Flank-Steak London Style

Wer mir auf Facebook folgt hat es schon mit­be­kom­men, bei Edeka gab es die eher sel­te­nen Flankensteaks im Angebot. Geschnitten aus dem hin­te­ren Teil der Flanke beim Rind, in Deutschland manch­mal auch als Rinderlappen bezeich­net, ist das Flankensteak bei uns eher schwie­rig zu bekom­men. In Amerika ist das Flank-Steak fes­ter Teil der Steakhouse-Küche, hat mir mein Steakbuch verraten.

Natürlich habe ich sofort zuge­schla­gen und mir eine Marinade aus mei­nen liebs­ten Steakbuch — Das per­fekte Steak -  raus­ge­sucht: Flank-Steak London Style. Yeah.

Das Flank-Steak London Style in voller Pracht.

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Das Perfekte Steak — Seite 95)

  • 1200 g Flank-Steak
  • 2 Rote Zwiebeln
  • 3–4 Knoblauchzehen
  • Ingwer, ca. 5 cm Stück
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Rapsöl
  • 4 EL Teriyaki-Sauce
  • Salz und Pfeffer

Im Originalrezept kom­men noch 2 EL gehack­ter Koriander in die Marinade. Darauf habe ich ver­zich­tet, weil kein fri­scher Koriander zu bekom­men war.

Zubereitung:

Die Zwiebeln und den Knoblauch schä­len und in Würfel schnei­den sowie den Ingwer schä­len und in dünne Scheiben schnei­den. Laut Originalrezept wird der Ingwer auch gewür­felt, aber da ich zu viel Ingwer nicht so mag, habe ich ihn in Scheiben geschnit­ten. So ver­teilte er sich nicht so stark in der Marinade, wie es feine Würfel tun würden.

Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, (bei Bedarf gehack­ten Koriander) Rotwein, Rapsöl und Teriyaki-Sauce in eine Schüssel geben, gut sal­zen,  pfef­fern und alles gut ver­mi­schen. Das Flankensteak hin­zu­ge­ben und ordent­lich mit der Marinade ver­men­gen. Schüssel abde­cken und für min­des­tens 12 Stunden in den Kühlschrank stel­len. Bei mir schlum­merte das Schätzchen 24 Stunden in der Marinade. Es sollte es ja gut haben!

Das Steak 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank holen und rich­tig gut tro­cken tup­fen. Die Pfanne mit ordent­lich Power heiß wer­den las­sen, 2 EL Rapsöl hin­ein geben und das Flankensteak von bei­den Seiten scharf anbra­ten. Da darf ruhig eine rich­tige Kruste ent­ste­hen und wenn es etwas dun­kel wird ist das ok und liegt auch ein biss­chen an der Teriyaki-Sauce, die leicht ver­brennt. Tiefschwarz sollte es natür­lich nicht wer­den, also aufpassen.

Nachdem die leckere Kruste ent­stan­den ist, die Hitze auf mitt­lere Temperatur redu­zie­ren und das Steak, je nach Dicke, noch rund 10 Minuten von jeder Seite bra­ten. Dabei häu­fig wen­den. Ich brate es immer, bis es eine Kerntemperatur von ca. 55 °C hat, so mag ich es am liebs­ten (medium rare). Hier macht sich ein Bratenthermometer wirk­lich bezahlt. Wer kei­nes hat, muss den Drucktest machen.

Ist die rich­tige Kerntemperatur erreicht, das Fleisch in Alufolie packen und ca. 5 Minuten ruhen las­sen. Und beim Flankensteak gaaaaaaaaanz wich­tig, beim Anrichten wirk­lich dünn und gegen die Faser auf­schnei­den.

Ein tolles Stück Rindfleisch, das Flankensteak.

Mein Resümee:

Warum das Flankensteak in Deutschland nicht so bekannt ist, ver­stehe ich wirk­lich nicht. Natürlich ist das kein Filet und ja, es wird auch nicht so but­ter­zart wie ein Filet, aber der pure, rin­dige Geschmack ist rich­tig toll. Das schmeckt anders, inten­siv, aro­ma­tisch. Da ist es auch ok, wenn man mal die Zähne benut­zen muss und mal ne Runde kaut und das Fleisch nicht gleich im Mund schmilzt. Und wenn es rich­tig zube­rei­tet ist (auf jeden Fall medium rare, zu blu­tig wird es zäh) ist das auch kein Stück zäh.

Von mir gibt es den Daumen hoch für das Flankensteak und auch das Flank-Steak London Style kommt wie­der auf den Tisch. Die Marinade hat gut funk­tio­niert und dem Fleisch eine Klasse Note mit­ge­ge­ben. Es ist übri­gens auch kalt echt lecker. Also Zähne rein und Flankensteaks testen!

5 Gedanken zu “Flank-Steak London Style

  1. Ich hatte das mari­nierte Steak schon bei Facebook bewun­dert und mein Neid war dir gewiss :sabber:
    Das Flankensteg kannte ich bis­her aller­dings auch noch nicht.

  2. Sieht toll aus — als Fleischtiger begeis­tert mich so ein Stück natür­lich immer.
    Noch ein Tipp: Nimm das Fleisch mal drei bis vier Stunden bevor Du es brätst aus dem Kühlschrank, so dass es wirk­lich durch und durch Zimmertemperatur hat.

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