Bunte Beeren-Tartelettes zum Muttertag

Enthält Werbung für Diamant-Mehl

Hey, ihr Lieben! Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum Muttertag und ich möchte niemanden erschrecken, aber so langsam wird es höchste Zeit Blumen zu bestellen oder Kuchen zu backen. Oder seid ihr auch mal gerne auf dem letzen Drücker unterwegs? Normalerweise kann ich sowas auch ganz gut und bin der Typ der am Weihnachtsmorgen noch schnell die letzten Geschenke kauft. Selbstverständlich mit purer Panik im Blick!

An Muttertag läuft es bei mir aber immer ganz stressfrei. Die Blümchen kaufe ich meistens 2 Tage vorher und beim Kuchen wird traditionell die Kühltruhe angesteuert. Meine Mama hat bezüglich der Kuchenauswahl immer ganz bestimmte Vorstellungen, an die ich mich artig halte. Bis jetzt!

Tartelettes aus Weizenvollkornmehl mir Beeren und Mascarpone-Creme

Dieses Jahr werde ich jedoch mit einer sehr alten Tradition brechen und meiner Mutter keine Coppenrath & Wiese Torte auf den Tisch stellen. Normalerweise kaufe ich ihr nämlich jedes Jahr die Bunte-Sahne-Platte (der Name ist Programm!), weil sie sich das so wünscht. Letztes Jahr hatte sie sich allerdings über die viele Sahne in der Sahne-Platte beschwert und möchte mit ihren 83 Jahren jetzt nicht mehr so „fett“ essen, wie sie selbst sagt. Dabei isst sie nur noch wie ein Spatz und könnte meinetwegen gerne einmal pro Woche eine Party mit der bunten Platte feiern. Vertragen könnte sie es und vorgeschlagen habe ich es auch schon, es wurde aber mit dem Verweis auf „eine schlanke Linie“ dankend abgelehnt.

Leckere Tartelettes mit frischen Beeren

Damit sie dieses Jahr am Esstisch kuchentechnisch wieder ordentlich eskalieren kann, werde ich ihr wundervolle kleinen Beeren-Tartelettes backen. Sie werden so schön aussehen, dass sie sich kaum trauen wird sie aufzuessen! Da ich aber nicht der größte Bäcker vor dem Herrn bin und ungern am Muttertag eine Katastrophe auf den Tisch stellen möchte, habe ich die Tartelettes vor ein paar Tagen Probe gebacken. Ihr bekommt heute schon die Rezepte von mir, weil die süßen Dinger so toll geworden sind und alles wegrocken! Ich bin echt stolz darauf und hoffe, meine Mutti wird sie lieben und sich daran glücklich essen. 🙂

Ein bisschen Arbeit machen die süßen Dinger schon, aber Muttertag ist ja nur einmal im Jahr, da darf man sich schon mal anstrengen. Und wer weiß schon, wie viele Muttertage meiner Mutter und mir noch bleiben? Es ist noch nicht so lange her da dachte ich, es wird für uns keinen weiteren Muttertag mehr geben. Wir haben großes Glück gehabt und müssen dankbar dafür sein und so backe ich meine Tartelettes dieses Jahr mit besonders viel Liebe und hoffe, man sieht es ihnen an.

Tartelettes mit Brombeeren und Vanillecreme

Ich finde sie jedenfalls sehr schön und bin überrascht, wie gut ich das hinbekommen habe. Wie immer habe ich mir die Aufgabe nicht gerade leicht gemacht und gleich 2 Mürbeteigböden gebacken. Eine „helle“ Variante mit einem 630er Dinkelmehl und eine „dunkle“ Variante aus Weizenvollkornmehl.

Die Vollkorn-Variante ist eigentlich für meine Schwester gedacht, die sich erfreulicherweise auch für den Muttertag angesagt hat und die auf Vollkormprodukte jeder Art abfährt. Aber ehrlich gesagt bin ich vom Weizenvollkornboden auch ziemlich begeistert.

