Französische Zwiebelsuppe

Heute bin ich in meiner Küche mal wieder auf der Jagd nach einem absoluten Klassiker und werde eine Zwiebelsuppe aus der Normandie kochen. Wir sind ja große Fans der Zwiebelsuppe nach Jamie Oliver , die besonders meine Frau heiß und innig liebt und die auch wirklich absolut grandios schmeckt. Wenn ihr die noch nicht nachgekocht habt, solltet ihr das ratzfatz nachholen, weil ihr sonst nämlich etwas verpasst. Das ist so!

Französische Zwiebelsuppe

Als totales Gewohnheitstier fällt es mir manchmal schwer, mich von geliebten Rezepten zu „trennen“ und auch mal andere Varianten auszuprobieren. Wenn es schmeckt, dann schmeckt es, also warum etwas ändern? Aber eigentlich ist das Kochen zu vielseitig und spannend, um immer auf den gleichen Wegen zu wandern. Bei den Lieblingsgerichten meiner Frau ist das natürlich gefährlich, wenn die anders oder gar nicht schmecken, steppt schon mal der Bär. Da muss man abwägen und genau überlegen, ob sich das Risiko lohnt!

Folglich bin ich gestern Abend erstmal in das Rezept der Zwiebelsuppe aus der Normandie versunken, um auf Nummer sicher zu gehen. Das laß sich so gut, die Suppe kann nur toll schmecken. Ich riskiere es, wird schon gut gehen! Das Rezept stammt übrigens aus dem Kochbuch von Michel Roux „Meine französischen Küchenschätze“ und sollte die Suppe wieder erwarten nicht schmecken, schicke ich meine Frau einfach auf seine Facebookseite und dann kann er sich schon mal frisch machen.

Zwiebelsuppe aus der Normandie

Bei der Zubereitung der Suppe wird ein kleines Bouguet garni verwenden, um die Suppe mit ein wenig Kräutern zu aromatisieren. Da ein Bouquet garni für meine Stadt leider zu exotisch ist, „Für Blumen musst du mal da vorne beim Heinz gucken!“, habe ich es mir selbst zusammen gestellt und Rosmarin, Petersilie und Thymian verwendet. Auch der im Rezept empfohlene und dem Gericht seine Bedeutung gebende Cidre doux oder brut lässt sich hier nicht auftreiben, aber die Suppe schmeckte glücklicherweise auch mit handelsüblichem Cidre ganz toll.

Rezept für eine leckere Zwiebelsuppe

Und damit habe ich es eigentlich auch schon Vorweg genommen, die Suppe ist großartig. Die Kombination aus Geflügelfond und Cidre gibt der Suppe geschmacklich eine ganz tolle Basis und ich muss ernsthaft darüber nachdenken, ob der gute Herr Oliver gerade vom Thron gestoßen wurde. Auch meine Frau war komplett begeistert, so das dem Herrn Roux einige derbe deutsche Schimpfwörter erspart bleiben. Hammer Suppe!

Zwiebelsuppe nach französischer Art

Kocht sie nach. Unbedingt. Ich verspreche euch, ihr werdet sie lieben. Viel Spaß mit diesem tollen Rezept.

Portionen 4 kleine Vorspeisen

Französische Zwiebelsuppe

10 minVorbereitung

50 minKochzeit

1 hrGesamtzeit

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Zutaten

400 g Zwiebeln

150 ml Cidre + 100 ml bei Bedarf (siehe Notiz)

650 ml Geflügelfond

70 g Butter

30 g Mehl

70 g Creme Double

30 g Gruyere, frisch gerieben

1 kleines Bouquet garni

1 französisches Baguette, schräg in Scheiben geschnitten

Salz und Pfeffer

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Zubereitung

  1. Die Zwiebeln abziehen, in dünne Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit hohem Rand oder einem Topf bei mittlerer Hitze in 40 g Butter 2 Minuten anschwitzen. Dann die Temperatur erhöhen und die Zwiebeln goldbraun anbraten. 150 ml Cidre angießen, das Bouquet garni zufügen und 5 Minuten köcheln lassen. Beiseite stellen.
  2. In der Zwischenzeit in einem Topf bei sanfter Hitze 30 g Butter schmelzen, 30 g Mehl unterrühren und 2 Minuten anschwitzen, bis die Mehlschwitze leicht bräunt. Mit dem Geflügelfond aufgießen, gut verrühren und bei kleiner Hitze 15 Minuten köcheln.
  3. Die Zwiebeln zufügen und die Suppe weitere 15 Minuten köcheln lassen, dabei schon mal den Ofen auf der Grillstufe vorheizen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer mutig abschmecken, (Kräuter entfernen) und vom Herd nehmen.
  4. Die Baguettescheiben in einer Pfanne leicht von beiden Seiten anrösten. Die Zwiebelsuppe in Tassen oder Schalen füllen und ein paar Kleckse Creme Double zur Suppe geben. Die gerösteten Baguettescheiben auf die Suppe legen und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Die Suppe im Backofen unter dem Grill schieben, bis der Käse leicht geschmolzen ist.
  5. Servieren und pusten nicht vergessen! Die Suppe ist heiß!

Hinweise

Laut Rezept sollen noch 100 ml Cidre auf 4 Suppentassen verteilt werden, über die dann die Zwiebelsuppe geschöpft wird, bevor sie in den Ofen kommt. Darauf habe ich verzichtet, weil mir die Suppe auch so schon gut genug geschmeckt hat.

Die Portionen reichen hier für 4 kleine Vorspeisen oder 2 Suppenteller.

http://www.malteskitchen.de/franzoesische-zwiebelsuppe/

Bei diesem Rezept verwendete oder empfohlene Kochbücher / Utensilien / Produkte:

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

5 Kommentare

  1. Lecker… Hatte lange keine Zwiebelsuppe mehr. So viel zu kochen… so wenig Zeit :o(

    Verrate mir doch bitte noch, wo du den Cidre her hast? Ich habe immer so das Gefühl, dass es eher ein saisonaler Artikel ist. Oder einfach in einer Feinkostabteilung eines großen Kaufhauses versuchen? Rezept kommt jedenfalls in meine Sammlung. Merci bien! ubi

    • Ich habe ihn in einem gut sortierten EDEKA Zurheide gekauft. Einen trockenen Cidre, wie die liebe Julia schon vermutet hat. 🙂

  2. Lieber Ubi, wenn ich mal antworten darf 🙂 Du bekommst Cidre (oder notfalls auch trockenen Cider, das ist dann der englische) sowie hessischen Apfelwein in gut sortieren Getränkeläden oder in guten Kaufhausabteilungen. Achte unbedingt darauf (Malte, korrigiere mich bitte!), dass es trockener Cider/Cidre o.ä. ist. Ich könnte mir vorstellen, dass der süßlichere (schmeckt wie alkoholisierter Apfelsaft) nicht so gut passt, weil die Zwiebeln ja schon eine Süße haben. Aber vielleicht hat Malte hier noch eine genauere Angabe zum Cidre 🙂 Bekommen solltest Du ihn aber so oder so in der von Dir vermuteten Feinkostabteilung!

  3. PS: Cidre doux oder brut steht im Rezept? Dann ist das süßer oder trockener Cidre. Ist das egal laut Michael Roux? Ich bin gespannt… Und Danke schon mal für Deine Antwort!

    • Laut Rezept ist es wohl egal, aber ich habe trockenen Cidre gewählt. Ich hatte die gleichen Bedenken wie du, bezüglich der süßen Alternative. Der Trockenen hat perfekt gepasst. 🙂

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