Lindt Creation {getes­tet} — Teil 2

Seit Oktober gibt es 8 neue Tafeln Lindt Schokolade in den Läden und vor eini­ger Zeit habe ich mir die vier Sorten Lindt Creation Pistazie, Créme Brûleé, Haselnuss de Luxe Vollmilch und Caramel Vanille ange­schaut und pro­biert. Wie sie mir geschmeckt haben, kannst du unter Lindt Creation {getes­tet} — Teil 1 nachlesen.

4 Tafeln Schokolade aus der Lindt Creation Reihe

Heute schaue ich mir die rest­li­chen vier Tafeln aus der Creation Reihe an, die da wären Lindt Creation Tiramisu, Haselnuss de Luxe fein­herb, Vollmilch Knusper Praline sowie die Tafel Chocolat de Luxe. Dann mal ran an die Schokolade.

Sorte • Lindt Creation Tiramisu •

Lindt Creation Tafel Tiramisu

Die Sorte Tiramisu kommt mit einer Hülle aus Vollmilchschokolade daher und die ist wie gewohnt sehr lecker und schmilzt schön im Mund. Nach weni­gen Sekunden macht sich zunächst die Milchcreme-Füllung geschmack­lich bemerk­bar, die mir aber nicht so gut schmeckt. Sie hat etwas leicht muf­fi­ges, aber ich bin gene­rell nicht der große Fan von Milchcreme-Füllungen. Die leichte Kaffeenote gefällt mir dage­gen wie­der ganz gut. Kleine harte, aber kau­bare Stückchen in der Füllung, die ich geschmack­lich aber nicht zuord­nen kann, geben auch hier wie­der den leich­ten Crunch.

Unterm Strich ist das eher nicht meine Sorte.

Sorte • Lindt Creation Haselnuss de Luxe feinherb •

Lindt Creation Haselnuss de Luxe Zartbitter

Bei der Haselnuss de Luxe besteht die Hülle aus Zartbitterschokolade und die Schokolade riecht toll nach Nuss. Im Gegensatz zur Haselnuss Vollmilch Tafel, domi­niert hier sofort die herbe Zartbitternote. Die Tafel hat eine ange­neh­men Süße und ist auf kei­nen Fall zu süß. Die klei­nen Haselnussstückchen geben wie­der einen net­ten Crunch.

Mir gefällt die Vollmilch Tafel einen Tick bes­ser, aber auch die Zartbitter-Variante schmeckt mir gut.

Sorte • Lindt Creation Vollmilch Knusper Praline •

Lindt Creation Tafel Vollmilch Knusper Praline

Die Sorte Knusper Praline Vollmilch gehört wie­der zu mei­nen liebs­ten Sorten der Creation Tafeln. Die gewohnt leckere Vollmilchschokolade ist mit Mandel– und Haselnusscreme gefüllt und ent­hält auch noch kleine Waffelstückchen. Von denen dürf­ten nach mei­nem Geschmack auch noch ein paar mehr in der Füllung ent­hal­ten sein. Aber auch so schmeckt mir die Sorte sehr gut und ich würde sie auf jeden Fall auch nachkaufen.

Sorte • Lindt Creation Chocolat de Luxe •

Lindt Creation Tafel Chocolat de Luxe

Die Sorte Chokolat de Luxe wird mit einem flüs­si­gen Kern bewor­ben und der ist auch vor­han­den, wie du auf dem Foto deut­lich sehen kannst. Die Hülle die­ser Tafel besteht aus der gewohnt lecke­ren Vollmilchschokolade, die wie­der einen guten Schmelz hat. Die Füllung besteht aus dunk­ler Schokolade, die einen schö­nen her­ben Kontrast zur süßen Vollmilch darstellt.

Sehr scho­ko­la­dig, gute Sorte — gehört zu mei­nen Favoriten der Creation Tafeln.

Das war es dann (lei­der) auch schon und ich habe mich erfolg­reich durch alle 8 Tafeln der Lindt Creation Reihe genascht. Hast du auch schon die ein oder andere Tafel pro­biert und wie hat sie dir geschmeckt? Experimentierst du gerne mal bei Schokolade oder hast du deine fes­ten Lieblingssorten und brauchst nichts anderes?

