Polentaschnitten mit Schinken-Lauch-Ragout {nach Johann Lafer}

In mei­ner Küche wurde mal wie­der gela­fert und ich habe ein Gericht vom gro­ßen Johann Lafer nach­ge­kocht. Es gab Polentaschnitten mit einem Schinken-Lauch-Ragout aus sei­nem Buch „Gut Kochen — preis­wert & schnell“, das mit rich­tig gut gefällt. Im Buch sind ein paar rich­tig schöne Gerichte, die ich im Laufe der Zeit bestimmt noch nach­ko­chen werde.

Polentaschnitten mit Schinken-Lauch-Ragout

Auch wenn ich nicht der größte Polenta Fan bin, hat mich das Gericht wirk­lich ange­macht. Ich liebe Lauch und Schinken und ich war sehr gespannt dar­auf, wie es mir schme­cken wird. Aber eigent­lich ist der Johann Lafer fast eine sichere Bank bei mir und bis­her waren seine Gerichte immer lecker.

Zubereitung • Polentaschnitten •

Die Polenta muss nach der Zubereitung und vor dem Braten in der Pfanne ca. 2 Stunden aus­küh­len und des­halb fan­gen wir auch zunächst mit der Zubereitung der Polenta an. Hierfür 500 ml Wasser, 3 EL Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer auf­ko­chen las­sen und dann 150 g Polentagrieß dazu­ge­ben und bei klei­ner Hitze unter häu­fi­gen Rühren ca. 10 Minuten quel­len las­sen. Den Topf vom Herd neh­men und 2 Eigelbe unter die Masse rühren.

Das Polentagrieß kommt für 2 Stunden in den Kühlschrank

Ein klei­nes Backblech mit 1 TL Öl aus­fet­ten und die Polentamasse ca. 1 cm dünn aufs Backblech strei­chen. Mit Frischhaltefolie zude­cken, in den Kühlschrank geben und 2 Stunden aus­küh­len las­sen. Wenn sie aus­ge­kühlt ist, die Polenta in Rauten oder Kreisen aus­ste­chen, damit sie spä­ter in der Pfanne gebra­ten wer­den kann.

Zubereitung • Schinken-Lauch-Ragout •

Während die Polenta im Kühlschrank ein Päuschen ein­legt, kann man schon mal alles für das Schinken-Lauch-Ragout vor­be­rei­ten. Dazu 1 Schalotte fein wür­feln, 150 g gekoch­ten Schinken klein wür­feln und von 2 Tomaten das Kerngehäuse ent­fer­nen und das Fruchtfleisch in feine Würfel schnei­den. Johann Lafer ent­häu­tet die Tomaten vor­her, dar­auf habe ich die­ses Mal ver­zich­tet. Das wird ein herz­haf­tes Gericht, da stört mich das biss­chen Tomatenhaut nicht. Jetzt noch 350 g Lauch in ca. 1 cm dicke Ringe schnei­den und die Vorarbeit ist erledigt.

Die Schalottenwürfel bei klei­ner Hitze in 1 EL Butterschmalz gla­sig andüns­ten, die Sahne und den Geflügelfond angie­ßen und die Flüssigkeit auf ca. die Hälfte ein­kö­cheln las­sen. Den Lauch in kochen­dem Salzwasser biss­fest blan­chie­ren, ich habe wie immer nicht auf die Uhr geschaut und denke es wer­den so knappe 3 Minuten gewe­sen sein. Also zwi­schen­durch mal Reinbeissen um zu tes­ten — Wow — was für ein Profitip! :ovation:

Den Lauch kurz abschre­cken und ihn zusam­men mit den Tomatenwürfeln und dem Schinken in die Sahnemischung geben. Mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskatnuss abschme­cken und 1 El gehackte Petersilie hin­zu­ge­ben. Dann warm stellen.

Ausreichend Olivenöl (3–4 EL) in die Pfanne geben und die Polentaschnitten bei mitt­le­rer Hitze von bei­den Seiten gold­gelb bra­ten. Die Schnitten kurz nach dem Braten auf Küchenpapier ent­fet­ten und zusam­men mit dem Schinken-Lauch-Ragout anrichten.