Tartelettes mit zweierlei Mürbeteig

Normalerweise backe ich total selten mit Vollkorn-Mehlen und hatte ein wenig Angst das sie mir zu rustikal schmecken würden, aber das war überhaupt nicht der Fall. Zusammen mit der süßen Creme und den leicht säuerlichen Beeren hat sich das prima ergänzt. Gefällt mir!

Der Mürbeteigboden aus Dinkelmehl hat ebenfalls klasse geschmeckt. Überhaupt hat das 630er Dinkelmehl bei mir fast schon das klassische 405er Weizenmehl komplett verdrängt. Man kann es 1:1 austauschen und mir persönlich schmecken die Backwaren mit Dinkelmehl tatsächlich besser. Demnächst werde ich meine geliebten Scones mal mit Dinkelmehl backen und gucken, wie sie mir damit schmecken. Aber ich glaube, es wird mir gefallen.

Tartelettes mit Blaubeeren und Mascarpone-Creme

Generell bin ich durch meine schöne Zusammenarbeit mit Diamant-Mehl viel offener für die verschiedenen Mehlsorten geworden. Ich habe zu Beginn der Zusammenarbeit ein großes Paket mit diversen Mehlsorten bekommen und kann mich nun lustig durch die Sorten backen. Wenn ihr regelmäßig bei mir zu Gast seid, wisst ihr ja das ich in der Vergangenheit schon für Diamant-Mehl als Bäcker am Ofen stand und bereits 2 schöne Rezepte veröffentlicht habe. Schaut euch unbedingt meine herzhaft belegten Waffeln alá Egg Benedict an und wenn ihr es gerne asiatisch mögt, empfehle ich euch dringend meine Rinderfilet-Wraps. Mit beiden Rezepten macht ihr auf keinen Fall etwas verkehrt.

Auch meine Tartelettes habe ich wieder mit Diamant-Mehl gebacken und auch wenn ich es vorher eher nicht als so wahrscheinlich angesehen habe, die Mehlqualität spiegelt sich tatsächlich im Geschmack wieder. Es macht einen Unterschied! Probiert es mit einem Markenmehl aus! Falls ihr nicht in NRW leben solltet, findet ihr in eurer Region andere bekannte Mehlmarken wie AURORA, ROSENMEHL, GOLDPUDER oder GLORIA.

Superleckere Tartelettes mit Beeren und Vanillecreme

Falls euch meine kleinen Beeren-Törtchen sehr gefallen und ihr Lust bekommen habt sie nachzubacken, aber den Aufwand scheut, dann habe ich einen guten Tipp für euch. Stresst euch nicht unnötig und backt den Mürbeteigboden einfach ein paar Tage vor dem Muttertag. Bei meinem Probebacken habe ich ebenfalls zunächst an einem Tag die beiden Böden gebacken und dann am nächsten Tag die Cremes hergestellt. Den gebackenen Mürbeteig kann man super ein paar Tage in einer Blechdose stehen lassen, ohne das die Qualität leidet.Genau so werde ich das am Muttertag auch machen, einen Tag vorher die Böden backen und am Muttertag schnell die Cremes zubereiten. Das ist dann überhaupt kein Stress!

Solltet ihr noch nicht so häufig Mürbeteig gebacken haben, zeige ich euch mal ein paar Fotos der einzelnen Arbeitsschritte. Der Teig besteht aus Mehl, Butter, Zucker, Ei und beim Dinkehlmehl-Boden noch Zitronenabrieb. Er wird schnell zusammengeknetet, mit Folie abgedeckt und wandert dann für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.

Es gibt die Empfehlung das man Mürbeteig möglichst schnell mit kalter Butter kneten soll, damit er schön Mürbe wird. Ich nehme jedoch lieber weiche Butter, weil ich den Teig mit weicher Butter viel schneller geknetet bekomme. Da er danach mindestens 1 Stunde, meistens sogar länger, in den Kühlschrank wandert und dort wieder auskühlt, sehe ich im Endergebnis keine Unterschiede zum Teig mit kalter Butter. Meiner wird auch mit weicher Butter wunderbar mürbe.