Rotkohlsuppe {nach Steffen Henssler}

Wenn ich Abends auf dem Sofa liege und das Fernsehprogramm über mich erge­hen lasse, blät­tere ich gerne neben­bei in Kochbüchern oder Kochzeitschriften. Am liebs­ten würde ich jeden Tag ein neues Gericht kochen, 365 Tage im Jahr, damit ich mög­lichst viel auf­neh­men und ler­nen kann. Mich machen dabei auch immer wie­der Gerichte an die ich noch nie geges­sen haben oder Kombinationen von Zutaten, die ich unge­wöhn­lich finde.

Als ich die Rotkohlsuppe von Steffen Henssler ent­deckte, war ich sofort Feuer und Flamme. Eine Suppe aus Rotkohl? Wie geil ist das denn? Natürlich musste ich sie nach­ko­chen und das Rezept möchte ich auch gerne mit euch tei­len. Schon des­halb, weil die Suppe auf dem Teller so schön aussieht.

Eine farblich tolle Rotkohlsuppe nach Steffen Henssler rezept

Zubereitung • Rotkohlsuppe nach Steffen Henssler •

Die Suppe ist wirk­lich kin­der­leicht zuzu­be­rei­ten und die Vorarbeit ist auch ruck­zuck erle­digt. Zunächst wird der Rotkohl gevier­telt, der Strunk ent­fernt und die Blätter in feine Streifen geschnit­ten. Danach wer­den die Zwiebeln fein gewür­felt und es kann ans Kochen gehen.

Einen Topf auf­set­zen und die Butter sowie das Olivenöl hin­ein geben und erhit­zen. Die Zwiebeln und den Rotkohl hin­zu­fü­gen und bei­des für ca. 30 Minuten düns­ten, zwi­schen­durch umrüh­ren, bis der Rotkohl weich gewor­den ist. Dann den Rotkohl mit Balsamico ablö­schen, leicht sal­zen (der Geflügelfond hat auch Salz, also vor­sich­tig mit dem Salz umge­hen!), pfef­fern und mit einer guten Prise Piment würzen.

Den Geflügelfond angie­ßen und die Suppe für 10 Minuten köcheln las­sen. Vom Herd neh­men, das Creme Fraiche ein­rüh­ren und die Suppe mit dem Pürierstab fein mixen. Wer es super fein haben möchte, kann die Suppe noch durch ein fei­nes Sieb geben und danach noch ein­mal kurz auf­ko­chen. Das ist aber nicht unbe­dingt nötig. Die Suppe mit ein biss­chen Petersilie oder Schnittlauch gar­nie­ren und servieren.

Die Rotkohlsuppe hat eine tolle Farbe

Fazit: Ich habe zum ers­ten mal über­haupt fri­schen Rotkohl ver­ar­bei­tet und das dann gleich so ein hüb­sches Gericht dabei raus­kommt, macht mir total Freude. Die Suppe ist optisch ein rich­ti­ger Knaller und als Vorspeise an Weihnachten bestimmt ein Hit. Geschmacklich ist sie ganz lecker, auch wenn ihr ein biss­chen die Kraft fehlt. Das ist geschmack­lich eher ein fei­nes Süppchen, eine Ballade und kein Rock’n’Roll. Ich finde sie aber trotz­dem toll :smile:

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 400 g fri­scher Rotkohl
  • 750 ml Geflügelfond
  • 150 g Zwiebeln
  • 100 g Creme Fraiche
  • 2–3 EL Balsamico
  • 2 EL Sonnenblumenöl oder Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • etwas Petersilie oder Schnittlauch zum Anrichten

Bavette mit Fleischsugo und Radicchio {nach Cornelia Poletto}

Gute Pasta Rezepte kann man ja nie genug haben und des­halb gibt es heute mal wie­der eine leckere Pasta im Blog. Wenn es so etwas wie eine männ­li­che Pasta gibt, dann auf jeden Fall diese hier, mit ordent­lich flei­schi­gem Geschmack durch leckerste Salsiccia und einer her­ben Bitternote, durch den Radicchio. Ich mag es sehr.