Sehr leckere Polentaschnitten mit Schinken und Lauch

Fazit: Der Johann Lafer hat es echt drauf :biggrin: Ich war ja ein biss­chen skep­tisch bei die­sem Gericht, aber die Zutaten harmo­nie­ren wirk­lich gut mit­ein­an­der. Ich bin ohne­hin gro­ßer Lauch Fan und zusam­men mit der Sahnesauce und dem Schinken kommt er super zur Geltung. Dazu die wür­zige und knusp­rige Polenta, gefällt mir sehr.

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 90 Minuten • Kühlzeit ca. 2 Stunden

Für die Polentaschnitten:

  • 150 g Polentagrieß
  • 2 Eigelbe
  • 6–8 EL Olivenöl
  • 1 TL Öl
  • 500 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer

Für das Schinken-Lauch-Ragout:

  • 350 g Lauch
  • 200 g Sahne
  • 100 ml Geflügelfond
  • 150 g gekoch­ten Schinken
  • 1 Schalotte
  • 2 Tomaten
  • 1 EL Butterchmalz
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zitronengras-Milchreis mit Heidelbeerkompott {nach Steffen Henssler}

Eigent­lich mag ich gar kei­nen Milchreis. Oder bes­ser gesagt, ich mag nicht den typi­schen Milchreis den meine Frau so liebt, mit vol­ler Möhre Zimt und Apfelmus. Zimt ist eines der Gewürze die ich nur in ganz klei­nen Dosen ver­trage und meine Frau neigt dazu, über ihren Milchreis (oder im Kakao) eine rie­sige, dicke Zimtdecke zu streuen. Ein oder zwei­mal habe ich ihren gelieb­ten Milchreis pro­biert, aber Nääää. Näää!

Nun hat sie sich aber von mir vor ein paar Tagen als Dessert Milchreis gewünscht und ich bin voll der nette Typ und so und habe ihr den Wunsch natür­lich erfüllt. Allerdings in einer Variante ohne Zimt und dafür mit Zitronengras. Diese Variante fand ich näm­lich total inter­es­sant, als ich sie im Buch „Hauptsache Lecker“ von Steffen Henssler entdeckte.

Das Zitronengras harmoniert toll mit dem Milchreis

Zubereitung • Zitronengras-Milchreis mit Heidelbeerkompot •

Die Zitronengrasstengel hal­bie­ren und mit der Rückseite des Messers flach klop­fen, damit das Aroma auch rich­tig zur Geltung kommt. Die Milch zusam­men mit dem Zitronengras in einem Topf geben und die Milch auf­ko­chen las­sen. Danach die Hitze stark redu­zie­ren und den Milchreis für ca. 30 Minuten mit geschlos­se­nem Deckel sanft garen. Zwischenzeitlich immer mal wie­der umrühren.

Die beiden Hauptdarsteller des Desserts, Milchreis und Zitronengras.

10 Minuten bevor der Reis gar ist, 2 EL Zucker in einem Topf gold­gelb kara­mel­li­sie­ren und 50 ml Wasser sowie die TK Heidelbeeren hin­zu­fü­gen. Aufkochen las­sen und in der Zwischenzeit 2 EL Stärke in etwas Wasser auf­lö­sen. Nach dem Aufkochen die Stärke in den Topf mit dem Heidelbeersud geben, gut ver­rüh­ren und unter Rühren noch ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen. Limettenschale und Limettensaft hin­zu­fü­gen und das Heidelbeerkompott warm stellen.

Sobald der Reis gar ist, die Zitronengrasstengel ent­fer­nen und 4 EL Zucker unter den Milchreis mischen. Den Milchreis vom Herd neh­men und etwas abküh­len las­sen. Derweil die Sahne steif schla­gen und dann unter den Milchreis heben. Den Milchreis zusam­men mit dem Heidelbeerkompott lau­warm servieren.

Sehr leckerer Milchreis mit fruchtigem Kompott

Fazit: Uii. Guck an, ich mag ja doch Milchreis! Vielleicht hat mich zuvor immer der Zimtgeschmack zu sehr gestört, in die­ser Variante mit dem fei­nen Zitronengras-Aroma gefällt mir das sehr. Dazu das fruch­tige, nicht zu süße, Heidelbeerkompott — lecker schme­cker. Meine Frau fand den Milchreis auch sehr lecker und ihr gefiel die Zitronengras-Note eben­falls rich­tig gut. Läuft!