Nachdem der Teig aus dem Kühlschrank kommt, wird er ausgerollt, in die Förmchen gelegt und leicht an den Rand gedrückt. Der Boden wird mit einer Gabel mehrfach eingestochen, weil sich der Mürbeteig sonst wölbt. Dann wird der Boden mit Backpapier ausgelegt und mit getrockneten Erbsen beschwert, damit er nicht in die Höhe geht. Gebacken wird er ca. 20 Minuten, bis er eine schöne Farbe annimmt. Backt ihn nicht zu kurz, er wird dann nicht so schön mürbe und schmeckt leicht mehlig. Er darf insbesondere an den Rändern ruhig etwas Farbe bekommen!

Tolle Bilder, oder? Es hat mir großen Spaß gemacht die Böden herzustellen. Das ist ein tolles Handwerk und wenn man später in das mürbe Törtchen beißt, weiß man den Geschmack besonders zu schätzen, weil man Mühen und Zeit hinein gesteckt hat. 🙂

Etwas weniger Zeit benötigt ihr für die Herstellung der beiden Cremes, eine Vanille-Creme und eine Mascarpone-Vanille-Creme, mit denen die Tartelettes gefüllt werden. Die Mascarpone-Creme wird sogar nur kalt zusammengerührt und ist in maximal 5 Minuten erledigt. Sie wird mit einem rohen Eigelb angerührt und mit Ahornsirup gesüßt und schmeckt unwahrscheinlich lecker. Ich verwende für beide Cremes frische Vanille und kein Aroma, weil es besser schmeckt und weil meine Mutter künstliches Vanilleraroma auf einen Kilometer heraus schmeckt. Das stört sie aber nur, wenn ich etwas backe. Wenn sie sich die Kühltruhen-Torten reinballert, geht das komischerweise. 😀

Vanillecreme

Bei der zweiten Creme müsst ihr ein paar Minuten mehr Zeit investieren. Hier werden erst Zucker, Vanillemark und Eigelbe cremig aufgeschlagen, dann wird gekochte Sahne unter die Eimasse gemischt und die Masse wird unter Rühren noch einmal dicklich eingekocht. Zum Schluss wird Gelatine untergerührt und nachdem die Masse abkühlen konnte, wird sie mit geschlagener Sahne verfeinert. Dann solltet ihr sie noch eine gute halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, bevor ihr die Tartelettes damit füllt.

Tartelettes aus Dinkelmehl mit Beeren

Lasst euch von der hoffentlich schönen Optik nicht abschrecken, der Aufwand für die Tartelettes klingt aufwändiger als er tatsächlich ist. Der Geschmack ist an Ende auch jede Mühen wert und ich bin ziemlich sicher, dass ich meiner Mutter damit eine riesige Freude bereiten werde. Das ich so etwas Schönes und Leckeres hinbekommen habe, macht mich auch ein wenig stolz. Nun muss es bei der Premiere nur noch so gut klappen wie bei der Generalprobe, dann wird das ein toller Tag.

Euch und euren Muttis wünsche ich ebenfalls einen schönen Muttertag. 🙂

Bunte Beeren-Tartelettes zum Muttertag
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Zutaten

