Rindfleischpfanne {nach Steffen Henssler}

Irgend­wann letzte Woche lag ich faul auf dem Sofa rum und zappte durch das gigan­ti­sche TV-Programm. Vor lau­ter groß­ar­ti­ger Auswahl wusste ich nicht was ich zuerst gucken sollte und zappte und zappte, bis irgend­wann der Steffen Henssler auf dem Bildschirm auf­tauchte. Zu mei­ner Über­ra­schung war er offen­sicht­lich gerade im Knast und es dau­erte ein paar Minuten bis ich begriff, dass er nicht wirk­lich ein­ge­knas­tet wurde und das er nur für seine neue Kochshow hin­ter schwe­di­schen Gardinen saß.

Nachdem die erste Enttäuschung ver­daut war, schaute ich ein paar Minuten wei­ter und ent­schied, dass das Konzept der Show für den Bobbes war. Allerdings fiel mir beim Schauen der Sendung ein Rezept vom Steffen Henssler ein, das ich schon ein paar Mal gekocht hatte und immer toll fand. Eine Rindfleischpfanne mit Chilli und Basilikum, aus sei­nem Buch Steffen Henssler — Hautpsache lecker! Das muss in den Blog Malte! Gedacht, gekocht, geblogt.

Rindfleischpfanne nach Steffen Henssler

Zubereitung • Rindfleischpfanne mit Chilli und Basilikum nach Steffen Henssler •

Von der Limette 1 TL Schale abrei­ben und den Saft der Limette aus­pres­sen. Die Pfefferkörner in einem Mörser grob zer­sto­ßen. In eine große Schüssel die Worcestersauce, die Sojasauce, den Limettensaft und Abrieb, den brau­nen Zucker und den Pfeffer geben und alles gut mit­ein­an­der ver­rüh­ren. Das Rindfleisch in dünne Scheiben schnei­den, in eine große Schüssel geben, gut durch­rüh­ren und für min­des­tens 20 Minuten mari­nie­ren lassen.

Das Rinderfilet wird für mindestens 20 Minuten mariniert

In der Zwischenzeit Ingwer (laut Rezept mit der Schale, die habe ich aber ent­fernt) in feine Scheiben schnei­den und geschäl­ten Knoblauch in feine Scheiben schnei­den. Die Chillischote ent­ker­nen und fein wür­feln. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schnei­den und das Basilkum zup­fen und grob durchhacken.

Jetzt wird gebra­ten! Das Öl in der Pfanne oder im Wok sehr stark erhit­zen und die Ingwer– sowie Knoblauchscheiben 1 Minute darin anbra­ten. Das Rinderfilet mit der Marinade (ich habe nicht die gesamte Marinade ver­wen­det, son­dern das Filet nur aus der Schüssel geho­ben und tropf­nass in den Wok gege­ben) zuge­ben und unter stän­di­gem Rühren anbra­ten. Die Frühlingszwiebel und den Chilli hin­zu­ge­ben und ca. 1 Minute wei­ter­rüh­ren. Vorsichtig sal­zen (die Sojasauce bringt schon ordent­lich Salz mit) mit dem gehack­ten Basilikum bestreuen und am Besten mit Reis servieren.

Süß und scharf mit sehr schönen asiatischen Aromen die Rindfleischpfanne von Steffen Henssler

Fazit: Die neue Sendung vom Henssler ist zwar grot­tig, aber Kochen kann der Mann und seine Rindfleischpfanne mit Chilli und Basilikum schmeckt mir super. Ungewöhnlich und über­ra­schend, durch den süß­li­chen Touch, aber mit genug Chilli und Basilikum pas­siert da ein­fach eine Menge im Mund. Versuche Thai-Basilikum zu bekom­men, das macht das Gericht noch einen Tick bes­ser. Gutes Rezept!