Das Rezept für die Bavette mit Fleischsugo und Radicchio stammt von Cornelia Poletto, aus ihrem Buch „Mein neuer Grundkurs für Einsteiger“. Sie ver­wen­det ursprüng­lich Bucatini Nudeln, die ich lei­der nicht bekom­men habe. Dem Geschmack tat das aber kei­nen Abbruch! Was nicht aus­ge­tauscht wer­den kann ist die Salsiccia, die dem Gericht diese unver­wech­sel­bare flei­schige Note gibt. Ich habe eine Salsiccia mit Fenchel ver­wen­det, die ich sehr liebe :wub:

Bavette mit Fleischsugo und Radicchio

Zubereitung • Bavette mit Fleischsugo und Radicchio •

Den Fenchel, Koriander und Pfeffer in einem Mörser fein zer­sto­ßen, die Zwiebeln in feine Würfeln und den Radicchio in feine Streifen schnei­den. Das Wurstbrät der Salsiccia aus der Pelle drü­cken und in kleine Stücke zup­fen / schneiden.

Das Wurstbrät in einer tie­fen Pfanne in etwas Olivenöl und bei mitt­le­rer Hitze anbra­ten. Die Zwiebelwürfel und die Gewürzmischung hin­zu­fü­gen und 3 Minuten mit­bra­ten. Den Wein und die Brühe angie­ßen, den Rosmarinzweig hin­zu­ge­ben und alles offen und bei klei­ner Hitze ca. 15 Minuten köcheln las­sen, dann mit Salz und Pfeffer und Balsamico abschmecken.

In der Zwischenzeit die Bavette nach Packungsanweisung kochen und nach Ende der Garzeit mit der Pastakralle in das fer­tige Sugo geben. Die Radicchiostreifen hin­zu­fü­gen und alles ein­mal gut durch­men­gen. Mit frisch gerie­be­nem Parmesan servieren.

Sehr fleischig würzig und mit leichter Bitternote, eine tolle Pasta.

Fazit: Ich liebe Salsiccia, alleine dadurch gewinnt diese Pasta bei mir. Ich mag aber auch sehr gerne den leicht bit­te­ren Einschlag des Radicchio, in Kombination mit dem kräf­ti­gen, flei­schi­gen Sugo. Diese Pasta koche ich immer wie­der gerne :smile:

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

  • 500 g grobe Salsiccia/span>
  • 100 g Radicchio
  • 400 g Bavette (Nudeln)
  • 2 hand­voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200 ml Rotwein
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Korianderkörner
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 Spritzer Balsamico
  • 2 EL Olivenöl
  • 5 EL kalte Butter
  • Salz und Pfeffer

Asiatisch mari­nier­tes Hüftsteak mit Wokgemüse {nach Cornelia Poletto}

Jetzt gibt es mal wie­der etwas Schnelles aus dem Wok. Wobei schnell hier rela­tiv ist, weil das Fleisch min­des­tens 2 Stündchen in einer Marinade schwim­men sollte. Nach dem Badeurlaub geht es dann aber gewohnt flott, wie bei fast allen Gerichten die im Wok zube­rei­tet werden.

Das Gericht, asia­tisch mari­nierte Steaks mit Gemüse aus dem Wok, stammt aus dem Buch „Mein neuer Grundkurs für Einsteiger“ von Cornelia Poletto.

sehr lecker asiatisch marinierte Hüftsteaks mit Gemüse aus dem Wok

Zubereitung • Mariniertes Hüftsteak mit Wokgemüse •

Das Steak in ca. 1 cm dünne Scheiben schnei­den und in eine Schüssel geben, den Ingwer rei­ben und die Knoblauchzehen fein wür­feln. Die Sojasauce, Sesamöl, Reisessig, Mirin und den Zucker zu einer Marinade ver­rüh­ren und über das Fleisch geben. Den Knoblauch und den Ingwer hin­zu­fü­gen, gut durch­mi­schen und mit Klarsichtfolie abge­deckt in den Kühlschrank geben. Dort min­des­tens 2 Stunden mari­nie­ren las­sen, je län­ger umso besser.