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

  • 120 g Milchreis
  • 600 ml Milch
  • 250 g Heidelbeeren, TK
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 200 g Sahne
  • 6 EL Zucker
  • 1 TL Limettenschale
  • 3–4 EL Limettensaft
  • 2 TL Speisestärke

Kürbisquiche {nach Johann Lafer}

Herbst­zeit ist Kürbiszeit und ich habe mir fest vor­ge­nom­men den Kürbis in die­sem Herbst noch stär­ker in meine Küche ein­zu­bin­den. Den Anfang macht heute eine Kürbisquiche mit Kräutern, nach einem Johann Lafer Rezept aus sei­nem Buch „Kochen für Freunde“. Es ist gleich­zei­tig eine Premiere für mich und meine erste selbst­ge­machte Quiche :smile:

Als Kürbis habe ich den Hokkaido Kürbis ver­wen­det, aber im Rezept ist keine spe­zi­elle Kürbissorte ange­ge­ben. Du kannst also einen Kürbis ganz nach dei­nem Geschmack aus­su­chen und verwenden.

Auch optisch macht die Kürbisquiche einen guten Eindruck

Zubereitung • Kürbisquiche nach Johann Lafer •

Als ers­tes wird der Teig der Quiche her­ge­stellt, der nach der Herstellung noch 1 Stunde im Kühlschrank kalt gestellt wird. Für den Teig die wei­che Butter in kleine Würfel schnei­den und mit dem Mehl, dem Ei, Weißweinessig und Salz ver­men­gen und zu einem glat­ten Teig ver­kne­ten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und dann ab mit ihm in den Kühlschrank, für 1 Stunde.

Bei der Zubereitung der Quiche über­nimmt zwar der Ofen einen gro­ßen Teil der Arbeit, aber zuvor ist hier erst­mal eini­ges zu schnib­beln. Also keine Zeit ver­schwen­den und ran an die Arbeit. Den Hokkaido Kürbis schä­len, hal­bie­ren, die Kerne ent­fer­nen und das Fruchtfleisch grob ras­peln. Den Speck in kleine Würfel schnei­den und die 2 Zwiebeln eben­falls fein wür­feln. Die Petersilie und den Schnittlauch fein hacken bzw. schnei­den und zum guten Schluss noch den Emmentaler reiben.

In einer Pfanne 1 EL Butter zer­las­sen und die Zwiebeln sowie den Speck bei mitt­le­rer Hitze anbra­ten. Die Pfanne von der Herdplatte neh­men und die Zwiebel-Speck-Mischung leicht abküh­len las­sen. Den Ofen auf 200° C vor­hei­zen und eine Springform (ca. 28 cm Durchmesser) mit ca. 1 TL Butter gründ­lich einfetten.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäu­ben und den Teig zu einem ca. 3 mm dicken Kreis aus­rol­len, in die Springform legen und einen Rand for­men. Den Teig mehr­mals mit der Gabel ein­ste­chen.

Der Quiche Teig wird mehrmals mit der Gabel eingestochen

Den Emmentaler, Creme Fraiche, 3 Eier, die Kürbisraspel, die Zwiebel-Speck-Mischung sowie die gehack­ten Kräuter in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Muskat wür­zen und die Zutaten gründ­lich mit­ein­an­der vermengen.

Die Zutaten für die Füllung der Kürbisquiche

Den Belag auf den Teig geben und die Quiche im vor­ge­heiz­ten Ofen auf der unte­ren Schiene für ca. 40 Minuten backen. Falls sie zu dun­kel wer­den sollte, mit Backpapier abde­cken. Nach dem Herausnehmen noch einige Minuten abküh­len las­sen und viel­leicht mit etwas Creme Fraiche oder Schmand servieren.

Kürbisquiche mit Kräutern nach Johann Lafer

Fazit: Das war sie nun, meine erste selbst­ge­machte Quiche und ich kann wirk­lich nicht meckern. Sie schmeckt mir sehr gut, schön wür­zig durch den Speck und die Zwiebeln. Der Kürbisgeschmack ist sehr schön raus­zu­schme­cken, er hält sich aber trotz­dem dezent im Hintergrund. Gefällt mir! Gibt den Daumen hoch für Herrn Lafer :biggrin:

Rezept Zutaten für ca. 12 Stücke Quiche • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten • Backzeitzeit ca. 40 Minuten • Kühlzeit Teig ca. 1 Stunde