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten • Marinierzeit ca. 20 Minuten

  • 400 g Rinderfilet
  • 1 rote Chillischote
  • 4 Stängel Thai-Basilikum, alter­na­tive nor­ma­les Basilikum
  • 1 Bio-Limette
  • 1 cm fri­sche Ingwerwurzel (ca. 5 g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Worcestersauce
  • 6 EL Sojasauce
  • 2 EL brau­ner Zucker
  • Sonnenblumenöl oder Erdnussöl
  • Salz

Gurkensalat

Heute habe ich mal einen ech­ten Klassiker für dich, der untrenn­bar mit Sommer und Sonne ver­bun­den ist. Der gute alte Gurkensalat, der so wun­der­bar erfri­schend schmeckt und erst dann rich­tig gut kommt, wenn die Sonne so rich­tig vom Himmel bal­lert. Meine Variante vom Gurkensalat ist eine ziem­lich klas­si­sche Variante, ange­macht mit sau­rer Sahne, Joghurt und (viel) Dill. So kenne ich ihn aus mei­ner Kindheit und so mag ich ihn am liebsten.

Ganz wich­tig ist für mich die Sauce, die muss reich­hal­tig vor­han­den sein und die Gurkenscheiben dür­fen gerne ihren Freischwimmer in der Schüssel machen. Nah am Süppchen, aber that’s the way, aha aha, i like it.

Ein sehr leckerer, klassischer Gurkensalat

Zubereitung • Gurkensalat •

Mit einem Hobel die Gurke in feine Scheiben hobeln, die Scheiben in eine Schüssel geben und leicht sal­zen. Mindestens 30 Minuten bei­seite stel­len, damit die Gurkenscheiben aus­rei­chend Wasser ver­lie­ren kön­nen. Nach 30 Minuten das über­schüs­sige Wasser abgie­ßen und die Gurkenscheiben zusätz­lich noch leicht aus­drü­cken. Je weni­ger Wasser gleich in der Sauce lan­det, umso besser.

Für die Sauce die saure Sahne und den Joghurt in eine Schüssel geben, Weißweinessig hin­zu­fü­gen und gut durch­rüh­ren. Den Dill und die Gurkenscheiben unter­he­ben und den Salat für 10–15 Minuten kalt stel­len. Danach den Gurkensalat mit Salz und Pfeffer abschme­cken und sofort servieren.

Fazit: Der Gurkensalat ist mal wie­der ein per­fek­tes Beispiel dafür, dass Gutes nicht immer auf­wen­dig sein muss. Die Zubereitung ist so easy und das Ergebnis so ver­dammt erfri­schend lecker. Toll.

Es gibt ja zig Varianten vom Gurkensalat, z.B mit Öl und Essig oder mit Äpfel und Zwiebeln. Was ist deine liebste Variante vom Gurkensalat? Rück raus mit der Sprache und mit dem Rezept. :eyebrows:

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten • Wartezeit ca. 45 Minuten

  • 1 große Schlangengurke
  • 50 g grie­chi­scher Jughurt
  • 150 g saure Sahne
  • 2–3 EL Weißweinessig
  • 3–4 Zweige Dill, fein gehackt

Polenta {nach Johann Lafer}

Letzte Woche hat es bei mir auf dem Teller mal wie­der gela­fert und es gab ein Schweinefilet mit Balsamicosauce und Polenta, aus dem Johann Lafer Kochbuch „Gut Kochen“. Wenn es nach mir gegan­gen wäre, hätte ich die Polenta wohl gegen ein Selleriepüree aus­ge­tauscht, am Besten gegen das Selleriepüree von Frank Rosin. Polenta mag ich näm­lich nicht so gerne, bis­her fand ich sie immer schreck­lich lang­wei­lig und ihre brei­ige, kris­se­lige Konsistenz ist auch nicht meins.