Das Fleisch sollte mindestens 2 Stunden marinieren

In der Zwischenzeit den Brokkoli in Röschen schnei­den, den Pak Choi und die Frühlingszwiebeln zurecht schnei­den und nach belie­ben por­tio­nie­ren. Den Sesam und den Koriander in einer Pfanne ohne Fett anrös­ten, her­aus­neh­men und kurz abküh­len las­sen. Beides zusam­men mit dem Kreuzkümmel und den Pfefferkörnern in den Mörser geben und fein mörsern.

Sobald das Fleisch aus­rei­chend lange mari­niert hat, das Fleisch aus der Schüssel neh­men und mit Küchenpapier gründ­lich tro­cken tup­fen. Die Marinade auf­be­wah­ren! Den Wok rich­tig heiß wer­den las­sen, etwas Erdnussöl hin­ein geben und das Fleisch auf jeder Seite knappe 30 Sekunden anbra­ten. Herausnehmen und bei­seite stel­len und das Gemüse mit etwas zusätz­li­chem Erdnussöl unter Rühren einige Minuten bra­ten. Wie lange hängt davon ab, wie biss­fest du dein Gemüse magst.

Sobald das Gemüse die gewünschte Konsistenz hat, die Marinade in den Wok geben, die Gewürzmischung hin­zu­fü­gen und alles ca. 4 Minuten ein­kö­cheln las­sen. Das Fleisch in den Wok geben, kurz durch­zie­hen las­sen und dann zusam­men mit zum Beispiel Basmatireis servieren.

Fazit: Guck an, die Poletto kann nicht nur medi­ter­ran, son­dern auch rich­tig lecker asia­tisch. Der Geschmack kommt hier natür­lich von der Marinade und der Zusammenstellung der Marinade und die ist rich­tig gut gelun­gen. Ein biss­chen Schärfe, ein paar Chillis zum Beispiel, könnte man durch­aus noch hin­zu­fü­gen, aber auch so ist das rich­tig lecker :smile:

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde • Marinierzeit ca. 2 Stunde

  • 800 g Rinderfilet
  • 400 g Brokkoli
  • 400 g Pak Choi
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 200 ml Sojasauce
  • 100 ml Mirin
  • 5 EL Reisessig
  • 3 EL Sesamöl
  • 1 dau­men­gro­ßes Stück Ingwer, gerieben
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL geschälte Sesamsamen
  • 1/2 TL Korianderkörner
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/4 schwarze Pfefferkörner

Polentaschnitten mit Schinken-Lauch-Ragout {nach Johann Lafer}

In mei­ner Küche wurde mal wie­der gela­fert und ich habe ein Gericht vom gro­ßen Johann Lafer nach­ge­kocht. Es gab Polentaschnitten mit einem Schinken-Lauch-Ragout aus sei­nem Buch „Gut Kochen — preis­wert & schnell“, das mit rich­tig gut gefällt. Im Buch sind ein paar rich­tig schöne Gerichte, die ich im Laufe der Zeit bestimmt noch nach­ko­chen werde.

Polentaschnitten mit Schinken-Lauch-Ragout

Auch wenn ich nicht der größte Polenta Fan bin, hat mich das Gericht wirk­lich ange­macht. Ich liebe Lauch und Schinken und ich war sehr gespannt dar­auf, wie es mir schme­cken wird. Aber eigent­lich ist der Johann Lafer fast eine sichere Bank bei mir und bis­her waren seine Gerichte immer lecker.