Für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 1 Ei
  • 130 g wei­che Butter
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 TL Salz

Für den Belag:

  • 400 g Hokkaido Kürbis
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g durch­wach­se­ner Speck
  • 120 g (gerie­be­ner) Emmentaler
  • 250 g Creme Fraiche
  • 1 El und 1 TL Butter
  • je 2 EL Petersilie und Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • etwas Mehl

Kung Pao Chicken

Heute gibt es mal wie­der ein Gericht aus der asia­ti­schen Küche und gleich­zei­tig ein Gericht, das ich locker zu mei­nen Lieblingsgerichten zäh­len würde. Kung Pao Chicken nennt es sich und es ist ein tra­di­tio­nel­les Gericht aus der Küche der chi­ne­si­schen Provinz Szechuan. Im Gericht wird dem­ent­spre­chend auch Szechuanpfeffer ver­wen­det, der dem Gericht eine wun­der­bare Note verleiht.

Kung Pao Chicken ein Liebliingsgericht

Die Zubereitung des Chicken Kung Pao geht ruck­zuck und man hat in knap­pen 30 Minuten ein extrem schmack­haf­tes Essen, aus dem Wok, auf dem Teller. Ich liebe es sehr :wub: und wenn du es bis­her noch nicht geges­sen haben soll­test, dann musst du das auf jeden Fall schnellst­mög­lich nach­ko­chen. Das lohnt sich!

Zubereitung • Kung Pao Chicken •

Die Hähnchenbrust in ca. 2 cm große Stücke schnei­den, in eine Schüssel geben, sal­zen und pfef­fern und gut mit der Speisestärke ver­mi­schen. Die Paprika eben­falls in 2 cm große Stücke schnei­den und die Zwiebeln grob wür­feln oder in Scheiben schnei­den, wie du es lie­ber magst. Die Knoblauchzehen fein wür­feln und den Ingwer schä­len und fein rei­ben. Zum Schluss noch die Chillis hal­bie­ren, ent­ker­nen und fein würfeln.

Frische Zutaten, die im Wok ruckzuck zu einem leckeren Gericht werden.

Alle Zutaten für die Sauce mit­ein­an­der ver­mi­schen und gut ver­rüh­ren. Im Wok zunächst die Cashews anrös­ten und bei­seite stel­len. Den Wok rich­tig heiß wer­den las­sen, ein wenig Erdnussöl in den hei­ßen Wok geben und das Fleisch unter rüh­ren anbra­ten und her­aus­neh­men. Die Paprika und die Zwiebeln in den Wok geben und ca. 3 Minuten unter rüh­ren anbra­ten, danach den Knoblauch, den Ingwer und den Chilli hin­zu­fü­gen und noch 1 wei­tere 1 Minuten anbraten.

Sehr würzig, sehr lecker das Kung Pao Chicken

Das Fleisch wie­der zurück in den Wok geben und die Sauce noch ein­mal kurz durch­rüh­ren und über das Fleisch und das Gemüse gie­ßen. Alles gut mit­ein­an­der ver­mi­schen und die Sauce andi­cken las­sen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Cashews hin­zu­fü­gen, unter­mi­schen und mit einer guten Prise Szechuanpfeffer wür­zen. Das Kung Pao zusam­men mit zum Beispiel Reis servieren.

Rezept Zutaten für 2 gute Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Für das Hähnchenfleisch & Gemüse

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1–2 Chillis, nach Geschmack
  • 2–3 Knoblauchzehen, nach Geschmack
  • 1 dau­men­gro­ßes Stück Ingwer
  • 100 g Cashews, geröstet
  • 1 gehäuf­ter EL Speisestärke
  • Salz und Szechuanpfeffer
  • Erdnussöl zum Braten

Für die Sauce:

  • 2 EL süß-saure Chillisauce
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Oystersauce
  • 1 EL Reiswein
  • 3 EL Zucker
  • 1 TL Kartoffelstärke
  • 150 ml Wasser

Bayrischer Schweinekrustenbraten mit Malzbiersauce

Wer kann zu einem lecke­ren Schweinekrustenbraten mit kros­ser Kruste, die beim drauf­bei­ßen zer­knackt wie Blätterteig, schon Nein sagen. Ich auf kei­nen Fall und spä­tes­tens nach­dem ich bei mei­nem Besuch im wun­der­schö­nen München einen Original bay­ri­schen Krustenbraten mit Biersauce pro­bie­ren konnte, gehört der Krustenbraten zu mei­nen liebs­ten Gerichten. Da wurde es Zeit das ich mich selbst mal an einem bay­ri­schen Schweinsbraten versuche.

