nachkochen und gerade beim Züricher Geschnetzeltem lohnt sich das total. Ich mag das unglaublich gerne und es ist trotz der extrem einfachen Zubereitung geschmacklich ein Gedicht. Diese wunderbare sahnige Sauce mit der leichten Säure, die könnte ich pur aus der Pfanne löffeln.

Krosse Käse-Rösti

Die Käse-Rösti sind auch richtig geil geworden! Normalerweise mache ich Rösti immer ganz klassisch, nur vorgekochte Kartoffeln, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Aber der Bergkäse im Rösti kommt mal richtig gut und gibt eine tolle Würze. Dazu wird der Käse beim Braten auch noch schön knusprig, einfach nur sehr lecker. Das müsst ihr unbedingt probieren!

Viel mehr gibt es heute dann auch schon nicht zu erzählen. Das Gericht ist so unkompliziert in der Zubereitung, das erklärt sich ja von selbst. Ach, da fällt mir doch noch etwas ein! Andreas Studer bindet die Sauce mit einer Art Mehlbutter. Er vermischt dazu Mehl (1 EL) mit Butter (1 EL) und gibt davon dann kleine Stückchen in die Sauce, bis sie gebunden ist. Ich habe aus Gründen der Faulheit mit Speisestärke abgebunden. Ihr macht das so, wie ihr Lust habt. Die Mehlbutter-Variante ist aber sicher ganz nett, weil das Sößchen dadurch noch etwas Buttergeschmack bekommt.

Dann mal ran an den Herd und viel Spaß beim Nachkochen. Mehr von mir gibt es auch auf Pinterest, Facebook, Instagram und Twitter.

Bis demnächst mal wieder,

Malte.

Portionen 2-3 Portion

Geschnetzeltes Züricher Art mit Käse-Rösti

15 minVorbereitung

30 minKochzeit

45 minGesamtzeit

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Zutaten

Käse-Rösti:

1 kg gegarte, festkochende Kartoffeln (vom Vortag)

200 g Bergkäse, grob geraspelt

Salz und Pfeffer

ausreichend Butterschmalz

Geschnetzeltes:

400 g Schweinefilet

250 g Champignons, geputzt und je nach Große halbiert oder geviertelt

1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt

250 ml trockener Weißwein

200 ml Kalbsfond

300 ml Sahne

2 EL Butterschmalz

1 EL Butter

1 TL Speisestärke

1/2 Bund Petersilie

etwas Zitronensaft

Salz und Pfeffer

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Zubereitung

    Käse-Rösti:
  1. Die vorgekochten Kartoffeln pellen und mit der groben Reibe einer Vierkantreibe in eine große Schüssel reiben. Den grob geraspelten Käse zufügen und die Massen gut miteinander vermischen. Dabei mit etwas! Salz und Pfeffer würzen.
  2. Die Puffer in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze in Butterschmalz von beiden Seiten goldgelb backen und dann warm halten.
  3. Geschnetzeltes:
  4. Für das Geschnetzelte das Schweinefilet in dünne Streifen schneiden und in einer großen Pfanne bei starker Hitze in Butterschmalz kurz von beiden Seiten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und warm beiseite stellen.
  5. Die Zwiebelwürfel im Bratensatz mit 1 EL Butter bei mittlerer Hitze andünsten, die Champignons zufügen und 3-4 Minuten anrösten. Den Wein sowie den Fond in die Pfanne geben und die Flüssigkeit auf ein Drittel reduzieren lassen.
  6. Die Sahne zufügen, aufkochen und kurz eindicken lassen. Die Speisestärke in 2-3 EL Fond oder Wasser einrühren und zur Sauce geben. Einköcheln lassen, bis die gewünschte Bindung erreicht ist. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und das Fleisch unterrühren. Vom Herd nehmen, 1 Minuten ziehen lassen und dann zusammen mit den Käse-Rösti servieren.
7.6.4
211
http://www.malteskitchen.de/geschnetzeltes-zuericher-art-mit-kaese-roesti/

1 Kommentar zu “Geschnetzeltes Züricher Art mit Käse-Rösti

  1. Hmmmmm, das klingt wirklich sehr lecker - das klingt auch definitiv wie etwas, das auf meine Liste "muss ich mal nachkochen" gehört. Vielleicht in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, da habe ich nämlich etwas mehr Zeit zum Kochen :o) - Gruß, ubi

Gefällt dir mein Rezept oder magst du es gar nicht? Du hast es schon nachgekocht? Dir fehlt eine Zutat oder du hast eine tolle Idee, die gut zu meinem Rezept passt? Dann schreibe mir jetzt und lass uns über leckeres Essen und gutes Kochen plaudern. Ich freue mich darauf.

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