Zubereitung • Polentaschnitten •

Die Polenta muss nach der Zubereitung und vor dem Braten in der Pfanne ca. 2 Stunden aus­küh­len und des­halb fan­gen wir auch zunächst mit der Zubereitung der Polenta an. Hierfür 500 ml Wasser, 3 EL Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer auf­ko­chen las­sen und dann 150 g Polentagrieß dazu­ge­ben und bei klei­ner Hitze unter häu­fi­gen Rühren ca. 10 Minuten quel­len las­sen. Den Topf vom Herd neh­men und 2 Eigelbe unter die Masse rühren.

Das Polentagrieß kommt für 2 Stunden in den Kühlschrank

Ein klei­nes Backblech mit 1 TL Öl aus­fet­ten und die Polentamasse ca. 1 cm dünn aufs Backblech strei­chen. Mit Frischhaltefolie zude­cken, in den Kühlschrank geben und 2 Stunden aus­küh­len las­sen. Wenn sie aus­ge­kühlt ist, die Polenta in Rauten oder Kreisen aus­ste­chen, damit sie spä­ter in der Pfanne gebra­ten wer­den kann.

Zubereitung • Schinken-Lauch-Ragout •

Während die Polenta im Kühlschrank ein Päuschen ein­legt, kann man schon mal alles für das Schinken-Lauch-Ragout vor­be­rei­ten. Dazu 1 Schalotte fein wür­feln, 150 g gekoch­ten Schinken klein wür­feln und von 2 Tomaten das Kerngehäuse ent­fer­nen und das Fruchtfleisch in feine Würfel schnei­den. Johann Lafer ent­häu­tet die Tomaten vor­her, dar­auf habe ich die­ses Mal ver­zich­tet. Das wird ein herz­haf­tes Gericht, da stört mich das biss­chen Tomatenhaut nicht. Jetzt noch 350 g Lauch in ca. 1 cm dicke Ringe schnei­den und die Vorarbeit ist erledigt.

Die Schalottenwürfel bei klei­ner Hitze in 1 EL Butterschmalz gla­sig andüns­ten, die Sahne und den Geflügelfond angie­ßen und die Flüssigkeit auf ca. die Hälfte ein­kö­cheln las­sen. Den Lauch in kochen­dem Salzwasser biss­fest blan­chie­ren, ich habe wie immer nicht auf die Uhr geschaut und denke es wer­den so knappe 3 Minuten gewe­sen sein. Also zwi­schen­durch mal Reinbeissen um zu tes­ten — Wow — was für ein Profitip! :ovation:

Den Lauch kurz abschre­cken und ihn zusam­men mit den Tomatenwürfeln und dem Schinken in die Sahnemischung geben. Mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskatnuss abschme­cken und 1 El gehackte Petersilie hin­zu­ge­ben. Dann warm stellen.

Ausreichend Olivenöl (3–4 EL) in die Pfanne geben und die Polentaschnitten bei mitt­le­rer Hitze von bei­den Seiten gold­gelb bra­ten. Die Schnitten kurz nach dem Braten auf Küchenpapier ent­fet­ten und zusam­men mit dem Schinken-Lauch-Ragout anrichten.

Sehr leckere Polentaschnitten mit Schinken und Lauch

Fazit: Der Johann Lafer hat es echt drauf :biggrin: Ich war ja ein biss­chen skep­tisch bei die­sem Gericht, aber die Zutaten harmo­nie­ren wirk­lich gut mit­ein­an­der. Ich bin ohne­hin gro­ßer Lauch Fan und zusam­men mit der Sahnesauce und dem Schinken kommt er super zur Geltung. Dazu die wür­zige und knusp­rige Polenta, gefällt mir sehr.

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 90 Minuten • Kühlzeit ca. 2 Stunden

Für die Polentaschnitten:

  • 150 g Polentagrieß
  • 2 Eigelbe
  • 6–8 EL Olivenöl
  • 1 TL Öl
  • 500 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer

Für das Schinken-Lauch-Ragout:

  • 350 g Lauch
  • 200 g Sahne
  • 100 ml Geflügelfond
  • 150 g gekoch­ten Schinken
  • 1 Schalotte
  • 2 Tomaten
  • 1 EL Butterchmalz
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zitronengras-Milchreis mit Heidelbeerkompott {nach Steffen Henssler}

Eigent­lich mag ich gar kei­nen Milchreis. Oder bes­ser gesagt, ich mag nicht den typi­schen Milchreis den meine Frau so liebt, mit vol­ler Möhre Zimt und Apfelmus. Zimt ist eines der Gewürze die ich nur in ganz klei­nen Dosen ver­trage und meine Frau neigt dazu, über ihren Milchreis (oder im Kakao) eine rie­sige, dicke Zimtdecke zu streuen. Ein oder zwei­mal habe ich ihren gelieb­ten Milchreis pro­biert, aber Nääää. Näää!