Meine Frau liebt Polenta jedoch total, hat kurz den Rehblick auf­ge­legt und zwei­mal Bling-Bling gemacht und schon war das Ding ein­ge­tü­tet und das Gericht mit Polenta zube­rei­tet. Am Ende war ich dar­über sogar froh, die Polenta nach Johann Lafer Rezept hat mich geschmack­lich wirk­lich über­zeugt. Total lecker :smile:

Eine sehr leckere Polenta nach Johann Lafer Rezept

Zubereitung • Polenta •

In 400 ml Geflügelfond 1 Thymianzweig, 1 Rosmarinzweig, 1 Lorbeerblatt und eine ange­drückte unge­schälte Knoblauchzehe geben und den Fond ca. 5 Minuten köcheln las­sen, danach die Kräuter und den Knoblauch wie­der ent­fer­nen. 80 g Polentagrieß in die kochende Brühe geben und unter häu­fi­gem Rühren ca. 10 Minuten quel­len lassen.

60 g gerie­be­nen Parmesan und 30 g Butter unter das Polentagrieß rüh­ren und 3 EL geschla­gene Sahne unter­he­ben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit: Sehr lecker. Besonders gut hat mir gefal­len das ich tat­säch­lich eine sehr schöne Kräuternote in der Polenta schme­cken konnte. Dazu stimmt bei die­sem Rezept der Butter– und Parmesananteil per­fekt und die Konsistenz der Polenta war aus mei­ner Sicht eben­falls genau rich­tig. Zusammen mit der lecke­ren Balsamicosauce war das die bis­her beste Polenta, die ich auf dem Teller hatte. So mag ich Polenta!

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 80 g Polentagrieß
  • 400 ml Geflügelfond
  • 1 Thymianzweig
  • 1 Rosmarinzweig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Knoblauchzehe, unge­schält und angedrückt
  • 60 g Parmesan, gerieben
  • 30 g Butter
  • 3 EL geschla­gene Sahne
  • Salz und Pfeffer

Kartoffeltarte mit Ziegenkäse {nach Björn Freitag}

Vor eini­ger Zeit habe ich mal wie­der meine Sammlung Kochbücher von bekann­ten TV Köchen ver­grö­ßert und mir das Kochbuch „Sterne-Snacks — Kleine Zaubereien aus der Sterneküche“ von Björn Freitag gegönnt. Ein wirk­lich tol­les Buch von rich­tig guter Qualität, aus dem ich ganz sicher noch einige Rezepte kochen werde.

Kleine Snacks finde ich näm­lich wirk­lich groß­ar­tig und am ver­gan­ge­nen Wochenende wollte ich für den sonn­ta­g­li­chen TV-Serien Abend eine Kleinigkeit auf den Tisch stel­len, sowas zum weg­knap­pern halt :smile: und da fiel mir sofort die Kartoffeltarte mit Ziegenkäse aus dem o.g. Buch ein. Das klang doch nach dem per­fek­ten Snack für einen chil­li­gen Abend.

Eine kleine aber feine Kartoffeltarte mit Ziegenkäse

Zubereitung • Kartoffeltarte mit Ziegenkäse •

Zunächst die Kartoffeln kochen, leicht abküh­len las­sen, pel­len und in kleine Würfel schnei­den. Jetzt geht es an den Mürbeteig.

Für den Mürbeteig das Mehl in eine Schüssel geben, Butter in klei­nen Würfeln, 1 Ei, etwas Salz hin­zu­fü­gen und alles mit dem Knethaken des Handrühres zu einem geschmei­di­gen Teig ver­ar­bei­ten. Ich knete immer mit der Maschine vor und sobald der Teig krü­me­lig wird, knete ich mit der Hand wei­ter bis er geschmei­dig ist. Aus dem Teig eine Kugel for­men und ihn für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nach 30 Minuten den Ofen auf 200° C Ober– Unterhitze vor­hei­zen. Den Teig dünn aus­rol­len, aus­ste­chen und in die zuvor gefet­te­ten Tarteförmchen geben. Das Pergamentpapier auf die Tarteförmchen legen, mit den Hülsenfrüchten beschwe­ren und für ca. 15 Minuten im vor­ge­heiz­ten Backofen blindbacken.