Bei der Zubereitung der Kruste und der Sauce habe mich an einem Rezept der Zeitschrift essen & trin­ken ori­en­tiert und es nur hier und da leicht ver­än­dert. Hier kannst du dir das Originalrezept anschauen.

Bayrischer Schweinekrustenbraten mit Kruste inMalzbiersauce

Zubereitung • Bayrischer Schweinekrustenbraten mit Malzbiersauce •

Die Schwarte des Schweinebraten mit einem schar­fen Messer rau­ten­för­mig ein­schnei­den (erle­digt mein Metzger für mich) und die Schwarte mit Meersalz groß­zü­gig ein­rei­ben. Das Fleisch mit Klarsichtfolie abde­cken über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächs­ten Tag den Braten mit der Schwarte nach unten in einen Bräter geben und so viel kochen­des Wasser angie­ßen, dass die Schwarte gerade so bedeckt ist. Den Braten 10 Minuten im hei­ßen Wasser zie­hen las­sen, danach das Wasser weg­schüt­ten. Den Ofen auf 230° C vor­hei­zen und eine Saftpfanne oder ein tie­fes Backblech auf die unterste Schiene des Ofens schie­ben und 600 ml hei­ßes Wasser angie­ßen. Ein Ofenrost auf die zweite Schiene von unten schieben.

Die Schwarte des Schweinebratens zieht für 10 Minuten im heißen Wasser

Das Fleisch tro­cken tup­fen und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Kümmel rund­herum wür­zen und mit der Schwarte nach Oben auf den Ofenrost im vor­ge­heiz­ten Ofen geben. Den Braten für ca. 30–40 Minuten backen, die Schwarte sollte danach schon knusp­rig aus­se­hen und Blasen gewor­fen haben.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln, Lauch, Sellerie, Knoblauch in grobe Stücke und die Möhren in Scheiben schnei­den. Das Gemüse in einem Bräter mit etwas Öl einige Minuten anrös­ten, bis es eine dun­kel­braune Farbe annimmt. 300 ml Malzbier und 400 ml Geflügelbrühe und 400 ml Wasser angie­ßen, Lorbeer und schwar­zen Pfeffer zuge­ben und auf­ko­chen lassen.

Im Ofen die Temperatur auf 170° C redu­zie­ren, die Saftpfanne bzw. das tiefe Backblech ent­fer­nen (nicht abwa­schen, es wird noch ein­mal gebraucht!) und anstelle des­sen den Bräter unter den Ofenrost stel­len. Den Braten für ca. 1 bis 1 1/2 wei­tere Stunde im Ofen backen. Ich emp­fehle ein Fleischthermometer ein­zu­set­zen und zwi­schen­durch die Innentemperatur des Braten zu über­prü­fen. Bei so einem schö­nen Stück Fleisch sollte man sich nicht auf sein Glück verlassen.

Den Braten bei 78 Grad Kerntemperatur aus dem Ofen neh­men und warm bei­seite stel­len. Den Bräter aus dem Ofen neh­men und die Saftpfanne wie­der ein­set­zen. Die Ofentemperatur auf 200° C erhö­hen, die Kruste des Bratens mit einem Pinsel mit etwas Salzwasser ein­pin­seln und den Braten wie­der mit der Schwarte nach Oben auf den Rost legen und die Schwarte auf­knus­pern las­sen. Ab jetzt immer ein Auge auf die Kruste haben, damit sie nicht ver­brennt. Das kann rich­tig schnell passieren.

Sobald die Kruste schön auf­ge­poppt ist, den Braten raus­neh­men und einige Minuten warm stel­len, damit sich der Braten ent­span­nen kann. Wer mag, kann auch etwas Alufolie um den Braten wickeln, aber nicht über die Kruste! Die Kerntemperatur des Braten wird sich durch die Ruhezeit noch etwas erhö­hen und am Ende irgendwo bei 82° — 84° C lan­den, was für mich bei einem guten Stück Schweinsbraten opti­mal ist.