Für den Dinkelmehl-Mürbeteig

250 g Dinkelmehl Typ 630

125 g weiche Butter

100 g Zucker

1 Ei

Abrieb einer 1/2 Zitrone

Für den Weizenvollkornmehl-Mürbeteig

250 g Weizenvollkornmehl

125 g weiche Butter

100 g Zucker

3 EL Milch

1 Ei

Für die Vanillecreme

200 g Sahne

40 g Zucker

3 Eigelbe

1 Blatt weiße Gelatine

1 guter Spritzer Zitronensaft

Mark von 1 Vanilleschote

Für die Mascarpone-Vanille-Creme

160 g Mascarpone

40 g Creme Fraiche

50 g Ahornsirup

1 Eigelb (Größe L)

Mark 1/2 Vanilleschote

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Zubereitung

    Mürbeteige
  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und die restlichen Zutaten zufügen. Alles möglichst schnell mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Aus dem Teig eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
  2. Die Tartelettes-Förmchen mit weicher Butter sorgfältig einfetten und den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und etwas größer als die Tartelettes-Form ausstechen, so das er gut hinein passt. Ich nehme hierfür einen Dessertring. Den Teig in die Form einpassen, etwas am Rand eindrücken und mit einer Gabel am Boden mehrfach einstechen.
  3. Den Boden der Form mit passend ausgeschnittenem Backpapier auslegen und mit getrockneten Erbsen beschweren. Im Ofen ca. 20 Minuten backen, kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.
  4. Vanillecreme
  5. 100 ml Sahne mit dem Zucker und dem Markt der Vanilleschote aufkochen und vom Herd nehmen. In einer Schüssel die Eigelbe miteinander verquirlen und 1 Drittel der Sahnemischung unter Rühren unter die Eigelbe mischen. Die Eigelbmischung wieder zurück in den Topf zur Vanillesahne geben und auf dem Herd bei schwacher Hitze unter Rühren dicklich einköcheln lassen und vom Herd nehmen.
  6. In der Zwischenzeit die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken und unter die Vanillecreme rühren. Die Vanillecreme abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen 100 g Sahne steif schlagen und die Sahne mit einem guten Spritzer Zitronensaft unter die Vanillecreme heben. Noch einmal für 15-30 Minuten kalt stellen.
  7. Mascarpone-Vanille-Creme
  8. In einer Schüssel Creme Fraiche und Mascarpone miteinander verrühren. In einer zweiten Schüssel das Eigelb mit dem Markt der Vanilleschote und dem Ahornsirup verrühren und unter die Mascarpone-Creme-Fraiche-Mischung rühren. Die Creme bis zum Verzehr kalt stellen.
6.6.15
http://www.malteskitchen.de/bunte-beeren-tartelettes-zum-muttertag/

* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Diamant-Mehl

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

9 Kommentare

  1. Na, wenn mit diesen Törtchen die Frau Mama nicht zu begeistern ist! Sie wird sie mehr mögen, als die Fertigtorte 😉 Alleine schon, weil DU sie selbst gemacht hast. Und sie sind wirklich wunderschön, ohne Schnörkel und so, wie sie sein sollen! Zum Mürbteig: Kalte oder zimmerwarme Butter hängt davon ab, ob du einen „gebröselten“ (= gehackten) oder gekneteten Teig machst. Dann ist noch wesentlich, wie hoch der Butteranteil ist. Es gibt ja Mürbteige, die ebenso viel Butter enthalten wie Mehl … Aufgrund der durch Wärme/ Kälte veränderten Wasseranteile in der Butter verändert sich auch das Bindungsverhalten im Zusammenspiel mit den Kleberstoffen des Mehls. Das merkst du bereits bei der händischen Herstellung des gehackten Teigs deutlich. Besonders bei Mürbteig, der z.B. im Rahmen von Plätzchen weiterverarbeitet wird. Denn daraus ergibt sich unter anderem die notwendige oder eben nicht notwendige weitere Mehlzugabe, damit du überhaupt vernünftig weiterarbeiten kannst, entscheidet also über den Buttergehalt hinaus, ob du einen „bröseligen“ Teig oder steinharte Backwaren rausbekommst … Mit der Temperatur der Butter wird also nicht nur die Konsistenz des Teiges anders, sondern auch der Geschmack und die „Krümeligkeit“ … immer nach der Grundsatzfrage: Was für einen Teig brauche ich und soll er „stabil“ sein, „knackig“, „elastisch“ oder auf der Zunge zergehen? Macht also schon alles Sinn, wenn man die Teige mal vergleicht und unterschiedliche Gerichte macht (Tarte, Quiche, Plätzchen usw.). Dann gibt es noch das Argument der händischen Verarbeitung: Warme Butter klebt einfach mehr an den Fingern, auf der Arbeitsplatte, am Nudelholz … es wird dann oft zu viel Mehl in der weiteren Verarbeitung dazugegeben. Macht also schon alles Sinn … Robert vom manathome.blog

        • Wow, du bist schnell!Ich freu mich sehr, dass sie dir gefallen haben. 🙂 Ich backe heute auch noch neue Böden und mache sie morgen ganz frisch zum Muttertag. 🙂

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