Den Ziegenkäse zusam­men mit den Kartoffelwürfeln, der Creme Double sowie 1 Ei in eine Schüssel geben, mit­ein­an­der ver­mi­schen, (vor­sich­tig — der Ziegenkäse bringt schon Salz mit) sal­zen und pfef­fern und 2 EL fein gehack­ten Schnittlauch unter­he­ben. Die Tarteförmchen nach 15 Minuten aus dem Ofen neh­men, das Pergemantpapier ent­fer­nen :eyebrows: und die Kartoffel-Ziegenkäse-Mischung auf die Tarteförmchen ver­tei­len. Für wei­tere ca. 20–25 Minuten im Ofen backen und dann ent­we­der warm oder auch kalt servieren.

Eine leckere Kleinigkeit für Ziegenkäse-Fans

Fazit: Das mag ich! Generell bin ich ja gro­ßer Fan von klei­nen Leckereien, seien es Tapas oder Dim Sum oder eben gutes Fingerfood. Die Tartelettes von Björn Freitag schme­cken sehr fein und sind dem­ent­spre­chend auch ruck­zuck weg­ge­putzt. Du soll­test auf jeden Fall genug davon zube­rei­ten und unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass du einen Ziegenkäse mit ein biss­chen Aroma ver­wen­dest. Dann macht diese Tarte mal so rich­tig Spaß.

Weil ich die Tarte so lecker fand und vor ein paar Tagen auch schon die Aprikosen-Tarte mit Thymian in null­kom­ma­nix weg­schnap­pu­lierte, bin ich ein biss­chen im Tarte Fieber. Deshalb mal meine Frage an dich; was ist deine liebste Tarte und hast du evtl. ein Rezept für eine leckere Tarte für mich?

Falls ja, schreibe mir doch ein­fach den Link zum Rezept oder dein Rezept in die Kommentare, ich freue mich dar­auf! :smile:

Rezept Zutaten für 6–8 kleine Tartelettes • Zubereitungszeit ins­ge­samt ca. 90 Minuten

  • 200 g meh­lige Kartoffeln
  • 200 g Ziegenkäse (z.b Picandou)
  • 100 g Creme Double
  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 2 Eier
  • hal­bes Bund Schnittlauch
  • Salz, schwar­zer Pfeffer
  • Pergamentpapier

Burger auf Italienisch

Schnell fotografiert
Mein Burger auf Italienische Art

Meine Version eines ita­lie­ni­schen Burgers, mit Parmesan, Pestosauce, Rucola, zwie­beln und Tomaten. Dazu selbst­ge­machte Burgerbrötchen — sehr lecker.

Aprikosen-Thymian-Tarte

Meine Kochbuchsammlung wächst und wächst und jede Woche kom­men zusätz­lich noch diverse Kochzeitschriften dazu. Ein ech­ter Kochnerd muss seine Leidenschaft natür­lich auch pfle­gen. Dabei bräuchte ich im Grunde nicht ein Buch oder eine Zeitschrift, weil es da drau­ßen so viele tolle Foodblogs mit so groß­ar­ti­gen Rezepten gibt.

Ich freue mich euch heute ein Rezept vor­zu­stel­len, wel­ches ich auf dem tol­len Blog von Juliane ent­deckt habe. Sie hatte die Aprikosen-Thymian-Tarte mit Schmand vor kur­zem auf Facebook gepos­tet und mich damit sofort erwischt. Einen Tag nach ihrem Foto auf Facebook lan­dete die Tarte bereits bei mir im Ofen. Dieser Mann fackelt nicht lange! :eyebrows:

Fruchtige Aprikosen-Tarte mit Thymian und Schmand

Zubereitung • Aprikosen-Thymian-Tarte •

Da Juliane das Rezept bereits in aus­führ­li­cher Form ver­blogt hat, halte ich mich jetzt kurz und schreibe nur das nötigste nieder.

Den Backofen auf 220° C Ober– Unterhitze vor­hei­zen. Den Schmand zusam­men mit Backpulver, Speisestärke, Vanillezucker und Zitronensaft in eine Schüssel geben und glatt rüh­ren. Thymian fein hacken und unter den Schmand rühren.