Nun hat sie sich aber von mir vor ein paar Tagen als Dessert Milchreis gewünscht und ich bin voll der nette Typ und so und habe ihr den Wunsch natür­lich erfüllt. Allerdings in einer Variante ohne Zimt und dafür mit Zitronengras. Diese Variante fand ich näm­lich total inter­es­sant, als ich sie im Buch „Hauptsache Lecker“ von Steffen Henssler entdeckte.

Das Zitronengras harmoniert toll mit dem Milchreis

Zubereitung • Zitronengras-Milchreis mit Heidelbeerkompot •

Die Zitronengrasstengel hal­bie­ren und mit der Rückseite des Messers flach klop­fen, damit das Aroma auch rich­tig zur Geltung kommt. Die Milch zusam­men mit dem Zitronengras in einem Topf geben und die Milch auf­ko­chen las­sen. Danach die Hitze stark redu­zie­ren und den Milchreis für ca. 30 Minuten mit geschlos­se­nem Deckel sanft garen. Zwischenzeitlich immer mal wie­der umrühren.

Die beiden Hauptdarsteller des Desserts, Milchreis und Zitronengras.

10 Minuten bevor der Reis gar ist, 2 EL Zucker in einem Topf gold­gelb kara­mel­li­sie­ren und 50 ml Wasser sowie die TK Heidelbeeren hin­zu­fü­gen. Aufkochen las­sen und in der Zwischenzeit 2 EL Stärke in etwas Wasser auf­lö­sen. Nach dem Aufkochen die Stärke in den Topf mit dem Heidelbeersud geben, gut ver­rüh­ren und unter Rühren noch ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen. Limettenschale und Limettensaft hin­zu­fü­gen und das Heidelbeerkompott warm stellen.

Sobald der Reis gar ist, die Zitronengrasstengel ent­fer­nen und 4 EL Zucker unter den Milchreis mischen. Den Milchreis vom Herd neh­men und etwas abküh­len las­sen. Derweil die Sahne steif schla­gen und dann unter den Milchreis heben. Den Milchreis zusam­men mit dem Heidelbeerkompott lau­warm servieren.

Sehr leckerer Milchreis mit fruchtigem Kompott

Fazit: Uii. Guck an, ich mag ja doch Milchreis! Vielleicht hat mich zuvor immer der Zimtgeschmack zu sehr gestört, in die­ser Variante mit dem fei­nen Zitronengras-Aroma gefällt mir das sehr. Dazu das fruch­tige, nicht zu süße, Heidelbeerkompott — lecker schme­cker. Meine Frau fand den Milchreis auch sehr lecker und ihr gefiel die Zitronengras-Note eben­falls rich­tig gut. Läuft!

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

  • 120 g Milchreis
  • 600 ml Milch
  • 250 g Heidelbeeren, TK
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 200 g Sahne
  • 6 EL Zucker
  • 1 TL Limettenschale
  • 3–4 EL Limettensaft
  • 2 TL Speisestärke

Kürbisquiche {nach Johann Lafer}

Herbst­zeit ist Kürbiszeit und ich habe mir fest vor­ge­nom­men den Kürbis in die­sem Herbst noch stär­ker in meine Küche ein­zu­bin­den. Den Anfang macht heute eine Kürbisquiche mit Kräutern, nach einem Johann Lafer Rezept aus sei­nem Buch „Kochen für Freunde“. Es ist gleich­zei­tig eine Premiere für mich und meine erste selbst­ge­machte Quiche :smile:

Als Kürbis habe ich den Hokkaido Kürbis ver­wen­det, aber im Rezept ist keine spe­zi­elle Kürbissorte ange­ge­ben. Du kannst also einen Kürbis ganz nach dei­nem Geschmack aus­su­chen und verwenden.