Der Braten bekommt eine herrlich knusprige Kruste

In der Zwischenzeit den Inhalt des Bräters durch ein Sieb in einen Topf gie­ßen und dabei das Gemüse leicht aus­drü­cken. Die Sauce in eine Fettkanne schüt­ten, ca. 5 Minuten ste­hen las­sen und danach wie­der lang­sam in einen Topf abgie­ßen. 100 ml Malzbier angie­ßen und die Sauce um ca. 1 Drittel bis die Hälfte redu­zie­ren las­sen. Ich habe die Saucenmenge vorab nicht abge­mes­sen und kann daher keine genaue­ren Angaben machen. Einfach so lange redu­zie­ren las­sen, bis dir der Geschmack zusagt. 3 Minuten vor Fertigstellung eine geschälte Knoblauchzehe und 1 Zweig Rosmarin hin­ein geben.

Nach 3 Minuten den Knoblauch und das Rosmarin ent­fer­nen, die Sauce sal­zen und pfef­fer, die Speisestärke in etwas Wasser glatt rüh­ren und sie unter Rühren zur Sauce geben. Die Sauce bis zur gewünsch­ten Konsistenz köcheln las­sen und zusam­men mit dem auf­ge­schnit­te­nen Krustenbraten ser­vie­ren. Bei mir gab es noch selbst­ge­machte Semmelknödel dazu.

Eine Kruste zum Verlieben beim bayrischen Krustenbraten

Fazit: Für mich das Wichtigste gleich vor­ne­weg, die Kruste war echt ein Traum :rocka: Sowas von knusp­rig und zer­brech­lich, ich war total Glücklich mit dem Ergebnis. In Zukunft werde ich die Kruste immer vorab sal­zen und kurz im hei­ßen Wasser auf­wei­chen lassen.

Die Sauce war zunächst ein etwas zu schwach auf der Brust, aber der Knoblauch und das Rosmarin haben sie auf­ge­peppt. Sie bekommt durch das Malzbier eine deut­li­che Süße, was mir sehr gut geschmeckt hat, aber was ein biss­chen unge­wöhn­lich für eine „schwei­nige“ Sauce ist.

Für mei­nen ers­ten, selbst­ge­mach­ten bay­ri­schen Schweinsbraten war das eine rich­tig gute Premiere. Sehr lecker! Mehr, mehr, mehr! :biggrin:

Rezept Zutaten für 4– Portionen • Zubereitungszeit ca. 2,5 Stunden • Marinierszeit über Nacht

Für den Schweinsbraten:

  • 1,5 kg Schweinebraten mit Schwarte aus der Schulter
  • Meersalz
  • 1 TL Kümmelsaat
  • Salz, Pfeffer, süßes Paprikapulver

Für die Malzbiersauce:

  • ca. 300 g Zwiebel
  • ca. 150 g Knollensellerie/span>
  • ca. 150 g Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblatt
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • Salz

Speck-Toast mit Ei

Heute habe ich mal wie­der etwas lecke­res aus der Rubrik Frühstück für dich und wenn du auf Speck und Ei und Toast zum Frühstück stehst, dann wird dir das Rezept bestimmt gefal­len. Es ist mit einem klei­nen Aufwand ver­bun­den, auch zeit­lich und kein schnel­ler Schuss aus der Hüfte, aber dafür lohnt sich der Speck-Toast mit Ei geschmack­lich sehr.

Ein appe­tit­li­ches Foto sagt ohne­hin mehr als tau­send Worte, also bitte, hier kommt es.

Toast mit Ei und Speck - perfekt zum Frühstück

Zubereitung • Toast mit Ei und Speck •

Dann mal ran an den Speck, aber vor­her den Backofen auf 170° C vorheizen.

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schnei­den und in eine Schüssel geben. Mit 2 EL Rotweinessig sowie einer Prise Zucker (die Menge ist abhän­gig von der Qualität des Rotweinessig und der darin ent­hal­te­nen Süße) und Salz ver­mi­schen und ca. 30 Minuten mari­nie­ren lassen.

In der Zwischenzeit die Speckscheiben auf ein mit Backpapier beleg­tes Blech legen und die Scheiben mit dem Ahornsirup bestrei­chen. Den Speck in den Ofen geben und so lange backen las­sen, bis er schön kross ist. Zwischendurch ein Auge auf den Speck wer­fen, da der Ahornsirup auch schnell zu Schwarz wird.