Die Aprikosen ent­stei­nen und in feine Scheiben schnei­den. Den Blätterteig mit­samt Backpapier in die Backform geben. Ich habe, anders als Juliane, eine runde Backform ver­wen­det. Den Blätterteig am Rand der Backform hoch­zie­hen und den über­ste­hen­den Blätterteig abschneiden.

Die Tarte wird mit braunem Zucker bestreut.

Die Schmandmischung gleich­mä­ßig auf den Blätterteig ver­tei­len, mit den Aprikosenscheiben bele­gen und die Tarte gleich­mä­ßig mit dem brauen Zucker bestreuen. In den Ofen geben und für ca. 25 Minuten gold­gelb backen.

In der Zwischenzeit die Pistazien hacken, die Tarte nach der Backzeit aus dem Ofen neh­men und mit den Pistazien bestreuen. Mit Thymian gar­niert ser­vie­ren und diese Leckerei genießen.

Die Tarte direkt nach dem Backen

Fazit: Die Tarte hat den Abend nicht über­stan­den. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen :biggrin: außer ein Dankeschön für diese köst­li­che Tarte an Juliane. Sicher nicht das letzte Rezept, das ich von dir nach­ge­ba­cken (oder gekocht) habe.

Wirklich ganz lecker diese Aprikosen-Thymian-Tarte

Rezept Zutaten für 1 Tarte • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten • Backzeit ca. 25–30 Minuten

  • 2 Aprikosen
  • 150 g Schmand
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 Zweige Thymian
  • 1/2 EL brau­ner Zucker
  • 1 EL Pistazienkerne
  • 1 Packung Blätterteig (aus dem Kühlregal)

Hennes’ Finest Pfeffermühle und wei­ßer Kampot Pfeffer {getestet}

Als mir vor ein paar Wochen die Möglichkeit gebo­ten wurde die Hennes’ Finest Pfeffermühle sowie den Hennes´ Finest wei­ßen Kampot Pfeffer zu tes­ten, fiel mir zum ers­ten Mal rich­tig auf, das wei­ßer Pfeffer bei mir in der Küche über­haupt keine Rolle spielt(e). Nahezu sämt­li­che Gerichte wer­den bei mir mit mei­nem schwar­zen Lieblingspfeffer, dem Tellycherry-Pfeffer, gewürzt.

Weißer Pfeffer spielte bei mir auch gedank­lich über­haupt keine Rolle und als ich mich an das Testen der Pfeffermühle machte, habe ich mir zum ers­ten Mal ernst­haft Gedanken über Pfeffer gemacht. Wenn man das Kochen auto­di­dak­tisch lernt, so wie ich das mit Pausen seit 2 Jahren mache, ist man zumeist mit ande­ren Dingen wie z.b Warenkunde, Garzeiten etc. beschäf­tigt. Pfeffer ist da erst­mal nur Pfeffer.

Die Hennes Finest Pfeffermühle sowie der Hennest Finest weiße Kampot Pfeffer

Irgendwann habe ich dann mal Tellycherry-Pfeffer geschenkt bekom­men und von da an flog die alte, bil­lige Pfeffermühle samt bil­li­gen schwar­zen Pfefferkörnern aus dem Supermarkt in den Müll und wurde durch eine WMF-Pfeffermühle ersetzt. Der geschmack­li­che Unterschied zwi­schen dem „Billigpfeffer“ und dem Tellycherry-Pfeffer war enorm und anstatt nur dumpfe Schärfe zu lie­fern, hatte der Pfeffer nun tat­säch­lich Geschmack und (ein deut­lich mil­de­res) Aroma.

Entsprechend neu­gie­rig war ich jetzt auf den wei­ßen Kampot Pfeffer.