Auch optisch macht die Kürbisquiche einen guten Eindruck

Zubereitung • Kürbisquiche nach Johann Lafer •

Als ers­tes wird der Teig der Quiche her­ge­stellt, der nach der Herstellung noch 1 Stunde im Kühlschrank kalt gestellt wird. Für den Teig die wei­che Butter in kleine Würfel schnei­den und mit dem Mehl, dem Ei, Weißweinessig und Salz ver­men­gen und zu einem glat­ten Teig ver­kne­ten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und dann ab mit ihm in den Kühlschrank, für 1 Stunde.

Bei der Zubereitung der Quiche über­nimmt zwar der Ofen einen gro­ßen Teil der Arbeit, aber zuvor ist hier erst­mal eini­ges zu schnib­beln. Also keine Zeit ver­schwen­den und ran an die Arbeit. Den Hokkaido Kürbis schä­len, hal­bie­ren, die Kerne ent­fer­nen und das Fruchtfleisch grob ras­peln. Den Speck in kleine Würfel schnei­den und die 2 Zwiebeln eben­falls fein wür­feln. Die Petersilie und den Schnittlauch fein hacken bzw. schnei­den und zum guten Schluss noch den Emmentaler reiben.

In einer Pfanne 1 EL Butter zer­las­sen und die Zwiebeln sowie den Speck bei mitt­le­rer Hitze anbra­ten. Die Pfanne von der Herdplatte neh­men und die Zwiebel-Speck-Mischung leicht abküh­len las­sen. Den Ofen auf 200° C vor­hei­zen und eine Springform (ca. 28 cm Durchmesser) mit ca. 1 TL Butter gründ­lich einfetten.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäu­ben und den Teig zu einem ca. 3 mm dicken Kreis aus­rol­len, in die Springform legen und einen Rand for­men. Den Teig mehr­mals mit der Gabel ein­ste­chen.

Der Quiche Teig wird mehrmals mit der Gabel eingestochen

Den Emmentaler, Creme Fraiche, 3 Eier, die Kürbisraspel, die Zwiebel-Speck-Mischung sowie die gehack­ten Kräuter in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Muskat wür­zen und die Zutaten gründ­lich mit­ein­an­der vermengen.

Die Zutaten für die Füllung der Kürbisquiche

Den Belag auf den Teig geben und die Quiche im vor­ge­heiz­ten Ofen auf der unte­ren Schiene für ca. 40 Minuten backen. Falls sie zu dun­kel wer­den sollte, mit Backpapier abde­cken. Nach dem Herausnehmen noch einige Minuten abküh­len las­sen und viel­leicht mit etwas Creme Fraiche oder Schmand servieren.

Kürbisquiche mit Kräutern nach Johann Lafer

Fazit: Das war sie nun, meine erste selbst­ge­machte Quiche und ich kann wirk­lich nicht meckern. Sie schmeckt mir sehr gut, schön wür­zig durch den Speck und die Zwiebeln. Der Kürbisgeschmack ist sehr schön raus­zu­schme­cken, er hält sich aber trotz­dem dezent im Hintergrund. Gefällt mir! Gibt den Daumen hoch für Herrn Lafer :biggrin:

Rezept Zutaten für ca. 12 Stücke Quiche • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten • Backzeitzeit ca. 40 Minuten • Kühlzeit Teig ca. 1 Stunde

Für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 1 Ei
  • 130 g wei­che Butter
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 TL Salz

Für den Belag:

  • 400 g Hokkaido Kürbis
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g durch­wach­se­ner Speck
  • 120 g (gerie­be­ner) Emmentaler
  • 250 g Creme Fraiche
  • 1 El und 1 TL Butter
  • je 2 EL Petersilie und Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • etwas Mehl