Währenddessen die Mayonnaise mit ein paar Spritzer Tabasco ver­mi­schen und das Toastbrot toas­ten. Wer viel Zeit übrig hat, der streicht es mit Olivenöl ein und brät es in der Pfanne gold­braun. Das schmeckt dann natür­lich noch einen Tick besser.

Kurz bevor der Speck fer­tig ist, eine Pfanne auf­set­zen und auf klei­ner Hitze erhit­zen. In die Pfanne die Butter hin­ein­ge­ben und bei klei­ner Hitze das Spiegelei bra­ten, so dass das Eigelb spä­ter beim Anstechen noch ausläuft.

Wenn Ei und Speck fer­tig sind, eine Hälfte des Toastbrot mit der Mayonnaise bestrei­chen und mit den mari­nier­ten Frühlingszwiebeln bele­gen. Den Speck auf die Zwiebel geben und das Spiegelei über den Speck legen. Das Ei mit etwas Salz und schwar­zem Pfeffer würzen.

Superlecker zum Frühstück - Toast mit Ahornsirup Speck und Spiegelei

Fazit: Der Speck! Hammer :rocka: Dazu die süß-säuerlich mari­nier­ten Frühlingszwiebeln, das cre­mige Ei, die leicht pikante Mayo, der knusp­rige Toast. Von mir aus darf jeder Morgen so begin­nen. Unbedingt nachmachen!

Rezept Zutaten für 1 Portion • Zubereitungszeit inkl. Mariniertzeit ca. 40 Minuten

  • 2 Scheiben Sandwichtoastbrot
  • 3 Scheiben Speck / Bacon
  • 1 Ei
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 EL Mayonnaise Mayonnaise
  • 1 TL Ahornsirup
  • Rotweinessig
  • Tabasco
  • Salz, Zucker, Peffeffer
  • 1 EL Butter
  • Olivenöl

Flammkuchen mit Ziegenkäse und Feigen

Hier kommt das zweite Flammkuchen Rezept, wel­ches ich am ver­gan­ge­nen Wochenende aus­pro­biert habe. Schau dir doch auch mal das Rezept für den Flammkuchen mit Kartoffeln und San Daniele Schinken an, viel­leicht gefällt es dir ja.

Für den Flammkuchenteig nutze ich, wie im ande­ren rezept bereits beschrie­ben, das fol­gende bewährte Rezept für Flammkuchenteig. Der Teig wird wun­der­bar knusp­rig und wirft beim Backen auf dem Pizzastein ganz tolle Blasen, was ich beim Flammkuchen wirk­lich mag.

Zubereitung • Flammkuchen mit Ziegenkäse und Feigen •

Flammkuchen mit Ziegenkäse, Feigen und Pinienkernen

Bevor der Teig belegt wird, die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Der Flammkuchen wird dünn mit Schmand bestri­chen, den ich nur ganz klas­sisch mit Salz und Pfeffer gewürzt habe. Der Ziegenkäse ist ja schon sehr wür­zig und domi­niert die rest­li­chen Geschmäcker ohne­hin. Also ein­fach einen hal­ben Becher Schmand glatt rüh­ren, sal­zen und pfef­fern und den Flammkuchenteig damit bestreichen.

Die Rolle Ziegenkäse in 1 cm dicke Scheiben schnei­den und einige Scheiben auf dem Flammkuchenteig ver­tei­len und mit etwas Honig beträu­feln. Die Feigen vier­teln und eben­falls gleich­mä­ßig auf dem Flammkuchenteig ver­tei­len. Die Pinienkerne gebe ich erst nach dem Backen auf den Teig, da sie sonst ziem­lich sicher ver­bren­nen und Schwarz wer­den. Das gleich gilt für den Rucola.

Den Flammkuchen im Ofen knusp­rig backen, am Besten natür­lich auf einem Pizzastein und nach dem Backen mit ein paar Pinienkerne und einer hand­voll Rucola bestreuen. Mit etwas schwar­zem Pfeffer wür­zen und einen lecke­ren Wein oder einen Federweißer dazu genießen.

Rezept Zutaten für 2–3 kleine Flammkuchen

  • 1 Rolle Ziegenkäse
  • 3–4 Feigen
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 EL Honig
  • 2 Handvoll Rucola
  • 50–100 g Schmand
  • Salz und schwar­zer Pfeffer
  • Flammkuchen Rezept