• Hennes’ Finest Pfeffermühle im Test •

Zunächst möchte ich euch aber die Pfeffermühle zei­gen, die mich optisch auf den ers­ten Blick über­zeugt. Ich mag es ohne­hin sehr gerne klas­sisch und Schwarz ist für eine Pfeffermühle, aus mei­ner Sicht, genau die rich­tige Farbe. Die edle Holzoptik aus schwei­zer Buche macht zudem echt was her und die Mühle ist ein ech­ter Hingucker. Dafür schon mal Daumen hoch.

Jetzt wollte ich natür­lich auch mal das Mahlwerk tes­ten und es mit der WMF-Pfeffermühle ver­glei­chen. Im Vergleich fällt sofort auf, wie leicht und mit wie wenig Umdrehungen die Hennes’ Pfeffermühle eine aus­rei­chende Menge gemah­le­nen Pfeffer lie­fert. Durch diese Kraft des Mahlwerks kann man den Pfeffer sehr gut dosie­ren. Das finde ich super!

der frisch gemahlene Pfeffer

Das Mahlwerk ist von unten stu­fen­los ein­stell­bar und lie­fert auf diese Weise grob­kör­nig oder fein gemah­le­nen Pfefferkörner. Hier muss ich auch einen klei­nen Kritikpunkt anbrin­gen, ich würde mir auf kleins­ter Stufe eine noch etwas fei­nere Körnung wünschen.

• Hennes’ Finest Pfeffermühle Testergebnis •

Unterm Strich bin ich jedoch von der Qualität der Hennes’ Finest Pfeffermühle wirk­lich begeis­tert und kann sie guten Gewissens wei­ter­emp­feh­len. So viel Qualität hat jedoch auch ihren Preis, der hier mit 69,00 € zu Buche schlägt.

Damit ist sie für mich auf jeden Fall mal ein tol­les Geschenk für koch­be­geis­terte Freunde. Für den Eigengebrauch hätte ich sie mir wahr­schein­lich nicht zuge­legt und zu einer guten, aber etwas güns­ti­ge­ren Alternative gegrif­fen. Die Pfeffermühle ist auf jeden Fall ihren Preis wert, aber 69,00 € über­steigt hier ein wenig mein per­sön­li­ches Budget, wel­ches ich für eine Pfeffermühle anset­zen würde.

• Hennes’ Finest Weißer Kampot Pfeffer •

Nun aber zum wei­ßen Kampot Pfeffer und da wird es auch gleich etwas schwie­rig, denn Geschmack und Aroma zu beschrei­ben, ist sicher­lich nicht so ein­fach. Ich lasse erst­mal den Hersteller selbst zur Wort kom­men, der Folgendes über den wei­ßen Pfeffer zu sagen hat:

Weißer Kampot Pfeffer besitzt ein inten­si­ves Bouquet und deli­ziöse Aromen: sei­nen inten­si­ven, schar­fen Geschmack beglei­ten Noten von fri­schem Gras und Zitrone. Die Beeren zur Gewinnung die­ser Pfefferrarität ern­ten die Bauern, wenn sie reif sind und ihre Farbe am Strauch rot ist. Die fri­schen, roten Körner wer­den einige Tage in Wasser ein­ge­legt, wobei sich die äußere Schale, das Fruchtfleisch des Pfeffers, löst. So erhält man die wei­ßen Körner, die anschlie­ßend in der Sonne getrock­net werden.

Zudem soll der Pfeffer über eine äthe­ri­sche Kopfnote (direkt nach dem Mahlen) aus u.a Kampfer, Salbei, Muskatblüte, Grapefruitzeste und Zederholz sowie eine Herznote (2–3 Minuten nach dem Mahlen) aus Muskatnote, Getreidenote, Blüten, Thymian, Zitronenmelisse und schwar­zer Tee ver­fü­gen. Geruchstest!

Spätestens hier brau­che ich die Hilfe mei­ner Frau, weil meine Nase im Grunde nur 2 Gerüche wirk­lich unter­schei­den kann: Steak und Bier! :ovation:

Meine Frau hin­ge­gen hat eine feine Nase und beim Riechtest hat sie tat­säch­lich a) einen Unterschied zwi­schen frisch gemah­len und ein paar Minuten nach dem Mahlen fest­ge­stellt und b) als Kopfnote das äthe­ri­sche sowie die Grapefruitnote und als Herznote das Muskat und die Zitrone raus­ge­schnup­pert. Ich selbst habe eben­falls einen Unterschied rie­chen kön­nen und einen leich­ten zitro­ni­gen Duft erschnup­pert. Damit war dann aber auch schon Schicht im Schacht bei Herrn Nase.

Wir waren uns jedoch beide einig, dass der Pfeffer einen ange­neh­men und kei­nes­falls bei­ßen­den Duft ver­strömt, den man ab und zu schon bei ande­rem Pfeffer gero­chen hat. Es riecht irgend­wie ange­nehm und rund pfeff­rig, so würde ich das beschreiben.

Geschmacklich hat der Pfeffer eine deut­li­che, aber keine bei­ßende Schärfe, mehr Schärfe als zum Beispiel der schwarze Tellycherry-Pfeffer. Mein ers­tes Gericht, wel­ches ich mit dem wei­ßen Pfeffer gewürzt hatte, war dann auch etwas zu pfeff­rig. Hier muss man sich vor­sich­tig an den per­sön­li­chen Geschmack ran­tas­ten und die opti­male Dosierung fin­den. Ich schme­cke auch eine ganz leichte äthe­ri­sche Note, bei der ich sofort daran den­ken muss, dass sie sehr gut zu Fisch pas­sen sollte.

• Hennes’ Finest wei­ßer Kampos Pfeffer Testergebnis •

Insgesamt über­zeugt mich der Hennes’ Finest weiße Kampot Pfeffer sowohl vom Geschmack als auch vom Geruch. Das ist ganz klar und ein­deu­tig ein sehr hoch­wer­ti­ger Pfeffer der mit sei­ner Qualität ein gutes Essen noch auf­wer­ten kann. Diese Qualität hat natür­lich eben­falls ihren Preis und so kos­tet eine Packung mit 37 g ganze 13,50 €.

Da ich den wei­ßen Pfeffer deut­lich sel­te­ner nut­zen werde als schwar­zen Pfeffer und er damit auch nicht so schnell ver­braucht wird, würde ich ihn mir auch zu die­sem Preis nachkaufen.

Du fin­dest wei­tere Informationen zur Hennes’ Finest Pfeffermühle und auch zum wei­ßen Kampos Pfeffer direkt auf der Webseite von Hennes’ Finest.

Natürlich habe ich den Pfeffer auch schon bei dem ein oder ande­ren Gericht getes­tet. Unter ande­rem habe ich bei mei­nem Gericht Steinbeißer mit Senfspinat sowohl den Steinbeißer als auch den Senfspinat mit dem wei­ßen Kampot Pfeffer gewürzt.

Steinbeißer mit Senfspinat gewürzt mit dem weißen Kampot Pfeffer von Hennes`Finest

Der Pfeffer hat sehr gut zum wei­ßen Fisch gepasst! Bisher habe ich Fisch mit wei­ßem Fleisch fast aus­schließ­lich mit schwar­zem Pfeffer gewürzt. In Zukunft werde ich häu­fig den wei­ßen Pfeffer ver­wen­den, u.a. auch des­halb, weil er optisch so gut dazu passt und die Optik auf dem Teller spielt bei mir eine sehr wich­tige Rolle. Aber auch geschmack­lich passt er mit sei­ner leich­ten äthe­ri­sche Note sehr gut zum Fisch.

Meinen Test schließe ich heute mit der ein­fa­chen Empfehlung: Nutzt Pfeffer von guter Qualität. Das macht ein­fach Sinn, damit das lecker gebra­tene Steak nicht durch einen dump­fen, nur sauschar­fen Pfeffer sei­nen tol­len Eigengeschmack ver­liert. Guter Pfeffer unter­stützt ein lie­be­voll und gut zube­rei­te­tes Essen wirk­lich. Das habe ich mitt­ler­weile gelernt! :smile: